Schlagwort-Archive: Österreich

Österreich: Neues Waffengesetz – Schalldämpfer für Jäger ab 2019

+++ RLP: Wildschwein flüchtet nach Kollision mit Linienbus in Mainzer Innenstadt +++ Mecklenburg-Vorpommern: Wolf bei Usedom überfahren +++ NRW: Jäger schießt entlaufenen Bullen +++ Mecklenburg-Vorpommern: Wölfe reißen zahlreiche Schafe bei Rostock +++

Verbot großer Magazine – Verschärfung beim Psychotest – Waffenverbot für Asylbewerber

Der Entwurf für die durch EU-Vorschriften notwendig gewordene Novellierung des österreichischen Waffengesetzes soll am Montag in die Begutachtung gehen und 2019 in Kraft treten. Die Novelle schaffe “die richtige Balance zwischen Sicherheitsbedürfnis, Verantwortung und Freiheitsrechten”, erklärte Innenminister Herbert Kickl (FPÖ). Die größte Änderung für Jäger stellt die Freigabe von Schalldämpfern für Jagdwaffen ab 2019 dar. Bisher waren Schalldämpfer in Österreich Berufsjägern vorbehalten. Auch das Führen von Kurzwaffen soll legalisiert werden. Der Niederösterreichische Landesjagdverband (NÖLJV) begrüßte die erzielte Einigung der Regierung zur Novellierung des Waffengesetzes. „Mit der geplanten Novelle leistet die Bundesregierung einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige und zeitgemäße Jagd. Der Einsatz des Schalldämpfers bei der Jagd schützt die Jägerinnen und Jäger vor gesundheitlichen Schäden und sorgt für mehr Sicherheit, sei es für die Jäger oder für die Jagdhunde. Aber auch das Führen von Faustfeuerwaffen während der Jagd für die Nachsuche erhöht die Sicherheit für Jäger. Die zentralen Forderungen der Jäger sind mit der vorliegenden Einigung erfüllt und der gesamten Jägerschaft wird die Nutzung eines Schalldämpfers damit möglich gemacht“, unterstreicht Josef Pröll, Landesjägermeister von Niederösterreich. „Ich appelliere an die politisch Handelnden, die Novelle des Waffengesetzes in dieser Form wie geplant bis 1. Januar 2019 inhaltlich umzusetzen“, so Pröll.

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Österreich: Wildschadensbericht 2017 liegt vor

Die österreichische Bundesministerin Elisabeth Köstinger, hat den Wildschadensbericht 2017 vorgelegt. Obwohl laut einer Pressemitteilung des Ministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) “derzeit […] noch kein konkretes Datenmaterial über die Wildschäden in Österreichs Wäldern” vorliegt, wird von einer “besorgniserregenden Ausgangssituation” ausgegangen. Köstinger wies indes auf” die seit 2016 wieder laufende Waldinventur hin und rechnet für Ende dieses Jahres bzw. Anfang 2019 mit ersten Ergebnissen der Erhebungen.” Erst dann werde ersichtlich werden, wie weit die Bemühungen der letzten Jahre zur Verbesserung der Wildschadenssituation beigetragen haben, heißt es. Die Einschätzungen der Forstaufsichtsbehörden über die Entwicklung der Verbiss- und Schälschäden würden aber wenig Anlass zur Annahme geben, dass sich die Lage grundlegend verbessert hätte, dämpft der Bericht allzu optimistische Erwartungen.

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Österreich: Naturschutzverband will Ampelsystem für Wolf

+++ Geflügelpest in Nordwestmecklenburg ausgebrochen +++ USA: Richter stoppt Jagd auf Grizzly-Bären in Idaho und Wyoming +++ Schweiz: 22jähriger Jäger tödlich abgestürzt +++ Österreich: Jäger knickt um, aufwändige Bergrettung +++ Erster ASP-Ausbruch in Bulgarien +++ Österreich: Jagdhund eines Touristen hetzt Mufflon-Schaf – Hundebesitzer will es mit Knüppel totschlagen +++ Baden-Württemberg: Jäger schießt entlaufenen Stier +++

Der österreichische Naturschutzverband Kuratorium Wald plädiert für die Einführung eines “Ampelsystems” für den Wolf. Anhand dieses Systems sollen geeignete Lebensräume für den Wolf ausgewiesen werden. Knapp ein Sechstel Österreichs käme als Habitat für Wölfe in Frage, erklärte der Obmann des Kuratoriums Wald, Dr. Gerhard Heilingbrunner, gegenüber der Kronen-Zeitung. In diesen Gebieten solle der Wolf geschützt werden, in den übrigen solle zwar ein Durchzug von Wölfen möglich sein, diese aber vor einer Ansiedlung vertrieben werden. Gelinge die Vergrämung nicht, so käme als letztes Mittel auch der Abschuss in Frage, so Heilingbrunner. Österreich biete Lebensraum für maximal fünf Rudel, das Land vertrage maximal 50 bis 60 Wölfe, schätzt der Experte. Heilingbrunner plädiert für die rasche Verabschiedung einer Wolfsverordnung und einer Entschädigungsregelung für Weidetierhalter.

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Waffenrecht: Freie Waffen für freie Bürger?

Nicht aufgrund eines konkreten Anlasses, jedoch vor dem Hintergrund einer “allgemein erhöhten Gefährdungslage” haben Polizei und Innenministerium (BMI) Österreichs “Verhaltenstipps bei Amok und Terror” veröffentlicht. Es sei wichtig, “wachsam und vorbereitet” zu sein, erklärte der österreichische Innenminister Herbert Kickl (FPÖ), man müsse von einer “Gefährdungslage des islamistischen Extremismus” ausgehen.  Der aktuelle Europol-Terrorismusbericht verzeichne “für das Jahr 2017 europaweit eine Steigerung von 45 Prozent gegenüber 2016, was Terrorattacken betrifft”, berichtet der Standard. Die Zahl der Toten sei jedoch gesunken.

Flüchten, verstecken, verteidigen, so lauten die “vier Kernbotschaften” für den hasenfüßigen Bürger. Das gehe zwar “in die richtige Richtung”, findet Firearms United Österreich (FUÖ), allerdings bleibe das BMI “einige Antworten schuldig”, wie es in einem Offenen Brief der Interessenvertretung von Legalwaffenbesitzern an Innenminister Kickl heißt.

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Österreich: Steuerungsgruppe Herdenschutz und große Beutegreifer in Tirol konstituiert

+++ Niedersachsen: Ahmstorfer Jäger begeistern Kinder für die Jagd +++ Hessen: Nilgänse werden in Rüsselsheim zur Plage +++ Niedersachsen: 20 Nutriafallen an sieben Hegeringe verteilt +++ Hessen: Landwirt wegen Ausmähen von Kitzen zu 7500 Euro Geldstrafe verurteilt +++ Tschechien: Wolf nach Schafsriss in Schafsgehege im Riesengebirge entdeckt – “Gutachter”: Wolf kann Schafe nicht gerissen haben, da Gehege “zu nahe an Menschen” +++ Schweiz: Calanda-Wölfe haben Nachwuchs +++ Schleswig-Holstein: Radfahrer stirbt nach Wildunfall +++ Bayern: Kalb im Oberallgäu von Wolf gerissen? +++ Sachsen-Anhalt: Jäger tränken Wildtiere wegen Trockenheit +++ Österreich: 16 Prozent aller Füchse Im Bundesland Salzburg mit Fuchsbandwurm infiziert +++ Brandenburg: Zu wenig Spannung am Weidezaun: Schäfer wird nach Wolfsriss nicht entschädigt +++ Russland: Elch-Trophäe geklaut +++ Baden-Württemberg: Schäfer hadern mit staatlich verordneten Herdenschutzmaßnahmen im Wolfsgebiet +++

Tirol will maßgeschneiderte Maßnahmen zum Schutz der Alm- und Weidewirtschaft

Die kurz vor der Sommerpause von der Landesregierung eingesetzte Steuerungsgruppe Herdenschutz und große Beutegreifer hat ihre Arbeit aufgenommen. Sie besteht aus Experten aus den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Veterinärwesen, Umwelt und Jagd. Zentrale Aufgabe der neu gegründeten Steuerungsgruppe ist es, zu erarbeiten, wie Herdenschutzmaßnahmen wie Behirtung, Elektrozäune oder Schutzhunde in alpinen und hochalpinen Gebieten angewendet werden können und wo bzw. wie sie überhaupt funktionieren.

„Was die rechtlichen Regelungen für die Entnahme von auffälligen Wölfen und Bären oder auch das Prozedere bei von großen Beutegreifern verursachten Rissen anlangt, sind wir in Tirol weiter als viele unserer Nachbarn. Der Schutz der Alm- und Weidewirtschaft ist uns in Tirol aber ein besonderes Anliegen. Die Präsenz von Wölfen ist gerade in der Landwirtschaft ein Riesenthema“, erklärt LHStv Josef Geisler. Dies auch deshalb, weil eine rechtliche Änderung der Schutzbestimmungen für große Beutegreifer auf europäischer und internationaler Ebene nicht realistisch scheint.

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Österreich: Bejagung von Rabenvögeln in Kärnten kann fortgesetzt werden

LR Gruber: Neue Verordnung zur Verkürzung der Schonzeit beschlossen – Ziel ist Reduktion der Population auf eine tragbare Zahl für die Landwirtschaft

Aaskrähen, Eichelhäher und Elster – die so genannten Rabenvögel – zählen laut Kärntner Jagdgesetz zu den ganzjährig geschonten Tierarten. Aufgrund der andauernd hohen Schäden, die durch sie vor allem in der Landwirtschaft verursacht wurden, hat das Land Kärnten 2010 damit begonnen, die Schonzeit für die Rabenvögel zu verkürzen. Das teilt die Landesregierung Kärnten mit. Auf der Internetseite der Landesregierung heißt es dazu weiter: “Mittels Verordnungen, die jeweils auf die Dauer von zwei Jahren beschränkt waren, wurde die Bejagung ermöglicht, um die Bestände deutlich zu reduzieren. Mit 15. Juli 2018 tritt die aktuell geltende Verordnung nun außer Kraft, weshalb eine gesetzliche Neuregelung notwendig wurde.

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Österreich: Zwei Jäger an Tularämie erkrankt

Im österreichischen Bundesland Salzburg ist Anfang Mai die Hasenpest (Tularämie) festgestellt worden. Seit diesem Zeitpunkt sei die Seuche bei sieben tote Hasen nachgewiesen worden, berichtete Landesveterinärdirektor Josef Schöchl gegenüber der Nachrichtenagentur APA. Dies seien so viele Fälle, wie in den vergangenen fünf Jahren in ganz Österreich auftraten. Der Hasenpest-.Ausbruch ist derzeit auf das Gebiet südlich der Stadt Salzburg, Anif, Grödig und den nördlichen Tennengau begrenzt. Tularämie ist eine Zoonose, d.h., die Krankheit kann von Tieren auch auf Menschen übertragen werden. Dies ist offenbar im Fall zweier Jäger geschehen, die einen Ende März im Halleiner Stadtteil Rif tot aufgefundenen Hasen untersucht hatten, wie die Tiroler Tageszeitung (TT) unter Berufung auf einen Radiobericht des ORF meldet. Beim Menschen kann eine Erkrankung mit Tularämie unterschiedliche Symptome hervorrufen, die erkrankten Jäger litten an Fieber und Gelenkschmerzen. Nach einer Behandlung mit Antibiotika klangen die Symptome ab, der Tularämie-Erreger wurde durch eine Blutuntersuchung im Labor nachgewiesen.

Beitragsbild: Junghase – verendete Tier nicht mit bloßen Händen anfassen. Foto: SE

Österreich: Großvater verletzt Enkel durch Gewehrschuss

Ein 87jähriger Jäger aus Oberndorf/Melk  im niederösterreichischen Bezirk Scheibbs hat am Donnerstag seinen 19 Jahre alten Enkel durch einen Schuss aus seinem Jagdgewehr verletzt. Der Schuss löste sich beim Entspannen der Waffe und durchschlug eine Tür, wobei das Projektil abgelenkt wurde und den Enkel im Nebenraum verletzte. Der alte Herr “dürfte übersehen haben, dass sich noch eine Patrone im Lauf befand”, mutmaßt nön.at. Die Familie rief den Rettungsdienst, von dem routinemäßig auch die Polizei informiert wurde. Der “Enkerl” wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht, wo nön.at zufolge bald Entwarnung gegeben konnte: Die Verletzungen sind nicht lebensgefährlich, “der Bursch” sei relativ glimpflich davongekommen, resümierte die Polizei gegenüber dem Nachrichtenportal. Gegen den Großvater wurde Anzeige erstattet. SE

Beitragsbild: Großväterliches Jagdgewehr (Symbolbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!

Österreich: Jagdstörer von Polizei des Waldes verwiesen

Bei Gattendorf im österreichischen Bundesland Burgenland haben Tierrechts-Aktivisten eine Treibjagd gestört. Die drei “Tierschutz-Apostel”, wie die Kronen-Zeitung schreibt, drangen in den abgesperrten Bereich ein, “tobten sich an den Absperrungen der Jägerschaft aus” und rissen Warnhinweise ab. Auch sollen an der Jagd beteiligte Treiber von den Aktivisten gestört worden sein. Um die potenziell gefährliche Situation zu bereinigen, wurde die Polizei verständigt. Nach einer intensiven Suche entdeckten die Beamten den Hauptverdächtigen und seine Komplizen. Sie wurden aus dem Jagdgebiet eskortiert und erhielten einen Platzverweis. Die Jagd konnte danach erfolgreich fortgesetzt werden. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der Kronen-Zeitung (Screenshot).

Österreich: Gericht genehmigt Schalldämpfer

Das Landesverwaltungsgericht Niederösterreich hat erstmals in der Rechtsgeschichte des Landes einem Freizeitjäger das Recht auf einen Schalldämpfer für seine Jagdwaffe zugesprochen. Erst Anfang des Jahres war in Österreich die Möglichkeit geschaffen worden, dass Berufsjäger und Förster als Arbeitsschutzmaßnahme Schalldämpfer verwenden dürfen. Der Wiener Rechtsanwalt Dr. Raoul Wagner ist nun der erste Freizeitjäger Österreichs, der mit einem Schalldämpfer auf Jagd gehen darf. Der Jurist hatte zunächst einen entsprechenden Antrag bei der Bezirkshauptmannschaft (BH) gestellt, der jedoch abgewiesen worden war. Gegen die Entscheidung der BH hat Wagner geklagt und nun Recht bekommen. Die Richter begründeten ihre Entscheidung mit dem Recht auf wirksamen Schutz vor Gehörschäden und der durch den Tierschutz gebotenen Rücksicht auf das Gehör von Jagdhunden. Eine Missbrauchsgefahr durch Kriminelle sahen die Richter nicht. red.

Beitragsbild: Schalldämpfer. Foto: SE