Schlagwort-Archive: Nationalpark

Bevormundender Naturschutz: Nordseeinsel erwägt Austritt aus Nationalpark

+++ Sachsen: Wolfangriff auf Schafe von Naturschutzstation – mehr als 40 tot, 80 weitere Schafe vermisst +++ Mecklenburg-Vorpommern: 13 Schafe von Wolf gerissen – FDP fordert Bejagung des Wolfs +++ Zwei Wölfe überfahren +++

Der CDU-Ortsverband der Nordseeinsel Baltrum erwägt den Austritt der Insel aus dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Ein entsprechender Antrag soll auf der Ratssitzung am 15. Oktober behandelt werden. Hintergrund des Streits ist die Verlängerung der Jagdpachtverträge für Reviere auf den Inseln, die vom niedersächsischen Umweltministerium scharf kritisiert worden war. (JAWINA berichtete). Der CDU-Ratsherr und Sprecher der Inseljägerschaft, Jann Bengen, zieht aus den Streitigkeiten um die Jagd oder auch um die Ausweisung von Kite-Surfer-Gebieten nun die Schlussfolgerung, dass die Nutzung der Insel durch Tourismus und Einheimische sich mit dem Nationalpark-Status offenbar nicht verträgt. Stattdessen solle Baltrum zum Naturpark zurückgestuft werden, in dem wesentlich schwächere Schutzvorschriften gelten würden. Medien gegenüber erinnerte Bengen daran, dass die Friesen als “geschützte nationale Minderheit” gelten, “deren Lebensweise besonders geschützt” sei. Dazu gehöre auch, dass man Beeren sammeln, reiten, Pferde auf der Weide lassen oder jagen dürfe, so Bengen. Es könne nicht sein, dass jemand vom Festland ihm sage, er dürfe dies oder jenes nicht mehr, und “deine Kinder dürfen nicht mehr in den Dünen spielen.”

Weiterlesen

Mongolei: Mit Jagdverboten nomadische Ureinwohner drangsalieren

+++ Schweiz: Nationalrat stimmt Verschärfung des Waffenrechts zu +++ Österreich: DNA-Beweis erbracht: Wolf riss 17 Tiere im Salzburger Land +++ Südtirol: Wolf auf der Seiser Alm nachgewiesen +++ Österreich: Wolf gefährdet traditionelle Almwirtschaft +++

Die Dukha sind ein kleiner, zum Volk der Tuwiner zählender Stamm, einer der letzten, der die ursprüngliche nomadische Lebensweise noch nicht aufgegeben hat. Sie leben im Norden der Mongolei und sind die Ureinwohner dieses Gebiets. Von ursprünglich 200 Familien sind nur noch etwa 40 übrig. Jüngere Dukha zieht es in die Städte, ihr Jagd- und Streifgebiet ist zunehmend durch Rohstoffabbau, insbesondere Goldschürfer, bedroht. Die Rentierzucht und die Jagd prägen die Kultur und Lebensweise der Dukha. Doch 2012 hat die Regierung der Mongolei weite Teile des angestammten Lebensraums der Dukha zum Nationalpark erklärt – womit ein striktes Jagdverbot einhergeht. Und wie immer, wenn große Ungerechtigkeiten und Verbrechen begangen werden, mangelt es nicht an hehren ideologischen Begründungen: Das Jagdverbot diene dem Schutz des empfindlichen Ökosystems, das zunehmend Schaden genommen habe, heißt es zur Begründung auf einer beeindruckenden Fotostrecke über die Dukha auf ntv – wobei jedem klar sein dürfte, dass das Ökosystem nicht durch die paar verbliebenen Dukha Schaden nimmt, die seit jeher nachhaltig und im Einklang mit der Natur in dem Gebiet leben.

Weiterlesen

Österreich: Nationalpark Hohe Tauern fördert bleifreie Munition

Den Pinzgauer Bezirksjägertag, der am 5. Februar 2017 in Saalfelden stattfand, hat die Nationalparkverwaltung zum Anlass genommen, um für 17 der Pinzgauer Gemeinden und  für die Pongauer und Lungauer Nationalparkgemeinden eine Förderaktion für die Umstellung auf bleifreie Büchsenmunition zu starten. Das teilt der Nationalpark Hohe Tauern mit. Vor fünf Jahren startete die Nationalparkverwaltung in den beiden Forschungsrevieren Habachtal in Bramberg und Anlauftal in Bad Gastein eine umfangreiche Testphase für die Verwendung bleifreier Büchsenmunition. Neue Waffen für die drei Berufsjäger des Nationalparks wurden angeschafft und jeder Regulierungsabschuss hinsichtlich etlicher Parameter wie Ballistik, Tötungswirkung, Nachsuche, Wildbretzerstörung, Schäden an den Gewehrläufen genau dokumentiert, um beim damals noch sehr umstrittenen und kontrovers diskutierten Thema an Objektivität zu gewinnen.

Weiterlesen

Rücksichtslose Motocrosser zerschroten Nationalparks

Ministerium beklagt “erhebliche Beeinträchtigungen” durch illegale Motocrossfahrten in geschützten Gebieten

Das Problem ist vielen Jägern wohlbekannt: Rücksichtslose Möchtegern-Motocross-Fahrer schroten auf Geländemaschinen und Quads über Wald- und Feldwege oder gleich querfeldein durch geschützte Biotope. Mit Vollgas geht es haarscharf an zu Tode erschrockenen Spaziergängern vorbei, vor dem infernalischen Krach scheuende Pferde werfen ihre Reiter(innen) ab – wer würde von solchen, offenbar in prähumanen Entwicklungsstadien steckengebliebenen grenzdebilen Egomanen Rücksicht auf Natur und Kreatur erwarten? Das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern beklagt in einer Pressemitteilung, dass “leider vor allem bei gutem Wetter immer wieder illegale Motocross- bzw. Quadfahrten in den Großschutzgebieten Mecklenburg-Vorpommerns (MLUV), wie National- und Naturparks, Biosphärenreservate und Naturschutzgebiete, festgestellt würden. Das Ministerium weist darauf hin, dass dies “u.a. eine erhebliche Beeinträchtigung für die Tier- und Pflanzenwelt darstellt” und bei Verstoß ein Bußgeld in Höhe von 5.000 Euro drohen kann.

Weiterlesen

Müritz-Nationalpark: Anleitung zum Rufmord

Zum Fall Jagszent ist alles gesagt, könnte man meinen: Die Jagd- und Lokalpresse hat das Thema durchgehechelt, in den einschlägigen Foren gibt es tausende von Wortmeldungen zum Thema, und sogar das Fernsehen war schon da. Ist damit alles gesagt? Wohl kaum: Niemanden scheint zu stören, dass der auf üble Weise öffentlich Angefeindete selbst bisher kaum zu Wort kam. Und wie die unappetitliche Hetzkampagne gegen Jagszent eingefädelt wurde, hat auch noch keiner enthüllt. Holen wir es nach.

Weiterlesen