Schlagwort-Archive: Österreich

Österreich: Jägerin schiesst auf Wildschwein – zwei Jagdhunde tot, einer verletzt

+++ Nach ASP-Fall in WestpolenLandestierarzt warnt vor ASP in Brandenburg +++ NRW: Wisent bei Wildunfall im Sauerland getötet +++ AfD-Vorschlag: Jäger sollen von Wölfen verletzte Weidetiere erlösen +++

Bei einer Drückjagd auf Schwarzwild, die am vergangenen Samstag bei Kroatisch Minihof im Burgenland stattfand, hat eine Jägerin ein Wildschwein beschossen, das sie jedoch verfehlte. Stattdessen traf die Kugel einen Jagdhund der Rasse Deutscher Jagdterrier, der sofort verstarb. Zwei weitere Hunde wurden durch Geschosssplitter verletzt. Einer von diesen musste aufgrund der Schwere seiner Verletzungen eingeschläfert werden, der andere Hund soll nach einer tierärztlichen Behandlung wieder wohlauf sein. Der Vorfall wird dem ORF zufolge vom Landesjagdverband und der Bezirkshauptmannschaft untersucht. Wenn der Schützin ein Fehlverhalten nachgewiesen wird, kann ihr die Jagderlaubnis entzogen werden, heißt es.

Beitragsbild: Jagdterrier (li.) und Wildschwein in einem Saugatter. (Archivbild). Foto: SE

Österreich: Jagdprojektil durchschlägt Fensterscheibe eines Hotels

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Feiger Anschlag auf Jäger – oberste Leitersprosse von Hochsitz angesägt +++ Brandenburg: Fuchs folgt Katze bis in die Wohnung +++ Neue Wolfsnachweise in NRW und Bayern +++ Sachsen: Wolf reißt Tier in Wildgehege – Kalb verwaist +++

Im oberösterreichischen Mühlviertel soll ein 51-Jähriger aus am 11. Oktober 2019 gegen 14:30 Uhr von einem Hochstand in Bad Leonfelden auf Damwild, das in einem Wildgatter eingezäunt war, geschossen haben. Dabei prallte ein Projektil vom unbefestigten Boden des Wildgatters in Richtung eines naheliegenden Hotels ab, durchschlug nach etwa 810 Metern die Fensterscheibe eines Zimmers und kam nach Beschädigung des Fernsehers und des Türrahmens im Zimmer zum Liegen. In dem Zimmer, das zu diesem Zeitpunkt nicht vergeben war, befand sich glücklicherweise niemand. Die Beschädigung wurde am 12. Oktober 2019 gegen 7:45 Uhr durch den Hotel-Haustechniker und das Reinigungspersonal bei der Polizeiinspektion Bad Leonfelden zur Anzeige gebracht. Die polizeilichen Ermittlungen unter Beiziehung der Spurensicherung ergaben nach Feststellung des Schusskanales die Flugrichtung aus besagtem Wildgatter. Die Behörde erteilte ein Waffenverbot. PM

Beitragsbild: Geschosse (Symbolbild). Foto: SE

Österreich: Jäger schlagen Alarm – Niederwildbesätze stark rückläufig

Jagdverband fordert Änderung der Förderrichtlinien und mehr Unterstützung für Landwirte

Die Niederwildbesätze sind in Europa seit Jahrzehnten stark rückläufig: Alleine in den letzten zehn Jahren gingen die niederösterreichischen Strecken beim Feldhasen um 62 Prozent und beim Fasan um 75 Prozent zurück, während das Rebhuhn seit langem ein besorgniserregend niedriges Besatzniveau aufweist. Maßnahmen in einzelnen Revieren sorgen zwar lokal für mitunter höhere Niederwilddichten, aber insgesamt ist es durch den Verlust von Lebensräumen und Äsung stark gefährdet. Um dieser alarmierenden Entwicklung entgegenzuwirken, trafen über 350 Entscheidungsträger, Interessenvertreter und Interessierte aus den Bereichen Jagd, Landwirtschaft und Forstwirtschaft sowie der Politik am 10. Oktober 2019 zum Niederwildgipfel des Niederösterreichischen Jagdverbandes am Campus Krems zusammen. Ziel der Veranstaltung war eine Analyse des Status quo durch international anerkannte Experten, eine Bilanz und Evaluierung der bisher durchgeführten Maßnahmen sowie ein Ableiten von notwendigen Impulsen und politischen Forderungen. Das Ergebnis ist ein Forderungskatalog für eine nachhaltige Entwicklung der Niederwildbestände, welcher der Europäischen Kommission, der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP), dem österreichischen Programm zur Förderung einer umweltgerechten, nachhaltigen und den natürlichen Lebensraum schützenden Landwirtschaft (ÖPUL) sowie darüberhinausgehenden Politikfeldern als Handlungsanstoß dienen soll.

Weiterlesen

Österreich: Jäger und Bauern helfen Bienen

Der Niederösterreichische Jagdverband nimmt am Projekt „Wir für Bienen“ des Landes Niederösterreich in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Niederösterreich teil und wird diese künftig unterstützen. Die Kampagne „Wir für Bienen“ soll Menschen informieren und motivieren, selbst Maßnahmen im Sinne einer hohen Biodiversität zu setzen. Im Rahmen des Projekts werden an den Wildökoland-Flächen Tafeln aufgestellt, um auf diese Biodiversitätsflächen hinzuweisen. Damit sollen die Leistungen der Jägerschaft und der Landwirtschaft für die Biodiversität aufgezeigt sowie Bewusstsein dafür geschaffen werden, was jeder Einzelne zur Artenvielfalt beitragen kann. Die niederösterreichischen Jägerinnen und Jäger sowie die Bäuerinnen und Bauern wollen dabei als gutes Beispiel vorangehen und werben so für mehr Bewusstsein für Biodiversität.

Weiterlesen

Österreich: Wolfsartiger Kadaver ohne Kopf im Tiroler Sellraintal aufgefunden

“Schwere Schussverletzung im Bauchraum”

Gestern, Dienstag, wurde bei der Polizeiinspektion Kematen der Fund eines wolfsartigen Tiers ohne Kopf im Gemeindegebiet von Sellrain von einem Passanten gemeldet. Die Sicherheitsbehörde, das Land Tirol und die Bezirkshauptmannschaft Innsbruck haben sodann in enger Abstimmung die weiteren Maßnahmen veranlasst. Heute, Mittwoch, informierten die Experten des Landes sowie der Polizei Tirol über die aktuellen Entwicklungen: Martin Janovsky, Beauftragter des Landes für große Beutegreifer, Klaus Wallnöfer, Vorstand der Abteilung Landwirtschaftliches Schulwesen, Jagd und Fischerei sowie Oberst Gerhard Niederwieser, Bezirkspolizeikommandant von Innsbruck.

Weiterlesen

Österreich: Almbauern stellen Antrag auf Problemwolf-Entnahme

+++ Brandenburg: Neun Kälber gerissen, weitere spurlos verschwunden – “Viehhalter verzweifelt” +++ Sachsen: Tote Kälber im Erzgebirge – Landratsamt verweigert DNA-Untersuchungen +++ Thüringen: Wolfsmanagementplan wird überarbeitet +++ Südtirol: Almwirtschaft vor dem Aus? +++

20 bis 25 tote Schafe in Großarl, weitere 20 Tiere werden vermisst

Brandenburg: Sechs Wolfsangriffe seit 2016 – erster Berufsschäfer gibt auf

Nach einem durch eine DNA-Analyse bestätigten Wolfsriss vor ein paar Wochen, wurden in den vergangenen Tagen weitere tote Tiere im Bereich der Tofernalm in Großarl im österreichischen Bundesland Salzburg gefunden. Das Rissbild deutet eindeutig auf weitere Wolfsrisse hin. Landesrat Josef Schwaiger und der Wolfsbeauftragte des Landes Salzburg, Hubert Stock, trafen sich am Sonntag vor Ort mit betroffenen Almbauern. Diese werden am heutigen Montag bei der Bezirkshauptmannschaft die Entnahme des Problemwolfes beantragen.

20 bis 25 Schafe, etwa ein Viertel der aufgetriebenen Herde, sind seit Anfang Juli vom Wolf gerissen worden, weitere zirka 20 Tiere werden vermisst. „Der Managementplan des Landes Salzburg spricht von einem Problemwolf, wenn innerhalb eines Monats 25 Tiere getötet werden. Das ist hier der Fall. Daher unterstützen wir die betroffenen Almbauern, wo wir können“, betonte Landesrat Josef Schwaiger als er sich am Sonntag in Großarl ein Bild von der Situation machte und mit den Landwirten intensive Gespräche führte.

Weiterlesen

Österreich: Diskussionen um Studie zu Rotwild-Winterfütterung

In Österreich sorgt eine Studie des Büros für Wildökologie und Forstwirtschaft Horst Leitner für Diskussionen. Die Studie “Wildmanagement Gailtaler Alpen II” untersucht, wie sich die Beendigung der seit Jahrzehnten erfolgenden Winterfütterungen auf den Wald und die Rotwildbestände auswirkt. Das laut ORF “erstaunliche Resultat” war, dass sowohl die Fallwildzahlen, als auch die Schälschäden zurückgingen. In einer PowerPoint-Präsentation werden die Studienergebnisse wie folgt zusammengefasst:

Füttern mindert die Wildschäden in den Gailtaler Alpen nicht
Die Fütterungsauflösung war bei einem Wildbestands von rd. 5 Stück auf 100ha aus betrieblicher Sicht erfolgreich
Schälschäden treten in Wintern mit lang andauernder Schneebedeckung vermehrt auf
Die Rotwildsterblichkeit nimmt ohne Fütterung in Normalwintern im Vergleich zu Gebieten mit Fütterung nicht zu
Ungestörtes Rotwild passt Raumverhalten rasch auf Verhältnisse ohne Fütterung an

Weiterlesen

Österreich: Zwei Wildschweine beschossen, zwei Autos getroffen

+++ Sachsen: Gefundener Wolfswelpe in Quarantäne zwecks Hybridprüfung +++ Niedersachsen: Tierhalter kritisieren andauernde Erfolglosigkeit des geplanten Problemwolf-Abschusses +++ Niedersachsen: Erstmalig Trichinen im Landkreis Rotenburg nachgewiesen +++

Eine “Gemeingefährdung durch Schussabgabe” wirft die Polizei einem Jäger im Bezirk St. Pölten Land vor: Eine Pressemitteilung der Polizei zufolge wurden Bedienstete der Polizeiinspektion Altlengbach am 15. Juni 2019, gegen 17.50 Uhr, wegen der Abgabe von mehreren Schüssen im Gemeindegebiet von Altlengbach alarmiert. Nach dem Eintreffen entdeckten die Beamten auf einem Parkplatz zwei Autos, die durch Schüsse beschädigt wurden. Bei den weiteren Erhebungen konnte umgehend ein 52-Jähriger aus dem Bezirk St. Pölten Land ausgeforscht werden, der beschuldigt wird, vier Schüsse aus einer Bockbüchsflinte abgegeben und dabei mehrere Personen gefährdet bzw. die zwei auf einem Parkplatz abgestellten Fahrzeuge beschädigt zu haben. Dem ORF zufolge befand sich zwischen dem Feld, von dem aus die Schüsse abgegeben wurden und den getroffenen Autos eine Wiese, auf der sich zum Zeitpunkt der Schussabgabe etwa 150 Personen aufhielten – daher der Vorwurf der Gemeingefährdung. Der Beschuldigte zeigte sich geständig und gab an, auf zwei Wildscheine geschossen zu haben. Es wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen, ein waffenrechtliches Dokument abgenommen und die Schusswaffe sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten ordnete die Anzeige auf freiem Fuß an. PM/red.

Beitragsbild: Zur Strecke gebrachter PKW. Foto: LPD NÖ

Österreich: Heftige Debatte im Nationalrat über Rückkehr des Wolfs

+++ Österreich: Bauernbund übergibt 57.689 Unterschriften gegen den Wolf +++ Thüringen: Wolfsnachweis im Hainich +++ Schleswig-Holstein: Schafe bei Bad Segeberg gerissen +++ Bayern: Wilderer im Landkreis Rottal-Inn erwischt +++ Österreich: Wildbiologe fordert Bejagung von Wölfen +++ Niedersachsen: Wolfsriss bei Wolfsburg? +++

ÖVP und FPÖ unterstützen Forderung nach wolfsfreien Zonen, Oppositionsfraktionen gegen Aufweichung des Artenschutzes

Die Rückkehr des Wolfes nach Österreich und seine mögliche dauerhafte Etablierung als Teil der heimischen Fauna ist nicht für alle Anlass zur Freude. Insbesondere in der Bauernschaft bestehen Ängste und Besorgnis, wie gestern im Nationalrat deutlich artikuliert wurde. Ausdruck finden die Bedenken gegen den Wolf in drei Petitionen, in denen auf Probleme der Siedlungs- und Weidegebiete im Waldviertel, in Tirol und in Salzburg hingewiesen wird. Als Antwort darauf werden gesetzliche Grundlagen gefordert, um so genannte Problemwölfe leichter entnehmen und bestimmte Gebiete überhaupt wolfsfrei halten zu können. Dazu sollen entsprechende europarechtlichen Ausnahmeregelungen genützt werden bzw. eine Änderung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie erfolgen. Weiteres Anliegen der Petitionen ist die Zahlung von Entschädigungen an betroffene Bäuerinnen und Bauern.

Weiterlesen

Österreich: Verfassungsgerichtshof hebt Tiroler Jagdgesetz teilweise auf

Im Dezember 2016 hat die Bezirkshauptmannschaft des österreichischen Bundeslands Tirol den Antrag eines deutschen Jagdscheininhabers, der in Tirol seinen Hauptwohnsitz hat, auf Erteilung einer Jagdkarte abgelehnt. Zur Begründung führte die Behörde aus, dass das Tiroler Jagdgesetz “nicht auf die fachliche Eignung, sondern auf den Wohnsitz” abstellt, wie die Tiroler Tageszeitung schreibt. Wer in Österreich lebt, muss demnach seine fachliche Eignung mit einem in einem österreichischen Bundesland erworbenen Jagdschein nachweisen. Nur für Ausländer reicht ein anerkannter ausländischer Jagdschein, also zum Beispiel ein deutscher, aus. Für einen in Tirol gemeldeten Deutschen reiche der deutsche Jagdschein hingegen nicht, er hätte demnach die österreichische Jägerprüfung ablegen müssen. Gegen diese widersinnige Regelung hat der Deutsche geklagt und nun vor der höchsten Instanz, dem Verfassungsgerichtshof (VfGH), Recht bekommen: Der Hauptwohnsitz stellt nach Auffassung des Gerichts kein ein objektives Unterscheidungsmerkmal für die fachliche Eignung dar. Die Regelung muss bis zum 31. Dezember gestrichen und die gewünschte Jagdkarte ausgestellt werden. Das Land Tirol verzichtete auf eine Stellungnahme an das Höchstgericht. red.

Beitragsbild: Bergjagd in Österreich (Symbolbild). Foto: SE

Österreich: Forderungen nach wolfsfreien Zonen im Petitionsausschuss

+++ Schleswig-Holstein: Weidetierhalter demonstrieren gegen Wölfe +++ Bayern: Albino-Reh überfahren +++ Schleswig-Holstein: Eutin verzichtet auf Hundesteuer für Jagdhunde +++ ASP? Jäger filmt krankes Wildschwein in Südbelgien +++ Niedersachsen: Landesjägerschaft fordert Abschuss von GW717m +++ Russland: Eisbärenplage auf Nowaja Semlja +++ Schweden: Jetzt ist es amtlich – Wolf tötete Drewer auf Hundeprüfung +++

Mit gleich drei Petitionen, die wolfsfreie Gebiete in verschiedenen Bundesländern Österreichs fordern, setzte sich der Petitionsausschuss des Österreichischen Parlaments auseinander. Der Wildbiologe Prof. Klaus Hackländer setzte sich für eine “wildökologische Raumplanung” ein.

Auf die zahlreichen Probleme, die sich durch die Zunahme der Wolfspopulation in Österreich, insbesondere im Waldviertel ( 5/PET ), in Tirol ( 7/PET ) und in Salzburg ( 11/PET) ergeben, weisen drei Petitionen hin, in denen u.a. die Schaffung von gesetzlichen Grundlagen gefordert wird, um Problemwölfe rasch entnehmen zu können. Außerdem sollten die bereits bestehenden europarechtlichen Ausnahmeregelungen zur Entnahme von Problemwölfen (Artikel 16 der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) entsprechend genutzt und umgesetzt bzw. eine entsprechende Abänderung der Richtlinie angestrebt werden. Weiters treten die Einbringer der Petitionen für die Zahlung von Entschädigungen für betroffene Bauern sowie für die Einführung von sogenannten Vergrämungsmaßnahmen ein. Bei der Abstimmung wurden die drei Initiativen zum Thema Wolf schließlich dem Landwirtschaftsausschuss zugewiesen.

Weiterlesen

Österreich: Wildkamera fotografiert Wilderer mit Pfeil und Bogen

Im Jagdgebiet Haselgraben in der Umgebung von Altenberg bei Linz (Oberösterreich) hat eine Wildkamera zwei mit Pfeil und Bogen bewaffnete Wilderer in Tarnanzügen fotografiert.

Zuvor war dem Revierinhaber aufgefallen, dass mehrere bestätigte Stück Rehwild in dem Revier spurlos verschwunden waren. Daraufhin wurden die Wildkameras aufgestellt, die nun den Beweis für die Wilderei in dem Revier lieferten. Auch ein Reh mit einer Fleischwunde an der Schulter, die von einem mit Widerhaken besetzten Jagdpfeil stammen dürfte, wurde von einer der Wildkameras fotografiert. Die Fotos gibt es u.a. bei der Kronenzeitung zu sehen. Der Revierinhaber hat Anzeige erstattet.

Beitragsbild: Pfeil mit Jagdspitze. Foto: privat

Österreich: Salzburger Managementplan Wolf fertiggestellt

Neue Definition von „Problemwolf“ – Verhandlungen auf EU-Ebene über Schutzstatus

Das Land Salzburg setzt das 5-Punkte-Programm zum Thema „Wolf“ weiter um. Nach der Bestellung eines Wolfsbeauftragten und der Intensivierung der Herdenschutzmaßnahmen inklusive der effizienten Abwicklung von Entschädigungen ist nun der Entwurf des Managementplans fertig. 20 Seiten umfasst der Managementplan, der jetzt auf dem Tisch liegt. Die Expertenrunde wird sich am kommenden Freitag mit dem Entwurf beschäftigen. Landesrat Josef Schwaiger: „Ein weiterer, wichtiger Schritt, um unser 5-Punkte-Programm umzusetzen.“ Es wurde nach mehreren, durch DNA-Proben bestätigte Wolfsrisse im Frühsommer initiiert. „Und es werden weitere kommen, denn rund um uns, in Österreich und den Nachbarländern, leben bereits viele Einzeltiere und auch Rudel. Deshalb wollen wir optimal vorbereitet sein“, sind sich Schwaiger und der im Mai eingesetzte Wolfsbeauftragte Hubert Stock einig.

Weiterlesen

Österreich: Gefährliche, subtropische Zeckenart Hyalomma marginatum erstmals nachgewiesen

Die subtropische Zeckenart Hyalomma marginatum kann das lebensbedrohliche Krim-Kongo-Fieber-Virus übertragen. Bislang stand den mit Zugvögeln mitreisenden Larven und Nymphen unser Klima im Weg. Der überdurchschnittlich warme Sommer führte jedoch bereits zu ersten Meldungen von adulten Stadien in Deutschland. Nun wurde erstmals ein geschlechtsreifer Parasit in Österreich gefunden und von ExpertInnen der Vetmeduni Vienna bestätigt. Der suptropische Blutsauger hatte kein Krim-Kongo-Fieber im Reisegepäck dafür, laut einer gemeinsamen Analyse der Vetmeduni Vienna, der AGES und der Meduni Wien, aber die für Menschen ebenso relevante Bakterienart Rickettsia aeschlimannii.

Weiterlesen

Österreich: Innenausschuss stimmt Novelle des Waffengesetzes zu

+++ Österreich: Jäger stürzt bei Gamsjagd ab – Rucksack rettet ihm das Leben +++ Baden-Württemberg: Mountainbiker bei Kollision mit Wildschwein schwer verletzt +++ Rheinland-Pfalz: Wildschwein bleibt in Gartentor stecken – Polizei muss es erlösen +++ Bayern: Reh vom Eis geholt +++ Niedersachsen: Lies fordert Obergrenze für Wölfe +++

Der Innenausschuss des Österreichischen Parlaments stimmte am Donnerstag einer umfassenden Waffengesetznovelle zu. Für Jäger bedeutet das erleichterten Zugang zu Kurzwaffen und Schalldämpfern. 

In der Sitzung des Innenausschusses ging es zunächst um die Umsetzung einer EU-Richtlinie im Waffengesetz, die eine bessere und systematische Rückverfolgung von Schusswaffen über ihre gesamte Lebensdauer hinweg und Regelungen für halbautomatische Schusswaffen mit hoher Magazinkapazität fordert. Darüber hinaus beschäftigte sich ein entsprechender Gesetzesvorschlag ( 379 d.B. ) unter anderem mit großteils erleichternden Bestimmungen für Jägerinnen und Jäger, die regelmäßig die Jagd ausüben. Ihnen soll künftig bei der Jagd das Führen einer Schusswaffe der Kategorie B (in der Regel Faustfeuerwaffen) mit einer Jagdkarte und einer Waffenbesitzkarte erlaubt sein. Zudem sollen sie Schalldämpfer verwenden dürfen, bei denen der Schuss zwar deutlich hörbar ist, mit denen aber Gehörschäden vorgebeugt wird.

Weiterlesen

Österreich: Treiber angeschossen

+++ Bayern: Leitersprosse angesägt – Jäger bei Sturz von Hochsitz “mittelschwer” verletzt +++ Nabu: Kiebitz seit 1992 um 88 Prozent zurückgegangen +++ Schleswig-Holstein: Mindestens zwei Wölfe angesiedelt +++ Birgit von Bambi Rescue meint: Mehr Wild für den Wolf lassen +++ Schweiz: Wölfe breiten sich im Kanton St. Gallen aus +++ Schweiz: Alkoholisierter Jäger soll Waffe auf Mountainbiker gerichtet haben +++ Schleswig-Holstein: Nabu klagt erfolgreich gegen Weiterbau der A20 +++

Am 27. Nov. 2018, gegen 07.20 Uhr, gab ein 60-jähriger Jäger in Weissenbach/Triesting, Bezirk Baden, einen Schuss auf einen Rothirsch ab. Nachdem der angeschossene Hirsch flüchtete, nahm der Schütze eine Bewegung in einem Gebüsch wahr und nahm an, dass es sich dabei um den angeschossenen Hirschen handeln würde. Deshalb gab er einen weiteren Schuss in diese Richtung ab. Tatsächlich traf er aber einen 59-jährigen Treiber, der schwere Verletzungen an der rechten Hand (Zertrümmerung des rechten Ellbogens sowie der rechten Speiche) erlitt. Er wurde in das UKH Meidling eingeliefert.

Ein an dem Jäger durchgeführter Alkotest verlief negativ, er wird an die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt angezeigt. PM

Beitragsbild: Erlegter Rothirsch (Symbolbild). Foto: SE

Österreich: Neues Waffengesetz – Schalldämpfer für Jäger ab 2019

+++ RLP: Wildschwein flüchtet nach Kollision mit Linienbus in Mainzer Innenstadt +++ Mecklenburg-Vorpommern: Wolf bei Usedom überfahren +++ NRW: Jäger schießt entlaufenen Bullen +++ Mecklenburg-Vorpommern: Wölfe reißen zahlreiche Schafe bei Rostock +++

Verbot großer Magazine – Verschärfung beim Psychotest – Waffenverbot für Asylbewerber

Der Entwurf für die durch EU-Vorschriften notwendig gewordene Novellierung des österreichischen Waffengesetzes soll am Montag in die Begutachtung gehen und 2019 in Kraft treten. Die Novelle schaffe “die richtige Balance zwischen Sicherheitsbedürfnis, Verantwortung und Freiheitsrechten”, erklärte Innenminister Herbert Kickl (FPÖ). Die größte Änderung für Jäger stellt die Freigabe von Schalldämpfern für Jagdwaffen ab 2019 dar. Bisher waren Schalldämpfer in Österreich Berufsjägern vorbehalten. Auch das Führen von Kurzwaffen soll legalisiert werden. Der Niederösterreichische Landesjagdverband (NÖLJV) begrüßte die erzielte Einigung der Regierung zur Novellierung des Waffengesetzes. „Mit der geplanten Novelle leistet die Bundesregierung einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige und zeitgemäße Jagd. Der Einsatz des Schalldämpfers bei der Jagd schützt die Jägerinnen und Jäger vor gesundheitlichen Schäden und sorgt für mehr Sicherheit, sei es für die Jäger oder für die Jagdhunde. Aber auch das Führen von Faustfeuerwaffen während der Jagd für die Nachsuche erhöht die Sicherheit für Jäger. Die zentralen Forderungen der Jäger sind mit der vorliegenden Einigung erfüllt und der gesamten Jägerschaft wird die Nutzung eines Schalldämpfers damit möglich gemacht“, unterstreicht Josef Pröll, Landesjägermeister von Niederösterreich. „Ich appelliere an die politisch Handelnden, die Novelle des Waffengesetzes in dieser Form wie geplant bis 1. Januar 2019 inhaltlich umzusetzen“, so Pröll.

Weiterlesen

Österreich: Wildschadensbericht 2017 liegt vor

Die österreichische Bundesministerin Elisabeth Köstinger, hat den Wildschadensbericht 2017 vorgelegt. Obwohl laut einer Pressemitteilung des Ministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) “derzeit […] noch kein konkretes Datenmaterial über die Wildschäden in Österreichs Wäldern” vorliegt, wird von einer “besorgniserregenden Ausgangssituation” ausgegangen. Köstinger wies indes auf” die seit 2016 wieder laufende Waldinventur hin und rechnet für Ende dieses Jahres bzw. Anfang 2019 mit ersten Ergebnissen der Erhebungen.” Erst dann werde ersichtlich werden, wie weit die Bemühungen der letzten Jahre zur Verbesserung der Wildschadenssituation beigetragen haben, heißt es. Die Einschätzungen der Forstaufsichtsbehörden über die Entwicklung der Verbiss- und Schälschäden würden aber wenig Anlass zur Annahme geben, dass sich die Lage grundlegend verbessert hätte, dämpft der Bericht allzu optimistische Erwartungen.

Weiterlesen

Österreich: Naturschutzverband will Ampelsystem für Wolf

+++ Geflügelpest in Nordwestmecklenburg ausgebrochen +++ USA: Richter stoppt Jagd auf Grizzly-Bären in Idaho und Wyoming +++ Schweiz: 22jähriger Jäger tödlich abgestürzt +++ Österreich: Jäger knickt um, aufwändige Bergrettung +++ Erster ASP-Ausbruch in Bulgarien +++ Österreich: Jagdhund eines Touristen hetzt Mufflon-Schaf – Hundebesitzer will es mit Knüppel totschlagen +++ Baden-Württemberg: Jäger schießt entlaufenen Stier +++

Der österreichische Naturschutzverband Kuratorium Wald plädiert für die Einführung eines “Ampelsystems” für den Wolf. Anhand dieses Systems sollen geeignete Lebensräume für den Wolf ausgewiesen werden. Knapp ein Sechstel Österreichs käme als Habitat für Wölfe in Frage, erklärte der Obmann des Kuratoriums Wald, Dr. Gerhard Heilingbrunner, gegenüber der Kronen-Zeitung. In diesen Gebieten solle der Wolf geschützt werden, in den übrigen solle zwar ein Durchzug von Wölfen möglich sein, diese aber vor einer Ansiedlung vertrieben werden. Gelinge die Vergrämung nicht, so käme als letztes Mittel auch der Abschuss in Frage, so Heilingbrunner. Österreich biete Lebensraum für maximal fünf Rudel, das Land vertrage maximal 50 bis 60 Wölfe, schätzt der Experte. Heilingbrunner plädiert für die rasche Verabschiedung einer Wolfsverordnung und einer Entschädigungsregelung für Weidetierhalter.

Weiterlesen

Waffenrecht: Freie Waffen für freie Bürger?

Nicht aufgrund eines konkreten Anlasses, jedoch vor dem Hintergrund einer “allgemein erhöhten Gefährdungslage” haben Polizei und Innenministerium (BMI) Österreichs “Verhaltenstipps bei Amok und Terror” veröffentlicht. Es sei wichtig, “wachsam und vorbereitet” zu sein, erklärte der österreichische Innenminister Herbert Kickl (FPÖ), man müsse von einer “Gefährdungslage des islamistischen Extremismus” ausgehen.  Der aktuelle Europol-Terrorismusbericht verzeichne “für das Jahr 2017 europaweit eine Steigerung von 45 Prozent gegenüber 2016, was Terrorattacken betrifft”, berichtet der Standard. Die Zahl der Toten sei jedoch gesunken.

Flüchten, verstecken, verteidigen, so lauten die “vier Kernbotschaften” für den hasenfüßigen Bürger. Das gehe zwar “in die richtige Richtung”, findet Firearms United Österreich (FUÖ), allerdings bleibe das BMI “einige Antworten schuldig”, wie es in einem Offenen Brief der Interessenvertretung von Legalwaffenbesitzern an Innenminister Kickl heißt.

Weiterlesen

Österreich: Steuerungsgruppe Herdenschutz und große Beutegreifer in Tirol konstituiert

+++ Niedersachsen: Ahmstorfer Jäger begeistern Kinder für die Jagd +++ Hessen: Nilgänse werden in Rüsselsheim zur Plage +++ Niedersachsen: 20 Nutriafallen an sieben Hegeringe verteilt +++ Hessen: Landwirt wegen Ausmähen von Kitzen zu 7500 Euro Geldstrafe verurteilt +++ Tschechien: Wolf nach Schafsriss in Schafsgehege im Riesengebirge entdeckt – “Gutachter”: Wolf kann Schafe nicht gerissen haben, da Gehege “zu nahe an Menschen” +++ Schweiz: Calanda-Wölfe haben Nachwuchs +++ Schleswig-Holstein: Radfahrer stirbt nach Wildunfall +++ Bayern: Kalb im Oberallgäu von Wolf gerissen? +++ Sachsen-Anhalt: Jäger tränken Wildtiere wegen Trockenheit +++ Österreich: 16 Prozent aller Füchse Im Bundesland Salzburg mit Fuchsbandwurm infiziert +++ Brandenburg: Zu wenig Spannung am Weidezaun: Schäfer wird nach Wolfsriss nicht entschädigt +++ Russland: Elch-Trophäe geklaut +++ Baden-Württemberg: Schäfer hadern mit staatlich verordneten Herdenschutzmaßnahmen im Wolfsgebiet +++

Tirol will maßgeschneiderte Maßnahmen zum Schutz der Alm- und Weidewirtschaft

Die kurz vor der Sommerpause von der Landesregierung eingesetzte Steuerungsgruppe Herdenschutz und große Beutegreifer hat ihre Arbeit aufgenommen. Sie besteht aus Experten aus den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Veterinärwesen, Umwelt und Jagd. Zentrale Aufgabe der neu gegründeten Steuerungsgruppe ist es, zu erarbeiten, wie Herdenschutzmaßnahmen wie Behirtung, Elektrozäune oder Schutzhunde in alpinen und hochalpinen Gebieten angewendet werden können und wo bzw. wie sie überhaupt funktionieren.

„Was die rechtlichen Regelungen für die Entnahme von auffälligen Wölfen und Bären oder auch das Prozedere bei von großen Beutegreifern verursachten Rissen anlangt, sind wir in Tirol weiter als viele unserer Nachbarn. Der Schutz der Alm- und Weidewirtschaft ist uns in Tirol aber ein besonderes Anliegen. Die Präsenz von Wölfen ist gerade in der Landwirtschaft ein Riesenthema“, erklärt LHStv Josef Geisler. Dies auch deshalb, weil eine rechtliche Änderung der Schutzbestimmungen für große Beutegreifer auf europäischer und internationaler Ebene nicht realistisch scheint.

Weiterlesen

Österreich: Bejagung von Rabenvögeln in Kärnten kann fortgesetzt werden

LR Gruber: Neue Verordnung zur Verkürzung der Schonzeit beschlossen – Ziel ist Reduktion der Population auf eine tragbare Zahl für die Landwirtschaft

Aaskrähen, Eichelhäher und Elster – die so genannten Rabenvögel – zählen laut Kärntner Jagdgesetz zu den ganzjährig geschonten Tierarten. Aufgrund der andauernd hohen Schäden, die durch sie vor allem in der Landwirtschaft verursacht wurden, hat das Land Kärnten 2010 damit begonnen, die Schonzeit für die Rabenvögel zu verkürzen. Das teilt die Landesregierung Kärnten mit. Auf der Internetseite der Landesregierung heißt es dazu weiter: “Mittels Verordnungen, die jeweils auf die Dauer von zwei Jahren beschränkt waren, wurde die Bejagung ermöglicht, um die Bestände deutlich zu reduzieren. Mit 15. Juli 2018 tritt die aktuell geltende Verordnung nun außer Kraft, weshalb eine gesetzliche Neuregelung notwendig wurde.

Weiterlesen

Österreich: Zwei Jäger an Tularämie erkrankt

Im österreichischen Bundesland Salzburg ist Anfang Mai die Hasenpest (Tularämie) festgestellt worden. Seit diesem Zeitpunkt sei die Seuche bei sieben tote Hasen nachgewiesen worden, berichtete Landesveterinärdirektor Josef Schöchl gegenüber der Nachrichtenagentur APA. Dies seien so viele Fälle, wie in den vergangenen fünf Jahren in ganz Österreich auftraten. Der Hasenpest-.Ausbruch ist derzeit auf das Gebiet südlich der Stadt Salzburg, Anif, Grödig und den nördlichen Tennengau begrenzt. Tularämie ist eine Zoonose, d.h., die Krankheit kann von Tieren auch auf Menschen übertragen werden. Dies ist offenbar im Fall zweier Jäger geschehen, die einen Ende März im Halleiner Stadtteil Rif tot aufgefundenen Hasen untersucht hatten, wie die Tiroler Tageszeitung (TT) unter Berufung auf einen Radiobericht des ORF meldet. Beim Menschen kann eine Erkrankung mit Tularämie unterschiedliche Symptome hervorrufen, die erkrankten Jäger litten an Fieber und Gelenkschmerzen. Nach einer Behandlung mit Antibiotika klangen die Symptome ab, der Tularämie-Erreger wurde durch eine Blutuntersuchung im Labor nachgewiesen.

Beitragsbild: Junghase – verendete Tier nicht mit bloßen Händen anfassen. Foto: SE

Österreich: Großvater verletzt Enkel durch Gewehrschuss

Ein 87jähriger Jäger aus Oberndorf/Melk  im niederösterreichischen Bezirk Scheibbs hat am Donnerstag seinen 19 Jahre alten Enkel durch einen Schuss aus seinem Jagdgewehr verletzt. Der Schuss löste sich beim Entspannen der Waffe und durchschlug eine Tür, wobei das Projektil abgelenkt wurde und den Enkel im Nebenraum verletzte. Der alte Herr “dürfte übersehen haben, dass sich noch eine Patrone im Lauf befand”, mutmaßt nön.at. Die Familie rief den Rettungsdienst, von dem routinemäßig auch die Polizei informiert wurde. Der “Enkerl” wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht, wo nön.at zufolge bald Entwarnung gegeben konnte: Die Verletzungen sind nicht lebensgefährlich, “der Bursch” sei relativ glimpflich davongekommen, resümierte die Polizei gegenüber dem Nachrichtenportal. Gegen den Großvater wurde Anzeige erstattet. SE

Beitragsbild: Großväterliches Jagdgewehr (Symbolbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!

Österreich: Jagdstörer von Polizei des Waldes verwiesen

Bei Gattendorf im österreichischen Bundesland Burgenland haben Tierrechts-Aktivisten eine Treibjagd gestört. Die drei “Tierschutz-Apostel”, wie die Kronen-Zeitung schreibt, drangen in den abgesperrten Bereich ein, “tobten sich an den Absperrungen der Jägerschaft aus” und rissen Warnhinweise ab. Auch sollen an der Jagd beteiligte Treiber von den Aktivisten gestört worden sein. Um die potenziell gefährliche Situation zu bereinigen, wurde die Polizei verständigt. Nach einer intensiven Suche entdeckten die Beamten den Hauptverdächtigen und seine Komplizen. Sie wurden aus dem Jagdgebiet eskortiert und erhielten einen Platzverweis. Die Jagd konnte danach erfolgreich fortgesetzt werden. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der Kronen-Zeitung (Screenshot).

Österreich: Gericht genehmigt Schalldämpfer

Das Landesverwaltungsgericht Niederösterreich hat erstmals in der Rechtsgeschichte des Landes einem Freizeitjäger das Recht auf einen Schalldämpfer für seine Jagdwaffe zugesprochen. Erst Anfang des Jahres war in Österreich die Möglichkeit geschaffen worden, dass Berufsjäger und Förster als Arbeitsschutzmaßnahme Schalldämpfer verwenden dürfen. Der Wiener Rechtsanwalt Dr. Raoul Wagner ist nun der erste Freizeitjäger Österreichs, der mit einem Schalldämpfer auf Jagd gehen darf. Der Jurist hatte zunächst einen entsprechenden Antrag bei der Bezirkshauptmannschaft (BH) gestellt, der jedoch abgewiesen worden war. Gegen die Entscheidung der BH hat Wagner geklagt und nun Recht bekommen. Die Richter begründeten ihre Entscheidung mit dem Recht auf wirksamen Schutz vor Gehörschäden und der durch den Tierschutz gebotenen Rücksicht auf das Gehör von Jagdhunden. Eine Missbrauchsgefahr durch Kriminelle sahen die Richter nicht. red.

Beitragsbild: Schalldämpfer. Foto: SE

Österreich: Flächendeckende Bejagung ist verfassungskonform

Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) weist Beschwerden von Waldbesitzern ab, die ihre Liegenschaften jagdfrei stellen wollten.

Grundeigentümer in Niederösterreich müssen – von Ausnahmen nach dem niederösterreichischen Jagdgesetz abgesehen – die Bejagung ihrer Liegenschaften und die verpflichtende Mitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft dulden. Zu diesem Schluss kommt der Verfassungsgerichtshof in seinem Erkenntnis vom 10. Oktober 2017. Die Pflicht zur flächendeckenden Jagd stellt für Waldbesitzer eine Eigentumsbeschränkung dar. Sie dient nicht zuletzt angesichts der in Niederösterreich und ganz Österreich im europäischen Vergleich höchsten Dichte an Schalenwild (Rehe, Hirsche, Schwarzwild etc.) dem öffentlichen Interesse der Biodiversität, des Artenreichtums und der Vermeidung von Wildschäden.

Weiterlesen

Österreich: Jäger bei Treibjagd angeschossen

Dass man niemals durch die Schützenkette mitziehen darf, ist einer der wichtigsten Sicherheits-Grundsätze, der bei der Jungjägerausbildung vermittelt wird. Wie wichtig, das zeigt ein Jagdunfall, der sich am Samstag bei St. Peter am Hart in Oberösterreich (Bezirk Braunau am Inn) ereignet hat: Bei einer Niederwildtreibjagd mit etwa 50 Teilnehmern ist ein 25 Jahre alter Jäger von einem 80jährigen Mitjäger angeschossen worden. Wie der ORF berichtet, “hoppelte” ein Hase zwischen den beiden Jägern hindurch. Zuerst gab der jüngere einen Schuss ab, verfehlte das Tier jedoch. Daraufhin schoss der 80jährige. Den Hasen traf der auch nicht, dafür aber den 25jährigen, der von Schrotkugeln am Kopf und den Beinen getroffen und dadurch schwer verletzt wurde. Er wurde nach der Erstversorgung vor Ort nach Salzburg ins Krankenhaus gebracht. SE

Beitragsbild: Junghase. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!

München: Bauern protestieren gegen Wolf

+++ NRW: “Ausreichende Handlungsmöglichkeiten” – Umweltministerin Christina Schulze-Föcking (CDU) gegen Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht +++ Schweiz: Zweites Wolfsrudel im Kanton Wallis +++

Unter dem Motto “Weidetiere statt Wolfsreviere!” haben am Montag 250 Bauern aus Südtirol, Österreich und Bayern vor dem Münchner Prinzregententheater demonstriert und gefordert, dass die Umweltminister sich endlich für den Schutz der Weide- und Freilandhaltung vor dem Wolf einsetzen. Das teilt der Bayerische Bauernverband (BBV) mit. In der Presseerklärung des BBV heißt es: “Der Wolf ist zurück und weil der Wolf unter strengem Schutz steht und keine natürlichen Feinde hat, breitet er sich nahezu ungehindert aus. In Europa leben inzwischen schätzungsweise 15.000 bis 20.000 Tiere. “Die Bauern im Alpenraum stellt diese Entwicklung vor massive Probleme. Auf den Weiden und Almen werden immer mehr Kühe oder Schafe vom Wolf getötet, die für die Alpen so typische Weidehaltung ist gefährdet. Auf der Tagesordnung des Treffens der Umweltminister des Alpenraums, das heute in München stattfindet, sucht man die Probleme von Schäfern, Berg- und Almbauern trotzdem vergebens”, kritisiert Günther Felßner, Vizepräsident des Bayerischen Bauernverbandes.

Weiterlesen

Österreich: Burgenländischer Jagdverband wählt neuen Vorstand

+++ Salzburg: Konflikte zwischen Jägern und rücksichtslosen Mountainbikern +++ Oberösterreich: Weil der Landesjagdverband Oberösterreich nicht mehr für Wolfsrisse zahlen möchte (JAWINA berichtete), wirft der WWF dem LJV einen Bruch der “Pakttreue” vor. Unser Lösungsvorschlag: Der WWF übernimmt die Ausgleichszahlungen +++ Steiermark: Wilderer beschießen Reh mit Schrot und lassen es schwer verletzt liegen +++

Im Rahmen des Landesjagdtages des Burgenländischen Landesjagdverbandes (BLJV) am 17.9.2017 wurde Ing. Roman Leitner von den aus dem ganzen Burgenland anwesenden Delegierten in der Position des Landesjägermeisters bestätigt. Die Neuwahl war erforderlich geworden, weil der vorherige Landesjägermeister und sein Stellvertreter wegen des Streits um das Landesjagdgesetz zurückgetreten waren (JAWINA berichtete). 79 der anwesenden 80 Delegierten gaben den Team Leitner-Klement ihre Stimme. Ebenfalls bestätigt wurde die Stellvertretende Landesjägermeisterin Dr. Charlotte Klement. Zum neuen und dritten Vorstandsmitglied kürten die Delegierten den neuen Bezirksjägermeister des Bezirkes Oberpullendorf Mag. Herbert Pfeiffer. Wesentliches Anliegen der neuen Verbandsführung um Landesjägermeister Leitner ist es laut einer Pressemitteilung des BLJV, die Jägerschaft des Burgenlandes zu einen und die Öffentlichkeitsarbeit im Sinne der Jagd und der Jägerinnen und Jäger zu forcieren. Das neue Burgenländische Jagdgesetz soll in Kooperation mit den zuständigen Stellen und maßgeblichen politischen Vertretern analysiert werden und wo notwendig und sinnvoll möchten Leitner und Klement Nachjustierungen erreichen.

Weiterlesen

Dumm gelaufen: Jäger beim Wildkamera-Klau von anderer Wildkamera gefilmt

Motiv: Jagdneid

Ein österreichischer Jäger soll beim Diebstahl einer Wildkamera gefilmt worden sein – von einer anderen Wildkamera. Der Vorfall ereignete sich bereits Ende August, ist aber erst jetzt bekannt geworden. Die zweite Kamera hatte der 28 Jahre alte Besitzer der entwendeten Kamera vorsorglich angebracht, da in seinem Revier bei Feldkirchen (Kärnten) die Wildkameras immer öfter entwendet worden seien. Auf den Aufnahmen war der Täter gut zu erkennen: Hut, Gehstock und Armband des diebischen Jägers sorgten dafür, dass die Polizei ihn rasch ausforschen konnte, wie der ORF berichtet. Dabei hatte der Jäger die Tat akribisch geplant. Vorsichtig hatte er sich von hinten an die Kamera angeschlichen, mit Folie das Objektiv abgedeckt und dann die Batterien der Kamera entfernt. Nur die zweite Kamera hat er übersehen. Von der Polizei zur Rede gestellt, leugnete der Mann zunächst die Tat, das belastende Bildmaterial überzeugte ihn dann jedoch, dass ein Geständnis unvermeidlich sei. Das Motiv für den Diebstahl sei Jagdneid gewesen, gab der Täter an: Im Revier des Beklauten gebe es reichlich Rotwild, darunter einen starken Hirsch. Polizei und Staatsanwaltschaft haben Anzeige erstattet. Da der Mann dem ORF zufolge beeideter Jagdaufseher sein soll, droht im Fall einer Verurteilung weiteres Ungemach: Die Jagdkarte des diebischen Jägers steht auf dem Spiel. SE

Beitragsbild: Wildkamera. Foto: SE

Flinte weg

Wenn es noch eines weiteren Beleges dafür bedürfte, dass Waffenbesitzer vor deutschen Gerichten nicht mit Gnade, Entgegenkommen oder Milde rechnen dürften – das Amtsgericht Schwelm (NRW, Ennepe-Ruhr-Kreis), hätte ihn erbracht: Das Gericht verhandelte am 25.07. über die Folgen eines Waffengeschäfts zwischen einem Österreicher und einem Deutschen: Der Österreicher hatte von dem Deutschen eine Bockflinte der Marke Winchester im Wert von 3500 Euro erworben. Beide sind im Besitz eines gültigen Jagdscheins und somit berechtigt, eine solche Waffe zu erwerben bzw. an Berechtigte zu veräußern – allerdings nur in ihren jeweiligen Heimatländern. Der Waffenverkauf an einen berechtigten Ausländer ist nicht unmöglich, allerdings müssen vorher die erforderlichen behördlichen Genehmigungen eingeholt werden, alternativ kann das Geschäft über einen entsprechend lizensierten Händler abgewickelt werden. Dies war in diesem Fall unterblieben, weshalb es zu einem Verfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz kam. Es spricht einiges dafür, dass die an dem Waffenkauf Beteiligten sich keines Verstoßes gegen das Waffenrecht bewusst waren, denn der Verkäufer zeigte den Verkauf der Waffe ordnungsgemäß innerhalb der Zwei-Wochen-Frist bei der Waffenbehörde an.

Weiterlesen

Österreich: ÖVP und Bauernbund bringen Burgenländer Jagdgesetz vor Verfassungsgerichtshof

Mitte Mai ist das von SPÖ, FPÖ und Grünen beschlossene novellierte Jagdgesetz im österreichischen Bundesland Burgenland in Kraft getreten. Wie der Kurier berichtet, hat die burgenländische ÖVP-Fraktion mit dem freien Abgeordneten Gerhard Steier die Anfechtung des umstrittenen Gesetzes vor dem Verfassungsgerichtshof eingebracht. Die SPÖ-Landesrätin Verena Dunst hatte das Gesetz, das unter anderem die Abschaffung der Jagdgatter bis zum Jahr 2023 vorsieht, als “modernstes Jagdgesetz Österreichs” gepriesen. Die konservative ÖVP übte hingegen scharfe Kritik an dem Gesetz: “Das neue Jagdgesetz ist verfassungsrechtlich bedenklich, es zerschlägt ein bisher gut funktionierendes System und hetzt alle Beteiligten gegeneinander auf, heißt es auf der Internetseite der Partei.  Die ÖVP hält es für eine “schleichende Enteignung, dass das Jagdgesetz vorsieht, zehn Prozent des Erlöses aus dem  Jagdpachtvertrag für die Verhütung von Wildschäden “abzuzweigen.” Der genaue Verwendungszweck sei unklar. Außerdem gebe es einen Selbstbehalt bei Jagdschäden und Höchsthaftungsgrenze in Höhe von 30 Euro pro Hektar, die dem Grundbesitzer erstattet werden sollen. Das sei “pure Willkür.” Überdies hält die ÖVP es für verfassungsrechtlich problematisch, dass zwei Personen von der Landesregierung in den Landesjagdverband entsandt werden. Dies entspreche nicht dem Prinzip der Selbstverwaltung. Weiterlesen

Österreich: Kärntner Jagdgesetz stärkt Rechte der Waldbesitzer

Waldzustand als Kriterium für “Wildreduktion” – Wildfütterung nur mit Zustimmung der Behörden – Nichterfüllung von Abschussplänen führt zur Auflösung von Pachtverträgen

Mit der Novellierung des Landesjagdgesetzes sieht sich Kärnten als “Vorreiter unter den Bundesländern” an. Die geplanten Änderungen befinden sich seit gestern (10.07.) in der Begutachtung, die Begutachtungsfrist endet am 7. August 2017. “Keine Gesetzesmaterie wurde in letzter Zeit auf so breiter Ebene diskutiert und damit bei wichtigen Eckpunkten konsensfähig gemacht. Der vorliegende Gesetzesentwurf zeigt sehr klar, dass essenzielle Interessen der Kärntner Jägerschaft, der Grundeigentümer, aber auch des Tourismus und des Umweltschutzes unter ein Dach gebracht wurden”, erklärte Jagdreferent Landesrat Gernot Darmann in Klagenfurt.

Das Land will mit dem neuen Jagdgesetz die in den letzten Jahren aufgetreten “Schwachstellen” abstellen. Im Mittelpunkt stünden dabei vor allem ein besserer Ausgleich zwischen Wildstand und Waldzustand, um die problematische Zunahme von Schäl- und Verbissschäden in den Kärntner Wäldern in den Griff zu bekommen. Dabei seien auch die Empfehlungen des Rechnungshofes sehr ernst genommen worden, wie es in einer Pressemitteilung der Kärntner Landesregierung heißt.

Weiterlesen

Österreich: Landwirtschaftskammer fordert wolfsfreie Ostalpen

Weil die Schäden durch Wolfsrisse zunehmen, hätten einige Bauern die Weidehaltung von Schafen und Rindern auf Almen bereits aufgegeben, erklärt Franz Lanschützer, Mitarbeiter der Abteilung Forstwirtschaft bei der Landwirtschaftskammer Salzburg. Die Landwirtschaftskammern sind die gesetzlichen Vertretungen der von Land- und Forstwirten in Österreich. In einer Resolution fordert die Landwirtschaftskammer Salzburg daher einen wolfsfreien Ostalpenraum, wie topagrar berichtet. Zur Begründung heißt es, der Totalschutz des Wolfs sorge dafür, dass sich die Population alle drei Jahre verdopple. Da sich Wölfe nicht unter nahen Verwandten verpaarten, sei “der Hybridisierungsgrad mit Haus- und Hofhunden bereits sehr weit fortgeschritten.” Genetisch reine Wölfe könnten sich nur dort halten, wo sie sich unter natürlichen Bedingungen ohne Kontakt zu Menschen entwickeln könnten oder durch Bejagung von menschlichen Siedlungen ferngehalten würden. Belege und Quellen für die Behauptungen werden in dem Beitrag leider nicht genannt, Franz Lanschützer war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Der Totalschutz von Wölfen bedinge auch, dass sie ihre Scheu verlieren und sich tagaktiv Menschen und Siedlungen näherten. Dies sei im Osten Deutschlands bereits dokumentiert.

Weiterlesen