Schlagwort-Archive: Polizei

Bochum: Jäger nicht im Knien erschossen

Der am 18. April von Polizisten auf einem Bochumer Friedhof erschossene Jäger (JAWINA berichtete) ist dem nun vorliegenden Obduktionsbericht zufolge nicht in kniender Haltung erschossen worden. Dies hatten verschiedene Lokalzeitungen berichtet.

Nach bisherigen Ermittlungen der Bochumer Staatsanwaltschaft und der Essener Mordkommission informierte ein waffenkundiger Bochumer und Jäger die Polizei (18.4. gegen 18 Uhr), dass ein ihm unbekannter Mann, in Begleitung einer Frau, soeben den Friedhof betreten habe, so die Staatsanwaltschaft Bochum und die Polizei Essen in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Er soll ein scharfes Gewehr mitführen, welches er zuvor durchgeladen hat. Die Bochumer Einsatzleitstelle beorderte sofort mehrere Streifenwagen zum Einsatzort. Polizeibeamte betraten kurz darauf den Friedhof und warnten unbeteiligte Friedhofbesucher vor der möglichen Gefahr. Auf dem Gelände trafen die beiden Polizisten auf den 77-jährigen bewaffneten Mann, in dessen unmittelbarer Nähe sich die zuvor beschriebene Frau befand. Die Männer sprachen den Mann an…

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NRW: Polizei erschiesst 77-jährigen Jäger in Bochum

Am Donnerstag vergangener Woche (18. April)  ging bei der Polizei in Bochum ein Notruf ein: Ein Anrufer meldete, dass er auf dem Friedhof an der Kirchhapener Straße im Stadtteil Gerthe einen Mann “mit einer vermutlich durchgeladenen Schusswaffe” beobachte. Angeblich bedrohte der Senior dann die eintreffenden Polizisten. In der gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei Essen und Staatsanwaltschaft Bochum liest sich die Schilderung des weiteren Vorgangs so: “Sofort alarmierte Einsatzkräfte trafen den beschriebenen Waffenträger auf dem Friedhof an. Seitens des Mannes kam es zu einer Bedrohungshandlung gegen die eingesetzten Beamten. Zum eigenen Schutz schossen die Polizisten auf den 77-Jährigen. Der Mann wurde erheblich verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Aus Neutralitätsgründen hat eine Mordkommission der Polizei Essen die Ermittlungen übernommen.” Beim WDR heißt es lediglich, die Beamten hätten “sich bedroht gefühlt”. Die Polizisten schossen mehrfach auf den Rentner, drei Schüsse trafen nach bisherigen Erkenntnissen seinen Oberkörper.

In einer Folgemeldung wird der Tod des 77-jährigen vermeldet: “Am Samstagabend (20. April) verstarb der 77-Jährige an seinen Verletzungen.  Das zuständige Amtsgericht hat für den heutigen Nachmittag (21.04.) die Durchführung eine Obduktion beschlossen.” Jetzt stellt sich heraus: Der Rentner soll auf dem Friedhof ganz legal im Auftrag der Stadt Kaninchen bejagt haben. Damit bekomme der Fall “eine völlig neue Wendung”, schreibt die WAZ zutreffend.

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Niedersachsen: Hochsitze zerstört – Öffentlichkeitsfahndung nach einem Täter aus dem Kreis militanter Tierschützer

Die Polizeiinspektion Emsland / Grafschaft Bentheim fahndet nun mit einem Bild öffentlich nach einem Täter, der für eine Serie von Sachbeschädigungen an Hochsitzen im nördlichen Emsland aus dem Februar 2019 verantwortlich ist.

Bereits am Samstag, 02.02.2019, kam es vermutlich in den späten Nachmittagsstunden in Werlte, Lorup, Lehe, Heede und Papenburg im Emsland zu insgesamt 15 Sachbeschädigungen an Hochsitzen (JAWINA berichtete). Es entstand ein geschätzter Sachschaden von ca. 20.000 Euro. Für die Taten wurde auf einer einschlägigen Internetseite von Jagdgegnern ein Bekennerschreiben veröffentlicht. Der Täter dürfte aus dem Kreis militanter Tierschützer mit Bekenntnis zur Animal Liberation Front (A.L.F.) stammen. An diversen Hochsitzen wurden Parolen wie “Fuck Hunters” sowie Symbole der “A.L.F.” aufgebracht. Bei der Animal Liberation Front handelt es sich eine dezentral organisierte Gruppe der militanten Tierbefreiungsbewegung. Ihr Ziel ist es, Tierversuche und Tötung von Tieren durch Anschläge und Sachbeschädigungen zu erschweren oder zu verhindern.

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Sachsen-Anhalt: Polizei erschiesst Wolf nach Wildunfall

Brandenburg: Reproduzierendes Wolfsrudel auf Industriegelände

Auf der K2029 zwischen den Orten Schmerz und Schköna (Landkreis Wittenberg) ist am 10.03.2019 um 22.45 Uhr ein Wolf angefahren worden. Zirka zwei Kilometer vor dem Ortseingang Schköna wechselte plötzlich ein Wolf von rechts kommend über die Fahrbahn. Der 45-jährige Renault-Fahrer konnte nicht mehr bremsen, es kam zur Kollision mit dem Tier und zu Sachschaden am Fahrzeug. Nach der Begutachtung des verletzten Wolfes durch eine Amtstierärztin sowie Rücksprache mit einem Verantwortlichen des Wolfskompetenzzentrums wurde das Tier durch einen Schuss aus der Dienstwaffe eines Beamten von seinen Leiden erlöst.

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Brandenburg: Jäger überführen Diebe

In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde der Notruf der Polizei von zwei Jägern über ungewöhnliche Personenbewegungen in einem Waldgebiet bei Niedergörsdorf zwischen Altes Lager und Tiefenbrunn (Landkreis Teltow-Fläming) informiert. Die Zeugen saßen unweit der B 102 auf Sauen an, als sie unbekannte Personen im Wald wahrnahmen, die dort mit einem Gabelstapler fuhren. Als die Unbekannten bemerkten, dass sie beobachtete wurde, auch weil sie von den Zeugen angesprochen worden sind, verließen sie fluchtartig den Ort in unbekannte Richtung. Die hinzugerufenen Polizeibeamten stellten in dem Waldstück einen offensichtlich entwendeten Gabelstapler fest, mit dem Diebesgut transportiert worden ist.

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Bayern: 78-jähriger Jäger sorgt für Großeinsatz von Polizei und SEK

+++ Österreich: Rekordstrecke bei Reh- und Rotwild in Kärnten +++

Zu einem Großeinsatz der Polizei, unter Beteiligung des Spezialeinsatzkommandos (SEK) und der Verhandlungsgruppe, ist es am Freitag Mittag in Iphofen gekommen. Nach knapp vier Stunden konnte ein 78-Jähriger, welcher sich wohl in einer psychischen Ausnahmesituation befand, vorläufig festgenommen werden.

Familienangehörige informierten gegen 12:00 Uhr die Einsatzzentrale der unterfränkischen Polizei und teilten mit, dass sich der 78-Jährige wohl in einem psychischen Ausnahmezustand befindet. Medienberichten zufolge hatte der Mann angekündigt, sich das Leben nehmen zu wollen und sich in seiner Wohnung “verschanzt”. Da der Senior als Jäger rechtmäßig über mehrere Schusswaffen verfügte, kam es zu einem Großeinsatz für die Polizei Kitzingen und die umliegenden Dienststellen. Bereits zu diesem Zeitpunkt hielt sich der Iphofener allein in seiner Wohnung auf.

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Schweden: Wolf reisst Reh im Vorgarten

Wolf wurde von der Polizei erschossen

In Tierp in der schwedischen Provinz Uppsala län hat ein Wolf am Dienstag Vormittag ein Reh auf der Terrasse eines Anwohners gerissen. Der Wolfsriss wurde von den Bewohnern des Hauses aus deren Wohnzimmer gefilmt. Bereits um 13.50 Uhr bestätigte die Polizei, dass der Wolf erschossen wurde, wie die schwedische Zeitung Aftonbladet berichtet. Der Wolf reagierte auf die Annäherung des Polizeikommandos nicht, sondern blieb neben seiner Beute sitzen. Bei einer ersten Untersuchung des Kadavers wurde festgestellt, dass der Wolf eine Verletzung an einem Hinterbein erlitten hatte. Der tote Wolf wurde zwecks weiterer Untersuchungen den Behörden übergeben. Der Abschuss erfolgte gemäß Art. 9 des schwedischen Jagdgesetzes, in dem es um die Sicherheit von Menschen geht. Es sei “nicht auszuschließen”, dass von dem Wolf eine Gefahr ausgehe, warnte die Polizei und empfahl, Hunde nicht frei laufen zu lassen und Kinder von dem Gebiet fernzuhalten. red.

Video: Expressen TV / YouTube

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern CE und KB für die Hinweise!

Tödlicher Jagdunfall bei Ballenstedt – zwei Tatverdächtige ermittelt

+++ Bayern: Toter Wolf an Bahnstrecke gefunden +++ Polen: Tierschützer protestieren gegen geplanten Wildschwein-Abschuss wegen ASP +++ Hessen: Waffenverbotszonen – eine Gefahr für Jäger? +++

Im Fall des tödlichen Jagdunfalls, der sich im November 2017 bei Ballenstedt (Sachsen-Anhalt) ereignete (JAWINA berichtete), hat die Polizei zwei Tatverdächtige ermittelt. Bei der Jagd war ein 81 Jahre alter Jäger mit einer tödlichen Schussverletzung am Kopf aufgefunden worden. An der Jagd hatten ca. 100 Jäger und Treiber teilgenommen, die Polizei hatte 60 Jagdwaffen sichergestellt, um mit Hilfe ballistischer Gutachten zu ermitteln, aus welcher Waffe der tödliche Schuss abgegeben wurde. Diese sehr aufwändigen Untersuchungen haben nun offenbar einen Anfangsverdacht gegen zwei Personen ergeben: Wie die Helmstedter Nachrichten berichten, wird den zwei Teilnehmern an der Privatjagd momentan die Möglichkeit gegeben, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Mehr lasse sich im Moment nicht sagen, so die Zeitung. red.

Beitragsbild: Geschosse und Splitter (Symbolbild). Foto: SE

 

Hessen: Bremsschläuche an Jägerauto vermutlich von Jagdgegner durchtrennt

Polizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr

Am Sonntag, 02.12.2018, stellte ein Jagdpächter seinen Pkw, einen grüner Land Rover Defender, auf einem Parkplatz neben dem Wohnhaus an der Papiermühle in Frankenberg (Landkreis Waldeck-Frankenberg) ab. Als er am Freitag, 28.12.2018, sein Fahrzeug zur Jagd benutzen wollte, stellte er glücklicherweise bereits nach ein paar Metern fest, dass etwas mit seinen Bremsen nicht stimmte. Er hielt sofort an und bemerkte am Boden des Abstellortes feuchte Flecken. Als er daraufhin sein Fahrzeug von unten begutachtete, musste er beschädigte Bremsschläuche feststellen. Er ließ das Fahrzeug zur Reparatur in eine Fachwerkstatt transportieren. Diese stellte am Montag fest, dass die Bremsschläuche mit einem scharfen Messer durchtrennt wurden.

Die Polizei Frankenberg, Tel. 06451-7203-0, ermittelt nun wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und bittet um Hinweise, die zur Aufklärung der Tat beitragen können. PM

Beitragsbild: Jadglich genutzter grüner Land Rover (Symbolbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS. für den Hinweis!

Slowakei: Jäger erschiesst 29-jährige Treiberin bei Fasanenjagd

+++ Rheinland-Pfalz: Jäger schießt sich durch die Hand +++ Österreich: Jäger lösen Großeinsatz der Polizei aus +++ Interview: FDP-Chef Christian Lindner isst weniger Fleisch, seit der den Jagdschein hat +++ Hessen: Weiße Damhirsche gesichtet

Bei einer Fasanenjagd in der Nähe von Mojmirovce im Südwesten der Slowakei hat ein Jäger am Samstag eine 29 Jahre alte Frau erschossen, die mit ihrem Hund als Treiberin an der Jagd teilnahm. Die Frau erlag im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Nitra ihren schweren Verletzungen. Nach Angaben der Polizei ist noch nicht klar, welcher der Jagdteilnehmer den tödlichen Schuss abgegeben hat. red.

Rheinland-Pfalz. Am Samstag Morgen fand im Seibersbacher Wald (Landkreis Bad Kreuznach) eine Treibjagd statt. Einer der beteiligten Jäger, ein 53-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen, schoss sich hierbei gegen 10:15 Uhr aufgrund von Unachtsamkeit mit seinem Jagdgewehr in die eigene Hand. Er hatte seine Hand über den Gewehrlauf gelegt, als sich aus bisher ungeklärter Ursache ein Schuss löste. Der 53-Jährige wurde hierbei durch einen Handdurchschussschwer verletzt. Der Schütze wurde nach einer ersten notärztlichen Versorgung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht. PM

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