Schlagwort-Archive: Oberösterreich

Urteil: Kein Schalldämpfer für “Freizeit-Jäger” in Oberösterreich

Landesverwaltungsgericht  Oberösterreich (LVG OOe) verneint Ausnahmegenehmigung für Verwendung eines Schalldämpfers bei der Jagdausübung durch nicht hauptberufliche  Jäger

Ein nicht hauptberuflicher Jäger („Freizeit-Jäger“) im Bezirk Braunau beantragte die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung für einen Schalldämpfer nach dem Waffengesetz im Wesentlichen mit der Begründung, dass dies der gesundheitliche Schutz des Gehörs vor dem sonst höheren Schallpegel beim jagdlichen Einsatz der Waffe erfordere. Die Bezirkshauptmannschaft Braunau verweigerte die Erteilung der Ausnahmegenehmigung vor allem deshalb, weil der Jäger  kein  überwiegendes  berechtigtes  Interesse zur  Verwendung  eines Schalldämpfers darlegen konnte, wie das LVG OOe mitteilt. Gegen  diesen  Bescheid  erhob  der  Jäger  Beschwerde  an  das Landesverwaltungsgericht und brachte hauptsächlich vor, dass es kein öffentliches Interesse  gegen  die  Bewilligung  von  Schalldämpfern  gäbe  und  es  nicht nachvollziehbar sei, warum der Schalldämpfer, der für alle Jäger nur Vorteile habe, einigen Jägern bewilligt  und  anderen  verwehrt  würde. Auf  alternative Möglichkeiten für den Gehörschutz komme es nicht an.

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Oberösterreich: Landesjagdverband zahlt nicht mehr für Wolfsschäden

Nach einem weiteren Wolfsriss in Oberösterreich, bei dem in Kaltenberg ein Schaf und zwei Lämmer getötet wurden, will der Landesjagdverband Oberösterreich (LJV) nicht mehr für Wolfsschäden aufkommen. Bisher waren die Jäger im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung für die Schäden durch Nutztierrisse von Wölfen aufgekommen. Doch damit soll jetzt Schluss sein: Es sei nicht länger hinnehmbar, dass sich die öffentliche Hand an den Kosten nicht beteilige, erklärte der Geschäftsführer des LJV, Christopher Böck, gegenüber krone.at. Einerseits wolle man, dass sich Wölfe ansiedeln und stellt sie streng unter Schutz, andererseits komme man aber für die Schäden nicht auf, kritisierte der Wildbiologe. Alles bleibe an den Jägern hängen, gleichzeitig würden diese “aber immer kritisiert” werden.

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Oberösterreich: Jagdgesetz nach illegalen Luchsabschüssen verschärft

Aber: Entlastung bei Wildschäden für Jäger

Die illegalen Abschüsse von Luchsen in der Umgebung des Nationalparks Kalkalpen hat das österreichische Bundesland Oberösterreich zum Anlass genommen, das Jagdgesetz zu verschärfen. Für die Luchstötung sind ein Jäger und dessen Frau verurteilt worden. Künftig kann Jägern, die wegen einschlägiger Vergehen verurteilt wurden, die Jagdkarte für bis zu sieben statt bisher nur drei Jahre abgenommen werden. Auch soll ein Waffenverbot jetzt automatisch zum Verlust der Jagdkarte führen, wie der Standard berichtet.

Zugleich werden die oberösterreichischen Weidmänner aber bei den Wildschadensregelungen entlastet: Bisher war es dem Standard zufolge so, dass Grundeigentümer vor Gericht gern überzogene Wildschadensersatzforderungen stellten, wenn zuvor keine außergerichtliche Einigung über den Wildschaden erzielt worden war. Denn auch wenn dem Kläger letztlich nur ein Bruchteil der Streitsumme zugesprochen wurde, blieb der Jäger auf den Gerichtskosten sitzen, die nach der ursprünglich veranschlagten – und damit vom Kläger zu bestimmenden – Schadenshöhe festgesetzt wurden.

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