Schlagwort-Archive: Nachwuchs

Mecklenburg-Vorpommern: Mindestens 13 Wolfswelpen in MV nachgewiesen

+++ Schweiz: Verfahren gegen SVP-Politiker wegen vergiftetem Wolf eingestellt +++ Österreich: Zwei Jäger wegen Wilderei verurteilt – Anwälte kündigen Berufung an +++ Schweiz: Immer mehr Kantone erlauben Nachtzielgeräte +++ Sachsen-Anhalt/Brandenburg: Drei Wölfe in Wildunfälle verwickelt +++

In den Wolfsrudeln in Mecklenburg-Vorpommern sind in diesem Sommer mindestens 13 Welpen aufgezogen worden. Das teilt Dr. Norman Stier, Forstzoologe und Koordinator des Wolfsmonitorings in MV, mit.

Demnach konnten durch das Monitoring des Bundesforstbetriebes Trave der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) in der Lübtheener Heide mindestens 3 Welpen per Fotos und Fotofallenbildern nachgewiesen werden. Ob es sich bei den Tieren wie im letzten Jahr um das Kalißer Rudel handelt, sollen Genetikproben zeigen.

In der Retzow-Jännersdorfer Heide – im Grenzbereich zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg – bestätigen Fotofallen des Wolfsbetreuers der Landesforstanstalt mindestens 5 Welpen.

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Sachsen: Neues Wolfsrudel und reichlich Nachwuchs

In der Dahlener Heide (LK Nordsachsen) konnte ein Wolfsrudel nachgewiesen werden. Bereits seit Jahresbeginn gab es einzelne Hinweise auf Wölfe in diesem Gebiet. Ende Mai wurde eine Wolfsfähe mit Gesäuge, welche Futter im Maul trug, von einer Fotofalle fotografiert. Aktuell wurden zwei Welpen beobachtet und fotografiert. In neun weiteren sächsischen Wolfsterritorien konnte ebenfalls bereits Reproduktion nachgewiesen werden.
In den Territorien des Daubitzer, Königshainer Berge, Nieskyer, Rosenthaler und Seenland Rudels gibt es Fotoaufnahmen von Welpen. Auch bei dem im Monitoringjahr 2015/2016 neu etablierten Wolfspaar in der Neustädter Heide (LK Bautzen) wurde erstmals Nachwuchs bestätigt. Außerdem liegen aus dem Daubaner, Nochtener und Knappenrode Rudel Hinweise auf Reproduktion aufgrund von Fotofallenaufnahmen einer Wolfsfähe mit Gesäuge vor.

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Wenn die Bache zum Angriff bläst

Familienzuwachs bei den Wildschweinen. Der Landesjagdverband Brandenburg e.V. (LJVB) empfiehlt, Wald- und Feldwege nicht zu verlassen und Hunde beim Spaziergang anzuleinen.

Derzeit erblickt der Wildschweinnachwuchs in Brandenburgs Wäldern und Fluren das Licht der Welt. Nach einer Tragzeit von drei Monaten, drei Wochen und drei Tagen werfen die Bachen bis Ende Februar ein bis acht Frischlinge, die drei Monate gesäugt werden. In den ersten Tagen nach der Geburt dulden die weiblichen Wildschweine keine Artgenossen in ihrer Nähe. Sie verlieren sogar die Scheu vor den Menschen und greifen mitunter sogar an, wenn sich jemand dem sogenannten Wurfkessel nähert. „Zwischen Bache und ihre Frischlinge zu geraten, kann für Spaziergänger und Hunde gefährlich werden. Wir empfehlen deshalb dringend, die Wald- und Feldwege nicht zu verlassen und Hunde ausschließlich angeleint mitzuführen“, sagt Georg Baumann, Geschäftsführer des LJVB. „Spätestens wenn die Wildschweinmutter laut die Atemluft ausstößt, ist Gefahr in Verzug. Damit stellt die Bache unmissverständlich klar, dass sie mit vollem Einsatz bereit ist, ihre Frischlinge zu verteidigen.“, so Baumann weiter.

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Niedersachsen: Mindestens zwei Welpen im Raum Gartow – erneut Wolf im Heidekreis überfahren

Ein ausgewachsener männlicher Wolf wurde am Montag im Landkreis Heidekreis auf der Bundesstraße B71 überfahren – in der Nähe der Autobahn-Abfahrt Soltau-Ost. Dies teilten die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) und das Wolfsbüro des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit. Das Tier befindet sich bereits im Leibnitz-Institut für Zoo und Wildtierforschung (IZW) in Berlin zur weiteren Untersuchung.

Nachwuchs bei sechs von sieben Wolfsrudeln in Niedersachsen

Bei dem Wolfsrudel im Raum Gartow konnte nun über Fotofallenbilder der Nachweis von mindestens zwei Wolfswelpen erbracht werden. Damit ist aktuell bei sechs der sieben Wolfsrudel in Niedersachsen eine diesjährige Reproduktion nachgewiesen.

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Sachsen: Großer Wurf im Daubaner Rudel

In diesem Jahr konnte im Daubaner Rudel bereits Ende Juli der Nachweis von Welpen erbracht werden. Aufnahmen einer automatischen Wildkamera (Fotofalle) zeigten sechs Welpen. In der vergangenen Woche gelang es einem Jäger und Hoppyfotografen nun im Revier des Daubaner Rudels 13 Welpen gleichzeitig zu filmen. Für Wölfe in freier Wildbahn ist dies ein ungewöhnlich großer Wurf, bisher sind in Sachsen meist 4 bis 8 Welpen je Wurf nachgewiesen worden. Aus anderen Ländern sind jedoch auch Wurfgrößen von 10 Welpen bekannt.

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MV: Streit um Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht

Backhaus droht mit Erhöhung der Jagdabgabe.

Kaum sind die Meldungen über den ersten Wolfsnachwuchs in Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht, schon flammt der Streit über die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht wieder auf. Die Landtagsabgeordnete und agrarpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion in MV, Beate Schlupp, verbreitete dazu nach Gesprächen des Arbeitskreises Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz der CDU-Landtagsfraktion mit Vertretern des Landesbauernverbandes folgendes Statement: „Die Meldung, dass erstmals Wolfsnachwuchs in unserem Bundesland gesichtet wurde, löst vor allem bei Landwirten nicht gerade Jubelstürme aus. Bereits in der Vergangenheit gab es Zwischenfälle mit Wölfen. Bei aller Euphorie dürfen wir den Blick für die Realität nicht verlieren und müssen uns auf die Herausforderung im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Wolfes einstellen.”

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Neues von den Wölfen aus Sachsen und Südbrandenburg

In Sachsen sind aktuell zwölf Wolfsrudel oder –paare bestätigt, von denen zehn ihre Territorien ganz (Daubitz, Nochten, Niesky, Dauban, Kollm, Milkel, Seenland, Königsbrück, Rosenthal, Laußnitzer Heide) und 2 überwiegend im Freistaat haben. Von letzteren ist das Spremberger Rudel grenzübergreifend mit Brandenburg und das Hohwald Rudel mit der Tschechischen Republik. In der Annaburger Heide, die hauptsächlich in Sachsen-Anhalt liegt, aber nach Brandenburg und Sachsen hineinreicht, lebt ebenfalls ein Wolfsrudel (siehe Karte). Durch Genetikproben aus dem Biehainer Forst östlich von Niesky ist bekannt, dass das polnische Ruszow Rudel sein Territorium zum Teil auch auf sächsischer Seite hat (nicht auf der Karte dargestellt).

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Kinderstube Natur

Ob junge Hasen, Rehkitze oder Vogelküken – ab Ende April verwandeln sich Wälder und Wiesen in große Kindergärten. Daher ist erhöhte Rücksichtnahme gefragt.

Finden Naturfreunde vermeintlich allein gelassene Jungtiere, sollten diese keinesfalls angefasst werden. Muttertiere könnten durch die menschliche Anwesenheit abgeschreckt und die Jungtiere so zu Waisen gemacht werden. „Zum Schutz ihres Nachwuchses vor Fressfeinden, wie dem Fuchs, lassen Elterntiere die Jungtiere oft allein im hohen Gras zurück und erscheinen erst zum Säugen wieder.“, erklärt Kurt Alexander Michael, Präsident des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz e.V. (LJV). „Das klingt zunächst unlogisch, aber die gute Tarnung und der schwache Eigengeruch der Youngsters machen sie für Raubtiere schwer auffindbar.“

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