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Schrotmunition: Problematische Alternativen

Studie zu Metallionenfreisetzung aus Schrotmunition in Gewässern – Munition mit Risiken und Nebenwirkungen

Das war wohl abzusehen: Wegen der Vergiftungsgefahr für Vögel und Umwelt ist die Jagd mit Bleischrot inzwischen in vielen Ländern stark eingeschränkt oder ganz verboten. Doch muss alternative Munition nicht unbedenklich sein, belegt ein Team der Technischen Universität München (TUM) in einer aktuellen Studie.

Aufgrund ihrer ballistischen Eigenschaften galten Bleischrote bislang als optimale Munition für die Jagd auf Wasservögel. In die Kritik geriet dieses Material, als Bleivergiftungen bei Enten und Seeadlern beobachtet wurden, die die Schrotkugeln beim Gründeln oder mit der Beute aufgenommen hatten.

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Bleifreie Büchsenmunition: Problematische Alternativen

Eine Arbeit zur “Ökotoxizität von Jagdbüchsengeschossen” kommt zu überraschenden Ergebnissen: Manche “bleifreien” Geschosse setzen große Mengen Blei frei – bleifreie Alternativen werden teilweise schlechter bewertet als konventionelle Bleigeschosse.

In Heft 22/2015 der Forstfachzeitschrift “AFZ-Der Wald” ist ein bemerkenswerter und hoch interessanter Beitrag mit dem Titel “Ökotoxizität von Jagdbüchsengeschossen” von Julian Fäth und Prof. Dr. Axel Göttlein erschienen (Download am Ende dieses Beitrags). Es handelt sich um eine Zusammenfassung der ambitionierten Bachelorarbeit von Julian Fäth, die am von Prof. Dr. Göttlein geleiteten Fachgebiet für Waldernährung und Wasserhaushalt des Wissenschaftszentrums Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt der TU München angefertigt wurde.

Für die Arbeit wurden elf bleifreie Geschosse nach einem standardisierten Verfahren, “mit dem sich die Schwermetallionenfreisetzung von Jagdbüchsengeschossen im Boden möglichst realitätsnah simulieren lässt,” im Hinblick auf ihre Ökotoxizität untersucht. Zum Vergleich wurden auch zwei konventionelle Bleigeschosse (Brenneke TUG, RWS DK) herangezogen.

Bei den bleifreien Projektilen handelt es sich um vier Geschosse, die lt. Hersteller aus Reinkupfer oder Kupferlegierungen bestehen (Barnes TTSX, Lapua Naturalis LR, Sax KJG-HS, Sellier & Bellot Exergy), vier beschichtete Kupfergeschosse (Norma Kalahari, RWS HIT, Brenneke TAG, Reichenberg HDB), ein Messinggeschoss (Möller MJG) und zwei Zinngeschosse (Brenneke TUGnature, Geco Zero).

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