Schlagwort-Archive: Oberste Jagdbehörde (OJB)

Schützenbund und Bogensportverband protestieren gegen Bogenjagd

Der Deutsche Bogensport-Verband (DBSV) und der Deutsche Schützenbund (DSB) protestieren in einem gemeinsamen Brief an das Landwirtschaftsministerium Brandenburg (MLUL) gegen die geplante Ausnahmegenehmigung für die Bogenjagd. In den Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow soll nach dem Willen der im MLUL angesiedelten Obersten Jagdbehörde (OJB) die Bogenjagd zur Bekämpfung von Wildschweinen im Siedlungsgebiet versuchsweise erlaubt werden (JAWINA berichtete). Die geplante Ausnahmegenehmigung würden die Verbände mit Sorge zur Kenntnis nehmen, schreiben DSB und DBSV, auch wenn diese “zeitlich befristet und personell beschränkt” sei. “Über die hinsichtlich Tierschutz und Hygienevorschriften vorgebrachten Bedenken des Bundeslandwirtschaftsministerium hinaus, das keinen Änderungsbedarf an den bestehenden Regelungen des Bundesjagdgesetzes erkennen kann, sehen der Deutsche Schützenbund und der Deutsche Bogensport-Verband eine große Gefahr darin, das Sportgerät Bogen als Jagdwaffe zuzulassen”, heißt es in dem Brief ans MLUL.

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Brandenburg: “Schwere Zeiten für das Wild”

+++ Brandenburg: Wolf reißt Mutterschaf Lämmer aus dem Bauch +++ Thüringen: Radfahrer bei Kollision mit Alttier schwer verletzt +++

Nach dem Zusammenschluss von Oberster Jagd- und Forstbehörde in Brandenburg unter der Ägide schalenwildfeindlicher Forstleute verschärft sich, wie zu erwarten, der Konflikt um die Jagd. Der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) richtet sich jetzt mit einem Offenen Brief an seine Mitglieder und appelliert an die Landesregierung, bei bevorstehenden Jagdrechtsänderungen die Belange der Wildtiere und Jäger zu berücksichtigen.

Wir dokumentieren den Offenen Brief im Wortlaut:

Liebe Jäger im Landesjagdverband Brandenburg e.V.,

seit wenigen Monaten ist die Oberste Jagdbehörde der Obersten Forstbehörde im Referat 34 zugeordnet.

Der jagdliche Schwerpunkt im Land liegt nunmehr ausschließlich auf der Reduzierung von Schalenwild, Wald vor Wild soll im ganzen Land konsequent umgesetzt werden. Unserem Rot-, Dam-, Reh- und Muffelwild stehen schwere Zeiten bevor. Hegegemeinschaften sollen zu Abschussgemeinschaften verkümmern oder werden durch Gruppenabschüsse mit Mindestabschuss in möglichst allen Altersklassen ersetzt.

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Brandenburg: Selbstgenehmigender Antrag auf Schonzeitaufhebung für Rehböcke

+++ Norwegen: Wolfsdemos mobilisieren Tausende +++ Niedersachsen: Grüne wollen Wölfe vor Wildunfällen schützen +++ Mecklenburg-Vorpommern: Backhaus warnt vor illegalen Wolfsabschüssen +++ Sachsen: Wolf bei Oschatz gesichtet +++ Bayern: Bauern und Naturschützer kritisieren Aktionsplan Wolf +++

Mitte 2018 wurden Oberste Jagdbehörde (OJB) und Landesforst (LFB) im Brandenburger Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) zusammengelegt (JAWINA berichtete). Damals befürchteten Kritiker, dass damit “der Bock zum Gärtner” gemacht und einer rücksichtslosen Wald-vor-Wild-Politik der Weg geebnet werde – sie sollten Recht behalten, wie von der OJB dem LFB genehmigte Schonzeitaufhebungen für Rehböcke im Januar zeigen.

Mit einem Bescheid vom 21.12. 2018 gibt die OJB dem Antrag einer Brandenburger Oberförsterei auf Schonzeitaufhebung für Rehböcke auf Drückjagden im Januar statt. Nach bislang unbestätigten Informationen von JAWINA sollen sämtliche Brandenburger Oberförstereien von der OJB unter Androhung von Konsequenzen gedrängt worden sein, gleichlautende Anträge zu stellen. Die angeführten Begründungen für die Genehmigung lassen aufhorchen.

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Brandenburg: Dr. Carsten Leßner für Landesforst und OJB in Personalunion zuständig

+++ Schweiz: Abschussplan für Rotwild im Kanton Graubünden auf Rekordhöhe +++

Im Brandenburger Ministerium für Ländliche Entwicklung,Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) dreht sich das Personalkarussel: Bisher wurde die Oberste Jagdbehörde (OJB) Brandenburgs durch den Referatsleiter Ulrich Hardt verkörpert, der nach längerer Krankheit an die “Stabsstelle Digitalisierung, Betreuung parlamentarischer Angelegenheiten” versetzt wurde. Seine Nachfolge tritt Dr. Carsten Leßner an, der JAWINA-Lesern vor allem als Unterzeichner des berühmt-berüchtigten “Maulkorberlasses” bekannt sein dürfte, der von Staatssekretärin Dr. Carolin Schilde nach massiven Protesten von Forstleuten wieder zurückgenommen wurde. Leßner gilt, wie auch schon sein Vorgänger, eher als Vertreter einer “Wald-vor-Wild”-Position. Anders als sein Vorgänger Ulrich Hardt, der nur die OJB verantwortete, ist Leßner in dem neu zugeschnittenen Referat 35 am MLUL für Wald und Forstwirtschaft – also vor allem den Brandenburger Landesforst – und die Oberste Jagdbehörde (OJB) des Landes in Personalunion verantwortlich. Es bleibt abzuwarten, ob die jagdlichen Belange Brandenburgs damit noch stärker als bisher schon an den Interessen der Landesforst ausgerichtet werden. SE

Beitragsbild: Das neu zugeschnittene Referat 35 auf einem Organigramm des MLUL. (Screenshot)

Brandenburg: Posse um neue Wildursprungsscheine

Neue Wildursprungsscheine nicht lieferbar? Ministerium dementiert.

Mitarbeiter verschiedener Unterer Jagdbehörden (UJB) in Brandenburg haben der JAWINA-Redaktion gegenüber bestätigt, dass die Oberste Jagdbehörde (OJB) des Landes derzeit Lieferschwierigkeiten bei den neuen Wildursprungsscheinen (WUS) habe: Die Bemühungen der Jäger, mehr Schwarzwild zu erlegen, würden seitens der OJB boykottiert, da diese einen neuen Wildursprungsschein (WUS) mit der Änderung : DVO (EU) 2015/1375 herausgebracht habe, so ein UJB-Mitarbeiter. Seitens der Tierärzte werde auch nur noch dieser WUS anerkannt. Hierbei sei der nun eingetretende Mehrbedarf nicht berücksichtigt worden. Anfragen von Jagdbezirken auf weitere WUS, mussten die dortigen UJB ablehnen, da die OJB keine WUS mehr liefern könne, da sie keine mehr habe. [Anm.: d. Red.: Dies wurde JAWINA gegenüber bestätigt.] Somit könne erlegtes Schwarzwild nicht mehr zur Trichinenuntersuchung und in den Verkehr gebracht werden. Dies sei eine große Motovation für die Jäger…

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