Schlagwort-Archive: Nordrhein-Westfalen

NRW weist dritte Pufferzone für ein Wolfsgebiet aus

Nach den Pufferzonen um die NRW-Wolfsgebiete “Schermbeck” und “Senne” wird nun eine dritte, ebenfalls großzügig dimensionierte Pufferzone eingerichtet, sie befindet sich an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz und umfasst die Kreise Siegen-Wittgenstein, Olpe sowie dem Oberbergischer Kreis und dem Rhein-Sieg-Kreis. Umweltministerin Heinen-Esser: “Mit der Einrichtung von Pufferzonen ermöglichen wir Weidetierhaltern in der Umgebung von Wolfsgebieten eine Förderung für Herdenschutzmaßnahmen in Anspruch zu nehmen. Das ist uns besonders wichtig, denn wir wollen die Weidetierhaltung in Nordrhein-Westfalen bewahren. Der Schutz der Weidetierhaltung ist zugleich auch der beste Schutz für den Wolf.”

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NRW: Neues Landesjagdgesetz tritt heute in Kraft

Obacht: Landesjagdzeitenverordnung noch nicht in Kraft getreten

Am 21.02.2019 wurde das neue Landesjagdgesetz im Landtag in Düsseldorf verabschiedet. Das Gesetz wurde heute im Gesetz- und Verordnungsblatt verkündet. Es tritt heute, Mittwoch, den 13. März, in Kraft. Ab morgen gelten somit für die nordrhein-westfälischen Jägerinnen und Jäger folgende erfreuliche Neuregelungen, um eine praxisgerechte Jagd und mehr Bundeseinheitlichkeit zu gewährleisten:

Der Tierartenkatalog wurde wieder erheblich ausgeweitet:

Zum Haarwild gehören: Rotwild, Damwild, Sikawild, Rehwild, Muffelwild, Schwarzwild, Feldhasen, Wildkaninchen, Wildkatze, Baummarder, Steinmarder, Iltis, Hermelin, Mauswiesel, Dachs, Fischotter, Fuchs, amerikanischer Mink, Waschbär, Marderhund.

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NRW: LJV fordert Nachbesserungen am Entwurf zum Landesjagdgesetz

+++ Bayern: Treibjagd im Landkreis Passau wegen Hasenpest abgesagt +++

In der Expertenanhörung zur Novellierung des Landesjagdgesetzes im Umweltausschuss des Landtages am 12.11. erläuterten Präsident Ralph Müller-Schallenberg und Vizepräsident Hans-Jürgen Thies die bereits schriftlich eingereichte Stellungnahme des Landesjagdverbandes NRW. In der zweieinhalbstündigen Anhörung wurde klar, dass die Novellierung des Landesjagdgesetzes ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung ist. Müller-Schallenberg: „Jagd ist anerkannter Natur-, Tier- und Artenschutz! Die angestrebten Verbesserungen des Jagdrechtes sind dringend erforderlich.“ Zugleich erläuterten die Vertreter des Landesjagdverbandes aber auch, dass noch wesentlicher Nachbesserungsbedarf am Entwurf besteht. Dabei geht es insbesondere um die Aufnahme folgender Regelungen:

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LJV NRW: “Neues NRW-Jagdgesetz praxisgerecht und fair”

LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg dankt der Landesregierung und fordert rasche Umsetzung – „Schulze Föcking setzt konsequent um, was Regierungsparteien versprochen haben“

„Dringend erforderlich, entschlossen und fair“ – so hat Ralph Müller-Schallenberg den heute von der Landesregierung vorgelegten Entwurf für ein neues Landesjagdgesetz kommentiert. Der Präsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen dankte der Landesregierung von CDU und FDP unter Ministerpräsident Armin Laschet und der zuständigen Ministerin Christina Schulze Föcking. „Sie haben zügig und mit großer Entschlossenheit den Entwurf für ein modernes und praxisorientiertes Jagdrecht in Nordrhein-Westfalen vorgelegt und damit Wort gehalten, auch wenn über einige Themen noch im Detail gesprochen werden muss“, sagte Müller-Schallenberg.

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NRW: Verwendung bleihaltiger Büchsenmunition im Kaliber 5,6 mm mangels Alternativen weiterhin geduldet

Mit heutigem Erlass hat das NRW-Umweltministerium die Kreise und kreisfreien Städte angewiesen, die Verwendung bleihaltiger Geschosse in Kleinkaliberpatronen (5,6 mm) auch nach den 1. April 2018 nicht als Ordnungswidrigkeit zu verfolgen. Das Umweltministerium begründet die Weisung damit, dass entsprechende bleifreie Geschosse in Kleinkaliberpatronen bislang nur unzureichend am Markt verfügbar sind, Kleinkaliberpatronen aber dringend benötigt werden, um beispielsweise gestreifte Frischlinge und Jungfüchse mit optimaler Munition zu erlegen.

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LJV NRW: Koalitionsvertrag “gute Grundlage einer Politik für den ländlichen Raum”

NRW-Jägerpräsident Ralph Müller-Schallenberg zum NRW-Koalitionsvertrag – Landesjagdgesetz soll rasch korrigiert werden

Der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen sieht im NRW-Koalitionsvertrag die gute Grundlage einer Politik für den ländlichen Raum mit den Betroffenen und nicht länger gegen sie. LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg wies auf die Absicht der künftigen Regierung hin, das Landesjagdgesetz weitreichend zu überarbeiten und die Fehler der letzten Novellierung rasch zu korrigieren, wie es in der Vereinbarung von CDU und FDP heißt. Nach der Wahl des Ministerpräsidenten und der Ernennung des Kabinetts werde der Landesjagdverband unverzüglich den Kontakt mit dem zuständigen Ministerium aufnehmen, um gemeinsam einen Zeitplan für eine baldige Umsetzung der Gesetzesnovellen zu erarbeiten und so die Sache zügig voranzubringen. PM

Beitragsbild: Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des LJV NRW. Quelle: LJV NRW

NRW: Land bestätigt einen weiteren Wolfs-Nachweis

Wenige Tage nach einem Wolfsnachweis bei Gummersbach (JAWINA berichtete) wurde nun im Kreis Siegen-Wittgenstein, in der Nähe von Bad Berleburg-Alertshausen am Mittwoch gegen 21:20 Uhr ein Wolf beobachtet. Die Beobachtung gelang einem Landwirt, der gerade mit einem Schlepper eine Wiese gemäht hatte. Der Landwirt konnte seine Beobachtung per Handy in Form mehrerer Fotos und eines Videos dokumentieren.

Der entstandene Film (https://drive.google.com/open?id=0B1NOBF00Bni4dmZJNjNUUkpZbDg) und das Bildmaterial wurde von der „Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf“  (https://www.dbb-wolf.de) ausgewertet und eindeutig einem Wolf zugeordnet. Der Aufnahmeort wurde anschließend von der Luchs- und Wolfsberaterin des LANUV, Nicole Skrebutis im Gelände aufgesucht und identifiziert. Der dokumentierte Wolf hat eine auffallend helle Wangenzeichnung und eine dünne Rute. Wahrscheinlich handelt es sich um denselben Wolf, der am 19.05.2017 in Gummersbach-Apfelbaum nachgewiesen wurde.

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NRW: Weiterer Wolfs-Nachweis offiziell bestätigt

LANUV: “Aussetzen von Wölfen nicht vorgesehen und nicht erforderlich”

Am Freitag, den 19.05.2017 gegen 15:45 Uhr waren die Gummersbacherin Claudia Kamp und ihr Sohn Florian zwischen den Ortschaften Nochen und Apfelbaum (Oberbergischer Kreis) mit dem Auto unterwegs, als sie ein Tier entdeckten, das sie zunächst für einen Fuchs hielten. Ihnen sei aber schnell klar geworden, dass das Tier für einen Fuchs viel zu groß ist, schreibt der Kölner Stadtanzeiger. Stimmt: Den beiden ist “ein überprüfbarer Hinweis auf einen freilebenden Wolf durch Foto- und Video- Beleg” gelungen, meldet das NRW-Umweltministerium: Das Material konnte  von der DBBW (Dokumentations-und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf) eindeutig einem Wolf zugeordnet werden. Ferner habe auch die für den Raum Gummersbach zuständige Luchs- und Wolfberaterin den Ort, an dem das Bildmaterial entstand, verifizieren können. Zur Herkunft des Tieres, zum Alter oder zum Geschlecht können keine Angaben gemacht werden. Zurzeit liegen weitere Hinweise auf einen möglichen Wolf in räumlicher und zeitlicher Nähe vor, sie werden aktuell vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) geprüft.

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NRW: Remmel ist weg – Jäger lassen Korken knallen

Darauf einen Jägermeister: Für Freude und Erleichterung dürfte bei den Jägern in NRW die Nachricht gesorgt haben, dass der grüne Umweltminister Johannes Remmel im Zuge der Wahlniederlage der rot-grünen Koalition sein Amt eingebüßt hat. In den Westfälischen Nachrichten hat Remmel nun eine “Teilschuld” am miesen Abschneiden seiner Partei eingeräumt: “Alle haben ihren Beitrag zu diesem Ergebnis, von daher muss ich mich da selbst zuzählen”, sagte Remmel der Zeitung. Es sei ein bitterer Abend für die Grünen, die Fehler lägen “in der Tat auch bei uns selbst.”

“Vor allem die Politik von Remmel war im ländlichen Raum auf erheblichen Widerstand gestoßen,”, stellen die Westfälischen Nachrichten fest,  “unter anderem beim neuen Landesnaturschutzgesetz und dem Jagdgesetz.” Neben inhaltlichen Problemen sei Remmel “mangelnde Dialogfähigkeit” vorgeworfen worden.

NRW-Jägerpräsident Ralph Müller-Schallenberg jubilierte: “Mit der bisherigen Landesregierung ist auch das Landesjagdgesetz abgewählt worden.” Die Wahlgewinner hätten sich vor der Wahl klar positioniert, dieses von Anfang an gegen die Hauptgetroffenen gerichtete und missratene Gesetz aufzuheben und von Grund auf zu korrigieren, so der Präsident des Landesjagdverbands. Dies sei unter Führung des künftigen Ministerpräsidenten Armin Laschet rasch möglich, da dafür von den Wahlgewinnern bereits konkrete Positionen erarbeitet worden seien. Jetzt müsse die Chance entschlossen genutzt werden, Schluss zu machen mit einer bevormundenden Politik gegen Land und Leute.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CD) resümierte laut topagrar: “Der Wahlausgang in NRW ist nicht zuletzt das Ergebnis einer ideologischen Politik gegen Jäger, Waldbesitzer, Landwirte und gegen die Verbraucher. Mit dem heutigen Abend findet diese irrationale ideologisierte und skandallüsterne Landwirtschafts- und Ernährungspolitik ihr Ende.” SE

Beitragsbild: Jägerdemo gegen das ideologische Jagdgesetz. Copyright: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

NRW: Remmel nimmt Anti-Jagd-Petition entgegen

Remmel droht: Jagdgesetz 2018 wieder Thema

Der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) hat auf einer Veranstaltung, die eigentlich als Werbeveranstaltung für den Wolf gedacht war, eine Anti-Jagd-Petition entgegen genommen: Eine Remscheiderin namens Brita Günther überreichte eine Petition gegen die Bejagung des Rotfuchses, die 62.000 Bürger unterzeichnet haben sollen, wie der Remscheider General-Anzeiger (rga) berichtete. Die Petition soll dem rga zufolge von dem Rheinisch-Bergischen Naturschutzverein RBN “und dessen Schwesterverband Nabu” unterstützt worden sein, womit die sogenannten Naturschutzvereine wieder einmal beweisen, dass ihnen der Schutz zahlreicher Rote-Liste-Arten von Feldhase bis Kiebitz vor opportunistischen Allerwelts-Prädatoren wie dem Rotfuchs egal ist, wenn es gegen die Jäger geht und dem Spendenaufkommen dient. Remmel musste die engagierte Remscheiderin, was die “baldige Umsetzung in eine Gesetzesvorlage” (rga) angeht, jedoch vertrösten: Frühestens 2018 laufe “der vereinbarte Kompromiss im neuen Jagdgesetz aus”, sagte der Minister dem rga zufolge. SE

Beitragsbild: Erlegte Füchse. Foto: SE