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OLG Celle: Befahren landwirtschaftlicher Flächen zur Jagdhundeausbildung ist rechtens

Fahrten von Jägern im Rahmen der Jagdausübung sind “landwirtschaftlicher Verkehr” – das hat das Oberlandesgericht (OLG) Celle in einem aktuellen Urteil entschieden. Im konkreten Fall hatte eine Gruppe von Jägern mit ihren Autos einen Weg befahren, der für den allgemeinen Fahrzeugverkehr gesperrt war (Verkehrszeichen 250), jedoch mit dem Zusatzzeichen 1026-36 für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben war. Die Jäger wollten in der Achimer Marsch in der Nähe der Stadt Verden (Niedersachsen) eine Jagdhundeübungseinheit abhalten. Das Übungsgelände ist nur über die für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegebenen Wege zu erreichen. Der Landkreis Verden hatte gegen die Jäger ein Bußgeld in Höhe von 20 Euro pro Person festgesetzt, “wegen fahrlässigen Führens eines Kraftfahrzeugs in einem Verkehrsbereich, der durch das Verkehrszeichen 250 gesperrt und für den lediglich durch das Zusatzzeichen 1026-36 („landwirtschaftlicher Verkehr frei“) ein Befahren mit Kraftfahrzeugen erlaubt war, §§ 24 StVG, 41 Abs. 1 i.V.m. Anlage 2, 49 StVO, 141.3 BKat.

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