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Schweiz: Deutliche Mehrheit für stärkere Bejagung von Großprädatoren

Der Kanton Uri sei am Sonntag wieder einmal “Testkanton” für die Schweiz gewesen, schreibt die Neue Zürcher Zeitung (NZZ): Erstmals durften die Urner an der Wahlurne über eine Volksinitiative abstimmen, die eine stärkere Bejagung von Großprädatoren wie Wolf, Luchs oder Bär fordert. Insgesamt stimmten 70,2 Prozent der Wahlberechtigten für die Initiative des Schweizer Bauernverbandes “Zur Regulierung von Großraubtieren”, in manchen Gemeinden lag die Zustimmung bei weit über 90 Prozent (z.b. Unterschächen 96,1 Prozent, Isenthal 93,2 Prozent). Der klare Wahlausgang zeige, dass “insbesondere der Wolf in den Alpenkantonen, zu denen auch das Wallis und Graubünden gehören, ein unerwünschter Gast” sei, schreibt die NZZ: Landwirte, insbesondere Schafzüchter, Touristiker und eine klare Mehrheit der Bevölkerung hielten nichts davon, dass die Raubtiere ihre ursprünglichen Jagdreviere zurückerobert hätten. Die Abstimmung zeigt aber auch, wie wenig die lautstarke Pro-Wolfs-Propaganda einschlägig bekannter Organisationen und Akteure die tatsächliche Stimmung insbeondere der ländlichen Bevölkerung widerspiegelt. Außer der Regierung, Naturschutzorganisationen und der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz hätten praktisch alle Parteien und Organisationen das Volksbegehren zur Annahme empfohlen.

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Schweden: 12,4 Millionen Entschädigung für Raubtierschäden in 2017

Im Jahr 2017 fielen in Schweden 44 Hunde Großraubtieren zum Opfer

Der schwedische Staat zahlte im Jahr 2017 für Entschädigungen an die betroffenen Eigentümer und Notfallmaßnahmen 12,4 Millionen Schwedische Kronen (SEK, ca. 1,2 Mio. Euro). Das berichtet die schwedische Jagdseite SvenskJakt. Demnach wurden in 2017 44 Hunde von großen Raubtieren getötet oder verletzt, wobei nur die Hunde gezählt werden, die nicht zur Jagd auf die Prädatoren eingesetzt wurden: 29 Hunde wurden von Wölfen getötet, 12 von Luchsen, zwei von Bären, in einem Fall ist der Verursacher unbekannt.

Die meisten Angriffe durch Raubtiere auf Hunde ereigneten sich in der schwedischen Provinz Värmland, dort wurden zehn Hunde attackiert, neun davon von Wölfen. 2017 wurden an Entschädigungen für von geschützten Raubtieren gerissene Hunde 354.000 SEK und weitere 516.000 SEK für Präventivmaßnahmen bezahlt. Die Zahl der gerissenen und getöteten Hunde schwankt in Schweden von 1997 bis 2017 zwischen 0 und 70 Stück. SE

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