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Jagdunfall bei Nittenau: Tödliche Kugel war kein Querschläger

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

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Im Fall des tödlichen Jagdunfall, bei dem ein Geschoss aus einer Jagdwaffe die Beifahrerscheibe eines auf der B16 bei Nittenau fahrenden PKW durchschlagen und den Insassen getötet hatte (JAWINA berichtete), gibt es neue Erkenntnisse. Wie die Staatsanwaltschaft gegenüber JAWINA bestätigte, hat das ballistische Gutachten ergeben, dass es sich bei dem Projektil entgegen bisheriger Annahmen nicht um einen Querschläger handelt. Der Zustand des Projektils deute nicht darauf hin, dass es von einem harten Gegenstand abgeprallt sei. Nach dem Ermittlungsergebnis hat die Kugel ein weiches Gewebe durchschlagen, aber keine wesentliche Ablenkung dadurch erhalten, so die Staatsanwaltschaft. Und weiter: Bei dem Geschoss handelt es sich um ein H-Mantelgeschoss des Fabrikates RUAG/RWS, Kal. .30-06. Das bejagte Maisfeld lag parallel zur Bundesstraße; Schutzvorrichtungen waren nicht vorhanden; das Projektil durchschlug die Seitenscheibe eines fahrenden Autos und traf den Beifahrer im Brustkorbbereich. Es wurde Anklage wegen fahrlässiger Tötung gegen den schussabgebenden Jäger, der zugleich auch Jagdleiter war, erhoben. SE

Beitragsbild: Projektile (Symbolbild). Foto: SE

Tödlicher Jagdunfall bei Nittenau: Polizei dementiert Gerüchte

+++ Italien: Jäger in Tirol tödlich abgestürzt +++ Schweiz: Abschussverfügung für zwei Wölfe abgelaufen +++ Thüringen: Nabu erstattet Anzeige wegen geschossenem Fischotter +++

Bei einem Jagdunfall ist am Sonntagvormittag, den 12.08.2018, in Zusammenhang mit einer Jagd, der Beifahrer eines unbeteiligten PKW bei Nittenau (Landkreis Schwandorf) von einem Projektil getroffen und tödlich verletzt worden (JAWINA berichtete). Inzwischen hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Es kursieren haltlose Gerüchte über die Person des vermeintlichen Täters, die von der Polizei nun dementiert wurden. In einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz heißt es dazu: “In den letzten Wochen halten sich in der betroffenen Region hartnäckige Gerüchte über die Person des ermittelten Tatverdächtigen und dessen Suizid. Dabei wird offensichtlich fortlaufend ein Arzt aus Nittenau benannt.

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BJV zum tödlichen Jagdunfall: “Betroffenheit ist gross”

Der Bayerische Jagdverband äußert sich tief betroffen über den tödlichen Jagdunfall in Nittenau, bei dem der Beifahrer eines Autos von einem Projektil aus einer Jagdwaffe getroffen wurde (JAWINA berichtete).

Prof. Dr. Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes (BJV), erfuhr im Urlaub vom tragischen Ausgang der Erntejagd bei Nittenau (Landkreis Regensburg)und zeigt sich entsetzt: „Der Unfall macht uns alle tief betroffen. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen des Opfers.” Der BJV unterstützt die vorbehaltlose Aufklärung des Unglücks und bietet dabei seine Hilfe an.

Selbst bei Anwendung größter Sorgfalt in der Vorbereitung und Durchführung von Jagden, kommt es dennoch, wenn auch in sehr seltenen Fällen zu Unfällen mit tödlichem Ausgang. “Besonders erschreckend ist es, wenn völlig Unbeteiligte durch unvorhersehbare Folgen der Jagdausübung verletzt werden,” so Vocke.

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