Schlagwort-Archive: Nutztierriss

Thüringen: Ohrdrufer Wölfin reisst Fohlen

Auf einer eingezäunten Weide bei Liebenstein (Ilm-Kreis) ist ein erst wenige Tage altes Fohlen von einem Wolf gerissen worden. Der betroffene Landwirt und der zuständige Rissgutachter gehen davon aus, dass der Fohlenriss auf das Konto der Ohrdrufer Wölfin geht. Die Wölfin hatte sich mit einem Hunderüden verpaart und im März 2018 sechs Wolfshybriden gewölft. Das Fohlen wurde zum großen Teil gefressen, der Landwirt und Züchter fand am Morgen nach dem Riss nur etwa ein Drittel des Tiers. red.

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Fohlen (Archivbild). Foto: privat

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Mutmasslicher Wolfsriss von Islandpferd: Fotos und neue Fakten

Im Fall des mutmaßlichen Wolfsrisses eines Islandspferds im Cuxland (JAWINA berichtete) sind neue Informationen verfügbar: Aufgrund der aktenkundig gewordenen Äußerung, dass die “Spurenlage sehr schlecht sei, weil der Kadaver schon längere Zeit in dem Wassergraben gelegen habe”, wurden in Forenbeiträgen und Kommentaren falsche Anschuldigungen gegen die Betreiber des Reitstalls erhoben. So wurde unterstellt, dass Pferd habe “tagelang rumgelegen”, bevor es entdeckt wurde. Dies ist nicht zutreffend. Die Pferde wurden, wie der Hofbetreiber gegenüber JAWINA bestätigte, noch am Donnerstag Nachmittag routinemäßig vom Veterinäramt kontrolliert. Am Freitag Morgen fiel auf, dass ein Pferd fehlte.

Zum Auffindeort: Der ruhige, 23 Jahre alte Wallach muss offenbar in Panik versucht haben, über den mit einer dreifachen Elektrolitze gesicherten Zaun zu springen.

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Niedersachsen: Betreutes Schafe-Reissen

Wolf reißt Schaf in Gegenwart der Schäferin

In Freistatt (Landkreis Diepholz) hat ein Wolf am Mittwoch genau den Moment abgepasst, als die Schäferin die vier Herdenschutzhunde von der Schafherde wegführte, um sie in deren Schutzbereich zu bringen. Als Schäferin und Hunde sich zu diesem Zweck zirka 40 Meter von den Schafen entfernt hatten, sprang der Wolf über den Zaun und attackierte ein Schaf. Als die Schäferin dies bemerkte, lief sie zurück. Es gelang ihr, den Wolf zu verscheuchen. Das Schaf überlebte den Angriff, zwar, musste aufgrund der erlittenen Verletzungen jedoch später eingeschläfert werden. Wie die Kreiszeitung berichtet, will der Naturschutz- und Landschaftspflegebetrieb von Bethel, auf dessen Flächen sich der Vorfall ereignete, nun “mit den Fachleuten des Wolfscenters in Hannover […] grundsätzlich überlegen, wie das Team […] künftig mit der Thematik Wolf umgehen könne.” Alle Mitarbeiter seien noch weiter für das Thema Wolf sensibilisiert worden, so ein Sprecher des Unternehmens gegenüber der Kreiszeitung.  SE

Beitragsbild: Gerissenes Schaf. (Archivbild). Foto: SE

Baden-Württemberg: Nabu will Belohnung für Ergreifung des Schluchsee-Wolf-Killers aussetzen

Nachdem sich herausgestellt hat, dass der tot aus dem Schluchsee geborgene Wolf erschossen wurde, plant der Naturschutzverein Nabu, eine Belohnung für Hinweise auszusetzen , die zur Ergreifung des Täters führen. Die Belohnung soll sich auf 2000 bis 5000 Euro belaufen, berichtet der SWR. Damit wolle man ein Zeichen setzen, dass es so nicht gehe, erklärte der Nabu-Landesvorsitzende Johannes Enssle gegenüber dem SWR. Das Erschießen des Tieres sei eine schwere Straftat. Der Nabu will noch klären, ob sich der Landesjagdverband an der Belohnung beteiligt.

Schleswig-Holstein: Wolf spaziert durch die Straßen

In Dithmarschen (Schleswig-Holstein) fotografierte ein Rentnerpaar einen Wolf, der am hellichten Tag seelenruhig über eine Straße spazierte. Nach Einschätzung des Wolfsexperten Dr. Norman Stier von der TU Dresden handelt es sich eindeutig um einen Wolf, so der NDR.

Sachsen: Wolf überwindet E-Zaun mit Flatterband

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Nach Wolfsriss: Ärger beim Veterinäramt wegen Kadaver auf der Weide

In Cunnewitz (Sachsen, Landkreis Bautzen) haben Wölfe die doppelte Einzäunung eines Schafweide übersprungen und drei Schafe gerissen. Der Schäfer Martin Just hatte die 50köpfige Herde hinter dem Festzaun der Koppel zusätzlich mit einem Elektrozaun gesichert. Mittlerweile hat der zuständige Rissgutachter bestätigt, dass Wölfe die Verursacher waren, wie die Sächsische Zeitung berichtet. Obwohl eine wichtige Voraussetzung für eine Entschädigung des Schäfers damit erfüllt ist, gibt es eine Menge Ärger für Just: Zum einen gingen beim Veterinäramt Beschwerden ein, weil die toten Schafe nach dem Wolfsriss auf der Wiese liegen blieben – kein schöner Anblick. Der Schäfer ist aber verpflichtet, alles so lange unverändert liegen zu lassen, bis der Rissgutachter sich die Sache angeschaut hat.

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Mecklenburg-Vorpommern: Wölfe reißen 20 Schafe

Update: Backhaus äußert sich erneut zu Rissvorfällen

Bei Malliß im Landkreis Ludwigslust-Parchim haben Wölfe zwanzig Kamerunschafe gerissen. Das berichtet das Ludwigsluster Tageblatt. Demnach lagen einige Tiere tot auf der Weide, andere liefen teilweise schwer verletzt noch herum, einige ertranken auch in dem Flüsschen, das an die Weide grenzt. Die Tierhalter erwarteten nun eine Reaktion aus der Politik, heißt es in der Lokalzeitung: Landwirtschaftsminister Till Backhaus habe in einer Pressemitteilung erklärt, “dass die Rückkehr des Wolfes ein großer Erfolg für den Artenschutz sei, der Umgang mit ihm aber eine große Herausforderung darstelle. Außerdem erwarte er von Tierhaltern, den Schutz der Tiere auszubauen und dabei staatliche Zuwendungen der Förderrichtlinie Wolf in Anspruch zu nehmen. Dazu gehören u.a. Zäune und Hütehunde.” Eine Auskunft, die den geschädigten Tierhaltern bestimmt sehr weiterhilft.

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Bulgarien: Skiurlauber nach Unfall von Wölfen verfolgt

Wolf in Gütersloh nachgewiesen – weitere Schafherde attackiert

Ein ungewöhnliches Reiseerlebnis wurde dem indischstämmigen Briten Janveer Sandhu im Skiurlaub in Bulgarien zuteil: Der 30jährige war von der Piste abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der Vorfall soll sich Anfang Februar im Skigebiet Bansko ereignet haben. Der Bruchpilot war nicht bewusstlos, stand aber unter Schock, berichtete er der britischen Zeitung Telegraph (die auch interessante Bilder von dem Verletzten online gestellt hat). Als er sich benommen umsah, bemerkte er drei Wölfe, die aus einer Entfernung von einigen hundert Metern auf ihn zuliefen. Er begann, talwärts zu steigen, kam aber nur sehr langsam vorwärts, weil er hüfttief im Schnee steckte. Er zog die Skistiefel aus, in denen er weder gut laufen, noch klettern konnte: “Ich habe nicht an meine Füße gedacht”, sagte er dem Telegraph, “ich wollte nur mein Leben retten.”

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Schafsrisse in Dithmarschen: Es war der Wolf

Knapp zwei Monate, nachdem mehrere Schafe im Kreis Dithmarschen gerissen wurden, haben genetische Untersuchungen des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums Frankfurt ergeben, dass zwei der Tiere zweifelsfrei durch einen Wolf getötet wurden. Wie das schleswig-holsteinische Umweltministerium mitteilte, wurde eine Gensequenz, die ausschließlich bei europäischen Wölfen vorkommt, nachgewiesen. Zur Klärung der Herkunft dieses Wolfes sind weitere Gentests notwendig, die beim Senckenberg Forschungsinstitut, dem nationalen Referenzzentrum für entsprechende Fragen, durchgeführt werden.

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