Schlagwort-Archive: Offener Brief

Kritik an “tierschutzwidrigem Vorgehen des MLUK”

In einem Offenen Brief an die Fraktionsvorsitzenden der im Brandenburger Landtag vertretenen Parteien kritisieren Wildmeister Klaus Mordhorst, Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel, Prof. Dr. Christoph Stubbe das “tierschutzwidrige Vorgehen des MLUK” bei der Schonzeitaufhebung wegen ASP und appellieren an die Politiker, ihrer “Verantwortung auch für das Wohl unseres Wildes gerecht” zu werden.

Wir dokumentieren das Schreiben im Wortlaut:

“An die Fraktionsvorsitzenden der im Brandenburger Landtag vertretenen Parteien

Sehr geehrter Herr Stohn, sehr geehrter Herr Kalbitz, sehr geehrter Herr Redmann, sehr geehrter Herr Raschke, sehr geehrte Frau Dannenberg, sehr geehrter Herr Vida,

im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland ist der Schutz der Tiere seit geraumer Zeit in § 20 a festgeschrieben. Dem Tierwohl schenkt die Öffentlichkeit im Bereich der Viehhaltung in der Landwirtschaft nicht ohne Grund zunehmend Aufmerksamkeit. Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg (MLUK) hingegen tritt das Wohl freilebender Tiere – Stichwort Wildtiere – mit Füßen.

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Brandenburg/Havel: Jäger zoffen sich mit Stadtverordneten

+++ Brandenburg: “Vorsätzliche Zerstörung durch unbekanntes Sprengmittel” – Hochsitz komplett zerlegt +++ Baden-Württemberg: Jäger wehren sich gegen Jagdeinschränkungen in Biosphärengebiet Schwäbische Alp +++ Baden-Württemberg: Nach tödlichem Familiendrama – Grüne fordern erneute Verschärfung des Waffenrechts, CDU prüft Handlungsbedarf +++ 

Anschuldigungen erheben, Forderungen stellen, aber null Entgegenkommen zeigen – die Jäger im Jagdverband Brandenburg/Havel haben davon genug und kritisieren die Stadtverordnetenversammlung in einem Offenen Brief zur “Schwarzwildbejagung und Prävention der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in der Stadt Brandenburg an der Havel”

Wir dokumentieren das Schreiben im Wortlaut:

“Sehr geehrte Stadtverordnete,

in letzter Zeit wurde seitens der Stadtverwaltung und durch den Oberbürgermeister Herrn Scheller in den Medien und der SVV propagiert, dass die Jäger zu wenig Schwarzwild in der Stadt Brandenburg an der Havel erlegen. Da bisher die Jägerinnen und Jäger als Fachleute hier nicht gehört wurden, gibt uns dieses Anlass, hierzu Stellung zu beziehen.

Das Schwarzwildproblem (sofern es überhaupt eines ist) in den Ortslagen, ist nicht allein auf mutmaßlich extreme Bestände zurückzuführen. Es erklärt sich dadurch, dass die Schwarzkittel dieses Jahr weder im Feld (keine Erntereste vom Maisanbau) noch im Wald (keine Waldfrüchte: Eicheln, Bucheckern) Nahrung finden und nun in die Ortslagen ziehen, um insbesondere auf den Grünflächen nach Nahrung zu suchen.

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Brandenburg: Berufsjäger protestieren gegen Schonzeitaufhebungen

Der Brandenburger Landesverband der Berufsjäger (BdB) protestiert in einem Offenen Brief gegen die Genehmigung “von Anträgen auf Schonzeitaufhebung zur Bejagung von wiederkäuendem Schalenwild bis 29.02.2020 durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz”. Das Schreiben ist an den Brandenburger Landwirtschaftsminister Axel Vogel gerichtet. Vogel stammt aus Bayern, ist Gründungsmitglied der Grünen und hat laut Wikipedia “von 1980 bis 1991” ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Fernuni Hagen absolviert.

Im Folgenden dokumentieren wir das Schreiben der Berufsjäger im Wortlaut:

“Widerspruch zum Genehmigen von Anträgen auf Schonzeitaufhebung zur Bejagung von wiederkäuendem Schalenwild im Februar

Sehr geehrter Herr Minister,

der Landesverband der Berufsjäger Brandenburg widerspricht hiermit den von Ihrem Ministerium in Aussicht gestellten pauschalen Genehmigungen von Schonzeitaufhebung auf wiederkäuendes Schalenwild bis 29.02.2020 und fordert Sie dazu auf, die Jagd- und Schonzeitenregelung nach der erst am 05. Juli in Kraft getretenen Verordnung zur Durchführung des Jagdgesetzes für das Land Brandenburg aufrechtzuerhalten.

Mit der Verordnung zur Durchführung des Jagdgesetzes für das Land Brandenburg (BbgJagdDV) vom 28. Juni 2019 wurde die Jagd in Brandenburg an gesellschaftliche und insbesondere auch an wirtschaftliche Bedürfnisse der Landnutzer angepasst.

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Offener Brief zur “Waldkrise”

Naturschützer warnen vor Aktionismus in der Waldkrise und fordern Ende von ‚Holzfabriken‘ – “drastische Reduzierung” der Schalenwildbestände gefordert

Angesichts der aktuellen Waldkrise fordert eine Gruppe von Waldexperten, Forstpraktikern, Waldbesitzern und Verbändevertretern in einem offenen Brief an Bundesministerin Klöckner eine Abkehr von der konventionellen Forstwirtschaft. Es heißt: „Wir fordern die staatliche Forstwirtschaft auf, anstelle teurem Aktionismus endlich eine sachkundige Fehleranalyse des eigenen Wirkens vorzunehmen und dabei alle Akteure mit einzubeziehen. Gefordert werden eine konsequente Abkehr von der Plantagenwirtschaft und eine radikale Hinwendung zu einem Management, das den Wald als Ökosystem und nicht mehr länger als Holzfabrik behandelt“.

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Brandenburg: DVO Jagd – Gegenwind für Wellershoff und Vogelsänger

Jagdverband fordert Delegierte auf, Wellershoff nicht zum DJV-Vize zu wählen

Die Durchführungsverordnung zum Brandenburger Jagdgesetz schlägt weiterhin hohe Wellen: In einem Offenen Brief distanziert sich der Kreisjagdverband Frankfurt/Oder unter der Überschrift “Misstrauensvotum” von der Aussage, den Entwurf zur DVO Jagd mitzutragen.

Aus dem Brief des KJV Frankfurt/Oder an LJVB-Präsident Dr. Dirk-Henner Wellershoff (Screenshot)

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Offener Brief zum Rotwild im Erzgebirge – Nabu Sachsen zieht Unterschrift zurück

Der Nabu Sachsen hat seine Unterschrift unter den Offenen Brief “zur zu den Forderungen des Landesjagdverbandes Sachsen und der Hegegemeinschaften bezüglich der Rotwildbejagung” vom 18. Oktober 2018 zurückgezogen. Das teilt der Verband mit. Der Nabu will seine Position zur Rotwildbejagung überdenken.

Anlass für den Rückzieher waren, wie ein Nabu-Sprecher auf Nachfrage von JAWINA mitteilte, Proteste von Nabu-Ortsverbänden aus dem Erzgebirge – von Naturschützern also, die wissen, wie der Umgang des Sachsenforsts mit dem Rotwild in der Praxis aussieht. “Der Rothirsch ist der letzte große Herbivore in unserer Landschaft”, so der Nabu-Sprecher, “Wir sollten zu einem anständigen und angemessenen Umgang mit ihm finden.”

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Brandenburg: “Schwere Zeiten für das Wild”

+++ Brandenburg: Wolf reißt Mutterschaf Lämmer aus dem Bauch +++ Thüringen: Radfahrer bei Kollision mit Alttier schwer verletzt +++

Nach dem Zusammenschluss von Oberster Jagd- und Forstbehörde in Brandenburg unter der Ägide schalenwildfeindlicher Forstleute verschärft sich, wie zu erwarten, der Konflikt um die Jagd. Der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) richtet sich jetzt mit einem Offenen Brief an seine Mitglieder und appelliert an die Landesregierung, bei bevorstehenden Jagdrechtsänderungen die Belange der Wildtiere und Jäger zu berücksichtigen.

Wir dokumentieren den Offenen Brief im Wortlaut:

Liebe Jäger im Landesjagdverband Brandenburg e.V.,

seit wenigen Monaten ist die Oberste Jagdbehörde der Obersten Forstbehörde im Referat 34 zugeordnet.

Der jagdliche Schwerpunkt im Land liegt nunmehr ausschließlich auf der Reduzierung von Schalenwild, Wald vor Wild soll im ganzen Land konsequent umgesetzt werden. Unserem Rot-, Dam-, Reh- und Muffelwild stehen schwere Zeiten bevor. Hegegemeinschaften sollen zu Abschussgemeinschaften verkümmern oder werden durch Gruppenabschüsse mit Mindestabschuss in möglichst allen Altersklassen ersetzt.

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Niedersachsen: Wolfsberater kritisieren Abschussgenehmigung für Wolf GW717m

Seit langem kritisieren Weidetierhalter, dass sich gewisse Wolfsberater nicht neutral verhalten, sondern eindeutig pro Wolf eingestellt sind. Die weit verbreitete Befürchtung, dass Wolfsberater die Tatsachen zum Wolf schönen würden, führte bereits 2016 zur Verabschiedung eines Verhaltens-Leitfadens für Wolfsberater. Damit sollte verhindert werden, dass Wolfsberater ihre Kompetenzen überschreiten und “über das Ziel hinausschießen”, wie es die derzeitige grüne Staatssekretärin im niedersächsischen Umweltministerium, Almut Kottwitz, formulierte. Durch den offenen Brief, in dem jetzt 16 Wolfsberater die Entscheidung von Umweltminister Olaf Lies (SPD) angreifen, den Wolfsrüden GE717m aus dem Rodewalder Rudel zum Abschuss freizugeben, dürften sich die Kritiker der Wolfsberater bestätigt sehen.

Der Wolf GW7171m wird mittlerweile für ca. 40 Nutztierrisse verantwortlich gemacht, darunter Rinder, Pferde, Alpakas. Die Tiere waren z.T. durch Zäune geschützt, die als wolfssicher galten. In dem auf der Internetseite Wolfsmonitor veröffentlichten Brief [Link: https://wolfsmonitor.de/?p=16416] werfen die Unterzeichner Lies angebliche Intransparenz bei der Abschussbewilligung vor und stellen Erforderlichkeit und Berechtigung des Abschusses in Frage. Auch der Nabu Niedersachsen zieht die Rechtmäßigkeit der Abschussgenehmigung in Zweifel und hält diese für “politisch motiviert.”

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Sachsen: Streit um Rotwildbejagung setzt sich fort

Der Streit um die Bejagung des Rotwilds in Sachsen geht weiter: Auf das Gemeinsame Positionspapier des Landesjagdverbands Sachsen und der Hegegemeinschaften im Erzgebirge reagieren die einschlägigen Waldbesitzer- und Ökojagdverbände mit einem Offenen Brief an den sächsischen Umwelt- und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt. Nicht nur das Bündnis Wald und Wild (BWW), sondern auch Grüne Liga Sachsen und Naturschutzverband Sachsen (NaSa) kontern mit Offenen Briefen und kritisieren den Umgang mit dem Rotwild. Im folgenden dokumentieren wir den Schlagabtausch im Wortlaut:

Offener Brief von Nabu, ANW, ÖJV und Co. “zu den Forderungen des Landesjagdverbandes Sachsen und der Hegegemeinschaften bezüglich der Rotwildbejagung vom 18. Oktober 2018

Sehr geehrter Herr Staatsminister Schmidt,

die Instabilität der historisch entstandenen Nadelholzreinbestände ist insbesondere in diesem, von Stürmen und Dürre sowie einer nie dagewesenen Borkenkäferplage bestimmten Jahr 2018 deutlich zutage getreten.

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ASP: Kreistagsabgeordneter antwortet auf Offenen Brief

Der Brandenburger Kreistagsabgeordnete der Fraktion der Linken, Thomas Singer, hat auf den Offenen Brief Prof. Pfannenstiels zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) geantwortet. Wir veröffentlichen die Antwort Singers im Wortlaut.

Sehr geehrter Herr Prof. Pfannenstiel,

vielen Dank für das ausführliche Schreiben. Der Artikel in der MAZ hat einerseits die Proportionen unseres Antrages völlig verändert und andererseits nicht mehr den aktuellen Stand der Diskussion abgebildet. Der Punkt mit den “Anti-Baby-Pillen” hatte sich schon so gut wie erledigt. Das hatte ich der Presse auch vorab gesagt.

Jäger hatten uns zugearbeitet, um die Diskussion in der Sache anzustoßen. In der Öffentlichkeit war außer den Tatarenmeldungen ja lange nichts Handfestes zu vernehmen.

Das haben wir mit dem Antrag auf alle Fälle erreicht.

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