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Museale Trophäen

Trophäenjagd gilt zunehmend als No-Go. Ein Tier “nur wegen der Trophäe”  abzuschießen (wobei gern unter den Tisch fällt, dass viele Trophäenträger wie Rehbock und Hirsch auch ganz gut schmecken), ruft die Ablehnung breiter gesellschaftlicher Schichten hervor, die über fundiertes jagdliches Hintergrundwissen verfügen (Bild-Zeitung, Veganer-Blogs). Ganz schlimm wird es, wenn ein “vom Aussterben bedrohtes”, angeblich total beliebtes und berühmtes Viech aus Trophäengier abgeknallt wird – wie der Löwe Cecil. Da kocht die Volksseele, Medienpranger und Morddrohungen empfinden viele als noch zu milde Strafe für den ruchlosen Trophäenjäger.

Selbst die Forsten, die mit der seltsamen Wertschätzung, die mancher Weidmann einem Knochen an der Wand entgegenbringt, viele Jahre lang gutes Geld verdienten, indem sie für den Abschuss eines reifen Recken zwischen zwei und vier Förster-Monatsgehälter verlangten, wenden sich von der Trophäenjagd ab. Die folgen jetzt alle der “Nur-ein-toter-Hirsch-ist-ein-guter-Hirsch-Ideologie” und wollen den König des Waldes am liebsten schon als mähnenlosen Jüngling strecken. Hauptsache tot.

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