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Gefährliche Blender

Behörde ordnet Rückruf von Infrarot-Laseraufhellern für Nachtsichtgeräte an – Gefährdungspotenzial als hoch eingeschätzt: Gefahr von Netzhautschädigungen

Das Regierungspräsidium Tübingen hat die Firma Gutzeit in Warthausen (Landkreis Biberach) zu einem Rückruf der von ihr vertriebenen Infrarot-Laseraufheller der “IR Laser Fire-Linie” verpflichtet. In einem Schreiben, dass der Redaktion Jawina vorliegt, fordert das Unternehmen Kunden auf, gekaufte Geräte zurückzusenden. Es werde überprüft, ob eine Reduzierung der Laser-Abstrahlung auf die rechtlich zulässige Leistung erfolgen könne. In dem Schreiben weist die Firma darauf hin, dass nur noch Geräte der Laserklassen 1 und 1M zulässig seien. Die verkauften IR-Aufheller waren unter Klasse 3B klassifiziert. Das bedeutet, “dass es sich um ein Produkt handelt, welches ausschließlich im gewerblichen Bereich und unter Einhaltung bestimmter Schutzvorschriften einsetzbar ist, so Dr. Nora Manzke von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA): “Als “Verbraucherprodukte” sind sie unzulässig.” Laser der Klasse der Klasse 3B gelten als gefährlich für die Augen, häufig auch für die Haut. “Infrarotaufheller  scheinen ein relativ seltenes Produkt zu sein,” so Dr. Manzke weiter, “Daher können unsere Experten nicht auf Erfahrungen mit diesen Produkten zurückgreifen.” Dieser Mangel an Erfahrungen dürfte erklären, warum diverse illegale Laserprodukte von behördlichem Einschreiten unbehelligt zum Beispiel in Jagdzeitschriften feilgeboten werden.

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