Schlagwort-Archive: Nestzerstörungen

Brandenburg: Verbesserter Schutz für Rotmilane

Die flächendeckende Verspargelung der Landschaft fordert immer mehr Opfer – das müssen jetzt auch Befürworter der Windenergie einsehen. Das Brandenburger Umweltministerium hat jetzt überfällige Änderungen der so genannten Tierökologischen Abstandskriterien (TAK) und Änderungen im Niststättenerlass vorgenommen. Dadurch soll der Rotmilan besser geschützt werden.

In Brandenburg sorgen etwa 1.800 Rotmilan-Paare für Nachwuchs, ein Zehntel des deutschlandweiten Bestands und damit ein erheblicher Anteil der Art. In ganz Europa leben 50.000 bis 67.000 Gabelweihen, wie der Rotmilan auch genannt wird. Immer wieder wird diskutiert, ob der Rote Adler im Landeswappen nicht auch ein Rotmilan sein könnte – zwar stimmt die Färbung, nicht jedoch die Flügelform. Ursprünglich ging man davon aus, dass sein Fortbestand nicht gefährdet ist, zumal in Brandenburg die großflächigen Landschaftsschutzgebiete nicht für die Windenergienutzung zur Verfügung stehen. Folglich fehlte es an seiner Berücksichtigung im Rahmen der Tierökologischen Abstandskriterien des Landes Brandenburg, mit denen zum Schutz gefährdeter Arten ein Mindestabstand zwischen dem Horst und der Windenergieanlage festgelegt werden kann.

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Brandenburg: Seeadlerhorst in Windeignungsgebiet zerstört

In dem geplanten Windeignungsgebiet Mittenwalde in der Uckermark ist ein gerade erst entdeckter und kartierter Seeadlerhorst zerstört worden. Wie der rbb berichtet, wurde eine 60 Jahre alte Douglasie mit einer geräuschlosen Handsäge gefällt. Der Stamm des Baums weist Spuren von Steigeisen auf. Vermutlich haben die Täter vor dem Fällen des Baums Eier oder Nestlinge der streng geschützten Seeadler entfernt, um keine Spuren zu hinterlassen. In Windeignungsgebieten kommt es immer wieder zu Horstzerstörungen (JAWINA berichtete, siehe auch hier und hier). SE

Beitragsbild: Toter Bussard vor Windrad. Foto: SE