Schlagwort-Archive: Positionspapier

500 Stück in Deutschland – Unionspolitikern fordern Obergrenze für Wölfe

+++ Sachsen: Wolf mit Huhn im Maul überfahren +++ Bayern: Dachs bei Dinkelbühl gewildert, Zeugen gesucht +++

Die umweltpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Fraktionen in Bund und Ländern haben am Dienstag in Stuttgart ein Positionspapier (ein Entwurf des Positionspapier veröffentlichte JAWINA hier) beschlossen, in dem eine Obergrenze für den Wolfsbestand in Höhe von 500 Individuen für ganz Deutschland gefordert wird. Das berichtet die Augsburger Allgemeine. Der aktuelle Wolfsbestand dürfte sich auf mindestens die doppelte Menge belaufen. Die Unionspolitiker forderten die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht und eine Entnahme von Wölfen bereits bei ernsten Schäden in der Landwirtschaft. Der umweltpolitische Sprecher der Brandenburger CDU-Landtagsfraktion, Dieter Dombrowski, erklärte gegenüber der Augsburger Allgemeinen, dass in Brandenburg Wölfe bereits durch Gärten liefen und sich Grundschulen näherten. Er wolle nicht zur Verantwortung gezogen werden, wenn Menschen zu Schaden kämen. red.

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Schaf. Foto: SE

Baden-Württemberg: Grüne Landtagsfraktion verabschiedet Positionspapier zum Umgang mit dem Wolf

“Bei auffälligen Wölfen ist ein schneller und unbürokratischer Abschuss nötig – oberste Priorität hat der Schutz von Menschen und Weidetieren”

Der Wolf ist zurück. Die Grüne Landtagsfraktion in Baden-Württemberg sieht es als zentrale Aufgabe, Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter sowie die Landwirte im Land bestmöglich dabei zu unterstützen, sich für die neue Herausforderung zu wappnen. In einem Positionspapier „Wölfe und Herdenschutz in Baden-Württemberg“ befürworten die Grünen unter anderem einen umfassenden und flächendeckenden Herdenschutz, eine landesweite und zielgruppengerechte Beratung sowie das Einführen eine Wolfsverordnung. Diese soll Rechtssicherheit schaffen, wenn es etwa um Schadensausgleich bei gerissenen Tieren oder den Abschuss problematischer Wölfe geht. Gleichzeitig wollen die Landtagsgrünen durch Information und Kooperation Akzeptanz für die streng geschützte Tierart Wolf schaffen und Ängsten in der Bevölkerung entgegenwirken.

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Positionspapier Wolf der CDU/CSU-Fraktion im Wortlaut

Wir dokumentieren das Positionspapier:

Wölfe in Deutschland – Sorgen ernst nehmen, Sicherheit schaffen, Bestände regulieren
Positionspapier der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag vom 27. November 2018

im Wortlaut:

“Im Jahr 2000 wurde in Sachsen das erste Wolfsrudel nachgewiesen. Seitdem breiten sich die Wölfe in Deutschland aus. Denn die größten Raubtiere in unserer Kulturlandschaft haben keine natürlichen Feinde. Im Monitoringjahr 2017/18 wurden seitens des Bundesamts für Naturschutz und der „Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf“ 73 Rudel, 30 Paare und drei Einzeltiere bestätigt. Diese Konzentration führt in unserer dicht besiedelten Kulturlandschaft zu vielfältigen Problemen. Die Politik darf hiervor die Augen nicht verschließen. Erforderlich ist eine wissenschaftliche, datenbasierte, ideologiefreie und pragmatische Herangehensweise. Schutz und Sicherheit der Menschen sind dabei für uns oberstes Gebot.

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DJV begrüßt Positionspapier der CDU/CSU-Fraktion zum Wolf

Nach Hochrechnungen leben bereits jetzt mehr als 1.000 Wölfe in Deutschland. Die länderübergreifende Population ist im günstigen Erhaltungszustand. Der Wolf sollte ins Bundesjagdgesetz überführt werden.

Die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag hat heute ein Positionspapier zum Umgang mit dem Wolf vorgelegt. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt es, dass darin der günstige Erhaltungszustand als erreicht angesehen wird. Allein in Deutschland beträgt das Populationswachstum knapp 30 Prozent jährlich, das Verbreitungsgebiet nimmt europaweit weiter rasant zu und Lebensraum für den Erhalt der Art ist ausreichend vorhanden. Laut Positionspapier gehe es um eine Bewertung auf Populationsebene und nicht um nationale Zahlen, ein genetischer Austausch zwischen Wölfen aus Polen, dem Baltikum und Deutschland sei gegeben. Entgegen der früheren Annahme kommt der anpassungsfähige Wolf in einer Kulturlandschaft gut zurecht. Auf Basis der kürzlich vom Bundesamt für Naturschutz veröffentlichten Monitoringdaten für 2017 geht der DJV davon aus, dass es allein in Deutschland schon jetzt mehr als 1.000 Wölfe gibt.

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Hessen: Aktionsbündnis Ländlicher Raum stellt zur Landtagswahl Forderungen an die Politik

22 Verbände erwarten von der hessischen Landespolitik u. a. eine gleichberechtigte Teilhabe an der Wohlstandsentwicklung, den Ausbau von Wirtschaftskreisläufen und einer digitalen Infrastruktur, Schutz natürlicher Ressourcen und die Ermöglichung einer effektiven Jagd.

Am 21. August wurden in Friedrichsdorf die Positionen für das Positionspapier erarbeitet. Das Bündnis ruft die ländliche Bevölkerung auf, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen und am 28. Oktober wählen zu gehen. Das Bündnis repräsentiert den größten Teil der ländlichen Bevölkerung. Vertreten sind dort u. a. der Hessische Städte- und Gemeindebund, der hessische Bauernverband, der Rheingauer Weinbauverband, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sowie der Landesjagdverband Hessen.

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Schleswig-Holstein: FDP will “Wolf als jagdbare Tierart ins Jagdrecht aufnehmen”

Wer braucht noch Wölfe? Polnische Gemeinde will Wölfe einfangen und verschenken

Der FDP-Landtagsabgeordnete Oliver Kumbartzky, Parlamentarischer Geschäftsführer und agrarpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein, hat ein Positionspapier zum Wolf im Landtag eingebracht. Darin heißt es: “Eine Aufnahme des Wolfes als jagdbare Tierart in das Bundesjagdgesetz ist erforderlich. Die Aufnahme in das Jagdgesetz ohne gleichzeitige Aufnahme in die Verordnung über die Jagdzeiten würde zunächst am Schutzstatus nichts ändern. Doch mit der Einbindung der Jägerschaft durch die Verpflichtung zur Hege und Pflege des Wolfes könnte deren jagdfachlicher Sachverstand beim Wolfsmanagement und insbesondere beim Wolfsmonitoring nutzbar gemacht werden.” Die FDP-Fraktion fordert für Schleswig-Holstein die Umsetzung einer Reihe Maßnahmen zum Wolf. So müsse “das Wolfsmanagement Schleswig-Holstein dringend seinem Namen besser gerecht werden”, Schäden durch Wölfe seien “in ihrem gesamten Ausmaß vollständig zu kompensieren.”

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DJV zum Positionspapier Wolf

In einer aktuellen Pressemitteilung nimmt der Deutsche Jagdverband (DJV) zum gerade veröffentlichten Positionspapier “Der Wolf in Deutschland” Stellung darin heißt es:

Deutscher Jagdverband positioniert sich zum Wolf – DJV-Präsidium verabschiedet im April 2018 neue Wolfsposition

Der Deutsche Jagdverband (DJV) fordert in einem aktuellen Positionspapier zeitnah die Aufnahme des Wolfs in das Bundesjagdgesetz, um bundeseinheitliche Regelungen zum künftigen Umgang mit dem Wolf auszugestalten. Eine generelle Bejagung ist damit nicht möglich, da der große Fleischfresser über die FFH-Richtlinie weiterhin streng geschützt ist. Allerdings wird so eine Grundlage geschaffen, um bundesweit gültige Managementmaßnahmen auf Basis des Koalitionsvertrages der Bundesregierung zu erarbeiten. Der DJV lehnt Vorstöße wie in Brandenburg und Südwestdeutschland ab, über Behörden bewaffnete Eingreifftrupps installieren zu wollen. „Wenn es um die Entnahme von Wölfen geht, muss immer der ortskundige Jäger erster Ansprechpartner sein, alles andere wäre ein inakzeptabler Eingriff ins Eigentumsrecht“, so DJV-Präsident Hartwig Fischer. Nur wenn der Jagdausübungsberechtigte notwendige Managementmaßnahmen nicht umsetzen kann oder möchte, sollten Behörden eingreifen können.

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DJV fordert Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat ein Positionspapier “Der Wolf in Deutschland” veröffentlicht, in dem unter anderem die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht gefordert wird. Die Einstufung des Wolfes im Jahr 1992 in den Anhang IV der FFH-Richtlinie entstamme einer Zeit, als dieser über 130 Jahre auf heutigem deutschem Territorium nicht mehr regelmäßig vorkam und seine Rückkehr offenbar nicht erwartet wurde, heißt es in dem DJV-Positionspapier: “Der Wolf erfüllt heute nicht mehr die Kriterien für die Aufnahme in Anhang IV.” Gefordert wird, den Wolf baldmöglichst von Anhang IV in Anhang V der FFH-Richtlinie zu überführen sowie den Wolf “in den Katalog der bejagbaren Arten des Bundesjagdgesetzes aufzunehmen.”

Die Aufnahme ins Jagdrecht sei unabhängig von einer Aufnahme in Anhang V der FFH-Richtlinie, auch Arten aus Anhang IV dürften unter bestimmten Voraussetzungen bejagt werden, stellt der DJV fest: Die Rechte der Jagdausübungsberechtigten und Jagdrechtsinhaber seien zu wahren, die “Einrichtung von staatlichen Fang- und Entnahmetrupps als Parallelstruktur zur Jägerschaft wird abgelehnt.” Es seien verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, nach denen die fachlich qualifizierte Jägerschaft handeln kann. Gefordert wird auch eine gesetzliche Regelung für den “Ausgleich von Schäden durch Wölfe an Jagdhunden.”

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Niedersachsen: “Waldkonsens” ohne Landesjägerschaft

Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat ein “Gemeinsames Positionspapier Wälder für Niedersachsen” (Download hier) vorgelegt. Das von dem grünen Landwirtschaftsminister Christian Meyer als “Richtschnur für eine nachhaltig-ökologische Bewirtschaftung” und “dauerhafter Masterplan für Ökologie und Ökonomie” gepriesene Papier wurde am gestrigen Donnerstag feierlich im Ministerium signiert. 22 Verbände haben das Positionspapier gezeichnet, darunter Nabu und BUND, die Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW), der ÖJV Niedersachsen, der Bundesverband der deutschen Säge- und Holzindustrie, der deutsche Gebirgs- und Wanderverein und viele mehr. Nicht dabei ist die Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) Das verwundert auf den ersten Blick nicht, da das Positionspapier eindeutig die Handschrift des von der rot-grünen Landesregierung neu berufenen Waldbeirats Niedersachsen trägt, dessen Vorsitzender, der Göttinger Professor Christian Ammer, das Papier überarbeitet hat. Wenig erstaunlich daher, dass der sogenannte “Waldkonsens” mitunter einseitig die ökonomischen Interessen der Waldbesitzer vertritt.

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Mecklenburg-Vorpommern: JV Parchim fordert klare Kante zum Thema Wolf vom LJV

Viele Jäger sind unzufrieden mit der offiziellen Position, die ihre Landesjagdverbände zum Thema Wolf vertreten. Dieser Eindruck drängt sich auf, wenn man etwa Wortmeldungen auf Delegiertenversammlungen (und den ihnen zuteil werdenden Applaus), Gespräche in Jägerrunden oder die Kommentare in einschlägigen Jagdportalen registriert. Die Mitglieder des Jagdverbands (JV) Parchims erhöhen nun den Druck auf ihre Interessenvertreter: Sie haben auf ihrer Delegiertenversammlung am Sonnabend mit 76 von 77 Stimmen ein Positionspapier verabschiedet, in dem eine klare Haltung vom Landesjagdverband Mecklenburg-Vorpommern (LJV) zum Thema Wolf eingefordert wird, wie die Parchimer Zeitung berichtet. Der JV Parchim vertritt 1124 Mitglieder aus 23 Hegeringen. In dem Positionspapier fordern die Parchimer den LJV auf, auf klare gesetzliche Regelungen im Umgang mit dem Wolf zu dringen. Wenn der Wolf reguliert werden solle, dann müsse dies durch die jeweiligen Revierinhaber und Jagdausübungsberechtigten erfolgen. Die Politik müsss sich an aktuellen Zahlen und Fakten orientieren.

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NABU weist Forderung des DJV nach einer Neubewertung der Wolfspopulation zurück

Der NABU weist die Forderung des Deutschen Jagdverbandes (DJV) nach einer Neubewertung der Wolfspopulation zum jetzigen Zeitpunkt zurück. „Das Wolfsmonitoring ist in der Praxis bislang nicht ausreichend umgesetzt, so dass uns wichtige Erkenntnisse über Wanderbewegungen, Revieransprüche und langfristige Reproduktionserfolge nicht vorliegen, die wissenschaftlich fundierte Aussagen über die Bestandsentwicklung möglich machen. Daher ist es in der derzeitigen Situation nicht hilfreich, laufend nach Argumenten zu suchen, den Wolf am Grünen Tisch als im Bestand gesichert zu erklären, während die drängendsten Fragen unbeantwortet bleiben“, erklärte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

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Nabu fordert: Jagd auf ein Dutzend Arten beschränken

Aktualisiertes Positionspapier veröffentlicht – Verkürzung der Jagdzeit auf vier Monate gefordert.

Der Nabu hat ein Positionspapier zur Ausrichtung der Jagd in Deutschland vorgelegt, in dem er eine grundlegende Novellierung der Gesetzgebung fordert: Das vor 60 Jahren in Kraft getretene Bundesjagdgesetz sei bis jetzt im Wesentlichen nahezu unverändert. Wissenschaftliche Erkenntnisse der Wildtierökologie und des Natur-, Arten- und Tierschutzes sowie sich ändernde gesellschaftliche Erwartungen an die Jagd seien seitdem nicht berücksichtigt worden, meint Nabu-Präsident Tschimpke. Daher müssten die derzeitigen Jagdgesetze auf den Prüfstand und nach ökologischen und ethischen Kriterien novelliert werden. Die Jägerschaft müsse auf diese Veränderungen ebenso reagieren wie Bund und Länder”, so Tschimpke.

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Bleifreie Büchsenmunition: Fluchtstrecken vervielfacht

Der Bundesverband Deutscher Berufsjäger hat eine eigene Studie zur Tötungswirkung bleifreier Büchsenmunition durchgeführt. 602 Abschussberichte von 40 Berufsjägern flossen in die Studie ein. Nur 42,5 Prozent der Teilnehmer erfüllten vollständig den Projektauftrag: 22,5 Prozent lieferten keine Abschussberichte (etwa weil sie mit der zur Verfügung gestellten Munition keine zufrieden stellende Präzision aus ihrer Waffe erzielen konnten), 35 Prozent stiegen während des Projekts aus. Letzteres dürfte mit den verheerenden Ergebnissen der Studie in Zusammenhang stehen: Die Fluchtstrecken vergrößerten sich bei Einsatz bleifreier Munition deutlich – bei Rehwild verdoppelten, bei Schwarzwild verfünffachten sie sich! Die Ergebnisse hat der BDB in einer Präsentation zusammengefasst, die hier heruntergeladen werden kann.

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