Schlagwort-Archive: Nutztiere

Brandenburg: Gemeinden wollen “wolfsfreie Zone” werden

Drei Gemeinden – Stechlin, Sonnenberg und Großwoltersdorf – im Amt Gransee (Landkreis Oberhavel) wollen wolfsfreie Zone werden. Das berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Demnach soll in den Gemeindevertretungen in den kommenden Tagen über entsprechende Beschlussvorlagen abgestimmt werden. Der Bürgermeister von Sonnenberg, Ralf Wöller, auf dessen Initiative der Plan, wolfsfreie Zonen zu errichten, zurückgeht, beklagt die “massiven Wolfsangriffe, die Landwirte in der Region zu verzeichnen hätten. Die Beschlussvorlage sieht vor, dass die genannten Dörfer im Brandenburger Wolfsmanagementplan als “nicht für eine Besiedlung durch den Wolf geeignete Zone” ausgewiesen werden, so die MAZ. Einer Ansiedlung von Wölfen stünden “überwiegend öffentliche Interessen entgegen, insbesondere der Schutz der Bevölkerung, die unbeschwerte Nutzung der offenen Landschaft für Naherholung und Tourismus sowie die ausgeprägte natur- und artgerechte Weidetierhaltung”, heißt es in der Beschlussvorlage.

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Französisches Kollektiv veröffentlicht Schockvideo von Wolfsangriffen

ACHTUNG: DAS VIDEO ENTHÄLT DRASTISCHE UND SCHOCKIERENDE AUFNAHMEN, DIE NICHT FÜR JEDEN NUTZER GEEIGNET SEIN KÖNNTEN!

Das französische Kollektiv L113 hat ein Video mit dem Titel “éthique et pâturage” (Ethik und Weideland) veröffentlicht, das in drastischen Aufnahmen Opfer von Wolfsangriffen auf Nutztiere zeigt. Das Video dokumentiert auch einen Wolfsangriff auf eine Schafherde, der mit dem Mythos vom schnellen Tod durch Kehlbiss ebenso aufräumen dürfte wie mit der Behauptung, der Wolf risse nur alte, schwache und junge Tiere.

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Sachsen: “Wolfsähnliche Tiere” greifen Hunde an

Das Kontaktbüro “Wölfe in Sachsen” meldet “zwei Vorfälle mit Hunden im nördlichen Landkreis Görlitz”: Am 27. und 28. Dezember 2017 wurden dem sächsischen Wolfsmanagement aus den Gemeinden Weißkeißel und Krauschwitz (beides Landkreis Görlitz) zwei Vorfälle gemeldet, bei denen ein Hund verletzt bzw. ein Hund getötet wurde. In beiden Fällen befanden sich die Hunde auf dem Grundstück ihrer Besitzer und die Besitzer sahen auf dem Grundstück ein Tier, welches sie als wolfsähnlich beschrieben.

Das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung wurde in beiden Fällen zeitnah informiert, untersuchte die Vorfälle vor Ort und nahm Genetikproben an dem verletzten, sowie toten Hund. Außerdem wurde der Kadaver des toten Hundes zur weiteren Untersuchung an das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin gebracht. Hier werden auch alle toten Wölfe untersucht.

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Brandenburg: Wolf reißt 18 Schafe im Spreewald

In Klein Wasserburg, einem Ortsteil der Gemeinde Münchehofe (Landkreis Dahme-Spreewald), sind in der Nacht auf Mittwoch vier Mutterschafe und 14 Lämmer bei einem Rissvorfall getötet worden. Die toten Schafe wiesen die für Wolfsangriffe typischen Kehlbisse auf, auf einigen sandigen Stellen der Weide haben die Angreifer beeindruckend große Pfotenabdrücke hinterlassen. Der zuständige Rissgutachter wollte sich weisungsgemäß nicht gegenüber der Presse äußern, hatte dem betroffenen Schäfer, Roland Rocher aus Storkow, jedoch bereits signalisiert, dass er Wölfe als Verursacher “für sehr, sehr wahrscheinlich” halte. Der Rissgutachter nahm zahlreiche DNA-Proben, die in einem Speziallabor auf Spuren wölfischen Erbmaterials untersucht werden.

Warnung: Drastisches Bildmaterial!

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Brandenburg: Wolf reißt weitere 16 Schafe

Brandenburger Schäfer verliert fast 50 Schafe in nicht einmal drei Wochen durch Wolfsrisse

Der Brandenburger Schäfer Dirk Hoffmann, der bei einem Wolfsangriff im Mai bereits dreißig Schafe eingebüßt hatte, musste in der Nacht auf Mittwoch einen weiteren Verlust hinnehmen: 16 Tiere, zwei Schafe und 14 Lämmer, sind in der Nacht auf Mittwoch auf einer Weide im Landkreis Teltow-Fläming vom Wolf gerissen worden. 94 Schafe hat der Schäfer damit insgesamt durch Wolfsangriffe verloren. Schon nach dem letzten Wolfsriss, hatte Hoffmann von einer existenzbedrohenden Situation gesprochen (siehe verlinkten MAZ-Bericht) und darüber nachgedacht, seinen Job an den Nagel zu hängen. Nach dem neuerlichen Rissvorfall zeigte sich Hoffmann im Gespräch mit JAWINA am Boden zerstört: “Der Anblick der toten Tiere macht mich so fertig, ich kann das nicht in Worte fassen.” Die Herde ist durch einen Elektrozaun geschützt, der von den Wölfen jedoch immer wieder überwunden wird, indem sie ihn untergraben oder überspringen. SE

Foto: Schaf mit Lämmern. Foto: SE

Wolfsbeute besteht durchschnittlich zu 32 Prozent aus Nutztieren

Wölfe reißen zwei Kälber und neun Schafe – Wolfssichtung im Landkreis Stade

Durchschnittlich 32 Prozent der Beute von Wölfen “geht auf den Menschen zurück”, heißt es in einem Artikel der österreichischen Tagesszeitung Standard. In dem lesenswerten Beitrag wird eine wissenschaftliche Studie vorgestellt, die sich mit der Frage beschäftigt, ob derzeit eine weitere Domestikation der Wölfe stattfindet. Darin heißt es, dass sich Wölfe in Griechenland vorwiegend von Schweinen, Ziegen und Schafen ernähren, während ihre Artgenossen in Spanien überwiegend Pferde und anderes Vieh erbeuten. Im Iran fressen Wölfe vor allem Hühner, Ziegen und Abfälle. Diese Wölfe seien Kandidaten für eine mögliche neuerliche Domestikation.

Zu der Studie “Making a New Dog? von  Thomas M. Newsome, Peter J. S. Fleming, Christopher R. Dickman, Tim S. Doherty, William J. Ripple, Euan G. Ritchie, Aaron J. Wirsing geht es hier.

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AbL: Weidetierhaltung geht nur ohne Wölfe

“Bedrohung der Weidetierhaltung durch Wölfe in weiten Teilen Deutschlands”

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) setzt sich laut eigenem Bekenntnis für eine “effektive und konsequente Interessenvertretung, die unabhängig ist von Gentechnik-, Chemie-, Agrar- und Ernährungsindustrie, von Parteien und Verbänden.” Ihr Ziel ist “eine umwelt- und sozialverträgliche Landbewirtschaftung und […] eine artgerechte Tierhaltung auf Bauernhöfen statt in Agrarfabriken.” Die AbL “wird von den Grünen als Opposition zum Deutschen Bauernverband geliebt und gehätschelt  – und nun sind sie noch radikaler als der Bauernbund in Brandenburg”, schreibt ein JAWINA-Leser in einer Mail an die Red. Der Bauernbund hatte kürzlich eine Regulierung der Wölfe gefordert und das Wolfsmanagement der Brandenburger Landesregierung als unzureichend kritisiert.

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Rheinland-Pfalz: Frisch ausgewilderter Luchs reisst Nutztiere

Einer der vor nicht einmal drei Monaten im Pfälzerwald ausgewilderten Luchse hat mehrere Schafen und Ziegen gerissen. Das berichtet der Volksfreund. Der Luchs dezimierte dem Bericht zufolge zwei Herden eines Halters. Dieser werde aus einem “extra für diese Fälle eingerichteten Fonds” entschädigt, wie die Projektleiterin Sylvia Idelberger von der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz im Volksfreund erklärte. Auch seien Herdenschutzmaßnahmen ergriffen worden, um die Tiere künftig vor Prädation durch die neu angesiedelten Beutegreifer zu schützen. Die drei aus der Slowakei stammenden Luchse warem am 30. Juli im Pfälzerwald freigesetzt worden. “Luna, Kaja und Lucky erschließen sich ihren Lebensraum im Pfälzerwald”, jubelte die Stiftung seinerzeit: “Das Beutespektrum beim Luchs reicht von Maus über Marder, Hase und Reh bis hin zu jungem Rotwild”, heißt es in einer Pressemitteilung der Stiftung. “Die Hauptbeute sind Rehe. Dem Team der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz ist es gemeinsam mit der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) gelungen, erste Risse nachzuweisen. Es wurden drei tote Rehe gefunden, die von den Luchsen als Beute über mehrere Tage hinweg genutzt wurden.”

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NRW: Wildkamera filmt Wolfsriss

In Barntrup, einem Dorf im Landkreis Lippe hat ein Wolf vor einer eigens installierten Wildkamera eine Ziege gerissen. Das berichtet die Online-Ausgabe der Lippischen Landes-Zeitung (LZ). Die Kamera war vom Besitzer der Ziege nach einem vorangegangenen Rissvorfall angebracht worden. Ein weiteres Tier wurde von dem Wolf schwer verletzt und musste eingeschläfert werden. Die Weide befand sich nur etwa 50 Meter von den Wohngebäuden des Dorfs entfernt.

In Malk Göhren im Landkreis Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) hat ein Wolf eine Schafherde angegriffen, wie die Schweriner Volkszeitung (SVZ) berichtet. Drei Tiere wurden getötet, etwa 20 verletzt. Die meisten verletzten Schafe werden wohl auch eingeschläfert werden müssen. SE

“Schafsmassaker” in der Königsbrücker Heide

Wölfe haben Inder Nacht von Sonntag auf Montag in der Königsbrücker Heide 38 Schafe und zwei Ziegen gerissen, die in dem Naturschutzgebiet, einem ehemaligen Truppenübungsplatz, zur Heidepflege stationiert waren. 45 entflohene Schafe konnten wieder eingefangen werden, ungefähr dreißig Tiere werden noch vermisst. Nach Ihnen wird gesucht. Die Herde war aus der “dem Mindestschutz entsprechenden Koppel” ausgebrochen, heißt es in einer Pressemitteilung des Kontaktbüros “Wolfsregion Lausitz” zu dem Vorfall. Der Zaun war an einer Stelle von außen nach innen und am zwei Stellen in breiterer Front von innen nach außen durchbrochen worden. Offensichtlich haben die Tiere panisch die Flucht ergriffen, meldet der SachsenForst. Die Bild-Zeitung sprach von einem “Schafsmassaker.”

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Das Volk verträgt die Wahrheit nicht…

Berichten von Facebook-Nutzern zufolge löscht das soziale Netzwerk Bilder, die vom Wolf gerissene Nutztiere zeigen. Dem unbestätigten Bericht zufolge erhielt der Nutzer, der die Bilder mit dem wohl ironisch gemeinten Kommentar “Willkommen Wolf” eingestellt hat, eine Support-Mitteilung von Facebook, dass “sein Foto wegen Inhalten zur Darstellung drastischer Gewalt gemeldet” worden sei. In der Folge seien die Bilder dann gelöscht worden. Wer hinter den Meldungen steckt, lässt sich nicht feststellen.

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