Schlagwort-Archive: ÖJV

Offener Brief zum Rotwild im Erzgebirge – Nabu Sachsen zieht Unterschrift zurück

Der Nabu Sachsen hat seine Unterschrift unter den Offenen Brief “zur zu den Forderungen des Landesjagdverbandes Sachsen und der Hegegemeinschaften bezüglich der Rotwildbejagung” vom 18. Oktober 2018 zurückgezogen. Das teilt der Verband mit. Der Nabu will seine Position zur Rotwildbejagung überdenken.

Anlass für den Rückzieher waren, wie ein Nabu-Sprecher auf Nachfrage von JAWINA mitteilte, Proteste von Nabu-Ortsverbänden aus dem Erzgebirge – von Naturschützern also, die wissen, wie der Umgang des Sachsenforsts mit dem Rotwild in der Praxis aussieht. “Der Rothirsch ist der letzte große Herbivore in unserer Landschaft”, so der Nabu-Sprecher, “Wir sollten zu einem anständigen und angemessenen Umgang mit ihm finden.”

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Bayern: ÖJV will ans Jäger-Geld

Die Zahlen sprechen eine ganz klare Sprache: Der Bayerische Jagdverband hat ca. 46.000 Mitglieder, der bayerische Ableger des Ökologischen Jagdverbands ca. 860. Der BJV vertritt also mit 95 Prozent die ganz überwiegende Mehrheit der etwa 48.000 bayerischen Jäger, der ÖJV nur eine winzige Splittergruppe. Das hat Folgen für den Zwergverein, weil im Bayerischen Jagdgesetz (BayJG) den “anerkannten Vereinigungen der Jäger” ziemlich weitreichende Mitbestimmungsrechte eingeräumt werden. So ist in § 27 BayJG, in dem es um die Förderung des Jagdwesens geht, festgelegt, dass das “Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StELF) über die Verteilung der […] Jagdabgabe im Benehmen mit den anerkannten Vereinigungen der Jäger (Art. 51)” entscheidet.

Und weiter: “Es stellt das verbleibende Aufkommen dem Landesjagdverband Bayern e.V. für die Förderung der Jagd zur Verfügung […]. Was eine “anerkannte Vereinigung der Jäger ist”, regelt § 32 der Ausführungsverordnung zum Bayerischen Jagdgesetz (AVBayJG) unmissverständlich: “Eine Vereinigung von Jägern ist als mitwirkungsberechtigte Vereinigung im Sinn von § 37 Abs. 2 BJagdG anzuerkennen, wenn sie nachweislich […] mehr als die Hälfte der in Bayern wohnhaften Inhaber eines Jahresjagdscheines zu Mitgliedern hat […].” Jährlich ist in Bayern etwa eine Million Euro an Jagdabgabemitteln zu verteilen – von denen der ÖJV zwar durchaus profitiert, über die er aber nicht bestimmen kann. Weshalb der ÖJV jetzt eine Popularklage gegen diese Regelungen vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof eingereicht hat, wie die Augsburger Allgemeine berichtet.

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LJVB wehrt sich gegen tendenziöse Berichterstattung im RBB

Der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) kritisierte die einseitige Darstellung des am 19.02. gesendeten Beitrags „Zuviel Wild im Wald: Schießen Brandenburgs Jäger zu schlecht?“ Der RBB gestand daraufhin Versäumnisse ein und sagte zeitnah eine ausgewogene Berichterstattung zu, wie der LJVB in einer Pressemitteilung erkärt. Demnach wurden in den Abendsendungen „rbb aktuell“ und „zibb“ des Rundfunk Berlin Brandenburg am 19.02.2016 in dem Beitrag „Zuviel Wild im Wald: Schießen Brandenburgs Jäger zu schlecht?“ schwere Vorwürfe gegen die Brandenburger Jägerschaft erhoben. Tenor: Die Jäger schießen zu wenig und zu schlecht, deshalb könne der Wald nicht wachsen. Die Vorwürfe, auf die sich die Sendung stützt, werden vom Ökologischen Jagdverein erhoben. Hierbei handelt es sich um eine kleine Lobbyorganisation von rund 80 Mitgliedern, die den radikalen Abschuss von Rehen und Hirschen fordert und sich vor allem aus Waldbesitzern und Förstern zusammensetzt. Als Verstärker der Attacke wurde Helmut Brücher vom BUND eine Bühne geboten, der in der Vergangenheit immer wieder durch jagdfeindliche Äußerungen auffiel.

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ÖJV Bayern verleiht “Wald-vor-Wild-Preis”

Der Ökologische Jagdverein Bayern (ÖJV) den 2010 erstmals verliehenen Preis für eine “nach dem Bayerischen Waldgesetz vorbildliche Bejagung im Sinne von Wald-vor-Wild” am 15. Oktober an die Stadt Fürth übergeben, so der Verein in einer Pressemitteilung. Im Urkundentext heißt es, die Stadt Fürth habe durch eine konsequente Bejagung im Stadtwald trotz schwieriger Bedingungen aufgrund des hohen Besucheraufkommens die Verjüngung und insbesondere die Naturverjüngung weitgehend ohne Schutzmaßnahmen ermöglicht und so zum Aufbau stabiler gemischter und artenreicher Wälder beigetragen. Sie hat damit den im Bayerischen Waldgesetz festgeschriebenen Grundsatz „Wald-vor-Wild“ vorbildlich umgesetzt.

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Presserat rügt Berichterstattung der uJ über Jagden im Müritz-Nationalpark mit Hinweis

Der Presserat hat die Berichterstattung der Jagdzeitschrift “unsere Jagd” über die Drückjagden im Müritz-Nationalpark (“Wenn Ökos hassen”, Heft 2/2013) mit einem “Hinweis” gerügt. Der Presserat kritisiert dabei genau das, was auch JAWINA bemängelt hatte: Dass gegen den verantwortlichen Jagdleiter Falk Jagszent schwere, möglicherweise strafrechtlich relevante Vorwürfe erhoben und veröffentlicht wurden, ohne dass dieser Gelegenheit erhielt, sich dazu zu äußern.

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