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Neues Wolfs-Fake: Wildpark Schorfheide erstattet Strafanzeige wegen angeblich ausgesetzter Wolfswelpen

Im Internet und auf Whatsapp kursiert derzeit ein Tondokument: Eine Frauenstimme erzählt von einer Nachsuche, die sie “heute morgen mit einem Förster aus Görlsdorf vom Schweißhundeverein” gehabt habe. Bei der Nachsuche, so erzählt die Stimme, habe der Förster, “einen Typen vom Wildpark Schorfheide mit einem Pickup” getroffen. “Wenn ich wüsste, wo der nochmal stand. Irgendwo stand der.” Hinten auf dem Pickup seien Transportkisten gewesen mit Wolfswelpen drin. Als der Förster hinging, um die süßen Wolfswelpen zu streicheln, habe der Mann vom Wildpark gesagt, “Nee,nee, bloß nicht streicheln, die sollen ausgesetzt werden.” “Verquatscht” habe der sich. “Stell dir das mal vor!”

Die eifrig geteilte und weitergeleitete Geschichte ist abwegig genug und weist die typischen Merkmale eines Fakes auf: Einige konkrete Angaben (Görlsdorf, Förster, Wildpark Schorfheide), die Authentizität suggerieren, werden kombiniert mit Abstrusitäten: Der “Mitarbeiter” fährt also, vermutlich in Dienstkleidung in seinem mit großen Wildpark-Schorfheide-Aufklebern gekennzeichneten Dienst-Pickup über die Dörfer in den Wald, um ausgerechnet Wolfswelpen auszusetzen, die in freier Wildbahn ohne die Elterntiere keine Überlebenschance haben? Die, wenn ein anderes Wolfsrudel in dem Bereich sein Revier hat, sofort platt gemacht werden? Der Förster, in dessen Revier sich die Sache angeblich abspielt, nimmt die Geschichte lediglich zur Kenntnis ohne den Vorfall zu melden, Anzeige zu erstatten oder Nachfragen zu stellen?

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Vorschriften zum Sonntagsfahrverbot geändert

Bisher galt ein Sonn- und Feiertagsfahrverbot für alle Anhänger hinter LKW. Wer mit einem Pick-Up mit LKW-Zulassung unterwegs war, durfte an Sonn- und Feiertagen keinen Anhänger mitführen, völlig unabhängig von dessen Gewicht oder Verwendungszweck.

§ 30 Abs. 3 der StVO ist nunmehr dahingehend geändert worden, dass sich das Verbot nur noch auf Fahrzeuge bezieht, die “zur geschäftsmäßigen oder entgeltlichen Beförderung von Gütern einschließlich damit verbundener Leerfahrten” verwendet werden. Das Sonntagsfahrverbot ist damit für reine Privatfahrten (z.B. mit Anhänger zum Kanzelbau oder zur Wildbergung) gegenstandslos. RA Jens Ole Sendke

Beitragsbild: Jetzt erlaubt: Geländewagen mit LKW-Zulassung darf den Anhänger mit Baumaterial für die neue Kanzel auch am Sonntag ziehen. Foto: SE