Schlagwort-Archive: Namibia

Kurze Replik zu den Ausführungen von RA Jens Ole Sendke

Ein Beitrag von Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Hier zeige ich der geneigten Leserschaft Bilder eines LR, einen „Fels in der Brandung der Zeit“, wie es der von mir hochgeschätzte Rechtsanwalt Jens Ole Sendke ausgedrückt hat. Bei meiner vorerst letzten Jagd in Namibia konnte ich mich von den überragenden Qualitäten dieses Gefährts überzeugen. Allerdings wäre es ehrlicher zu sagen, ich musste mich überzeugen lassen. Denn dieser Fels, auf den Jens Ole Sendke anscheinend einen Großteil seines Privatlebens aufgebaut hat, bescherte uns einen nächtlichen Gewaltmarsch durch die von ihm so eindrucksvoll beschrieben Wildnis des südlichen Afrikas. Ich sage deshalb uns, weil meine Frau, als Ehefrau eines Jägers durchaus einschlägig leidgeprüft, diesen Marsch auch durchstehen musste. Doch der Reihe nach.

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Zurück zur englischen Blechschüssel

Ein Beitrag von Jens Ole Sendke

Die Ausführungen des von mir geschätzten Prof. Dr. Pfannenstiel zu klassischen Land Rovern im Allgemeinen und seinem KIA im Besonderen verdienen es durchaus, in einen größeren Gesamtzusammenhang gestellt zu werden. Die von Prof. Dr. Pfannenstiel empirisch ermittelten  Sachverhalte und dargebotenen subjektiven Wahrnehmungen können natürlich nur vor dem Hintergrund von Tatsachen durch die Leser richtig bewertet und eingeordnet werden. Guter Journalismus (wie bei JAWINA üblich) und echte Wissenschaft orientieren sich ausschließlich an  Fakten!

Die vorgestellte „koreanische Reisschüssel“ (Man tut dem Hersteller KIA unrecht, da dort nie Küchengeräte hergestellt wurden, sondern KIA 1944 zur Produktion von Fahrrädern gegründet wurde) ist also neun Jahre alt und hat 130.000 km auf dem Tacho. In einer Zeit, in der Neuwagen für drei Jahre geleast werden und drei Jahre alte Diesel-PKW als „ältere Diesel“, die aus Umweltschutzgründen mit Fahrverboten belegt werden müssen, bezeichnet werden, scheinen neun Jahre für ein Auto ein biblisches Alter zu sein.  … wäre da nicht dieser Fels in der Brandung der Zeit, unbeeindruckt umspült von der Vergänglichkeit: der klassische Land Rover! Nach Angaben des Herstellers sind ca. 2/3 der seit 1948 (da baute KIA noch Fahrräder) hergestellten Land Rover noch heute in Betrieb. Es wundert den Fachmann deshalb kaum, dass der 1954 gebaute Land Rover von Sir Winston Churchill (KIA fahrende herausragende Persönlichkeiten – außer Prof. Dr. Pfannenstiel – sind leider nicht bekannt) „UKE 80“ im Jahr 2012 in einer Scheune wiederentdeckt wurde und als Gebrauchtwagen sogar noch einen ordentlichen Preis erzielte. Oder dass im vergangenen Jahr einer der Land Rover der Oxford & Cambridge Far Eastern Expedition (1955) aus Singapur zurück geholt (dass ein KIA die Strecke London – Singapur absolviert hat, ist leider auch nicht bekannt) und mittlerweile mit seinem Originalkennzeichen „SNX 891“ im Vereinigten Königreich wieder für den Straßenverkehr zugelassen wurde. Der Autor (leider keine wirklich herausragende Persönlichkeit) besitzt übrigens einen Land Rover, der 30 Jahre alt ist und 472.000 km auf der Uhr hat. Das entspricht zehn Leasing-Fahrzeugen (s.o.), wenigstens drei KIA Sorento und außerdem gut 16 Mal der Strecke London – Singapur. DAS ist wirkliche Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung! Einen Land Rover kauft man sich eben nur ein Mal, der ist ein Auto fürs ganze Leben!

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Namibia: Uneingeschränktes Bekenntnis zur Bedeutung der Jagd

„Die Annahme ist völlig falsch, dass andere Tourismusformen die Jagd ersetzen könnten“: In einem Brief wendet sich die Namibische Staatsregierung gegen das von Kalifornien geplante Importverbot bestimmter Trophäen. CIC und DJV begrüßen, dass sich die Namibische Regierung uneingeschränkt zur Bedeutung der Jagd für die Biodiversität des Landes bekennt.

In einem Schreiben wendet sich Theofilus Nghitila, seit Neuem Staatssekretär des Namibischen Umwelt- und Tourismusministeriums, an den Gouverneur des Staates Kalifornien, Edmund G. Brown. Darin bringt Nghitila zum Ausdruck, welche weitreichenden negativen Konsequenzen der von der kalifornischen Regierung geplante „Iconic African Species Protection Act“ für sein Land, seine Bevölkerung und den Artenschutz hätte. Die deutsche Delegation des Internationalen Rates zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) und der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßen die offenen Worte der Namibischen Regierung und das klare Bekenntnis eines ganzen Landes zu nachhaltiger Jagd.

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Namibia verbietet Veröffentlichung von Erlegerbildern im Internet

In einem Memorandum richtet sich der Namibische Umwelt- und Tourismusminister Pohamba Shifeta an Gastjäger und Einheimische. Er verbietet den Inhabern von Namibischen Jagdlizenzen, Bilder von erlegtem Wild in den sozialen Netzwerken zu posten. Die deutsche Delegation des Internationalen Rates zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) und der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßen diesen Vorstoß. 

In einem gestern veröffentlichten Schreiben verweist der Namibische Minister für Umwelt und Tourismus auf das künftige Verbot, Fotos von erlegtem Wild in den sozialen Netzwerken einzustellen und zu verbreiten. Diese Bilder sind aus der Sicht von Minister Shifeta unethisch und werfen „ein schlechtes Licht auf das Ansehen der gut regulierten Jagd“ in seinem Land. In Zukunft ist das Verbot Bedingung zur Erteilung einer Jagderlaubnis. Es ist verboten, sogenannte „Erlegerbilder“ in anderer Form als zu rein privaten Zwecken zu nutzen.

Auf diesen Vorstoß aus Namibia reagiert der CIC erfreut: “Fragwürdige Erlegerfotos gehören nicht in die sozialen Medien. Wir haben häufig genug erlebt, welchen Schaden sie anrichten“, so Dr. Wilhelm von Trott zu Solz, Leiter der Deutschen Delegation des CIC. „Erst am vergangenen Wochenende haben würdelose Bilder einer US-Amerikanerin mit einer in Südafrika erlegten Giraffe für massive Irritationen in den Medien gesorgt. Ich habe für solche Bilder kein Verständnis.“

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Ethische Jagd: Berufsjägervereinigung kritisiert südafrikanische Kollegen scharf

+++ Sachsen: Schalldämpfer und Saufänge sollen genehmigt werden +++ Österreich: Jäger durch abprallende Schrote am Auge verletzt +++ Schweiz: Jäger im Kanton Zug tödlich verunglückt +++

Der Vereinigung der Berufsjäger Namibias (Namibia Professional Hunting Association, NAPHA) kritisiert den südafrikanischen Berufsjägerverband (Professional Hunting Association of South Africa, PHASA) scharf. Anlass ist, dass die PHASA auf ihrer Hauptversammlung am 22. November eine Neudefinition “ethischen Jagens” in ihre Satzung aufgenommen hat. Nach der neuen Definition sind unter “ethischem Jagen alle Arten von Jagd zu verstehen, die gesetzlich zulässig sind.” (Ethical hunting shall mean all types of hunting permissible by law.) Damit würden Praktiken erlaubt, die den Zielen und Grundsätzen ethischen Jagens widersprechen, erklärt NAPHA-Präsidentin Danene van der Westhuyzen im Namibia Economist. Die Neudefinition öffne ein Tor für Missbrauch und Ausbeutung durch diejenigen, die sich um die Zukunft der Jagd in Afrika nicht scherten. Auch stelle die Formulierung einen Verstoß gegen den Afrikanischen Jagdethik-Kodex dar (Code of Ethical Sport Hunting Conduct for Africa), der 1997 u.a. von dem damaligen PHASA-Präsidenten Basie Maartens unterzeichnet wurde. Van der Westhuyzen weist darauf hin, dass nur ein Drittel der PHASA-Mitglieder über die Satzungsänderung abstimmte – und dass es einen gravierenden Unterschied zwischen “legal” und “ethisch vertretbar” gebe. So gebe es in Afrika beispielsweise kein Gesetz, dass es ausdrücklich verbiete, ein führendes Tier zu schießen, was aber die Mehrheit der Jäger und Nichtjäger als unethisch ablehnten. Auch ermögliche die Neuformulierung den Abschuss von Löwen, die für die Jagd gezüchtet würden, was im Widerspruch zur Auffassung der NAPHA und anderen Organisationen von fairer und ethisch akzeptabler Jagd stünde. SE

Beitragsbild: Headline des zitierten Beitrags im Namibia Economist (Screenshot)

Afrikaner kritisieren deutsche Naturschützer

Die unreflektierte neokolonialistische Attitüde deutscher Naturschützer ruft in Afrika immer schärfere Kritik hervor. In der Allgemeinen Zeitung Namibia (AZ) bringt Redakteur Frank Steffen den Unmut vieler Opfer hiesiger Besserwisserei auf den Punkt: “Ob sich manche Naturschützer wirklich Gedanken zur praktischen Ausführung des nachhaltigen Naturschutzes machen?” fragt sich Steffen in seinem Kommentar “Namibia braucht die Jagd” (Registrierung erforderlich) und regt an, “einfach mal versuchen, Vorstellungen und Überzeugungen mit der Realität in Verbindung zu bringen.”

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Lesefrüchte 2: Jagdkritiker machen es sich zu leicht

Ein Reporter der Süddeutschen Zeitung hat einen Brandenburger Jäger auf eine Jagdreise nach Namibia begleitet und ist dabei zu einer bahnbrechenden Erkenntnis gelangt: “Am Ende der Reise stand die Erkenntnis, dass es sich viele Kritiker der Großwildjagd tatsächlich zu leicht machen. Ohne das Geld der Jäger aus dem Ausland wäre der Naturschutz vielerorts unmöglich.” Sieh an, sieh an… Die vollständige Reportage bleibt leider zahlenden Kunden der SZ vorbehalten. SE

Beitragsbild: Der zitierte Beitrag in der SZ

Namibia: Elfjähriger Junge stirbt bei Jagdunfall

Am Samstag ist ein elf Jahre alter Junge bei einem Jagdausflug mit der Familie ums Leben gekommen. Das berichtet die Allgemeine Zeitung (AZ) Namibia. Demnach stand der Junge auf der Ladefläche eines Pick-Ups, als sich in der Kabine des Fahrzeugs ein Schuss aus einem Jagdgewehr löste. Das Projektil durchschlug das Dach des Wagens und verletzte das Kind tödlich am Hals. Der Vorfall ereignete sich ca. 60 Kilometer südlich von Windhoek auf der Farm Koppieskraal. SE

Beitragsbild: Wüstenlandschaft in Namibia, Autor: Marco w, Quelle: Wikipedia

San-Buschleute aus Namibia lesen Spuren eiszeitlicher Jäger

Die San-Jäger aus Namibia, auch unter der Bezeichnung Buschleute bekannt, gelten als die besten Spurenleser und arbeiten in ihrer Heimat als Fährtensucher und Jagdführer. Zusammen mit einem Team von Wissenschaftlern sollen die Fährten-Fachleute Fuß- und Handspuren vorzeitlicher Jäger deuten, die in abgelegenen Höhlen in den Pyrenäen seit Jahrtausenden unverändert erhalten geblieben sind.

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