Schlagwort-Archive: Raben

Probleme des angewandten Rattenschutzes

Wenn ein Hof die vom Nabu vergebene Auszeichnung “schwalbenfreundliches Haus” verdient hätte, dann der Hof der pensionierten Landwirtin Erika Mertens (Name v. d. Red. geändert). Allein an einem Nebengebäude haben wir 26 Schwalbennester gezählt, an der Scheune, in den Nebengebäuden und alten Ställen nisten unzählige weitere Mehlschwalben. Die machen ohne Frage viel Dreck, aber bei Frau Mertens sind die eleganten Flieger trotzdem willkommen: Nicht nur, weil sie jede Menge Insekten wegfangen, sondern auch, weil sich die Bäuerin an den Flugkünsten, dem munteren Geschwirr und Geschrei der adrett befrackten Vögel und dem traulichen Getschilpe in den Nestern erfreut. Eine Landwirtin und Naturfreundin, würde man meinen, ganz nach dem Gusto des Nabu – aber auf den ist Frau Mertens nicht gut zu sprechen: “Die Krähen und Elstern lauern in Scharen auf die Jungvögel”, schimpft die Schwalbenfreundin. “Und zu allem Überfluss kommt dann auch noch der Buntsprecht, zerhackt die Nester und frisst die letzten Schwalben, die den Krähen und Elstern entkommen sind. Da kommt nichts hoch!” Früher, meint Frau Mertens, hätte ihr Mann noch zehn Krähen schießen müssen, bevor er einen guten Bock erlegen durfte. Und heute? “Da macht der Nabu nüscht!” Bei der Trockenheit, bedauert Frau Mertens, hätten es die Schwalben zudem schwer, neue Nester zu bauen oder die alten instand zu setzen. “Die tun einem richtig leid.”

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Mecklenburg-Vorpommern: Aus Seuchenschutzgründen Jagd auf Rabenvögel in Großschutzgebieten

Auf der Jahreshauptversammlung des LJV Mecklenburg-Vorpommern am Samstag in Linstow hat Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) angekündigt, dass wegen des Vordringens der Afrikanischen Schweinepest (ASP) die Jagd auf Nebelkrähen, Raben und Elstern in Großschutzgebieten freigegeben werden soll. Auch die Prädatorenbejagung, also der in den Schutzgebieten bislang verpönte Abschuss von Füchsen und Waschbären, soll Backhaus zufolge ermöglicht werden. Desweiteren forderte Backhaus die Jägerschaft auf, die Schwarzwildbejagung an der Grenze zu Polen zu intensivieren und Jagdreisen nach Litauen, Ostpolen und Weißrussland abzusagen, um die Verbreitung der ASP nicht zu begünstigen.

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