Schlagwort-Archive: Prof. Dr. Jürgen Vocke

Bayern: Vocke schliesst Rücktritt nicht mehr aus

Der Präsident des Bayerischen Jagdverbands (BJV), Jürgen Vocke, schließt seinen Rücktritt einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge nicht mehr aus. Vocke, der seit 25 Jahren BJV-Präsident ist, sieht sich “heftigen Vorwürfen wegen seines Finanzgebarens” ausgesetzt, formuliert die SZ. Der Memminger Jagdfunktionär und BJV-Präsidiumsmitglied Andreas Ruepp hat Strafanzeige gegen Vocke wegen des Verdachts der Untreue und Unterschlagung erstattet.  Derzeit prüft ein Wirtschaftsprüfer die Verbandsfinanzen. “Sollte sich herausstellen, dass es tatsächlich zu Versäumnissen gekommen ist, lege ich das Amt nieder”, kündigte Vocke an. Konkret geht es wohl um die “pauschale Aufwandsentschädigung” in Höhe von 5000 Euro monatlich, die sich Vocke vom BJV für sein “Ehrenamt” überweisen lässt – dem Bericht zufolge steuer- und abgabenfrei. Dies liege “weit jenseits der üblichen steuerfreien Ehrenamtspauschale von 720 Euro pro Jahr”, merkt die SZ süffisant an. Der Verband behalte nun 2000 Euro monatlich ein, falls für die Ehrenamtsbezüge des BJV-Präsidenten nachträglich Lohnsteuer und Sozialabgaben abgeführt werden müssen.

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BJV zum tödlichen Jagdunfall: “Betroffenheit ist gross”

Der Bayerische Jagdverband äußert sich tief betroffen über den tödlichen Jagdunfall in Nittenau, bei dem der Beifahrer eines Autos von einem Projektil aus einer Jagdwaffe getroffen wurde (JAWINA berichtete).

Prof. Dr. Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes (BJV), erfuhr im Urlaub vom tragischen Ausgang der Erntejagd bei Nittenau (Landkreis Regensburg)und zeigt sich entsetzt: „Der Unfall macht uns alle tief betroffen. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen des Opfers.” Der BJV unterstützt die vorbehaltlose Aufklärung des Unglücks und bietet dabei seine Hilfe an.

Selbst bei Anwendung größter Sorgfalt in der Vorbereitung und Durchführung von Jagden, kommt es dennoch, wenn auch in sehr seltenen Fällen zu Unfällen mit tödlichem Ausgang. “Besonders erschreckend ist es, wenn völlig Unbeteiligte durch unvorhersehbare Folgen der Jagdausübung verletzt werden,” so Vocke.

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Verbissgutachten als Herrschaftsinstrument: Vockes Freuden

Der Präsident des Bayerischen Jagdverbandes, Prof. Dr. Jürgen Vocke, freut sich im Verbandsblatt Jagd in Bayern “besonders” über das “Leitverbissprozent als maßgebliches Kriterium für die Beurteilung des Verbisses durch Schalenwild.” “Unbegreiflich” findet das Dr. Holger von Stetten, 2.Vorsitzender der Jagdschutz- und Jägerverein Freising, der Vocke in einem offenen Brief kritisiert.

Ein simples Gedankenspiel verdeutlicht jedem Laien, dass es zumindest sinnlos, vermutlich aber eher unredlich ist, bei der Erstellung von Verbissgutachten, wie in Bayern praktiziert, mit Verbissprozenten – genauer gesagt: “Leittriebsverbissprozenten” zu operieren: Wenn ich einen Kiefernreinbestand habe, in dem drei Buchen stehen, von denen zwei verbissen sind, dann habe ich einen Verbiss von 66 Prozent. Eine Zahl, die nichts über die wahren Verhältnisse aussagt, aber hervorragend dazu geeignet ist, überhöhte Schalenwildbestände und in der Konsequenz die Erhöhung der Abschusszahlen zu postulieren.

Die im bayerischen Verfahren aufwändig erhobenen Daten sind wenig aussagekräftig, die daraus gezogenen Schlussfolgerungen folglich mehr als fragwürdig, zumal die Legitimität des simplen Rückschlusses von lokalen Verbissschäden auf überhöhte Schalenwildbestände höchst strittig ist. Der wahre Skandal ist aber die Intransparenz des Verfahrens, da die Herausgabe der unverschlüsselten Daten aus – vermutlich vorgeschobenen – Datenschutzgründen verweigert wird. Da nicht bekannt ist, auf welchen Flächen die angeblichen Verbissprozente ermittelt wurden, kann niemand die sogenannten Ergebnisse überprüfen. Damit widerspricht die Erstellung des Verbissgutachtens den Anforderungen, die an ein rechtstaatliches Verfahren zu stellen sind.

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