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Die Aujeszkysche Krankheit bei Hunden bleibt extrem selten

DJV-Interview mit Veterinärmediziner Dr. Thomas Müller vom Friedrich-Löffler-Institut (FLI)

In den vergangenen acht Wochen wurden zwei Fälle von Aujeszkyscher Krankheit (AK) bei Jagdhunden über Länderbehörden gemeldet, ein weiterer Fall wurde über die sozialen Medien bekannt. Weshalb treten drei Fälle der beim Jagdhund seltenen Krankheit so unmittelbar hintereinander auf? Wie können Jäger ihren Jagdhund schützen? Der DJV sprach mit Veterinär Dr. Thomas Müller, Leiter des nationalen Referenzlabors für die Aujeszkysche Krankheit am Friedrich Loeffler-Institut auf der Insel Riems.

DJV: Welcher Erreger steckt eigentlich hinter der Aujeszkyschen Krankheit?

Dr. Müller: Der Erreger der AK ist ein Alphaherpesvirus und wird laut derzeit gültiger Taxonomie als Suid Herpesvirus 1 (SHV1) bezeichnet. Wie der lateinische Name sagt, sind Haus- und Wildscheine die natürlichen Wirte bzw. Reservoire für dieses Virus. Ein charakteristisches Merkmal der AK bei Schweinen ist die lebenslange Viruslatenz.

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Sachsen-Anhalt: Aujeszkysche Krankheit bei Wildschwein nachgewiesen

Im Altmarkkreis Salzwedel hat sich erstmalig der Verdacht der Aujeszkyschen Krankheit durch Nachweis von Antikörpern bei einem erlegten Wildschwein bestätigt. Darüber informiert die Amtsveterinärin des Kreises, Elke Filter, in einer Pressemitteilung. Die Aujeszkysche Krankheit oder Pseudowut ist eine durch Viren übertragene anzeigepflichtige Tierseuche mit geringer Pathogenität für den Menschen, die jedoch bei fast allen Säugetieren tödlich verläuft (siehe verlinkten Wikipedia-Artikel). Insbesondere Jagdhunde sind gefährdet. Sie können sich durch den Verzehr rohen Wildschweinfleischs, aber auch durch Arbeit auf der Wundfährte oder den Kontakt mit verschmutzten Stiefeln, Aufbrechwerkzeugen u.ä. infizieren. Die Krankheit verläuft bei Hunden zu 100 Prozent tödlich, es gibt keine wirksamen Medikamente, keine Heilung.

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Thüringen: Aujeszky-Virus bei Wildschwein nachgewiesen

Gefahr für Jagdhunde und Hausschweine

Bei Oettersdorf im Saale-Orla-Kreis in Thüringen hat das Veterinäramt bei einem am 23. Oktober gestreckten Wildschwein das Aujeszky-Virus nachgewiesen. Der für Menschen ungefährliche Erreger stellt fürJagdhunde, die beim Stöbern oder auf der Nachsuche mit infiziertem Wild in Berührung kommen, eine tödliche Gefahr dar. Die meisten infizierten Säugetiere überleben die Erkrankung (AK, Pseudowut) nicht.

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