Schlagwort-Archive: Niedersachsen

Niedersachsen: Rekordergebnis bei der Nutriastrecke

Landesjagdbericht 2018/19 informiert über Jagdstrecken und neue Initiativen zur Steigerung der Artenvielfalt

Mit 32.357 Tieren im Jagdjahr 2018/19 liegt die Nutriajagdstrecke in Niedersachsen 33 Prozent über der des Vorjahres – ein neuer Höchstwert. „Für die anhaltend intensive und erfolgreiche Bejagung der Nutria danke ich den niedersächsischen Jägerinnen und Jägern sehr. Sie dient auch dem Schutz unserer Deiche und damit dem Allgemeinwohl und der Sicherheit der Bevölkerung“, sagte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast mit Blick auf das Rekordergebnis, das aus dem heute veröffentlichten Landesjagdbericht „Wild und Jagd“ 2018/2019 hervorgeht.

Unterschiedliche Entwicklungen gibt es demnach bei den Schalenwildarten: Während die Jagdstrecken von Schwarzwild, Muffel- und Damwild sanken, gab es bei Reh- und Rotwild eine leichte Zunahme. Ein Hauptaugenmerk legt der diesjährige Bericht auf vielversprechende Initiativen bei der Aufwertung der Feldflur beim Schutz von Bodenbrütern.

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Niedersachsen: Wildkatze im Wendland nachgewiesen

+++ SPD-Innenminister wollen Waffenrecht weiter verschärfen +++ Wolfsnachwuchs im tschechisch-polnischen Grenzgebiet +++ Brandenburg: Wolf bei Liebenwalde überfahren +++

Die diesjährige Erfassung der Wildkatze hat bestätigt, dass sich die Art weiter in Niedersachsen ausgebreitet hat. Durch eine großflächige Wildkatzenerfassung konnte der Naturschutzverein BUND gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) bereits in den vergangenen zwei Jahren zeigen, dass sich die scheue Katze immer neue Lebensräume in Niedersachsen zurückerobert. Unterstützt durch die Niedersächsischen Landesforsten, die Klosterforst sowie weitere Naturschutzverbände untersuchten Natur­schützer*innen in 2019 mit Hilfe von 83 Lockstöcken ausgewählte Wälder in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg, Celle und der Region Hannover sowie im nördlichen Teil des Teutoburger Walds im Raum Dissen südlich von Osnabrück.

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Niedersachsen: Wolfsjagd-Pflicht für Jäger?

Die Ausnahmegenehmigung zur Tötung des Wolfsrüden GW717m ist nochmals erneuert worden, wie das Niedersächsische Umweltministerium mitteilte. Die bis Ende April befristete artenschutzrechtliche Genehmigung zur Entnahme des Wolfsrüden GW717m wird bis zum 31.05.2019 verlängert und das Verfahren zur Entnahme weiter unter Hochdruck vorangetrieben. Die Gefahr weiterer Risse von geschützten Nutztieren und der Weitergabe problematischer Jagdtechniken bestehe unverändert fort, so das Ministerium. Umweltminister Olaf Lies (SPD) erwägt nun auch Verschärfungen der Regelungen für den Wolfsabschuss. Anlass sind die Probleme, den Wolf auch tatsächlich zu Strecke zu bringen. Gegenüber dem NDR zog Lies die Möglichkeit in Betracht, zwar nicht das ganze Rudel, aber mehrere Tier abschießen zu lassen, “um danach zu sehen, ob sich die Situation damit verbessert.” Außerdem beklagt Lies “mangelnde Unterstützung” der ca. 170 Revierinhaber in dem 600 Quadratkilometer großen Streifgebiet des Wolfs. Daher werde geprüft, inwieweit man die Jäger zur Mitwirkung rechtlich verpflichten könne.

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Niedersachsen: Der Wolf und der Hass – Lies verteidigt Entscheidung für Entnahme von GW7171m

Am Montag, den 11.02. fand im Ausschuss für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz des Niedersächsischen Landtages eine Sitzung statt, in der Umweltminister Olaf Lies (SPD) sich zur Abschussgenehmigung für den Leitwolf des Rodewalder Rudels GW7171m äußerte. Die zur Illustration des Vortrags von Minister Lies dienende Power-Point-Präsentation hat das Umweltministerium jetzt online gestellt.

In dem hoch interessanten Dokument mit dem Titel “Problemwölfe – Herausforderung für Artenschutz und Weidetierhaltung” stellt Lies zunächst die Situation im Allgemeinen dar (Zunahme der Wolfspopulation um 30 Prozent jährlich, flächendeckende Besiedlung absehbar, Akzeptanz größte Herausforderung…), um dann auf die spezielle Lage im Gebiet des Rodewalder Rudels einzugehen. Interessant sind die Folien, die sich den “Reaktionen auf Probleme mit Wölfen in den sozialen Medien” widmen: Hass und Häme gegen geschädigte Tierhalter, Drohungen und Diffamierungen gegen Personen, die in die Entscheidung für die Entnahme von Problemwölfen involviert sind.

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Niedersachsen: Wolfsberater kritisieren Abschussgenehmigung für Wolf GW717m

Seit langem kritisieren Weidetierhalter, dass sich gewisse Wolfsberater nicht neutral verhalten, sondern eindeutig pro Wolf eingestellt sind. Die weit verbreitete Befürchtung, dass Wolfsberater die Tatsachen zum Wolf schönen würden, führte bereits 2016 zur Verabschiedung eines Verhaltens-Leitfadens für Wolfsberater. Damit sollte verhindert werden, dass Wolfsberater ihre Kompetenzen überschreiten und “über das Ziel hinausschießen”, wie es die derzeitige grüne Staatssekretärin im niedersächsischen Umweltministerium, Almut Kottwitz, formulierte. Durch den offenen Brief, in dem jetzt 16 Wolfsberater die Entscheidung von Umweltminister Olaf Lies (SPD) angreifen, den Wolfsrüden GE717m aus dem Rodewalder Rudel zum Abschuss freizugeben, dürften sich die Kritiker der Wolfsberater bestätigt sehen.

Der Wolf GW7171m wird mittlerweile für ca. 40 Nutztierrisse verantwortlich gemacht, darunter Rinder, Pferde, Alpakas. Die Tiere waren z.T. durch Zäune geschützt, die als wolfssicher galten. In dem auf der Internetseite Wolfsmonitor veröffentlichten Brief [Link: https://wolfsmonitor.de/?p=16416] werfen die Unterzeichner Lies angebliche Intransparenz bei der Abschussbewilligung vor und stellen Erforderlichkeit und Berechtigung des Abschusses in Frage. Auch der Nabu Niedersachsen zieht die Rechtmäßigkeit der Abschussgenehmigung in Zweifel und hält diese für “politisch motiviert.”

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Niedersachsen: Wolf GW 717m zum Abschuss freigegeben

+++ DJV-Präsident Hartwig Fischer: In Ausnahmefällen ganze Wolfsrudel abschießen +++ Braunschweig: Bissiger Problem-Marderhund wurde erlegt +++ Niedersachsen: Wolf im Landkreis Gifhorn überfahren +++ Köln: Ausstellung zum Wolf im Wallraf-Richartz-Museum +++ Baden-Württemberg: Schaf bei Wolfach von Wolf gerissen +++

Niedersachsen: Wolf reißt vier angebliche “Herdenschutztiere”

Das niedersächsische Umweltministerium hat den Wolfsrüden GW 717m aus dem Rodewalder Rudel zum Abschuss freigegeben. Der Wolf hat in mehreren Fällen “als wolfssicher geltende” Zäune überwunden und Rinder, Pferde und Alpakas gerissen. Die Genehmigung zur Entnahme sei bereist am 23. Januar erteilt worden und erst jetzt Medien gegenüber bestätigt worden, meldet der NDR. Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies erklärte, der Abschuss des Wolfs sei notwendig, um Schäden in der Weidewirtschaft abzuwenden. Es müsse verhindert werden, dass Wölfe ihren Nachkommen beibrächten, Zäune zu überwinden und Rinder zu reißen.

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Niedersachsen: Erstmalig Aujeszky-Antikörper bei Wildschwein nachgewiesen

Im Rahmen des sogenannten Wildschwein-Monitorings wurden bei einer routinemäßigen Untersuchung einer Wildschweinblutprobe aus dem Raum Soltau erstmals Antikörper gegen das Virus der Aujeszkyschen Krankheit (AK) durch das Veterinärinstitut des LAVES in Hannover am 11. Januar 2019 amtlich nachgewiesen. Das teilt das Kreisveterinäramt mit. Das Vorkommen der Erkrankung stellt eine potenzielle Bedrohung für die Hausschweinebestände und Haustiere, besonders Hunde, dar. Das Veterinäramt des Heidekreises fordert daher alle Schweinehalter und -halterinnen verstärkt auf, die bekannten Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten. Jägern wird dringend empfohlen, keinen Aufbruch von Wildschweinen an Hunde zu verfüttern.

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Niedersachsen: Schon wieder Pferd von Wölfen gerissen

BEITRAG AKTUALISIERT. Wenige Tage, nachdem Wölfe ein Fohlen bei Rethem gerissen haben (JAWINA berichtete), ist auf einem Reiterhof im Cuxland vermutlich erneut ein Pferd von Wölfen gerissen worden. Nach Recherchen von JAWINA handelt es sich um einen 23 Jahre alten Islandpferde-Wallach. Das Pferd stand auf einer ca. vier Hektar großen Weide zusammen mit sieben weiteren Isis. Das Pferd war gesund und fit und hatte keine Handicaps. “Was ihm zum Verhängnis wurde war wohl, dass er eher einzelgängerisch war und sich vom Rest der kleinen Herde meist abseits hielt”, berichtet ein mit der Situation auf dem Reiterhof Vertrauter gegenüber JAWINA. Das ausgewachsene Pferd sei von den Wölfen in einen Graben getrieben und dort praktisch bei lebendigem Leib aufgefressen worden. Tierarzt und Wolfsbeauftragter haben DNA-Proben genommen. Die “Spurenlage” sei jedoch sehr schlecht, weil der Kadaver schon längere Zeit in dem Wassergraben lag und daher keine Bissverletzungen (mehr) nachgewiesen werden konnten. Insofern bleibt abzuwarten, ob die DNA-Untersuchung diesmal ein eindeutiges Ergebnis liefert. Zwei Tage vor dem Wolfsriss sollen in der Gegend Wölfe im Bereich einer Straße gesehen worden sein. SE

Beitragsbild: Wolfsfutter? Islandpferd mit Fohlen. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leserin JC für den Hinweis!

Niedersachsen: Umweltministerium kündigt Untersuchung zu mutmaßlichem Wolfsbiss an

Zur Abwehr verwendeter Hammer sichergestellt – Lies: “Wenn sich bewahrheitet, dass es sich um einen Wolfsbiss handelt, muss das Tier so schnell wie möglich getötet werden”

Das niedersächsische Umweltministerium hat sich in die Untersuchung des gestern Nachmittag gemeldeten möglichen Wolfsbisses an einem Menschen in Bülstedt im LK Rotenburg eingeschaltet (JAWINA berichtete). Nachdem das Ministerium heute Nachmittag Kenntnis von dem Vorfall erlangt hatte, wurden unverzüglich zwei Mitarbeiterinnen des Wolfsbüros zur Sachverhaltsaufklärung nach Bülstedt geschickt. Vor Ort wurde Kontakt zu dem Melder aufgenommen. Es wurden Tier-Haarproben, der Pullover des Melders und der Hammer, mit dem der mutmaßliche Wolf abgewehrt wurde, sichergestellt. Die Proben sollen jetzt einer DNA-Analyse unterzogen und als Eilprobe beauftragt werden. Erste Ergebnisse werden nächste Woche erwartet. Das Umweltministerium steht hierzu auch mit dem örtlichen Wolfsberater in engem Austausch. Zudem waren Mitarbeiter der örtlichen Polizeidienststelle vor Ort.

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Niedersachsen: Waldarbeiter gebissen – Verdacht auf Wolf

Update: Meldung aktualisiert

In Steinfeld, einem Ortsteil der Gemeinde Tarmstedt im niedersächsischen Landkreis Rotenburg ist ein Waldarbeiter von einem “Tier” gebissen worden. Es besteht der Verdacht, dass es sich um einen Wolf handelt. Ein Sprecher der Polizei bestätigte den Vorfall gegenüber JAWINA. Demnach hat der Gemeindemitarbeiter am Friedhof bestimmte Arbeiten ausgeführt. Er kniete, als er hinter sich eine Bewegung bemerkte. Der Mann gab an, vier Wölfe gesehen zu haben, einer habe ihn gebissen und leicht an Arm oder Hand verletzt. Die anderen drei beobachteten die Szene. Es gelang ihm, die Tiere zu verscheuchen. Daraufhin fuhr er zum Arzt und ließ die Wunde behandeln. Es wurde ein Abstrich für eine DNA-Untersuchung genommen, deren Ergebnis noch nicht feststeht. SE

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