Schlagwort-Archive: Ökologie

FAZ-Redakteur fordert Katzensteuer

“Gewaltiger ökologischer Fußabdruck”

Der FAZ-Redakteur Jörg Albrecht fordert in der Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung eine Katzensteuer. Er weist auf die durch diverse wissenschaftliche Studien hinlänglich erwiesenen katastrophalen Auswirkungen allzu vieler streunender und verwilderter Hauskatzen hin. Selbst bei vorsichtiger Interpretation der Zahlen fände “dort draußen ein beängstigendes Gemetzel” statt, schreibt Albrecht. Doch er bietet auch Lösungsvorschläge an, die von einer Chip- und Registrierungspflicht über vorgeschriebene Sterilisation mit Eintritt der Geschlechtsreife bis zur gewagten Idee reichen, “man könnte damit aufhören, den Holocaust zu beschwören, wenn sich ein Tierheim dazu entschließt, überzählige Katzen einzuschläfern.” Man könne sogar versuchen, wagt der den Shitstorm offenbar nicht fürchtende Journalist anzuregen, “dem Elend der verwilderten Katzen vorzubeugen, indem man die Jägerschaft ohne Anpöbeleien ihrer Aufgabe nachgehen lässt.” Hört, hört…

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Invasion von Marderhund und Waschbär

Jagdstatistik: mehr als 3.000 Prozentpunkte Zuwachs seit der Wiedervereinigung

Waschbär und Marderhund sind weiter auf dem Vormarsch, das belegen die aktuellen Jagdstatistiken, die der Deutsche Jagdverband (DJV) anlässlich der Messe Jagd und Hund veröffentlichte. Demnach wurden im Jagdjahr 2012/13 erstmals mehr als 100.000 Waschbären erlegt, 47 Prozent mehr als im Vorjahr. Innerhalb von zehn Jahren ist die Zahl der erlegten Tiere sogar um mehr als 3.000 Prozentpunkte gestiegen. Beim Marderhund gab es nach vier Jahren Rückgang ebenfalls wieder positive Zahlen: Knapp 18.600 Tiere wurden erlegt, das sind 29 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im 10-Jahres-Vergleich verzeichnen die Jäger eine Steigerung um knapp 4.500 Prozentpunkte.

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Netzwerk Lebensraum Feldflur fordert Greening der Energieerzeugung

Wildpflanzen als ökologische Vorrangfläche

Anfang November haben sich die Agrarminister von Bund und Ländern auf einen Kompromiss zur nationalen Umsetzung der EU-Agrarreform verständigt. Das Netzwerk Lebensraum Feldflur begrüßt, dass es zukünftig möglich sein soll, den Aufwuchs von ökologischen Vorrangflächen zu nutzen, wenn dadurch Flächen im Sinne des Naturschutzes gepflegt werden und so ein ökologischer Mehrwert entsteht. Für ein Greening der Energieerzeugung auf Ackerflächen bedarf es jedoch dringender Ergänzungen: „Wir fordern, dass Flächen mit Wildpflanzenmischungen als ökologische Vorrangfläche im Greening anerkannt werden,“ sagt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung und Partner im Netzwerk Lebensraum Feldflur. „Mischungen aus verschiedenen Wildpflanzenarten sind eine ökologisch sinnvolle Ergänzung zu konventionellen Energiepflanzen und ein wertvoller Beitrag für die Artenvielfalt auf Ackerflächen“.

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Tierischer Energiesparmodus

Wildtiere wappnen sich für den Winter – der Mensch ist oft Störfaktor.

Ab Mitte Oktober wird das Nahrungsangebot im Wald knapper, die Nachttemperaturen sinken immer öfter unter null Grad. Die Tiere des Waldes bereiten sich jetzt auf den Winter vor, das große Energiesparen im Wald steht an. Dabei hat jede Art ihre eigene Überlebensstrategie. Ein hochinteressantes Neben- und Miteinander von Freund und Feind, bei dem auch der Mensch eine wichtige Rolle spielt.

„Igel, Haselmaus und Siebenschläfer haben die markanteste Überlebensstrategie: Sie verschlafen vier bis sieben Monate lang einfach den kalten Winter in einem sicheren Versteck auf oder im Waldboden“, erläutert ThüringenForst-Vorstand Henrik Harms. Die Winterschläfer senken ihre Körpertemperatur, setzen den Stoffwechsel drastisch herab und verbrauchen so ein Minimum an Energie. Und wenn der Winter nicht zu lange ist, reichen die im Herbst angelegten körpereigenen Fettreserven auch aus.

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Wir bauen ein Nest

Eine Familie saniert ein altes denkmalgeschütztes Gutshaus. Und wer jetzt denkt, aha, die bauen (sich) ein Nest, hat völlig Recht.

Denn im ganzen Bau- und Renovierungsstress haben die Leute hier noch Zeit gefunden darüber nachzudenken, wie sich die Gebäude  – Haupthaus, Stall und Scheune — auch ökologisch pimpen lassen. Zu diesem Zweck musste ein Anhänger mit diesem Zeug hier herangekarrt werden:

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