Schlagwort-Archive: Ohrdruf

Thüringen: Weiterer Wolf auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf gesichtet

Aktuell ausgewertete Fotos zeigen derzeit auf dem Truppenübungsplatz neben der standorttreuen Wölfin einen weiteren Wolf (oder eine Wölfin). Die Fotos, die von Mitarbeiter/innen des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) ausgewertet wurden, lassen noch keine sichere Bestimmung des Geschlechts zu. Die Fotos der bereits bekannten Wölfin und einem zusätzlichen Wolf (oder einer Wölfin) wurden von Wildtierkameras des TLUBN im Umfeld des Standortübungsplatzes Ohrdruf vor etwa zehn Tagen aufgenommen und seit gestern von den Wolfsexperten des TLUBN (in Zusammenarbeit mit der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf/ DBBW) ausgewertet. Weiteres Monitoring wird zeigen, um welches Geschlecht es sich bei dem neuen Tier handelt und ob es im Raum Ohrdruf bleibt.

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Thüringen: Ohrdrufer Wölfin reisst fünftes Fohlen

+++ Niedersachsen: Wolf illegal geschossen +++ Südtirol: Polizei schnappt Wilderer +++ NRW: Auto einer Treiberin beschädigt – Täter verurteilt +++ Südtirol: Wolf reißt sieben Schafe im Jaufental, weitere Tiere vermisst +++

Seit 19. März sind fünf Fohlen bei Wolfsangriffen in der Umgebung von Crawinkel (Landkreis Gotha) gerissen worden. Am vergangenen Freitag hat es das fünfte Fohlen auf den Flächen des Agrarbetriebs erwischt. Auf den weitläufigen Weiden mit Rindern und Pferden praktiziert der “zertifizierte Betrieb des ökologischen Landbaus und Mitglied im Biokreis e. V.” ökologischen Landbau und artgerechte Tierhaltung. Ganzjährig im Freien gehaltene Rinder und Pferde prägen “auf großen Standweiden die Landschaft. 130 Schafe und Ziegen tragen zur Pflege der einzigartigen Hecken- und Karstlandschaft der Ohrdrufer Muschelkalkplatte bei”, heißt es auf der Internetseite des Unternehmens. Neuerdings sind auch 20 Esel als Abschreckung für die Wölfe bzw. die Wölfin dabei – bislang ist nur die Ohrdrufer Wölfin in der Gegend nachgewiesen, die sich mit einem Hunderüden verpaart und im März 2018 sechs Wolfshybriden gewölft hatte – doch auch die als Allheilmittel des Herdenschutzes gepriesenen Langohren konnten den neuerlichen Riss eines Fohlens nicht verhindern.

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Thüringen: Wölfe reissen vier Fohlen innerhalb von sieben Wochen

+++ DJV fordert Rechtssicherheit-bei-Wolfsmanagement +++ Sachsen-Anhalt: Wolfsriss in Weißenfels? +++ Dorfbewohner haben genug vom Wolf +++ ASP: FLI aktualisiert Risikobewertung +++

Seit Mitte März sind in der Umgebung von Ohrdruf vier Fohlen von Wölfen gerissen worden. Am 19. März wurde der erste Riss eines Fohlens aus dem Ilmkreis vermeldet (JAWINA berichtete), seitdem scheinen der oder die Wölfe auf den Geschmack an Pferdefleisch gekommen zu sein. In Thüringen ist bisher nur die auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf ansässige Wölfin als territoriales Einzeltier nachgewiesen. Die Ohrdrufer Wölfin hatte sich mit einem Haushund gepaart und 2018 Hybriden gewölft, die zum Teil entnommen wurden (JAWINA berichtete). Experten zufolge, so die Thüringer Allgemeine, könnten jedoch möglicherweise auch durchziehende Wölfe für den einen oder anderen Riss verantwortlich sein. Bei dem nun am Montag (06.05.) gerissenen Pferd handelt es sich um ein erst anderthalb Tage altes Sportpferdefohlen (Warmblut), wie der betroffene Züchter gegenüber JAWINA bestätigte.

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Thüringen: Ohrdrufer Wölfin reisst Fohlen

Auf einer eingezäunten Weide bei Liebenstein (Ilm-Kreis) ist ein erst wenige Tage altes Fohlen von einem Wolf gerissen worden. Der betroffene Landwirt und der zuständige Rissgutachter gehen davon aus, dass der Fohlenriss auf das Konto der Ohrdrufer Wölfin geht. Die Wölfin hatte sich mit einem Hunderüden verpaart und im März 2018 sechs Wolfshybriden gewölft. Das Fohlen wurde zum großen Teil gefressen, der Landwirt und Züchter fand am Morgen nach dem Riss nur etwa ein Drittel des Tiers. red.

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Fohlen (Archivbild). Foto: privat

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Thüringen: Jagd auf Wolfshybriden wird fortgesetzt

Die zum 31.12.2018 ausgelaufene Genehmigung für die “letale Entnahme” der Ohrdrufer Wolfshybriden ist auf Antrag des Thüringer Umweltministeriums bis Ende 2019 verlängert worden. Das bestätigte ein Sprecher des Ministeriums gegenüber JAWINA. Die Ohrdrufer Wölfin hatte sich mit einem Hunderüden gepaart und im März 2018 sechs Wolfshybriden gewölft. Drei der Hybriden wurden im Auftrag des Landes geschossen, überd den Verbleib zwei weiterer Hybriden ist nichts bekannt. Seit einigen Monaten ist die Wölfin mit nur noch einem ihrer männlichen Nachkommen mehrfach von Fotofallen abgelichtet worden. Um zu verhindern, dass die Wölfin sich mit dem Hybriden paart und weitere Hybriden zeugt, soll dieser weiterhin entnommen werden. Möglich ist entweder die letale Entnahme – also der Abschuss – oder der Fang mittels Schlingfallen. Sollte es gelingen, den oder die verbleibenden Hybriden lebend zu fangen, so würde(n) diese(r) Medienberichten zufolge im Bärenpark Worbis untergebracht werden. red.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Thüringen: Wölfe treiben Schafe auf die Autobahn

Niedersachsen: NLWKN bestätigt: Wölfe für Ausbruch von Pferden bei Selsingen verantwortlich

Bei Wechmar, einem Ort in der Umgebung des Truppenübungsplatzes Ohrdruf (Landkreis Gotha) haben Wölfe zwei Ziegen und ein Schaf gerissen. Weitere fünf Schafe brachen aus der Koppel aus und wurden mehrere Kilometer weit auf die Autobahn 4 getrieben. Die Tiere wurden von zwei Sattelzügen erfasst, die nicht mehr bremsen oder ausweichen konnten. Personen kamen nicht zu Schaden, an den Fahrzeugen entstand nach Schätzung der Polizei ein Sachschaden in Höhe von ca. 3000 Euro. Die übrigen Tiere wurden von den Schäfern zurück in ihrem Pferch getrieben. Auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf lebt eine Wölfin, die einen Wurf Mischlingswelpen großzieht. Drei der ursprünglich sechs mit einem Hund gezeugten Wolfshybriden sollen noch am Leben sein.

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Thüringen: Sechs Wolfshybrid-Welpen sollen “entnommen” werden

Der Verdacht, die standorttreue Wölfin auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf sei nicht mehr allein, hat sich bestätigt. Fotofallen-Aufnahmen der vergangenen Tage zeigen die bekannte Wölfin mit sechs Jungtieren beim Streifzug durch das Revier. Bei den Nachkommen handelt es sich nach Information der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) zweifelsfrei um Hybride – also eine Kreuzung aus Wolf und Haushund. Die vier weiblichen und zwei männlichen Jungtiere werden auf ein Alter von rund 5 Monaten geschätzt.

Das Thüringer Umweltministerium (TMUEN) hat das weitere Vorgehen eng mit der DBBW abgestimmt. Die Empfehlung der Experten ist eindeutig. Aus Artenschutzgründen müssen die Jungtiere aus der Natur entnommen werden. Damit wird die Wildtierpopulation Wolf vor dem Eindringen von Haushund-Genen geschützt. Eine Vermischung der Gene würde den Fortbestand der Wolfspopulation gefährden. Da der Aktionsradius der Tiere schnell wächst und sie bereits im Winter geschlechtsreif werden, d.h. eigene Reviere suchen, empfehlen die Experten eine möglichst schnelle Tötung.

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