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Wildgalgen und Bergehilfe: Kopfunter Aufbrechen im Revier

Aus Thüringen kommt eine Kombilösung zum Bergen schweren Wildes und dessen Aufbrechen kopfunter hängend – Bergehilfe und Wildgalgen in einem.

Ein Beitrag von Frank Martini

Die vor einer Dekade neu in Kraft getretenen Hygieneregeln für die Jagd haben zu einem Bewusstseinswandel geführt. Statt wie früher unsere Beute am Boden liegend aufzubrechen, sollen wir sie heute dazu kopfunter aufhängen. Und dabei vom bildhaften “Aufbrechen” zugunsten einer älteren Technik, dem Ringeln, auf ein Öffnen des Schlosses möglichst verzichten. Beides bringt – abgesehen von unseren auch nicht jünger werdenden Bandscheiben – für die hygienische Wildbretgewinnung tatsächlich auch handfeste Vorteile: Was ich nicht öffne, kann auch kaum mit Keimen kontaminiert werden. Und beim Aufhängen des Stücks mit dem Kopf nach unten verlagert die Schwerkraft das Gescheide Richtung Kammer – das Risiko eines ungewollten Schnitts oder Stichs in die Verdauungsorgane wird so ebenfalls erheblich minimiert. Hinzu kommt die vom Gesetzgeber geforderte weitgehende Ausblutung des Wildkörpers in dieser Lage. Auch ohne dass man dazu kontaminationsträchtig mit der Messerspitze an den Brandadern herum schneidet, wie früher propagiert.

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