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Belgien: Neue ASP-Fälle bei Wildschweinen

63.000 Hektar Wald abgesperrt

In Belgien sind weitere Wildschweinkadaver positiv auf die Afrikanische Schweinepest (ASP getestet worden. Fünf Fälle sind bislang gemeldet, zwei tote Wildschweine wurden nur 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt gefunden (JAWINA berichtete). Der Agrarminister für die belgische Region Wallonie, René Collin, erklärte Medien gegenüber, dass derzeit viele weitere Wildschweinkadaver untersucht würden. Experten hätten gewarnt, dass Dutzende oder auch Hunderte von Wildschweinen erkrankt sein könnten. Collin gab bekannt, dass wegen der ASP ausgedehnte Waldgebiete gesperrt worden seien. Insgesamt sei eine Fläche von 63.000 Hektar betroffen. In den gesperrten Wäldern dürfe die Jagd nicht ausgeübt werden, aber auch das Betreten und Befahren von Waldwegen sei verboten. Nur noch Personen, die mit Fallwildsuche und dem Abtransport der Kadaver betraut seien, dürften die Waldgebiete betreten, so Collin. red.

Beitragsbild: Wildschwein (erlegt, Symbolbild). Foto: SE

Polen: ASP-Ausbruch in Grossbetrieb

In Szczyty-Nowodwory, einem Dorf im Powiat Bielski in der polnischen Woiwodschaft Podlachien an der Grenze zu Weißrussland ist es zu einem neuen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gekommen. Betroffen ist eine Schweinemastanlage mit 5909 Schweinen. 21 Schweine sind bisher erkrankt, zwei gestorben, wie aus einer Meldung der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) hervorgeht. Der neue ASP-Fall ereignete sich somit in einem Gebiet, in dem bereits strenge Restriktionen wegen der ASP in Kraft sind. Wie der Erreger in die Schweinemastanlage eingeschleppt wurde, konnte noch nicht festgestellt werden. Unter Landwirten wächst die Sorge vor einer weiteren Ausbreitung der ASP. red.

Beitragsbild: OIE-Meldung über den neuen ASP-Ausbruch in Polen. (Screenshot)

Über 2000 neue ASP-Fälle seit Anfang des Jahres

Bis zum 8. April, also innerhalb der ersten 14 Wochen des Jahres, sind verschiedenen Medienberichten zufolge 2138 neue Nachweise von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in der EU und der Ukraine zu verzeichnen. In 2108 Fällen erkrankten Wildschweine, 30 Mal waren Hausschweine betroffen. Die Ausbreitung der ASP habe der EU Kommission zufolge deutliche zugenommen: In etwas mehr als einem Vierteljahr gebe es bereits halb so viele ASP-Infektionen wie im Vorjahr. Die meisten Fälle sind in Polen gemeldet worden. Dort sind insgesamt 971 ASP-Infektionen aufgetreten, vier davon bei Hausschweinen. In Litauen infizierten sich 646 Wildschweine, in Lettland 278. Die Ukraine meldete 21 Infektionen bei Haus- und 25 bei Wildschweinen, wobei diese geringen Zahlen möglicherweise auf unzureichende Kontrollen zurückzuführen seien. Auch in Estland, Tschechien, Rumänien sowie auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien ist ASP aufgetreten. In den baltischen Staaten und in Polen soll es allein in der ersten Aprilwoche Dutzende Neuinfektionen gegeben haben.

Beitragsbild: Wildschweine mit Jagdhund im Saugatter. (Symbolbild). Foto: SE