Schlagwort-Archive: Projekt

Schleswig-Holstein: Katzenkastrations-Projekt läuft an

Vom 16. Oktober 2017 an können – als Gemeinschaftsprojekt von Tierschutzverbänden, Tierärzteschaft, Kommunaler Familie, Landesjagdverband und Land – wieder freilebende Katzen (herrenlose Tiere, die sich nicht in menschlicher Obhut befinden) in Schleswig-Holstein kastriert und im Rahmen des landesweiten Vorgehens gegen das Katzenelend über den von der Tierärztekammer Schleswig-Holstein verwalteten Fonds abgerechnet werden. Dieses Angebot richtet sich an Tierschutzvereine und andere Überbringer.

Voraussetzung ist, dass von denjenigen, die eine Katze zur Kastration bringen, ein dafür vorbereiteter Vordruck ausgefüllt und unterschrieben wird, dass es sich um eine freilebende Katze handelt. Die Kosten werden dann in voller Höhe übernommen: 25 Euro durch Spende (Honorarverzicht) des durchführenden Tierarztes und 59,01 Euro bzw. 115 Euro Restkostenübernahme durch den Fonds, je nachdem, ob es sich um einen Kater oder eine weibliche Katze handelt. Die Katzen müssen nach Durchführung der Kastration wieder an der Stelle des Fangs ausgesetzt werden. Die Kastration ist bis zum 10. November 2017 geplant. Sofern die finanziellen Mittel im Fonds zu erschöpfen drohen, wird die Aktion vorzeitig durch die Tierärztekammer Schleswig-Holstein beendet.

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Italien: Region Venetien steigt aus europäischem Wolfsprojekt aus

Die norditalienische Region Venetien zieht sich aus dem europäischen Wolfsprojekt “Life Wolfalps” zurück. Die Wölfe würden zunehmend als Störfaktor empfunden, berichtet der ORF: Der Schutz der Herdentiere auf den Sommerweiden und die Verträglichkeit mit dem Tourismus würden zunehmend zum Problem. Nachdem in den 70er Jahren der Wolfsbestand in Italien auf etwa 100 Tiere abgesunken war, leben nun dank strenger Schutzmaßnahmen wieder etwa 2000 Wölfe in dem Land. Wie viele davon in Venetien lebten, sei unklar, fest stehe jedoch, dass sie große Schäden anrichteten, so der ORF. Es hagele Klagen von Viehzüchtern. Insbesondere auf den schwer zu schützenden Dolomiten-Hochebenen machen Wölfe den Schäfern zu schaffen. “Wir prüfen, welche Maßnahmen wir gegen die Wölfe ergreifen können, die nicht gejagt werden können. Jede Nacht gibt es Angriffe auf Schafe und andere Tiere, die ebenfalls das Recht zu leben haben“, zitiert der ORF den Präsidenten der Region Venetien, Luca Zaia.

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Wildschwein-Forscher der Uni Rostock starten Projekt in Sachsen

„Wildschweine vermehren sich explosionsartig und richten große Schäden in der Landwirtschaft an“, sagt Dr. Hinrich Zoller von der Universität Rostock. Aus ganz Deutschland erhält der Biologe derzeit Anfragen zu „seinem“ Wildschwein-Forschungsprojekt. Er erkundet seit drei Jahren im Auftrag der Hansestadt Rostock und dem Schweriner Landwirtschaftsministerium in und um Rostock die Gewohnheiten der Schwarzkittel vor allem mit dem Ziel, sie künftig von Parks, Straßen, Gärten und Feldern fernzuhalten. Seit über zwei Jahren sind die Ortskerne von Rostock Markgrafenheide und Hohe Düne wildschweinfrei. Dort war das Pilotprojekt zur Wildschwein-Bekämpfung gestartet. Zoller kennt sich auch als Waidmann mit den Gepflogenheiten der Wildschweine bestens aus. Er gehört in Deutschland mit zu den ersten Forschern, die sich so intensiv mit Wildschweinen im städtischen Bereich beschäftigen.

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