Schlagwort-Archive: Oderbruch

Brandenburg: Wilderer-Camp im Oderbruch?

Abenteuerliche Geschichten aus dem Wilden Osten vermeldet die Märkische Oderzeitung (MOZ): Demnach hat sich im Oderbruch bei den Orten Golzow, Gorgast, Dolgelin  und Reitwein eine brutale Wildererbande niedergelassen. Die etwa 50 “Männer”™ hetzten mit Geländewagen, z.B. einem Toyota Hilux – einem auch in anderen Kriegs- und Krisengebieten geschätzten Modell – die noch in Sprüngen beisammen stehenden Rehe. “Sie fahren völlig rücksichtslos über die jetzt trockene Feldflur, stoppen auch an Straßen nicht, sondern verfolgen das Wild in schneller Fahrt”, zitiert die MOZ einen Zeugen. Sind die Tiere durch Flucht und Verfolgung erschöpft, was insbesondere bei den jetzt hochbeschlagenen Ricken schnell geht, so ließen sie ihre windhundartigen Jagdhunde auf die Rehe los, die diese dann quälen und reißen. Jäger hätten bereits Bekanntschaft mit den Wilderern gemacht und seien massiv bedroht worden. Diese Männer™ sind gefährlich, warnt der Kreisjagdverband (KJV).

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Brandenburg: DVO Jagd wird zum Debakel für den Deichschutz

Die unsägliche Durchführungsverordnung (DVO) zum Brandenburger Landesjagdgesetz wächst sich zum Desaster für den Deichschutz aus. Weil Bisam und Nutria ins Jagdrecht aufgenommen wurden, dürfen die bisherigen Bisam- und Nutriafänger den Tieren nicht mehr nachstellen (JAWINA berichtete), die Schäden an den Deichen nehmen explosionsartig zu. Die MOZ schreibt von einem “Existenzproblem für den Oderbruch”. Über 400 Bisamschäden sind am Oderbruch aktenkundig. Bei einer vom Forum Natur Brandenburg (FNB) organisierten Veranstaltung berichteten Experten aus anderen (Bundes-)Ländern von ihren Erfahrungen mit dem Deichschutz. Die von der MOZ zitierten Deischschutz-Fachleute wiesen darauf hin, dass man im Oderbruch ebenso wie in Norddeutschland oder den Niederlanden “existentiell von der Sicherheit des Deiches” abhänge. Der Deichschutz, die Bekämpfung von Nutria und Bisam, die die Deiche unterwühlen und durchbohren, gehört deshalb in die Hände von Profis: Sonst “würden wir einfach absaufen”.

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