Schlagwort-Archive: Nationalparks

Schwere Vorwürfe gegen WWF

+++ Niedersachsen: Maroder Hochsitz stürzt ein, Kinder verletzt – Jäger muss zahlen +++

Das Newsportal Buzzfeed erhebt schwere Vorwürfe gegen die Naturschutzorganisation WWF: Dem verlinkten Beitrag zufolge arbeitet der WWF in Afrika und Asien – konkret beschrieben werden haarsträubende Fälle in Kamerun und Nepal –  mit Wildhütern zusammen, die Menschen misshandelt, sexuell missbraucht und getötet haben. Oft seien Ureinwohner den Straftaten der vom WWF ausgerüsteten paramilitärischen Wildhüter zum Opfer gefallen. Buzzfeed recherchierte nach eigenen Angaben ein Jahr lang in sechs verschiedenen Ländern, führte mehr als 100 Interviews und wertete tausende weiterer Dokumente aus, wie interne Memos oder E-Mails, in denen Waffenkäufe diskutiert wurden. Demnach haben die WWF-Truppen Dorfbewohner “mit Gürteln geschlagen, mit Macheten angegriffen, mit Bambusstöcken bewusstlos geprügelt, sexuell missbraucht, erschossen und ermordet.

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Wölfe: Jagd erhält “natürliche” Scheu

Mitte der Neunziger Jahre wurden 31 Wölfe aus Kanada im Yellowstone Nationalpark (YNP) ausgewildert, mittlerweile leben auf den 2,2 Millionen Acres (890.308 Hektar) zehn Rudel mit ungefähr 100 Individuen. Damit sei es an der Zeit, ein “Keine Zimmer frei”-Schild aufzuhängen, schreibt Jim Robbins in dem in der New York Times (NYT) erschienenen Artikel “The New Threat to Wolves in and Around Yellowstone“: Experten halten die Biotop-Kapazität für erschöpft. In den US-Bundesstaaten um den YNP ist Zahl frei lebender Wölfe auf 1700 Stück angewachsen. Nutztierrisse nehmen zu und bringen (nicht nur) Farmer gegen Naturschützer auf. Nach Idaho und Montana wird daher nun auch Wyoming im Herbst eine offizielle Jagdzeit für Wölfe einführen. Ziel ist selbstverständlich nicht, die Wölfe wieder auszurotten, sondern durch nachhaltige Bejagung eine angemessene Populationsgröße zu gewährleisten.

Die in PLOSone erschienene Studie “Implications of Harvest on the Boundaries of Protected Areas for Large Carnivore Viewing Opportunities”  beschäftigt sich mit der Frage, wie sich die Bejagung von Wölfen und anderen Großprädatoren auf die Sichtbarkeit der Wölfe in den Nationalparks (neben dem YNP Denali und Grand Teton) auswirkt. Diese ist dort nämlich ausdrücklich erwünscht, da die Möglichkeit, die Raubtiere zu beobachten, scharenweise Touristen – und deren Dollars – in die Nationalparks bringt. Die Ergebnisse der Studie erlauben interessante Rückschlüsse auf die Frage, wie die Sichtbarkeit von Wölfen minimiert werden kann, wo sie nicht erwünscht ist: Im Siedlungsbereichen unserer Kulturlandschaft zum Beispiel. Auch über die Prävention von Nutztierrissen ist hier einiges zu lernen.

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Alaska: Trump genehmigt umstrittene Jagdmethoden – was steckt dahinter?

Jagen und Fischen essenziell für die Nahrungsversorgung der Bevölkerung Alaskas

Für Aufregung sorgt ein Dekret des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump, mit dem dieser umstrittene Jagdmethoden wie u.a. die Jagd auf Wölfe aus Hubschraubern, die Tötung von Wolfswelpen und Jungbären und die Erlegung von Grizzly-Bären am Luder (also an zuvor ausgelegten Ködern) in den Nationalparks Alaskas wieder erlaubt. Das Dekret ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Trump von seinem Vorgänger Obama erlassene Gesetze zurücknimmt: Dieser hatte 2016 ein Bundesgesetz erlassen, das bestimmte Formen der Prädatorenkontrolle in den sich über mehr als 310.000 Quadratkilometer erstreckenden Nationalparks Alaskas verbot. Der National Park Service Alaskas hatte sich vorher schon geweigert, die Raubwildbejagung in den Nationalparks zuzulassen. Durch Obamas Gesetz erhielt diese Weigerung Gesetzeskraft. Politiker in Alaska hatten dies als widerrechtliche Einmischung in die inneren Angelegenheiten Alaskas heftig kritisiert, da im Alaska Statehood Act und weiteren Gesetzen dem Staat Alaska das Recht, die Wildbestände des Bundesstaats zu managen, übertragen worden war. Im Januar 2017 hat der Staat Alaska daher Klage gegen das Bundesgesetz und die Regelungen des National Park Service erhoben. Doch geht es bei dem Streit nicht nur um Widerstand gegen die Einmischung in die Souveränität des Staates Alaska: Die Prädatorenkontrolle gilt als Bestandteil des “Werkzeugkastens”, also eines gesetzlich beschlossenen Maßnahmenpakets, mit dem die Population von Elchen und Karibus in Alaska auf hohem Niveau stabilisiert werden soll. Denn diese sichert die Ernährungsgrundlage der Bevölkerung.

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Backhaus rudert zurück – nun doch keine Prädatorenjagd in Schutzgebieten?

Nachdem es zunächst geheißen hatte, zum Zweck der ASP-Prophylaxe werde die Jagd auf Prädatoren (z.B. Marderhunde) in Großschutzgebieten freigegeben, rudert Minister Backhaus nun eiligst zurück: Sein Ministerium veröffentlichte eine “Klarstellung”, in der es heißt:

“Im Nachgang zu der Medienberichterstattung wird klargestellt, dass es keine Änderung der Jagdverordnung gegeben hat bzw. die Nationalparkjagdverordnung weiterhin gilt und somit dürfen Prädatoren weiterhin nicht ohne Ausnahmeerlaubnis erlegt werden. Das heißt konkret, dass beispielsweise weder Rabenvögel noch Waschbären regulär bejagt werden dürfen.

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