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Münchner Zoll beschlagnahmt Ganzpräparat eines Wolfes

Da staunten die Zöllner nicht schlecht, als sie bei einer Kofferkontrolle eines aus der Ukraine kommenden Mannes ein komplettes Wolfsfell mit Schädel entdeckten. „Wölfe sind vom Aussterben bedrohte Tiere im Washingtoner Artenschutzübereinkommen sowie in der EU-Artenschutzverordnung gelistet und dürfen nur mit den erforderlichen Dokumenten eingeführt werden.“, so Marie Müller, Pressesprecherin des Hauptzollamts München. Da der Einführer die erforderlichen Dokumente nicht vorlegen konnte, wurde das Ganzpräparat beschlagnahmt, eingezogen und ein Strafverfahren gegen den 34-jährigen Mann eingeleitet. PM

Anm. d. Red.: Zoll-Pressesprecherin Marie Müller unterläuft ein vielsagender Irrtum, wenn sie in der Pressemitteilung des Münchner Hauptzollamts erklärt, Wölfe seien “vom Aussterben bedrohte Tiere”. Diesen Eindruck erweckt zwar die Berichterstattung vieler Medien hierzulande, aber Fake News bleiben Fake News, auch durch noch so häufige Wiederholung wird eine Falschbehauptung nicht wahrer. In der Roten Liste der IUCN wird der Wolf in der Gefährdungskategorie “least concern” geführt, das bedeutet: Nicht gefährdet.

Das von der Zollsprecherin erwähnte Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) regelt den Handel mit potenziell gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Die durch Handel stark gefährdeten Tierarten wie z.B. Wale, einige Papageien- und Schildkrötenarten sind in Anhang I gelistet. Der Wolf ist in Anhang II aufgeführt, mit diesen Arten “ist ein kommerzieller Handel nach einer Unbedenklichkeitsprüfung des Ausfuhrstaates möglich.” (Wikipedia). SE

Least Concern: Internetseite der IUCN zum Wolf. (Bildschirmfoto, Ausschnitt).

Beitragsbild: Beschlagnahmtes Wolfspräparat. Foto: Zoll