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Mecklenburg-Vorpommern: Nandu-Population wächst weiter

Die Nandu-Herbstzählung des Biosphärenreservats Schaalsee-Elbe hat im Vergleich zu der Frühjahrszählung im März 2018 einen deutlichen Anstieg der Population ergeben. Insgesamt wurden 566 Nandus gezählt, darunter 144 Altvögel, 294 Jungvögel (aus diesem Jahr) und 128 Tiere, deren Alter und Geschlecht nicht differenziert werden konnte. Als Ursache für den Anstieg wird die im Jahr 2018 außergewöhnlich warme und trockene Witterung vermutet.

Da Nandus weiterhin erhebliche Schäden auf Raps und Getreideflächen verursachen und bisherige Vergrämungsversuche der Landwirte keine Erfolge zeigten, hatte das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe auch in diesem Jahr einen Antrag des Kreisbauernverbandes auf eine Manipulation der Gelege genehmigt. Diese Arbeiten durften nur durch namentlich genannte Personen durchgeführt werden. Der Zeitraum war aus Tierschutzgründen begrenzt.

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Ausnahmegenehmigung für Manipulation von Nandu-Eiern erteilt

Nandus gelten in ihrem ursprünglichen Habitat in der südamerikanischen Pampa als gering gefährdet, in der norddeutschen Tiefebene stellen sie ohne Zweifel einen Faunenverfälschung dar. Unternommen wurde dagegen bislang – nichts. Ein aufschlussreicher Hinweis darauf, wie ernst die Bekämpfung invasiver Arten hierzulande genommen wird.

Nun hat das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe als Untere Naturschutzbehörde für das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee  dem Kreisbauernverband Nordwestmecklenburg auf Antrag die Ausnahmegenehmigung erteilt, Nandueier im Biosphärenreservat Schaalsee durch das Anbohren zu manipulieren. Das teilt das Landwirtschaftsministerium in einer Presseerklärung mit. Darin heißt es: Ihre natürliche Verbreitung haben Nandus in Südamerika. In Deutschland gelten die Vögel als Neozoen. Der Nandubestand im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee geht auf einige wenige Tiere zurück, die im Jahr 1999 aus einem Gehege in Groß Grönau entlaufen sind. Das Anbohren der Eier, mit dem Ziel der Verhinderung der Reproduktion, ist nach aktueller Beurteilung das mildeste Mittel eines Eingriffs, um dem weiteren Anwachsen und der weiteren Ausbreitung der Nandupopulation und den damit einhergehenden Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen entgegen zu wirken.

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Nandu-Zählung in McPom

Die Arbeitsgruppe Nandumonitoring und das Biosphärenreservat Schaalsee zählen in diesen Tagen erneut die Nandus in Nordwestmecklenburg. Das berichtet das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz. Der bis zu 1,40 Meter große Laufvogel, der in Südamerika beheimatet ist, gehört seit etwa 13 Jahren zur Tierwelt Nordwestmecklenburgs. Er wird als neu auftretende Tierart daher intensiv beobachtet, die Folgen seiner Ausbreitung werden seit fünf Jahren wissenschaftlich untersucht.

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