Schlagwort-Archive: Nashorn

Konferenz gegen illegalen Wildtierhandel verabschiedet Massnahmenpaket

BMU sieht Fortschritte beim Kampf gegen den illegalen Handel mit geschützten Tieren und Pflanzen

Auf einer internationalen Konferenz “Illegal Wildlife Trade Conference: London 2018” haben sich die Teilnehmer auf gemeinsame Maßnahmen gegen den illegalen Wildtierhandel geeinigt. Das teilt das Bundesumweltministerium (BMU) mit. Die Konferenz war die vierte ihrer Art und fand vom 11. bis 12. Oktober 2018 auf Einladung der britischen Regierung und des Königshauses statt. Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Ich freue mich, dass in London weitere konkrete Verabredungen getroffen wurden, die dem illegalen Wildtierhandel den Kampf ansagen. Dass sich jetzt auch Banken, Tourismus- und Transportunternehmen engagieren zeigt: Der illegale Artenhandel ist klein Blümchenthema, hier geht es um organisierte Kriminalität, die ganze Länder destabilisiert. Die Bundesregierung wird ihr hohes Engagement beibehalten. Wir zählen international zu den größten Geldgebern und unterstützen entsprechende Projekte mit etwa 200 Millionen Euro.“

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Aus Angst vor Wilderern: Zoo schneidet Nashörnern Hörner ab

Nachdem Wilderer Anfang März ein Nashorn in einem französischen Zoo erschossen und dessen Horn abgesägt haben (JAWINA berichtete), reagiert der Zoo im tschechischen Dvůr Králové nad Labem mit einer drastischen Maßnahme: Der Zoo wird fast allen Nashörnern die Hörner auf ein für Wilderer uninteressantes Maß kürzen. Der Eingriff sei schmerzlos und mit dem Kürzen von Fingernägeln zu vergleichen, sagte Zoodirektor Dr. Přemysl Rabas in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). Im Gegensatz zu gängigen Maniküretechniken wird der Eingriff jedoch in Vollnarkose und unter Verwendung einer Kettensäge durchgeführt. Der Zoo Dvůr Králové engagiert sich im Rahmen eines Erhaltungszuchtprogramms für das Nördliche Breitmaulnashorn (Northern White Rhino), die am stärksten vom Aussterben bedrohte Säugetierart: Es leben nur noch drei Individuen des Nördlichen Breitmaulnashorns, die auf natürliche Weise nicht mehr fortpflanzungsfähig sind. Nun sollen den letzten überlebenden weiblichen Tieren Eizellen entnommen und mit dem im Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung eingefrorenen Sperma eines Bullen befruchtet werden. SE

Beitragsbild: Internetseite des Zoos Dvůr Králové nad Labem über das Erhaltungszuchtprogramm des Nördlichen Breitmaulnashorns. (Bildschirmfoto, Ausschnitt).

CIC: Nashornjagd-Versteigerung ist Beitrag zum Artenschutz

Der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd CIC (International Council for Game and Wildlife Conservation) lobt die umstrittene Versteigerung einer Nashornjagd als großen Beitrag zur Erhaltung des Nashornbestands in Namibia. Der Dallas Safari Club (DSC), eine Mitgliedsorganisation des CIC, hatte die Jagdlizenz für das Spitzmaulnashorn im Januar 2014 versteigert. 350.000 US-Dollar hatte der US-Amerikaner Corey Knowlton für die Lizenz geboten und den Zuschlag erhalten. Bei dem zum Abschuss vorgesehenen Exemplar der von der der IUCN als “vom Aussterben bedroht” kategorisierten Art handelte es sich um ein Tier, das das reproduktionsfähige Alter überschritten hatte und aufgrund seines gesteigerten Territorialverhaltens jüngere Tiere an der Fortpflanzung hinderte. Deshalb wurde es von Behörden Namibias markiert und zum Abschuss freigegeben. Der Auktionserlös kommt einer namibianischen Naturschutzorganisation (Conservation Trust Fund for Namibia’s Black Rhino) zugute, die sich für den Erhalt des Spitzmaulnashorns engagiert. Obwohl es sich somit unzweifelhaft um eine legale, nachhaltige und dem Artenschutz dienende Jagd handelt, wurden Knowlton und der DSC nach der Auktion von Tierrechtsaktivisten so ernsthaft bedroht, dass das FBI Ermittlungen aufnahm.

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