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Umfrage: Riesige Mehrheit befürwortet Pelz aus heimischer Jagd

+++ Baden-Württemberg: Wolf auf A6 überfahren +++ NRW: Jäger erschießt wildernden Hund +++ Berlin: Polizei erschießt Wildschwein an der Heerstraße +++ Baden-Württemberg: Fasan verursacht Polizeieinsatz +++

In einem kurzen Beitrag stellt der SWR das Projekt Fellwechsel vor, dass sich der Nutzung von Pelz aus der nachhaltigen Bejagung heimischer Wildtiere verschrieben hat. Dazu gibt es eine (nicht repräsentative) Umfrage: “Würden Sie Pelz aus heimischer Jagd tragen?”, lautet die Frage. Teilnehmer können wählen zwischen den Antworten: “Ja, wenn das Tier ohnehin erlegt wird, ist das nur richtig so!”, dem Klassiker “Ich weiß nicht.” und dem kategorischen “Nein, Pelz zu tragen ist und bleibt falsch!”. Beeindruckende 94,9 Prozent finden es ok, Pelz aus heimischer Jagd zu tragen und klickten auf Antwort 1. Nur 4,9 Prozent lehnen Pelz grundsätzlich ab (Stand 20.02., 09.00 Uhr). red.

Beitragsbild: Abstimmungsergebnis der SWR-Umfrage zum Projekt Fellwechsel (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser KB für den Hinweis!

USA: Los Angeles will Pelz verbieten

Der Stadtrat der kalifornischen Metropole hat am Dienstag über ein Verbot von Pelzwaren abgestimmt. Mit einer Mehrheit von 13 zu 1 hat das Gremium dafür gestimmt, den Verkauf, aber auch die Herstellung von Pelzen auf dem Stadtgebiet ab 2021 zu untersagen. Weil die Entscheidung nicht einstimmig fiel, ist eine zweite Abstimmungsrunde notwendig. Das Verbot soll alle Produkte und Produktgruppen umfassen, in denen Pelz verarbeitet wird, wie etwa Kleidung, Taschen, Accessoires oder Schmuck, berichtet CBS Los Angeles. Außerdem muss der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, die Gesetzesvorlage unterzeichnen, damit sie in Kraft treten kann. Wird das Verbot rechtskräftig, so ist L.A. die größte amerikanische Stadt mit einem Pelzverbot, das bereits in San Francisco, Berkeley und West Hollywood gilt. “Es ist nicht notwendig, Pelz zu tragen”, erklärte Stadtrat Bob Blumenfield auf einer Pressekonferenz vor jubelnden Anti-Pelz-Aktivisten – ebenso wenig notwendig wie z.B. Fleischessen, Autofahren, Flugreisen oder Smartphone-Nutzung, ist man geneigt zu ergänzen, womit sich der Verbotspolitik noch ein reiches Betätigungsfeld erschließt.

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Pelzverbot in Vegetarier-Clubs

Die FAZ berichtet in dem Beitrag “Fuchs, Nerz – ihr kommt hier nicht rein!” über ein neues Verfahren zur Auswahl und Erziehung von Club-Besuchern: Seit gut einem Jahr ist der Züricher Hiltl-Club pelzfrei. Auf Anregung des Schweizer Tierschutzes hat Besitzer Rolf Hiltl, der auch das älteste vegetarische Restaurant Zürichs betreibt, einen “Fur-free-Dresscode” eingeführt”, so die FAZ. Vom Tierschutzverband speziell geschulte Türsteher scannen die Eintrittswilligen nicht mehr nur auf die üblichen stilistischen Verfehlungen – die FAZ nennt als Beispiel Badeschlappen – die den Einlass in Clubs europaweit zuverlässig ausschließen, sondern eben auch auf etwaige Echtpelz-Applikationen an der Kapuze der Outdoor-Jacke. “Du kommst hier nicht rein”, heiße es dann, “Das ist Echtpelz an Deiner Jacke.”

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Artenschutzprojekt: LJV BW unterstützt Fuchspelz-Marketing

Niederwild, Bodenbrüter und erst recht gefährdete Arten wie Großtrappe oder Auerhuhn haben eins gemeinsam: Ohne Prädatorenkontrolle haben sie kaum eine Chance. Ein wesentlicher Punkt des “Aktionsplans Auerhuhn”, der zum Schutz der Auerwildpopulation im Schwarzwald beschlossen wurde, ist dann auch – neben Biotopvernetzung und Vermeidung von Störungen der scheuen Vögel etwa durch Tourismus – die Intensivierung der Fuchsbejagung. Der Schwarzwald ist die Heimat des größten europäischen Auerwildvorkommens außerhalb des Alpenraums. Die Population ist jedoch im Lauf der letzten hundert Jahre von knapp 4000 auf nur noch etwa 500 Individuen zurückgegangen. Der Landesjagdverband Baden-Württemberg (LJV BW) hat im Rahmen seines Auerwildprojekts ein Marketingkonzept entwickelt, das zweierlei leisten soll: Zum einen soll die Akzeptanz von heimischem Fuchspelz in der Bevölkerung erhöht werden, zum anderen sollen “passionierte Raubwildjäger wieder einen Anreiz erhalten reife Bälge zu erbeuten und zu liefern”, wie es auf der LJV-Homepage heißt.

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