Schlagwort-Archive: Potsdam

Wolfsdemo in Potsdam – Bauern fordern wolfsfreie Zonen

+++ Bayern: Jäger finden skelettierte Leiche auf Drückjagd bei Mainleus (Landkreis Kulmbach) +++

Über 300 Menschen haben am Samstag (10.11.) auf der Demonstration des Bauernbundes Brandenburg vor dem Landtag in Potsdam gegen die Ausbreitung der Wölfe protestiert. “Wir fordern die Landesregierung auf, große Teile unseres Landes zur wolfsfreien Zone zu machen”, sagte Bauernbund-Präsident Marco Hintze, Landwirt aus Krielow im Havelland: “Überall, wo Menschen und Weidetiere sind, müssen Wölfe konsequent gejagt werden, und zwar sofort.” Brandenburg habe eine viermal so hohe Wolfsdichte wie Schweden, und in Schweden werde scharf geschossen, so Hintze.

Vor einer “systematischen Verharmlosung” des Großraubtiers warnte Forstwirt Christoph Rechberg aus Plattenburg: “Es ist eine Illusion zu glauben, die Wolfspopulation würde sich irgendwann selbst regulieren oder es gäbe andere Möglichkeiten sich dagegen zu schützen als mit dem Gewehr.” Biolandwirt Reinhard Jung berichtete von seinem Fachwerkbauernhof in Lennewitz, wo er die alte Nutztierrasse Rotbuntes Niederungsvieh züchtet: “Wir haben uns hier ein Paradies geschaffen und das lassen wir uns nicht kaputt machen von einer reißenden Bestie, die unsere Vorfahren aus gutem Grund ausgerottet haben.”

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Demo “Aktives Wolfsmanagement jetzt!”

DJV ruft zur Teilnahme an Kundgebung am 10. November 2018 in Potsdam auf

„Aktives Wolfsmanagement jetzt!“: Der Deutsche Jagdverband (DJV) erklärt sich solidarisch mit dem Forum Natur Brandenburg und dem Bauernbund Brandenburg, die am 10. November 2018 zu einer Kundgebung vor dem Brandenburgischen Landtag in Potsdam aufrufen. Die Verbände wollen mit der Kundgebung deutlich machen, dass die Zukunft von „Mensch, Weidetier und Wolf“ nur gemeinsam gedacht werden kann.

Die Forderung für die Neuorientierung des brandenburgischen Wolfsmanagements haben die Verbände im Forum Natur im Rahmen eines „8 Punkte-Planes“ deutlich gemacht. Unverhandelbar sind dabei die folgenden drei Punkte:

Es muss zukünftig einen hundertprozentigen Schadens- und Präventionsausgleich mit verbindlichem Rechtsanspruch für die durch Wölfe verursachten Schäden geben. Die Ausbreitung der Wölfe in Brandenburg darf nicht auf Kosten der betroffenen Weidetierhalter erfolgen. Weidetierhaltung ist aktiver Naturschutz!

Der Wolf ist unverzüglich in das „Brandenburgische Jagdrecht“ aufzunehmen und parallel dazu ist eine auf naturschutzrechtlichen Einzelfallentscheidungen beruhende Schutzjagd nach skandinavischem Vorbild zu etablieren.

Für das Land Brandenburg ist unverzüglich ein gesellschaftlich breit diskutierter Wolfszielbestand festzulegen, dessen aktives Management zukünftig die Gewähr dafür bietet, dass der Schutz des Wolfes im Einklang mit allen anderen Interessen an und in unserer Kulturlandschaft steht.

Weitere Infos zur Kundgebung gibt es im Internet (Forum Natur Brandenburg).

Beitragsbild: Die Kundgebung findet am 10. November vor dem Brandenburgischen Landtag in Potsdam statt. Quelle: below/ljv bw

Brandenburg: Wolfsschutz geht ins Geld

Am 27. Februar 2017 trat die  Richtlinie zur Förderung  von  Präventionsmaßnahmen  zum  Schutz  vor  Schäden  durch  geschützte Tierarten  (Wolf/Biber)  in  Kraft.  Die Richtlinie hat das Ziel, mögliche  Schäden  durch  Wolf  und  Biber zu vermeiden. Deshalb können Schutzmaßnahmen wie wolfssichere Zäune, die Anschaffung von Herdenschutzhunden oder auch Biberschutzmaßnahmen an Teichwirtschaften gefördert werden. Bis zum 28. April gingen 19 Anträge ein, sechs davon sind bisher bearbeitet und allesamt positiv beschieden worden. Die Fördersumme für die sechs genehmigten Anträge beträgt 54.893,62 Euro. Das ergibt sich aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Dieter Dombrowski. Sollten für die noch ausstehenden Anträge ähnlich hohe Fördersummen bewilligt werden, wären die Mittel für die Prävention von Wolfsangriffen in Höhe von 200.000 Euro pro Jahr bereits erschöpft. Für die Prävention von Biberschäden stehen 150.000 Euro zur Verfügung, bisher sind jedoch keine Anträge von Teichwirten eingegangen.

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Wildniskonferenz in Potsdam

Über 230 Teilnehmer trafen sich heute (9.9.2015) bei der Wildniskonferenz der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg in der Potsdamer Staatskanzlei. Experten und Interessierte aus Politik, Naturschutz, Wissenschaft, Wirtschaft, und Gesellschaft diskutieren über aktuelle Fragen und Herausforderungen für den Wildnisschutz in Deutschland. Jawina war dabei.

Deutschland braucht Wildnis – das ist die Botschaft der Wildniskonferenz unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks. Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, eine der größten privaten Eigentümerinnen von Wildnisgebieten in Deutschland, lädt in ihrem 15. Jubiläumsjahr zur Konferenz ein. Aufgrund der hohen Resonanz war die Konferenz mit über 230 Teilnehmern rasch ausgebucht. Das Thema ist auch für Jagd und Jäger relevant, denn mit der Herausnahme der Flächen aus der Nutzung ist es oft auch mit der Jagd vorbei. Oder die Jagd wird von anderen, z.B. von Mitgliedern und geladenen Gästen der Naturschutzverbände ausgeübt, die oft riesige Gebiete aus dem Besitz der Allgemeinheit unentgeltlich übertragen überkommen.

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Landesjägertag Brandenburg: Jäger fordern Änderung des Schutzstatus für den Wolf

Jäger fordern Anpassung des Schutzstatus von Biber und Wolf – Bethe schließt erneute Kandidatur aus – Geschäftsführer des Waldbesitzerverbandes vergreift sich im Ton

Am 9. Mai fanden in Potsdam der Landesjägertag Brandenburg und die Delegiertenversammlung des Landesjagdverbandes (LJVB) statt. Die knapp 250 Delegierten des verabschiedeten nach eingehender Diskussion mit überwältigender Mehrheit Ihr aktuelles Positionspapier „Jagen in Brandenburg – Zeitgemäß. Bodenständig. Nachhaltig“. Sie fordern sie unter anderem die Anpassung des Schutzstatus von Biber und Wolf. Kormoran, Nilgans und Nutria sollen ins Jagdrecht überführt und bejagt werden. Darüber hinaus sprechen sich die Jäger für eine umweltverträgliche Umsetzung der Energiewende aus. Windkraftanlagen im Wald lehnen sie derzeit ab. Die Stromerzeugung aus Biomasse müsse enger mit dem Arten- und Naturschutz verzahnt werden.

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