Schlagwort-Archive: Österreich

Österreich: Problemwolf darf entnommen werden

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Wolf im Garten +++ Bayern: Wolf am Haus +++ 

Bezirkshauptmannschaft St. Johann stellt Bescheid „Entnahme eines Wolfes“ zu
Umfangreiches Behördenverfahren abgeschlossen / Viele Lösungen geprüft

Vor fast genau einem Jahr hat die Agrargemeinschaft Tofernalm (Großarl) den Antrag auf Entnahme eines Wolfes gestellt. Im Zeitraum zwischen 24. Juni und 15. Juli 2019 wurden insgesamt 24 Schafe getötet, zudem wurden vier verletzte und elf vermisste Schafe auf der Alm festgestellt. Nun hat die Bezirkshauptmannschaft St. Johann im Pongau nach einem umfangreichen Verfahren entschieden, dass dem Antrag auf Entnahme eines Wolfes stattgegeben und hat die jagdrechtliche Bewilligung dazu erteilt wird.

„Es war ein sehr komplexes Verfahren und mit dieser Entscheidung betreten wir Neuland in der Europäischen Union. Der Bescheiderlassung ging ein umfangreiches Ermittlungsverfahren voraus, mit Professor Dr. Klaus Hackländer konnte ein ausgewiesener Experte für Wildbiologie gewonnen werden“, so Bezirkshauptmann Harald Wimmer.

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Österreich: “EuGH-Entscheidung zur Frühjahrbejagung von Waldschnepfen „nicht nachvollziehbar“

Niederösterreichischer Jagdverband (NÖ Jagdverband): “Forschung und Monitoring belegen, dass sich Frühjahrsbejagung nicht auf Fortpflanzungserfolg auswirkt.”

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat zur Frühjahrsbejagung der Waldschnepfe in Niederösterreich verkündet, dass der Klage der Europäischen Kommission stattgegeben wird. Grund ist demnach ein Verstoß gegen die EU-Vogelschutzrichtlinie. Für den NÖ Jagdverband ist diese Entscheidung ebenso wie die vorangegangene Klage der EU-Kommission nicht nachvollziehbar. Denn gemeinsam mit dem Land Niederösterreich ist der NÖ Jagdverband dazu bereits seit 2013 mit der EU Kommission in einem regen Austausch und hat 2018 auch eine umfangreiche und wissenschaftlich untermauerte Argumentation übermittelt. Darin wird dargelegt, dass die Frühjahrsbejagung schonender als andere Bejagungsformen wäre und diese auch keinerlei Auswirkungen auf die Besatzentwicklung der Waldschnepfen hat. Zudem führen die Jägerinnen und Jäger ein umfassendes Monitoring durch, das die Argumentation stützt.

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Österreich: Schwarzwildstrecke steigt stark an

Jagdverband: “Jäger nehmen Verantwortung ernst: 2019 wurden in Niederösterreich 29.550 Wildschweine erlegt.”

Die Wildschweinbestände in Niederösterreich haben sich aufgrund der guten Nahrungs- und Witterungsverhältnisse stark erhöht. Diese Zunahme ist in Hinblick auf die Afrikanische Schweinepest (ASP), die sich in Ost- und Nordeuropa ausbreitet und bereits erste Nachbarländer Österreichs erreicht hat, problematisch. Denn sollte die ASP auch Österreich erreichen, kann sie sich bei einer hohen Wildschweinpopulation rascher ausbreiten. Dementsprechend hat sich die präventive Reduktion der Bestände als eine von vielen Maßnahmen besonders bewährt. Die niederösterreichischen Jägerinnen und Jäger haben daher die Wildschweinbejagung im vergangenen Jahr intensiviert und 29.550 Wildschweine erlegt. Damit wurde der Abschuss im Vergleich zu 2018 um 47 Prozent erhöht.

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Österreich: LJV übergibt Forderungen zum Schutz des Niederwilds an EU-Vertreter

Eine Delegation des Niederösterreichischen Jagdverbandes (NÖ LJV) mit Landesjägermeister Josef Pröll, Generalsekretärin Sylvia Scherhaufer und Wildbiologen Leopold Obermair hat im Zuge einer Brüsselreise österreichischen Vertretern auf EU-Ebene die beim Niederwildgipfel am 10. Oktober 2019 erarbeiteten Forderungen übergeben. In Gesprächen mit EU-Vertretern wurde zudem auf Regularien auf europäischer Ebene und Vorgaben der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) hingewiesen, die sich negativ auf die Entwicklung der Niederwildbesätze in Europa auswirken. „Die GAP ist ein wichtiger Fördermechanismus für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum in Europa. Änderungen haben daher erhebliche Auswirkungen für die Umwelt, die Biodiversität sowie den Zustand vieler jagdbarer sowie nicht jagdbarer Arten in den Agrarlandschaften“, so Niederösterreichs Landesjägermeister Josef Pröll. So gingen alleine in den letzten zehn Jahren die niederösterreichischen Strecken beim Feldhasen um 62 Prozent und beim Fasan um 75 Prozent zurück, während das Rebhuhn seit langem ein besorgniserregend niedriges Besatzniveau aufweist.

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Österreich: Jägerin schiesst auf Wildschwein – zwei Jagdhunde tot, einer verletzt

+++ Nach ASP-Fall in WestpolenLandestierarzt warnt vor ASP in Brandenburg +++ NRW: Wisent bei Wildunfall im Sauerland getötet +++ AfD-Vorschlag: Jäger sollen von Wölfen verletzte Weidetiere erlösen +++

Bei einer Drückjagd auf Schwarzwild, die am vergangenen Samstag bei Kroatisch Minihof im Burgenland stattfand, hat eine Jägerin ein Wildschwein beschossen, das sie jedoch verfehlte. Stattdessen traf die Kugel einen Jagdhund der Rasse Deutscher Jagdterrier, der sofort verstarb. Zwei weitere Hunde wurden durch Geschosssplitter verletzt. Einer von diesen musste aufgrund der Schwere seiner Verletzungen eingeschläfert werden, der andere Hund soll nach einer tierärztlichen Behandlung wieder wohlauf sein. Der Vorfall wird dem ORF zufolge vom Landesjagdverband und der Bezirkshauptmannschaft untersucht. Wenn der Schützin ein Fehlverhalten nachgewiesen wird, kann ihr die Jagderlaubnis entzogen werden, heißt es.

Beitragsbild: Jagdterrier (li.) und Wildschwein in einem Saugatter. (Archivbild). Foto: SE

Österreich: Jagdprojektil durchschlägt Fensterscheibe eines Hotels

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Feiger Anschlag auf Jäger – oberste Leitersprosse von Hochsitz angesägt +++ Brandenburg: Fuchs folgt Katze bis in die Wohnung +++ Neue Wolfsnachweise in NRW und Bayern +++ Sachsen: Wolf reißt Tier in Wildgehege – Kalb verwaist +++

Im oberösterreichischen Mühlviertel soll ein 51-Jähriger aus am 11. Oktober 2019 gegen 14:30 Uhr von einem Hochstand in Bad Leonfelden auf Damwild, das in einem Wildgatter eingezäunt war, geschossen haben. Dabei prallte ein Projektil vom unbefestigten Boden des Wildgatters in Richtung eines naheliegenden Hotels ab, durchschlug nach etwa 810 Metern die Fensterscheibe eines Zimmers und kam nach Beschädigung des Fernsehers und des Türrahmens im Zimmer zum Liegen. In dem Zimmer, das zu diesem Zeitpunkt nicht vergeben war, befand sich glücklicherweise niemand. Die Beschädigung wurde am 12. Oktober 2019 gegen 7:45 Uhr durch den Hotel-Haustechniker und das Reinigungspersonal bei der Polizeiinspektion Bad Leonfelden zur Anzeige gebracht. Die polizeilichen Ermittlungen unter Beiziehung der Spurensicherung ergaben nach Feststellung des Schusskanales die Flugrichtung aus besagtem Wildgatter. Die Behörde erteilte ein Waffenverbot. PM

Beitragsbild: Geschosse (Symbolbild). Foto: SE

Österreich: Jäger schlagen Alarm – Niederwildbesätze stark rückläufig

Jagdverband fordert Änderung der Förderrichtlinien und mehr Unterstützung für Landwirte

Die Niederwildbesätze sind in Europa seit Jahrzehnten stark rückläufig: Alleine in den letzten zehn Jahren gingen die niederösterreichischen Strecken beim Feldhasen um 62 Prozent und beim Fasan um 75 Prozent zurück, während das Rebhuhn seit langem ein besorgniserregend niedriges Besatzniveau aufweist. Maßnahmen in einzelnen Revieren sorgen zwar lokal für mitunter höhere Niederwilddichten, aber insgesamt ist es durch den Verlust von Lebensräumen und Äsung stark gefährdet. Um dieser alarmierenden Entwicklung entgegenzuwirken, trafen über 350 Entscheidungsträger, Interessenvertreter und Interessierte aus den Bereichen Jagd, Landwirtschaft und Forstwirtschaft sowie der Politik am 10. Oktober 2019 zum Niederwildgipfel des Niederösterreichischen Jagdverbandes am Campus Krems zusammen. Ziel der Veranstaltung war eine Analyse des Status quo durch international anerkannte Experten, eine Bilanz und Evaluierung der bisher durchgeführten Maßnahmen sowie ein Ableiten von notwendigen Impulsen und politischen Forderungen. Das Ergebnis ist ein Forderungskatalog für eine nachhaltige Entwicklung der Niederwildbestände, welcher der Europäischen Kommission, der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP), dem österreichischen Programm zur Förderung einer umweltgerechten, nachhaltigen und den natürlichen Lebensraum schützenden Landwirtschaft (ÖPUL) sowie darüberhinausgehenden Politikfeldern als Handlungsanstoß dienen soll.

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Österreich: Jäger und Bauern helfen Bienen

Der Niederösterreichische Jagdverband nimmt am Projekt „Wir für Bienen“ des Landes Niederösterreich in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Niederösterreich teil und wird diese künftig unterstützen. Die Kampagne „Wir für Bienen“ soll Menschen informieren und motivieren, selbst Maßnahmen im Sinne einer hohen Biodiversität zu setzen. Im Rahmen des Projekts werden an den Wildökoland-Flächen Tafeln aufgestellt, um auf diese Biodiversitätsflächen hinzuweisen. Damit sollen die Leistungen der Jägerschaft und der Landwirtschaft für die Biodiversität aufgezeigt sowie Bewusstsein dafür geschaffen werden, was jeder Einzelne zur Artenvielfalt beitragen kann. Die niederösterreichischen Jägerinnen und Jäger sowie die Bäuerinnen und Bauern wollen dabei als gutes Beispiel vorangehen und werben so für mehr Bewusstsein für Biodiversität.

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Österreich: Wolfsartiger Kadaver ohne Kopf im Tiroler Sellraintal aufgefunden

“Schwere Schussverletzung im Bauchraum”

Gestern, Dienstag, wurde bei der Polizeiinspektion Kematen der Fund eines wolfsartigen Tiers ohne Kopf im Gemeindegebiet von Sellrain von einem Passanten gemeldet. Die Sicherheitsbehörde, das Land Tirol und die Bezirkshauptmannschaft Innsbruck haben sodann in enger Abstimmung die weiteren Maßnahmen veranlasst. Heute, Mittwoch, informierten die Experten des Landes sowie der Polizei Tirol über die aktuellen Entwicklungen: Martin Janovsky, Beauftragter des Landes für große Beutegreifer, Klaus Wallnöfer, Vorstand der Abteilung Landwirtschaftliches Schulwesen, Jagd und Fischerei sowie Oberst Gerhard Niederwieser, Bezirkspolizeikommandant von Innsbruck.

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Österreich: Almbauern stellen Antrag auf Problemwolf-Entnahme

+++ Brandenburg: Neun Kälber gerissen, weitere spurlos verschwunden – “Viehhalter verzweifelt” +++ Sachsen: Tote Kälber im Erzgebirge – Landratsamt verweigert DNA-Untersuchungen +++ Thüringen: Wolfsmanagementplan wird überarbeitet +++ Südtirol: Almwirtschaft vor dem Aus? +++

20 bis 25 tote Schafe in Großarl, weitere 20 Tiere werden vermisst

Brandenburg: Sechs Wolfsangriffe seit 2016 – erster Berufsschäfer gibt auf

Nach einem durch eine DNA-Analyse bestätigten Wolfsriss vor ein paar Wochen, wurden in den vergangenen Tagen weitere tote Tiere im Bereich der Tofernalm in Großarl im österreichischen Bundesland Salzburg gefunden. Das Rissbild deutet eindeutig auf weitere Wolfsrisse hin. Landesrat Josef Schwaiger und der Wolfsbeauftragte des Landes Salzburg, Hubert Stock, trafen sich am Sonntag vor Ort mit betroffenen Almbauern. Diese werden am heutigen Montag bei der Bezirkshauptmannschaft die Entnahme des Problemwolfes beantragen.

20 bis 25 Schafe, etwa ein Viertel der aufgetriebenen Herde, sind seit Anfang Juli vom Wolf gerissen worden, weitere zirka 20 Tiere werden vermisst. „Der Managementplan des Landes Salzburg spricht von einem Problemwolf, wenn innerhalb eines Monats 25 Tiere getötet werden. Das ist hier der Fall. Daher unterstützen wir die betroffenen Almbauern, wo wir können“, betonte Landesrat Josef Schwaiger als er sich am Sonntag in Großarl ein Bild von der Situation machte und mit den Landwirten intensive Gespräche führte.

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