Schlagwort-Archive: Nilgänse

Nürnberg: Morddrohungen gegen Bürgermeister nach Gänseabschuss

+++ Baden-Württemberg: Schluchsee-Wolf-Ermittlungsverfahren eingestellt +++ China: Zweiter ASP-Fall in Großschlachthof – infizierte Schweine über 2300 km transportiert +++ Bayern: Ansprechpartnerin für Wolfsmanagement im Oberallgäu vorgestellt +++ Niederösterreich: Mehr Jäger als je zuvor +++

Am 18. August sind in einer Nürnberger Grünanlage sechs (in Ziffern: -6-) Gänse als Vergrämungsmaßnahme abgeschossen worden (JAWINA berichtete). Wegen der Bejagung und weil eine krank geschossene Gans angeblich nicht nachgesucht wurde, hatten das Tierheim Nürnberg und weitere Organisationen und Privatpersonen schwere Anschuldigungen gegen den Nürnberger Bürgermeister Christian Vogel und die beteiligten Jäger erhoben. In den sozialen Netzen wurde der übliche Empörungssturm entfacht und der stets lynchbereite Mob angestachelt. Mit Erfolg: Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, hat Bürgermeister Vogel über 1000 Briefe, Mails und Anrufe erhalten, die ihm “teilweise auch nach dem Leben trachteten”, wie es auf BR24 heißt. Auch im Briefkasten seines Privathauses fand er Drohbriefe vor, was seine Familie belaste. Man wisse, wo er wohne, wann er aus dem Haus gehe und habe “den richtigen auf ihn angesetzt”, dräuen die anonymen Verfasser.

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Bayern: Streit um Bejagung von Nilgänsen in Nürnberg

Am Samstag, dem 18. August wurden in den frühen Morgenstunden in einer Nürnberger Grünanlage, genauer gesagt an der Norikusbucht des Unteren Wöhrder Sees, zwei Kanadagänse und drei Graugänse geschossen. Am Sandstrand des Unteren Wöhrder Sees wurden eine Kanadagans und zwei Graugänse geschossen. Das teilt die Stadt Nürnberg mit. Die Bejagung begann um 6:15 Uhr und war um 6:45 Uhr beendet. Ziel der Bejagung ist eine Vergrämung der Wildgänse von den Freizeitflächen am Unteren Wöhrder See. Tierschützer kritisieren die Aktion vehement und werfen den Jägern vor, eine krankgeschossene Gans nicht nachgesucht zu haben. Im Internet ist ein Video zu sehen, das, kommentiert durch eine empörte Aktivistin, die sterbende Gans zeigen soll.

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Nilgans-Abschuss im Freibad – keine Ermittlungen nach Peta-Anzeige

+++ Streit um Lappjagd auch in Sachsen-Anhalt +++ Lesenswert: Der Wolf an der Schulbus-Haltestelle +++

Nach dem von der Unteren Jagdbehörde angeordneten Abschuss von Nilgänsen im Freibad Oberwerth in Koblenz (RLP) hat die Staatsanwaltschaft erklärt, keine Ermittlungen gegen die UJB einzuleiten. Die militante Tierschutzorganisation Peta hatte Anzeige gegen die Behörde erstattet. Nach Ansicht von Peta verstößt der Abschuss der als invasive Art geltenden Nilgänse gegen das Tierschutzgesetz, da der geforderte vernünftige Grund zur Tötung eines Wirbeltiers fehle. Peta schlug stattdessen gewaltfreie Maßnahmen wie das Bepflanzen des Ufers mit Schilf vor. Die Staatsanwaltschaft Koblenz erklärte dazu, dass der Abschuss rechtmäßig angeordnet worden sei, da sämtliche anderen Maßnahmen wie das Vergrämen durch Lichtsignale oder Drohnen erfolglos gewesen seien. Der Abschuss diene der Gefahrenabwehr, da eine Gesundheitsgefährdung durch den Gänsekot bestanden habe. red.

Beitragsbild: Graugänse (Symbolbild). Foto: SE

Frankfurt: Tierrechtler zeigen Nilgans-Jäger an

+++ Niedersachsen: Goldenstedter Wölfe reißen zwei Kälber und vier Stück Damwild in gesicherten Gehegen +++

Die militante Tierrechtler-Organisation Peta hat Anzeige gegen einen Jäger erstattet, der im Auftrag der Behörden und mit einer amtlichen Sondergenehmigung versehen Nilgänse im Frankfurter Brentano-Bad bejagt. Die Gänsepopulation in dem Freizeitbad verkotet Wiesen und Gewässer. Weil Salmonellen im Kot der Tiere nachgewiesen wurden, Gesundheitsgefahren befürchtet wurden und andere Vergrämungsmethoden erfolglos waren, wurde die Bejagung beschlossen. Peta meint jedoch, dass es einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz darstelle, Gänse zu töten, weil sie zu viel Kot hinterließen, wie die hessenschau.de berichtet. Dies stelle keinen “vernünftigen Grund” dar, der nach dem Tierschutzgesetz zur Tötung eines Wirbeltiers erforderlich sei. Nicht nur gegen den Jäger, sondern auch gegen die zuständige Jagdbehörde wurde Anzeige erstattet. Der betroffene Jäger sagte gegenüber hessenschau.de, dass er von der Anzeige aus den Medien erfahren habe und die Sache gelassen sehe: Jagd produziere hochwertiges Wildbret, die im Brentanobad erlegten Gänse habe er zum Teil selbst verspeist. SE

Beitragsbild: Gänse – es gibt mehr als genug davon. Foto: SE