Schlagwort-Archive: Norman Stier

Zwei weitere Wölfe in Mecklenburg-Vorpommern besendert

In Mecklenburg-Vorpommern sind im Rahmen des „Wolfstelemetrieprojektes“ bislang sechs Wölfe mit einem Peilsender markiert worden. Im Oktober 2015 war zunächst  der männliche Wolfswelpe „Arno“ aus dem Rudel in der Lübtheener Heide mit einem GPS-Gerät ausgestattet worden. Das Tier war wurde ein Jahr darauf illegal geschossen; die Ermittlungen laufen noch. Im Oktober 2016 erhielten die  Wolfsfähen „Naya“ und „Emma“ aus dem gleichen Rudel ein Sender-Halsband. Im Frühjahr 2017 kam in der Ueckermünder Heide mit „Torben“ ein sehr alter Rüde hinzu. Im Herbst 2017 wurden für das „Wolf-Damwild-Projekt“ weitere Fangversuche in der Lübtheener in der Ueckermünder unternommen. In der Ueckermünder Heide konnte mit WF „Janka“ ein weiblicher Wolf gefangen und besendert werden. „Janka“  ist eine Tochter von WR4 „Torben“. Beide belaufen mittlerweile das gesamte Territorium des Ueckermünder Wolfsrudels. Manche zum Teil großen Ausflüge unternehmen sie gemeinsam.

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Wolfsfähe im Müritz-Nationalpark – Rüde aus Ueckermünder Heide besendert

Aktuelle genetische Untersuchungen weisen einen weiblichen Wolf im Müritz-Nationalpark nach. Wie Norman Stier, Koordinator des Wolfsmonitorings in Mecklenburg-Vorpommern, mitteilte, handelt es sich um eine Fähe aus dem Nieskyer Rudel bei Görlitz in Sachsen.
„Seit 2012 gibt es immer wieder eindeutige Nachweise von einzelnen Wölfen im Müritz-Nationalpark. Bisher wurde keines der Tiere im 32.200 Hektar großen Schutzgebiet sesshaft. Die Tiere, zumeist junge Rüden, waren nur auf der Durchreise. Es ist aber davon auszugehen, dass sich auf kurz oder lang Wölfe auch dort ansiedeln. Der Müritz-Nationalpark bietet mit seinen großen zusammenhängenden Lebensräumen östlich der Müritz gute Voraussetzungen für Wölfe. Bislang gibt es aber keine Anhaltspunkte dafür, dass das Weibchen aus Sachsen hier geblieben ist“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus.

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Neue Studie: Evaluierung von Monitoringmethoden für Schalenwildbestände

Auf der Internetseite des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern steht eine neue wissenschaftliche Studie zum Download bereit, die sich mit der “Evaluierung von Monitoringmethoden für Schalenwildbestände” befasst. Im Rahmen des Projekts wurden verschiedene Verfahren zur Wildzählung wie das Fang-Markierung-Wiederfang-Verfahren, das distance sampling, Losungszählverfahren und Zähltreiben unter Berücksichtigung der Jagdstrecke verglichen. Die Jäger auf Jasmund haben das Projekt “sehr umfangreich” unterstützt. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass langfristig angewandte Verfahren wie Losungszählung und Zähltreiben den Damwildbestand “deutlich unterschätzen.” Abschließend wurde “eine minimale Variante der beiden Verfahren Fang-Wiederfang und distance sampling für Jasmund zur dauerhaften Anwendung empfohlen.” Diese Variante könne auch “in normal bejagten Gebieten Verwendung finden.”

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Mecklenburg-Vorpommern: Schriftenreihe Wildtierforschung und Jagdbericht veröffentlicht

Mit der Veröffentlichung des ersten Bandes der Schriftenreihe Wildtierforschung will das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern (MLUV) “einen wichtigen Schritt auf dem Weg der Umsetzung wissenschaftlicher Ergebnisse in die fachliche Praxis im Bereich der Wildtierforschung” gehen. Das verkündigt das MLUV in einer aktuellen Pressemitteilung.

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