Schlagwort-Archive: Prämie

Belgien: Jäger fordern Entschädigung für ASP-Bekämpfung

Belgische Jäger leisten einen großen Beitrag bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Belgien, wo bisher 104 Fälle der Tierseuche offiziell registriert wurden: Sie suchen und bergen Kadaver und transportieren tote Wildschweine zur Entsorgung ab. Zuvor haben viele Jäger an den geforderten Schulungen in Biosicherheit teilgenommen, wie der belgische Jagdverband Royal Saint Hubert Club de Belgique (RSHB) in einer Pressemitteilung schreibt. Dies koste viel Zeit und Energie, auch fielen Kosten für den Transport an, für die die belgischen Jäger bislang keine Kompensation erhalten. Der RSHB schlägt deshalb eine Entschädigung für Jäger vor, wie sie etwa Tschechien seinen an der ASP-Bekämpfung beteiligten Jägern gewährt. Für Frischlinge und Überläufer bis 50 Kilogramm, die in der Restriktionszone zur Ausdünnung des Bestands erlegt werden, würden dort 153 Euro für Frischlinge und Überläufer bis 50 Kilogramm bezahlt, für ausgewachsene Wildschweine 306 Euro und für tot gefundene Sauen 192 Euro. Darüber hinaus entschädige der tschechische Staat die Weidleute für Wildbretverluste (38 Euro für Frischlinge, 76 Euro für Überläufer, 123 für mehrjährige Stücke) und zahle für jedes Wildschwein, das über die durchschnittliche Strecke der letzten drei Jahre hinaus erlegt wird, eine Prämie von 78 Euro.

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Thüringen: Rekord-Schwarzwildstrecke – Aufwandsentschädigung für Schwarzwild-Abschüsse und Hundeeinsatz

Im Jagdjahr 2017/18 wurde beim Schwarzwild in Thüringen eine Jagdstrecke in Höhe von 41.897 Stück erzielt, im Vorjahr lag der Wert bei 31.052. Das entspricht einem Anstieg um ca. 35 Prozent der Jagdstrecke im Vergleich zum Vorjahr.

Aufwandsentschädigungen von 25 Euro pro Stück erlegtes Schwarzwild und den Einsatz von brauchbaren Jagdhunden für Stöbern oder Nachsuche – hier alle Informationen und Formulare zum Download

„Mit ihrer Arbeit leisten Thüringens Jägerinnen und Jäger einen wichtigen Beitrag zur Regulierung des Wildtierbestandes“, sagt Thüringens Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft Birgit Keller. „Eine hohe Priorität hat nach wie vor die Bekämpfung der drohenden Afrikanischen Schweinepest. Auch hier haben die Jäger eine Schlüsselposition bei der Eindämmung.“ Die Jagdstrecke beim Rotwild ist im Vergleich zum Vorjahr um 4 % gestiegen. Die Streckenergebnisse beim Dam-, Muffel und Rehwild weisen nur geringe Änderungen zum Vorjahr auf. Naturgegeben schwankt die Höhe der Wildbestände und in Folge dessen auch die Ergebnisse der Jagdstrecken. Insbesondere beim Schwarzwild können diese Schwankungen extrem sein. Während im Jagdjahr 2012/13 noch eine Jagdstrecke von 37.400 Sauen verzeichnet wurde, sank diese bereits im Folgejahr um 40 %. Das Auf und Ab der Jagdstrecken hängt von vielen Faktoren ab. Doch beim Schwarzwild ist Achtsamkeit geboten.

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Brandenburg: Land fördert ASP-Probennahme

Das Brandenburger Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz (MdJEV) hat ein Merkblatt für die Probennahme bei Verdachtsfällen auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) herausgegeben. Darin heißt es: “Das Risiko der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in die brandenburgische Wildschweinepopulation ist weiterhin hoch. Der Bekämpfungserfolg eines möglichen Ausbruchs der Seuche im Schwarzwildbestand wird wesentlich vom Zeitpunkt der Erkennung bestimmt. Deshalb kommt der frühestmöglichen Feststellung der ASP-Infektion besondere Bedeutung zu. Zur Früherkennung führt das Land Brandenburg ein Monitoring-Programm durch, das sich insbesondere auf die Untersuchung von tot aufgefundenen Wildschweinen (Fallwild und Unfallwild) stützt. Bei diesen Tieren ist die Wahrscheinlichkeit der Erkennung einer ASP-Infektion am höchsten. Die Meldung und Beprobung dieser Tierkörper wird vom Land Brandenburg finanziell in Höhe von 30,00 € pro Tierkörper bzw. Probe unterstützt.

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M-V.: Ab morgen Aufwandsentschädigung für jedes erlegte Wildschwein

Jäger in Mecklenburg-Vorpommern erhalten für jedes im Zeitraum vom 1. Dezember 2017 bis zum 31. März 2019 erlegte Wildschwein auf Antrag eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 25 Euro. Die Zahlung ist Bestandteil des Sofortprogramms zur Reduzierung der Schwarzwildbestände im Land, das Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus Mitte Oktober 2017 auf den Weg gebracht hatte.

Darüber hinaus sieht die neue Vorschrift vor, beim Zusammenschluss benachbarter Jagdbezirksinhaber für eine revierübergreifende Drückjagd den beteiligten Jagdhundeführern ebenfalls eine Aufwandsentschädigung in Höhe von jeweils 25 Euro für jeden eingesetzten Jagdhund zu gewähren. „Schließlich ist der Einsatz ausgebildeter Jagdhunde nicht selbstverständlich, aber die revierübergreifende Zusammenarbeit in dieser Situation unverzichtbar“, sagte Minister Dr. Backhaus.

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Bayern: Kopfgeld für Schwarzkittel

Damit die Jäger bei der Bejagung der anwachsenden Schwarzwilddbestände nicht nachlassen zahlt ihnen der bayerische Landkreis Unterallgäu jetzt eine Prämie in Höhe von zehn Euro für jedes geschossene und verwertbare Stück Schwarzwild. In einer Presseerklärung des Landratsamts heißt es dazu: “Durch Untersuchungskosten bei der Verwertung von Schwarzwild sowie sinkende Preise für Wildbret wird es für Jäger immer weniger attraktiv, Wildschweine zu jagen. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Tiere stetig zu. Um einen zusätzlichen Anreiz dafür zu schaffen, hier regulierend einzugreifen, erhalten Jäger rückwirkend zum 1. Januar zehn Euro für jedes erlegte und verwertbare Tier. Dafür sprachen sich die Mitglieder des Kreis-Umweltausschusses in der jüngsten Sitzung einstimmig aus.

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