Schlagwort-Archive: Polizei

NRW: Nach tödlichem Schuss auf Jäger – Bochum ändert Regeln für Stadtjäger

Nach der Erschießung eines 77 Jahre alten Stadtjägers durch die Polizei (JAWINA berichtete) hat das Ordnungsamt der Stadt Bochum die Regeln für die Stadtjäger geändert: Künftig müssen sich die Stadtjäger 24 Stunden vor und nach ihren Einsätzen bei der örtlichen Polizeidienststelle an- und abmelden. “Die Regeln für die Stadtjagd werden ohnehin von Zeit zu Zeit angepasst”, betonte ein Pressesprecher der Stadt gegenüber JAWINA. Da man bislang nicht genau wisse, was auf dem Friedhof vorgefallen ist, könne man auch nicht sagen, ob diese Maßnahme geeignet sei, Abhilfe zu schaffen. Wie die WAZ berichtet, sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu dem Vorfall noch nicht abgeschlossen. Dem Zeitungsbericht zufolge hat ein anderer Jäger die Polizei alarmiert, der den später erschossenen Rentner auf dem Friedhof bei der – nach Auffassung des Zeugen unsachgemäßen – Jagdausübung bemerkte. In Bochum üben 26 Personen mit Sondergenehmigungen die Jagd auf den 19 städtischen Friedhöfen aus, die grundsätzlich als befriedete Bezirke gelten.

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Hessen: Jäger rettet Frau

In der Nacht zum Donnerstag wurde der Polizei durch einen Jäger eine unklare Gefahrensituation im Wald bei Taunusstein-Bleidenstadt (Rheingau-Taunus-Kreis) gemeldet. Der Jäger war gegen 00.35 Uhr im Waldstück seitlich der B 54 zwischen Bad Schwalbach und Taunusstein auf eine verletzte Frau aufmerksam geworden, welche von vier Männern umgeben war. Aufgrund dieser sich darstellenden Situation verständigte der Zeuge direkt die Polizei und hielt die Personen bis zum Eintreffen der Polizeikräfte in Schach. Die 39-jährige Frau wurde aufgrund ihrer sichtbaren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht und nach einer ambulanten Behandlung wieder entlassen. Da die Verletzungen der Frau ersten Ermittlungen zufolge zumindest durch einen der im Wald angetroffenen Männer im Alter von 26 bis 34 Jahren verursacht worden sind, wurde das Quartett festgenommen und zwecks weiterer polizeilicher Maßnahmen mit zur Dienststelle genommen.

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RLP: Polizei fahndet nach vermisstem Jäger

+++ Niedersachsen: Löwen attackieren Tierpfleger in Safaripark +++ Italien: Wolf reißt 11 Schafe in Südtirol +++ Bremen: Deichverband fordert Nutria-Bejagung +++

Der 26-jährige Timo Balshüsemann aus Kaiserslautern wird seit Freitagvormittag (3. Mai 2019) vermisst. Die Polizei kann nicht ausschließen, dass sich der Student in einer hilflosen Lage befindet. Er soll eine scharfe Schusswaffe mit sich führen. Umfangreiche Suchmaßnahmen mit Unterstützung von Personenspürhunden und Hubschrauber haben bislang nicht zum Auffinden des 26-Jährigen geführt, weshalb sich die Polizei jetzt an die Öffentlichkeit wendet. Wer kann Hinweise zum Aufenthaltsort von Timo Balshüsemann geben?

Der Gesuchte ist etwa 1,80 Meter groß und hat eine trainierte Figur. Er hat dunkle, kurze Haare und ist Brillenträger. Der 26-Jährige war zuletzt mit einer schwarzen Jeans, einer schwarzen Jacke und braunen Schnürschuhen bekleidet. Ein Foto des Vermissten finden Sie unter https://s.rlp.de/rvSmg auf der Internetseite der Polizei.

In der Vermisstensuchmeldung warnt die Polizei: Bitte treten Sie nicht an die Person heran. Der 26-Jährige soll bewaffnet sein. Er ist Jäger und berechtigt, Waffen zu besitzen. Der Bild-Zeitung zufolge soll der Vermisste nach der Trennung von seiner Freundin seinen Suizid angekündigt.

Zeugen, die Hinweise zu Timo Balshüsemann geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0631 369 2620 mit der Polizei Kaiserslautern in Verbindung zu setzen. PM

Beitragsbild: Fahndungsbild der Polizei. Quelle: Polizei RLP

Brandenburg: Die Polizei, dein Freund und Schwätzer

+++ Österreich: Bundesforst will kritischen Förster entsorgen +++ Sachsen: Wolf reißt Kalb in Dresdner Heide +++ Schweiz: Fuchs reißt sechs Flamingos in Kinderzoo +++ Niedersachsen: Hochsitzzerstörer nach Veröffentlichung von Fahndungsfoto (JAWINA berichtete) gefasst +++

Am Dienstag war es dann endlich soweit: Meine Waffenbesitzkarte (WBK) war wieder da. Am 22. Februar hatte ich einem älteren Jäger, der aus gesundheitlichen Gründen die Jagd aufgeben muss, einen älteren Repetierer abgekauft (nettes Teil übrigens, dazu vielleicht ein andermal mehr…). Am Tag darauf, also am 23. Februar, wurde der Umschlag mit WBK und Erwerbsanzeige per Einschreiben der bei der Brandenburger Polizei angesiedelten Waffenbehörde zugestellt. Nach einer Bearbeitungszeit von über zwei Monaten erhielt ich sie am 30. April zurück. Kein Einzelfall, ich kenne Leute, die nach drei Monaten Wartezeit Dienstaufsichtsbeschwerden veranlasst haben…

Es ist nun nicht so, dass in Brandenburg alle Behördenvorgänge ewig dauern: Wenn man z.B. seine Steuern nur ein paar Tage zu spät bezahlt, so hat man die Mahnung mit saftigen Säumniszuschlägen schon drei Tage nach Fristablauf im Briefkasten. Leider können Bürger bei der gebührenpflichtigen Bearbeitung ihrer Anliegen keine Säumnisabzüge geltend machen, etwa wenn ein WBK-Eintrag neun Wochen dauert. Obwohl das manchmal schon wünschenswert wäre, denn bei anderen Dingen, die manch einer wichtig finden könnte, herrscht keine Eile: Wenn in Brandenburg ein wütender Bauern einen Mitarbeiter des Veterinäramts mit seiner Schrotflinte erschießt, dauert es schon mal eine Dreiviertelstunde, bis die Polizei eintrifft. Solange liegt der tote Veterinär halt auf der Straße. Wenn meine Nachbarn mal die Polizei rufen, kriegen sie zu hören, dass es doch bekanntlich nur einen Einsatzwagen für das gesamte Gemeindegebiet gibt, und der wäre gerade ganz woanders und hätte danach auch noch zwei oder drei andere wichtige Dinge zu erledigen, also das könne schon dauern, man solle sich besser gleich darauf einstellen, dass überhaupt niemand kommt…

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Niedersachsen: Polizei sucht rechtmäßige Besitzer von gestohlenen Wildkameras

Die Polizei in Hankensbüttel ist auf der Suche nach den rechtmäßigen Eigentümern von insgesamt 70 gestohlenen Wildkameras. Geschädigt sind vermutlich überwiegend Jäger, Förster und Waldbesitzer aus der Region zwischen Harz und Heide.

Im Zeitraum zwischen dem 16. Und dem 30. März 2018 kam es im Bereich der Samtgemeinde Hankensbüttel zu drei Diebstählen von Wildkameras in verschiedenen Wald- und Flurstücken. Insgesamt wurden dabei 5 Kameras entwendet.

Die Ermittlungen der Beamten führten schließlich zu zwei Tatverdächtigen aus Wolfenbüttel. In der Folge wurde ein Durchsuchungsbeschluss gegen die beiden erwirkt. Bei der Durchsuchung der entsprechenden Wohnungen in Wolfenbüttel wurden mehr als 70 Wildkameras aufgefunden und beschlagnahmt.

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Köln: Polizisten räumen Waffenarsenal aus Jägernachlass

Zahlreiche Waffen beschlagnahmt

Waffenspezialisten der Polizei Köln haben am Montagvormittag (29. April) 127 nicht registrierte und zum Teil illegale Lang- und Kurzwaffen sowie große Mengen Munition aus dem Nachlass eines Jägers in dessen Haus in Köln-Weiß beschlagnahmt. Neben Gewehren, Pistolen und Revolvern sowie 103 Gewehrläufen hatte der kürzlich Verstorbene (61) auch Waffen in seiner Wohnung gelagert, die dem Kriegswaffenkontrollgesetz unterliegen – unter anderem ein Sturmgewehr AK 47. Eine Spezialfirma soll heute noch einen Tresor im Keller des Hauses öffnen.

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Bochum: Jäger nicht im Knien erschossen

Der am 18. April von Polizisten auf einem Bochumer Friedhof erschossene Jäger (JAWINA berichtete) ist dem nun vorliegenden Obduktionsbericht zufolge nicht in kniender Haltung erschossen worden. Dies hatten verschiedene Lokalzeitungen berichtet.

Nach bisherigen Ermittlungen der Bochumer Staatsanwaltschaft und der Essener Mordkommission informierte ein waffenkundiger Bochumer und Jäger die Polizei (18.4. gegen 18 Uhr), dass ein ihm unbekannter Mann, in Begleitung einer Frau, soeben den Friedhof betreten habe, so die Staatsanwaltschaft Bochum und die Polizei Essen in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Er soll ein scharfes Gewehr mitführen, welches er zuvor durchgeladen hat. Die Bochumer Einsatzleitstelle beorderte sofort mehrere Streifenwagen zum Einsatzort. Polizeibeamte betraten kurz darauf den Friedhof und warnten unbeteiligte Friedhofbesucher vor der möglichen Gefahr. Auf dem Gelände trafen die beiden Polizisten auf den 77-jährigen bewaffneten Mann, in dessen unmittelbarer Nähe sich die zuvor beschriebene Frau befand. Die Männer sprachen den Mann an…

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NRW: Polizei erschiesst 77-jährigen Jäger in Bochum

Am Donnerstag vergangener Woche (18. April)  ging bei der Polizei in Bochum ein Notruf ein: Ein Anrufer meldete, dass er auf dem Friedhof an der Kirchhapener Straße im Stadtteil Gerthe einen Mann “mit einer vermutlich durchgeladenen Schusswaffe” beobachte. Angeblich bedrohte der Senior dann die eintreffenden Polizisten. In der gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei Essen und Staatsanwaltschaft Bochum liest sich die Schilderung des weiteren Vorgangs so: “Sofort alarmierte Einsatzkräfte trafen den beschriebenen Waffenträger auf dem Friedhof an. Seitens des Mannes kam es zu einer Bedrohungshandlung gegen die eingesetzten Beamten. Zum eigenen Schutz schossen die Polizisten auf den 77-Jährigen. Der Mann wurde erheblich verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Aus Neutralitätsgründen hat eine Mordkommission der Polizei Essen die Ermittlungen übernommen.” Beim WDR heißt es lediglich, die Beamten hätten “sich bedroht gefühlt”. Die Polizisten schossen mehrfach auf den Rentner, drei Schüsse trafen nach bisherigen Erkenntnissen seinen Oberkörper.

In einer Folgemeldung wird der Tod des 77-jährigen vermeldet: “Am Samstagabend (20. April) verstarb der 77-Jährige an seinen Verletzungen.  Das zuständige Amtsgericht hat für den heutigen Nachmittag (21.04.) die Durchführung eine Obduktion beschlossen.” Jetzt stellt sich heraus: Der Rentner soll auf dem Friedhof ganz legal im Auftrag der Stadt Kaninchen bejagt haben. Damit bekomme der Fall “eine völlig neue Wendung”, schreibt die WAZ zutreffend.

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Niedersachsen: Hochsitze zerstört – Öffentlichkeitsfahndung nach einem Täter aus dem Kreis militanter Tierschützer

Die Polizeiinspektion Emsland / Grafschaft Bentheim fahndet nun mit einem Bild öffentlich nach einem Täter, der für eine Serie von Sachbeschädigungen an Hochsitzen im nördlichen Emsland aus dem Februar 2019 verantwortlich ist.

Bereits am Samstag, 02.02.2019, kam es vermutlich in den späten Nachmittagsstunden in Werlte, Lorup, Lehe, Heede und Papenburg im Emsland zu insgesamt 15 Sachbeschädigungen an Hochsitzen (JAWINA berichtete). Es entstand ein geschätzter Sachschaden von ca. 20.000 Euro. Für die Taten wurde auf einer einschlägigen Internetseite von Jagdgegnern ein Bekennerschreiben veröffentlicht. Der Täter dürfte aus dem Kreis militanter Tierschützer mit Bekenntnis zur Animal Liberation Front (A.L.F.) stammen. An diversen Hochsitzen wurden Parolen wie “Fuck Hunters” sowie Symbole der “A.L.F.” aufgebracht. Bei der Animal Liberation Front handelt es sich eine dezentral organisierte Gruppe der militanten Tierbefreiungsbewegung. Ihr Ziel ist es, Tierversuche und Tötung von Tieren durch Anschläge und Sachbeschädigungen zu erschweren oder zu verhindern.

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Sachsen-Anhalt: Polizei erschiesst Wolf nach Wildunfall

Brandenburg: Reproduzierendes Wolfsrudel auf Industriegelände

Auf der K2029 zwischen den Orten Schmerz und Schköna (Landkreis Wittenberg) ist am 10.03.2019 um 22.45 Uhr ein Wolf angefahren worden. Zirka zwei Kilometer vor dem Ortseingang Schköna wechselte plötzlich ein Wolf von rechts kommend über die Fahrbahn. Der 45-jährige Renault-Fahrer konnte nicht mehr bremsen, es kam zur Kollision mit dem Tier und zu Sachschaden am Fahrzeug. Nach der Begutachtung des verletzten Wolfes durch eine Amtstierärztin sowie Rücksprache mit einem Verantwortlichen des Wolfskompetenzzentrums wurde das Tier durch einen Schuss aus der Dienstwaffe eines Beamten von seinen Leiden erlöst.

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Brandenburg: Jäger überführen Diebe

In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde der Notruf der Polizei von zwei Jägern über ungewöhnliche Personenbewegungen in einem Waldgebiet bei Niedergörsdorf zwischen Altes Lager und Tiefenbrunn (Landkreis Teltow-Fläming) informiert. Die Zeugen saßen unweit der B 102 auf Sauen an, als sie unbekannte Personen im Wald wahrnahmen, die dort mit einem Gabelstapler fuhren. Als die Unbekannten bemerkten, dass sie beobachtete wurde, auch weil sie von den Zeugen angesprochen worden sind, verließen sie fluchtartig den Ort in unbekannte Richtung. Die hinzugerufenen Polizeibeamten stellten in dem Waldstück einen offensichtlich entwendeten Gabelstapler fest, mit dem Diebesgut transportiert worden ist.

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Bayern: 78-jähriger Jäger sorgt für Großeinsatz von Polizei und SEK

+++ Österreich: Rekordstrecke bei Reh- und Rotwild in Kärnten +++

Zu einem Großeinsatz der Polizei, unter Beteiligung des Spezialeinsatzkommandos (SEK) und der Verhandlungsgruppe, ist es am Freitag Mittag in Iphofen gekommen. Nach knapp vier Stunden konnte ein 78-Jähriger, welcher sich wohl in einer psychischen Ausnahmesituation befand, vorläufig festgenommen werden.

Familienangehörige informierten gegen 12:00 Uhr die Einsatzzentrale der unterfränkischen Polizei und teilten mit, dass sich der 78-Jährige wohl in einem psychischen Ausnahmezustand befindet. Medienberichten zufolge hatte der Mann angekündigt, sich das Leben nehmen zu wollen und sich in seiner Wohnung “verschanzt”. Da der Senior als Jäger rechtmäßig über mehrere Schusswaffen verfügte, kam es zu einem Großeinsatz für die Polizei Kitzingen und die umliegenden Dienststellen. Bereits zu diesem Zeitpunkt hielt sich der Iphofener allein in seiner Wohnung auf.

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Schweden: Wolf reisst Reh im Vorgarten

Wolf wurde von der Polizei erschossen

In Tierp in der schwedischen Provinz Uppsala län hat ein Wolf am Dienstag Vormittag ein Reh auf der Terrasse eines Anwohners gerissen. Der Wolfsriss wurde von den Bewohnern des Hauses aus deren Wohnzimmer gefilmt. Bereits um 13.50 Uhr bestätigte die Polizei, dass der Wolf erschossen wurde, wie die schwedische Zeitung Aftonbladet berichtet. Der Wolf reagierte auf die Annäherung des Polizeikommandos nicht, sondern blieb neben seiner Beute sitzen. Bei einer ersten Untersuchung des Kadavers wurde festgestellt, dass der Wolf eine Verletzung an einem Hinterbein erlitten hatte. Der tote Wolf wurde zwecks weiterer Untersuchungen den Behörden übergeben. Der Abschuss erfolgte gemäß Art. 9 des schwedischen Jagdgesetzes, in dem es um die Sicherheit von Menschen geht. Es sei “nicht auszuschließen”, dass von dem Wolf eine Gefahr ausgehe, warnte die Polizei und empfahl, Hunde nicht frei laufen zu lassen und Kinder von dem Gebiet fernzuhalten. red.

Video: Expressen TV / YouTube

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern CE und KB für die Hinweise!

Tödlicher Jagdunfall bei Ballenstedt – zwei Tatverdächtige ermittelt

+++ Bayern: Toter Wolf an Bahnstrecke gefunden +++ Polen: Tierschützer protestieren gegen geplanten Wildschwein-Abschuss wegen ASP +++ Hessen: Waffenverbotszonen – eine Gefahr für Jäger? +++

Im Fall des tödlichen Jagdunfalls, der sich im November 2017 bei Ballenstedt (Sachsen-Anhalt) ereignete (JAWINA berichtete), hat die Polizei zwei Tatverdächtige ermittelt. Bei der Jagd war ein 81 Jahre alter Jäger mit einer tödlichen Schussverletzung am Kopf aufgefunden worden. An der Jagd hatten ca. 100 Jäger und Treiber teilgenommen, die Polizei hatte 60 Jagdwaffen sichergestellt, um mit Hilfe ballistischer Gutachten zu ermitteln, aus welcher Waffe der tödliche Schuss abgegeben wurde. Diese sehr aufwändigen Untersuchungen haben nun offenbar einen Anfangsverdacht gegen zwei Personen ergeben: Wie die Helmstedter Nachrichten berichten, wird den zwei Teilnehmern an der Privatjagd momentan die Möglichkeit gegeben, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Mehr lasse sich im Moment nicht sagen, so die Zeitung. red.

Beitragsbild: Geschosse und Splitter (Symbolbild). Foto: SE

 

Hessen: Bremsschläuche an Jägerauto vermutlich von Jagdgegner durchtrennt

Polizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr

Am Sonntag, 02.12.2018, stellte ein Jagdpächter seinen Pkw, einen grüner Land Rover Defender, auf einem Parkplatz neben dem Wohnhaus an der Papiermühle in Frankenberg (Landkreis Waldeck-Frankenberg) ab. Als er am Freitag, 28.12.2018, sein Fahrzeug zur Jagd benutzen wollte, stellte er glücklicherweise bereits nach ein paar Metern fest, dass etwas mit seinen Bremsen nicht stimmte. Er hielt sofort an und bemerkte am Boden des Abstellortes feuchte Flecken. Als er daraufhin sein Fahrzeug von unten begutachtete, musste er beschädigte Bremsschläuche feststellen. Er ließ das Fahrzeug zur Reparatur in eine Fachwerkstatt transportieren. Diese stellte am Montag fest, dass die Bremsschläuche mit einem scharfen Messer durchtrennt wurden.

Die Polizei Frankenberg, Tel. 06451-7203-0, ermittelt nun wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und bittet um Hinweise, die zur Aufklärung der Tat beitragen können. PM

Beitragsbild: Jadglich genutzter grüner Land Rover (Symbolbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS. für den Hinweis!

Slowakei: Jäger erschiesst 29-jährige Treiberin bei Fasanenjagd

+++ Rheinland-Pfalz: Jäger schießt sich durch die Hand +++ Österreich: Jäger lösen Großeinsatz der Polizei aus +++ Interview: FDP-Chef Christian Lindner isst weniger Fleisch, seit der den Jagdschein hat +++ Hessen: Weiße Damhirsche gesichtet

Bei einer Fasanenjagd in der Nähe von Mojmirovce im Südwesten der Slowakei hat ein Jäger am Samstag eine 29 Jahre alte Frau erschossen, die mit ihrem Hund als Treiberin an der Jagd teilnahm. Die Frau erlag im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Nitra ihren schweren Verletzungen. Nach Angaben der Polizei ist noch nicht klar, welcher der Jagdteilnehmer den tödlichen Schuss abgegeben hat. red.

Rheinland-Pfalz. Am Samstag Morgen fand im Seibersbacher Wald (Landkreis Bad Kreuznach) eine Treibjagd statt. Einer der beteiligten Jäger, ein 53-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen, schoss sich hierbei gegen 10:15 Uhr aufgrund von Unachtsamkeit mit seinem Jagdgewehr in die eigene Hand. Er hatte seine Hand über den Gewehrlauf gelegt, als sich aus bisher ungeklärter Ursache ein Schuss löste. Der 53-Jährige wurde hierbei durch einen Handdurchschussschwer verletzt. Der Schütze wurde nach einer ersten notärztlichen Versorgung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht. PM

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Tödlicher Jagdunfall bei Nittenau: Polizei dementiert Gerüchte

+++ Italien: Jäger in Tirol tödlich abgestürzt +++ Schweiz: Abschussverfügung für zwei Wölfe abgelaufen +++ Thüringen: Nabu erstattet Anzeige wegen geschossenem Fischotter +++

Bei einem Jagdunfall ist am Sonntagvormittag, den 12.08.2018, in Zusammenhang mit einer Jagd, der Beifahrer eines unbeteiligten PKW bei Nittenau (Landkreis Schwandorf) von einem Projektil getroffen und tödlich verletzt worden (JAWINA berichtete). Inzwischen hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Es kursieren haltlose Gerüchte über die Person des vermeintlichen Täters, die von der Polizei nun dementiert wurden. In einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz heißt es dazu: “In den letzten Wochen halten sich in der betroffenen Region hartnäckige Gerüchte über die Person des ermittelten Tatverdächtigen und dessen Suizid. Dabei wird offensichtlich fortlaufend ein Arzt aus Nittenau benannt.

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NRW: Krankgeschossenes Wildschwein beisst Friedhofsbesucher

+++ Sachsen-Anhalt: Streit um Vorfahrt – Jäger soll Autobesatzung bedroht haben +++

Bei Netphen (Kreis Siegen-Wittgenstein) hat am Samstag Mittag ein Wildschwein auf einem Friedhof in Dreis-Tiefenbach einen Mann ins Bein gebissen und verletzt. Danach flüchtete die Bache nach Siegen-Weidenau, von dort in den Stadtteil Bürbach und schließlich in den Stadtteil Hain, wo sie erneut Menschen attackiert haben soll. In der Nähe der Siegener Oberstadt ist die Sau dann von Polizisten erschossen worden. Das Wildschwein war auf einer Drückjagd krank geschossen worden, wie der WDR berichtet. red.

Beitragsbild: Bache (Archivbild). Foto: SE

Festnahmen im Fall Simon Paulus

In einer gemeinsamen Pressemitteilung melden die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Karlsruhe, dass die nach dem Verschwinden des Jägers und Büchsenmachers gebildete Sonderkommission Wagner “offenbar einen entscheidenden Schritt weitergekommen ist in ihren umfangreichen Ermittlungen.” Der Leichnam Paulus’ war Anfang Oktober in einem Waldstück bei Pforzheim gefunden worden (JAWINA berichtete).  Nun konnten im Laufe des Dienstags zwei Männer im Alter von 26 und 29 Jahren unter massivem Polizeieinsatz festgenommen werden. Gegen die laut Polizei aus dem Enzkreis stammenden Tatverdächtigen wurde zwischenzeitlich Untersuchungshaft angeordnet. Weiter wurde im Zuge der Ermittlungen eine dritte männliche Person aus dem Enzkreis festgenommen, die im Verdacht steht, an einer anderweitigen Straftat beteiligt gewesen zu sein. Gegen diese wurde ebenfalls Haftbefehl beantragt. Nach Informationen des Schwarzwälder Boten handelt es sich bei den Festgenommenen um einen 29-jährigen Italiener und einen 26 Jahre alten Deutschen, die dritte verhaftete Person ist ein 26 Jahre alter Grieche aus Pforzheim.

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Die Rache des überfahrenen Fuchses

Ein überfahrener und infolgedessen toter Fuchs lag auf der Fahrbahn der Bundesstraße 189 bei Stendal (Sachsen-Anhalt). Eine 49-jährige Osterburgerin erkannte überfuhr ihn nochmals. Als ein Reifen plötzlich Luft verlor, fuhr sie in eine Werkstatt. Dort stellte ein Mitarbeiter im Profil des Reifens den Zahn eines Tieres fest. Der Sachverhalt wurde aufgenommen, der Reifen wurde repariert.

In Wesel (NRW) hat ein Fuchs versucht, sich Zugang zu einem Zelt zu verschaffen, in dem ein Vater mit seinem 14jährigen Sohn im Garten zeltete. Der Rotrock kratzte intensiv an der Zeltwand herum. Dabei verletzte er – vermutlich mit seinen Krallen – den im Zelt schlafenden 14jährigen leicht am Arm. Der Fuchs unternahm mindestens vier Versuche, in das Zelt zu gelangen. Experten führten das ungewöhnliche Verhalten laut nrz.de auf Wasser- und Futtermangel aufgrund der Trockenheit zurück. PM/red.

Beitragsbild: Fuchszahn in Reifendecke. Foto: Polizei

 

Baden-Württemberg: Polizei schießt aggressiven Fuchs

Gestern gegen 6 Uhr meldeten Zeugen, dass sich in der Hauptstraße in Göppingen ein Fuchs befindet. Der sei erkennbar krank. Und er habe eine Frau angreifen wollen. Die Polizei war schnell da. Die Polizisten versuchten zunächst, das Tier zu fangen. Das gelang ihnen jedoch nicht. Weil der Fuchs zuvor schon so aggressiv gegen Menschen aufgefallen war blieb den Polizisten nichts übrig, als ihn zu erlegen. Auf andere Weise waren mögliche Gefahren durch das kranke Tier nicht auszuschließen. Anschließend packten die Beamten den Fuchs ein. Er soll nun untersucht werden. Bereits in den Tagen zuvor war der Fuchs in Rechberghausen und Göppingen mehrfach aufgefallen, auch auf dem Gelände eines Kindergartens. Immer machte das Tier einen kranken Eindruck, konnte von der Polizei aber nie gestellt werden. PM

Beitragsbild: Fuchs. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Tödlicher Jagdunfall in Thüringen: Projektil gefunden

+++ Bayern: Wilderei – Polizei sucht Zeugen +++ Sachsen: Skelettierte Leiche auf Hochsitz +++ Thüringer: Niemand zuständig – totgefahrener Hirsch liegt seit Tagen am Straßenrand +++ Teneriffa: Verunglückter Jäger mit Hubschrauber geborgen +++ NRW: Noch nicht aufgestellt, schon zerstört – Vandalen zerstören zwischengelagerten Hochsitz +++ Sachsen: Streit um den Wolf +++ Schweiz: Älpler wollen “den Wolf tot sehen” +++

Agrargenossenschaft zieht Konsequenzen

Nach dem tödlichen Jagdunfall, der sich am Mittwochabend bei Unterwellenborn ereignete (JAWINA berichtete), hat die Kripo Saalfeld die weiteren Ermittlungen zu den Todesumständen fortgeführt. Seit Mittwochabend wurden am Ereignisort Spuren gesichert. Die Waffen der an der Jagd beteiligten Personen wurden zur weiteren Untersuchung sichergestellt. Absuche und Untersuchung des Ereignisortes wurden am Donnerstag abgeschlossen. Im Rahmen der rechtsmedizinischen Untersuchung des verstorbenen 56-jährigen Jägers konnten Teile eines Projektils sichergestellt werden. Die Suche am Ereignisort durch Kräfte der Thüringer Bereitschaftspolizei mit Metalldetektoren führte nicht zum Auffinden von Projektilen. Die Absperrung am Ereignisort wurde nach Abschluss der Suchmaßnahmen von der Polizei aufgehoben und das Feld konnte wieder freigegeben werden. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung dauern weiterhin an und werden durch die Ermittler der Kripo Saalfeld fortgeführt.

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Konflikte mit Jagdgegnern: “Der Konfrontation besser aus dem Weg gehen”

Regelmäßig schaffen es Konflikte zwischen Jägern und Jagdgegnern oder Jagdstörern in die Presse. Verfolgungsjagden, Vandalismus, verbale oder tätliche Auseinandersetzungen sind keine Seltenheit. Für Jäger steht dabei viel mehr auf dem Spiel, als für ihre Kontrahenten. Wir haben mit dem Anwalt und Justiziar des LJV Brandenburg, Jens Ole Sendke, über das richtige Verhalten im Konfliktfall gesprochen.

JAWINA: Aktuell berichtet die Lokalpresse über die Auseinandersetzung zwischen einem Jagdstörer bei Delitzsch, der nachts mit einer Taschenlampe herumgeleuchtet hat, um so das Wild zu vertreiben. Jetzt behauptet er, von einem Jäger mit der Waffe bedroht worden zu sein. Was steht für den Weidmann auf dem Spiel?

Jens Ole Sendke: Eine Menge. Als Legalwaffenbesitzer geht man bei solchen Auseinandersetzungen ein weitaus höherer Risiko ein, als ein Jagdgegner, der vielleicht schon viermal vorbestraft ist. Es kann durchaus passieren, dass noch am selben Abend die Polizei vor der Haustür steht und “zur Gefahrenabwehr” die waffenrechtlichen Erlaubnisse des Jägers einzieht und auch seine Jagdwaffen gleich mitnimmt. Zumindest für die Dauer des Ermittlungsverfahrens, das sich einige Zeit hinziehen kann, ist es dann erst einmal nichts mehr mit Jagd. Kommt es zu einer Verurteilung oder auch einer Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen, können Jagdschein und WBK für mehrere Jahre futsch sein.

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Brandenburg: Polizei verschlampt erlaubnispflichtige Waffen

Bei der Brandenburger Polizei sollen hunderte von Waffen abhanden gekommen. Das berichtet die Berliner Lokalzeitung Tagesspiegel. Demnach erhielt im Jahr 2013 der Zentraldienst der Polizei (ZDPol) von der Staatsanwaltschaft Neuruppin den Auftrag, den Verbleib von beschlagnahmten Waffen bei der Potsdamer Polizei zu überprüfen. Laut Tagesspiegel erfolgte dies, weil intern von “Bezügen zum NSU-Terrortrio” und einem mit Waffen handelnden Polizisten die Rede war. Der ZDPol kam zu dem Ergebnis, dass für 1550 Waffen, darunter 219 erlaubnispflichtige, “der Verbleib nicht vermerkt” sei. Beschlagnahmte oder im Rahmen der Amnestieregelung abgegebene WBK-pflichtige Waffen müssen vor der Zerstörung mit Fabrikat, Kaliber und Seriennummer erfasst werden. Doch diese Angaben seien “teils schon unvollständig gewesen, als die Polizei die Waffen an den Zentraldienst übergab.” Scharfe, geladene (!) Waffen seien als Spielzeug deklariert gewesen und umgekehrt. Die Untersuchung habe “zerrissene Waffenprotokolle, falsche Datensätze,  “massive Probleme” und “erhebliche Defizite” in der Dokumentation” zutage gefördert. Es sei versucht worden, die Nachweise nachträglich zu erbringen.

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Saarland: Sau in Discounter erschossen

In Püttlingen (Landkreis Regionalverband Saarbrücken) hat sich eine Rotte Sauen in die Innenstadt verirrt. Verschreckt durch das Gehupe eines Autofahrers, dem die Rotte vors Auto lief, trennte sich eine etwa 40 Kilogramm schwere Bache von der Rotte. Sie rannte zunächst in eine Boutique. Von dort flüchtete sie weiter in den gegenüberliegenden Tedi-Markt. Polizei und städtische Mitarbeiter konnten sie dort festsetzen. Nachdem es nicht gelang, das Tier zu fangen und/oder zu betäuben, wurde sie, wie die Polizei mitteilt, von einem beauftragten Jäger weidgerecht im Geschäft erlegt. PM

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Bayern: Polizei überprüft Hundegehorsam in Wald und Feld

Hunde und ihre Halter auf dem Prüfstand – Obernburger Polizei überwacht sicheren Umgang mit den Tieren beim Gassi gehen

Nachdem bereits über 50 Hundebesitzer mit ihren Tieren bei Außenkontrollen überprüft worden sind, gibt es durchweg positive Resonanz, behauptet die Polizei Obernburg: Im Fokus der Aktion stünden die Umgangssicherheit der Halter mit ihren Vierbeinern in freier Natur, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei: Seit Anfang April führt die Obernburger Polizei gezielt in Uniform und auch Zivil Kontrollen von Gassi-Gehern in den Wäldern und Mainauen ihres Dienstbereiches durch. Hierbei steht neben der Überwachung der steuerrechtlichen Erfassung der Tiere aber vor allem deren sichere Führung im Vordergrund. Hunde, die in der freien Natur nicht angeleint sind, müssten auf Anweisungen ihrer Besitzer unverzüglich reagieren. Um dies zu überprüfen hätten die Tiere vor Ort erfolgreich eine sogenannte Impulskontrolle zu überstehen, die von der fachkundigen Polizeihauptmeisterin Tina Schmitt, die bei der Polizeiinspektion Obernburg als Beauftragte für Arten-/Naturschutz und Jagdrecht eingesetzt ist, geleitet wird.

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Brandenburg: Polizei löst angemeldete Demo gegen Wolf auf

Heute morgen um 11 Uhr wollten fünf Bauern mit zwei vom Wolf gerissenen Kälbchen vor dem Potsdamer Landtag gegen die Untätigkeit der Landesregierung beim Thema Wolf protestieren. Sie wurden daran – trotz angemeldeter Demonstration – durch Polizeieinsatz gehindert. Die toten Kälbchen wurden beschlagnahmt, gegen einen Bauern wurde Strafanzeige erstattet.

Dazu erklärt Bauernbund-Geschäftsführer Reinhard Jung: „Broschüren, Filme, Ratgeber – wir werden von den Naturschutzbehörden mit Wolfspropaganda zugeschüttet. Aber wenn betroffene Weidetierhalter die grausame Wirklichkeit zeigen, schreitet die Staatsgewalt ein. Was für eine Anmaßung gegenüber der Landbevölkerung! Die Politiker sollten sich ruhig mal die zerfetzten Kadaver anschauen, die das angeblich so faszinierende Raubtier zurücklässt. Wer da nur mit den Schultern zuckt und sagt, das sei halt Natur, spuckt uns Bauern direkt ins Gesicht. Wir lieben unsere Tiere. Es wird Zeit, dass wir sie mit der Waffe in der Hand verteidigen.“

Von Wolf bei Schönberg gerissenes Kalb. Quelle: Bauernbund Brandenburg/privat

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Bayern: Polizei rettet Frischling

Am 23.04.18 um 06:24 Uhr erreichte die Autobahnpolizei Günzburg eine Mitteilung, dass sich ein junges Wildschwein auf der dreispurig ausgebauten A 8 Richtung München befinden soll. Die Beamten drosselten den dichten Verkehr, um das Tier möglichst gefahrlos zunächst aufzufinden und ggf. von der Fahrbahn verbringen zu können. “Sehr zum Erstaunen”, so die Polizei, “wurde tatsächlich ein unverletzter, ca. vier Wochen alter Wildschwein-Frischling, welcher zusammengekauert auf dem linken Fahrstreifen an der Betongleitwand saß, aufgefunden. Dieser durfte dann seine erste Streifenfahrt im Dienstfahrzeug der APS Günzburg unternehmen und mit zur Dienststelle fahren. Dort stand eine für solche Fälle eigens beschaffte Tierbox zur Verfügung, der Frosch wurde mit Wasser und Milch erstversorgt. Ein Beauftragter holte das Tier später ab um es etwas aufzupäppeln und zu einem späteren Zeitpunkt in Abhängigkeit von der körperlichen Konstitution wieder auszuwildern. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten… PM

Beitragsbild: Der vorerst gerettete Frischling. Foto: Polizei

Sachsen-Anhalt: Bulle in der Innenstadt von Salzwedel erschossen – Peta erstattet Anzeige

Am Montag ist ein Jungbulle, der bei einem Bauern in der Nähe von Salzwedel ausgebrochen war, in die Innenstadt von Salzwedel gestürmt. Der Bulle galoppierte über den Parkplatz einer Bankfiliale und von da aus weiter Richtung Innenstadt, bis er von der Besatzung eines Streifenwagens gesichtet wurde. Die Polizisten drängten den Jungbullen ab, woraufhin er in den Burggarten floh. Die Tore des Burggartens wurde geschlossen, wodurch die Forstsetzung des Ausflugs unterbunden wurde. Das Ordnungsamt der Stadt Salzwedel hatte zwischenzeitlich eine Abschussgenehmigung bei der unteren Jagdbehörde beantragt und genehmigt bekommen, ein von der Polizei hinzugezogener Jäger erlegte das aggressive Tier.

Die radikale Tierrechtsorganisation Peta hat deswegen jetzt Anzeige gegen die Polizei, den Jäger und das Ordnungsamt der Stadt erstattet.

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Rheinland-Pfalz: Polizei rettet Muffel-Lamm

Am Samstagnachmittag meldete ein Pkw-Fahrer der Polizei, dass ein Muffelschaf mit einem Lamm auf der L 98 kurz vor Cochem (Landkreis Cochem-Zell) herumlaufen würde. Das Lamm scheint erst kürzlich geboren worden zu sein und das Muttertier findet keinen schnellen Weg in den sicheren Wald. Bei Eintreffen der Polizeistreife hatte sich das Schaf alleine in den Wald begeben und das Lamm am Straßenrand zurück gelassen. Da der zuständige Jagdpächter nicht erreicht werden konnte und die Gefahr bestand, dass es jederzeit zu einem Verkehrsunfall kommen konnte, wenn das Muffelschaf ihr Lamm auf der Straße sucht, entschied die Polizei, dass Lamm zu einer Wildaufzuchtstation in Mayen zu bringen. Das Muffellamm wird später entweder wieder in die Natur entlassen oder in einem Wildgehege weiterleben. PM

Beitragsbild: Gerettetes Muffel-Lamm. Foto: Polizei

Sachsen: Polizei nimmt illegalen Jagdhunde-Welpentransport hoch

Beamte der Bundespolizei haben am Donnerstag Abend einen illegalen Welpentransport auf der A4 bei Görlitz gestoppt. In einem in Nordrhein Westfalen zugelassenen VW Sharan stellten die Bundespolizisten insgesamt 13 Welpen sicher. Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landkreises Görlitz ordnete umgehend Quarantäne für die Hundewelpen an.

Die zwölf Labradore und ein Beagle befanden sich in zwei Holzkisten im hinteren Teil des Fahrzeuges. Der 30jährige Fahrer erklärte, er transportiere die Hunde im Auftrag einer Bekannten nach Oer-Erkenschwick. Weil insbesondere die Bedingungen des Transportes nicht den Vorschriften entsprachen, wurde der zuständige Amtstierarzt verständigt. Dessen Überprüfung ergab, dass im konkreten Fall von einem gemeinschaftlichen Verbringen von Hundewelpen zu gewerblichen Zwecken auszugehen war.

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Sachsen-Anhalt: Gefahrenabwehr und Tierschutz – Polizisten dürfen Wölfe erschießen

“Rechtssicherheit beim Schusswaffengebrauch gegen Wölfe”

Heute tritt in Sachsen-Anhalt der vom Innenministerium im Einvernehmen mit dem Umweltministerium auf den Weg gebrachte Runderlass „Umgang mit verhaltensauffälligen, verletzten oder getöteten Wölfen“ in Kraft. Der Erlass richtet sich an die Polizeibehörden und soll Beamten Rechtssicherheit beim Schusswaffengebrauch gegen Wölfe geben. Das teilt das Innenministerium Sachsen-Anhalt mit.

Im Erlass heißt es dazu: „Der polizeiliche Schusswaffengebrauch gegen Wölfe ist zulässig, wenn von ihnen entsprechend § 3 Nr. 3 Buchst. b und c des Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung des Landes Sachsen-Anhalt (SOG LSA) eine gegenwärtige erhebliche Gefahr ausgeht und diese nicht auf andere Weise zu beseitigen ist.“

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Tschechien: Wegen ASP – Polizei-Scharfschützen jagen Wildschweine

16 mit Wärmebildkameras und Nachtsichtgeräten ausgerüstete Präzisionsschützen der tschechischen Polizei beteiligen sich an der Dezimierung des Schwarzwilds im Südosten des Landes, wo die Afrikanische Schweinepest (ASP) ausgebrochen ist. Die Scharfschützen hätten bereits 38 Stück Schwarzwild erlegt, meldete die tschechische Nachrichtenagentur CTK. Die erlegten Sauen seien zur Untersuchung auf das ASP-Virus in ein Labor transportiert worden. Die Spezialkräfte würden vor allem nachts den Wildschweinen nachstellen, hieß es. Aufgrund ihrer Ausrüstung und ihrer technischen Ausstattung seien sie in der Lage, auch in der Dunkelheit auf weite Entfernungen Ziele sicher zu treffen. Der Einsatz soll noch bis Ende Januar fortgeführt werden. red.

Beitragsbild: Wildschwein (Archivbild). Foto: SE

Bielefeld: Polizei erschießt wildernden Hund

+++ Morddrohung? Fassade der Geschäftsstelle vom Südtiroler Jagdverband beschmiert +++ Hessen: Unbekannte klauen Treibjagd-Warnschilder +++

Die Polizei hat in Bielefeld am Sonntag einen wildernden Hund erschossen. Wie die Neue Westfälische berichtet, war bei der Polizei zunächst ein Hinweis eingegangen, dass ein Hund in der Umgebung der Universität ein Reh gerissen habe. Als die Polizei am Tatort anlangte, griff der dem Bericht zufolge “hüfthohe” Hund die Polizisten an. Die Polizei beschoss daraufhin den Hund, das verletzte Tier lief zu seiner Besitzerin. Als die Polizei am Haus der Hundehalterin ankam, war diese gerade dabei, mit dem angeschossenen Hund in die Tierklinik zu fahren. Der Hund soll mittlerweile an den Folgen der Schussverletzung gestorben sein. SE

Beitragsbild: Von Hund gerissenes Reh (Archivbild). Foto: SE

Jäger brutal verprügelt – wer kennt diese Typen?

Am Samstag, 15.07.2017 ist  in der Waldgemarkung Morshausen (Rhein-Hunsrück-Kreis, Rheinland-Pfalz) gegen 16.50 Uhr ein dort zuständiger Jagdhüter bei einer Revierfahrt sowie weitere Waldspaziergänger auf eine Gruppe von Männern mit Motocrossrädern ohne Kennzeichen gestoßen. Als durch die Zeugen die Weiterfahrt der Geländekradfahrer verhindert und von den bisher unbekannten Männern ein Lichtbild gefertigt werden sollte, wurde der Jagdhüter durch einen der Kradfahrer mit einem Faustschlag auf das Auge schwer verletzt und fiel zu Boden. Danach wurde durch den Täter ein Baumast vom Boden aufgehoben und versucht, auf den Jagdhüter einzuschlagen, was jedoch durch einen eingreifenden Zeugen verhindert werden konnte.

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