Schlagwort-Archive: Prof. Dr. Michael Stubbe

BJagdG-Novelle: Einwendungen der Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung e.V. (GWJF)

Die Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung e.V. (GWJF) nimmt – wie von der GWJF nicht anders zu erwarten so fundiert wie sachlich – zur geplanten Novellierung des Bundesjagdgesetzes (BJagdG) Stellung. In einer Mitteilung zum Thema heißt es: “Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) schlägt mit dem o.g. Entwurf
unter anderem vor,

1. das Ziel der Hege um das Ermöglichen der Naturverjüngung des Waldes im Wesentlichen
ohne Schutzmaßnahmen zu erweitern (§ 1 Abs. 2; § 21 Abs. 1 Satz 1; § 27 Abs. 1),

2. die Nachtjagd auf Schwarzwild durch Zulassen technischer Mittel zu erleichtern (§ 19
Abs. 1 Nr. 5),

3. die Jagd an Wildbrücken im Umkreis von 250 m bei Gesellschaftsjagden zu erlauben
(§ 19 Abs. 1 Nr. 19 NEU).

4. die Abschussplanung für Rehwild abzuschaffen und gleichzeitig Mindestabschusspläne für
das Rehwild einzuführen (§ 21 Abs. 2 Satz 1 und NEU Abs. 2a bis
2d).

Die Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung (GWJF) nimmt im Folgenden zu diesen
Punkten Stellung. Weitere Änderungsvorschläge bleiben – abgesehen von nachstehender allgemeinen Vorbemerkung zu gesetzlichen Erfordernissen aus wissenschaftlicher Sicht – unkommentiert.

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GWJF: Offener Brief an Ministerin Klöckner zur Waldstrategie 2050 und Novelle des Bundesjagdgesetzes

Die Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung e.V. (GWJF) hat einen Offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) verfasst. Wir dokumentieren das Schreiben im Wortlaut:

Sehr geehrte Frau Ministerin,

die Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung e. V. ist eine Vereinigung von Wildbiologen, Jagdwissenschaftlern, Ökologen, von an Wildtier- und Jagdforschung und an Natur- und Umweltschutz interessierten Wissenschaftlern und Praktikern sowie Institutionen und Einrichtungen, die mit Wildbiologie und Jagd befasst sind. Sie ist mit knapp 300 Mitgliedern die größte einschlägige wissenschaftliche Fachgesellschaft im deutschsprachigen Raum. Als Mitglieder dieser Gesellschaft wenden wir uns an Sie, verehrte Frau Ministerin, in großer Sorge um die Wildtiere und das Jagdwesen in unserem Land.

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Wildbiologe fordert: Wolf ins Jagdrecht

Schafherde in der Altmark zweimal innerhalb von 14 Tagen attackiert – Abschussbewilligung für Calanda-Wölfe abgelaufen

Der renommierte Wildbiologe Prof. Dr. Michael Stubbe hat auf topagrar.de die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht gefordert. Die ungebremste Ausbreitung des Raubtiers erfolge auf Kosten anderer Arten – und des Menschen. Der Wolf sei “ein herrliches Tier”, so Stubbe in dem lesenswerten Beitrag, müsse im dicht besiedelten Europa aber reguliert werden. Wolfsschutz und -Bewirtschaftung schlössen einander nicht aus, so Stubbe. Der Wissenschaftler warnte vor den Folgen einer ungehemmten Zunahme der Wolfspopulation für bedrohte Arten wie Wiesenvögeln oder Großtrappe. Für deren Schutz sei kaum Geld da, während Millionen in das Wolfsmanagement flössen, kritisierte Stubbe. Überdies seien “2012 weltweit mindestens 18 Menschen vom Wolf angefallen und getötet worden, 2013 acht.”

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