Schlagwort-Archive: Nachweis

Niedersachsen: Wildkatze im Wendland nachgewiesen

+++ SPD-Innenminister wollen Waffenrecht weiter verschärfen +++ Wolfsnachwuchs im tschechisch-polnischen Grenzgebiet +++ Brandenburg: Wolf bei Liebenwalde überfahren +++

Die diesjährige Erfassung der Wildkatze hat bestätigt, dass sich die Art weiter in Niedersachsen ausgebreitet hat. Durch eine großflächige Wildkatzenerfassung konnte der Naturschutzverein BUND gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) bereits in den vergangenen zwei Jahren zeigen, dass sich die scheue Katze immer neue Lebensräume in Niedersachsen zurückerobert. Unterstützt durch die Niedersächsischen Landesforsten, die Klosterforst sowie weitere Naturschutzverbände untersuchten Natur­schützer*innen in 2019 mit Hilfe von 83 Lockstöcken ausgewählte Wälder in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg, Celle und der Region Hannover sowie im nördlichen Teil des Teutoburger Walds im Raum Dissen südlich von Osnabrück.

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Bayern: Aujeszky-Krankheit bei Wildschwein im Landkreis Traunstein

Das Veterinäramt Traunstein hat bei einem im Landkreis Traunstein erlegten Wildschwein Antikörper gegen das Aujeszky-Virus festgestellt, wie der Landkreis mitteilt. Antikörper gegen dieses Herpesvirus sind laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in etwa zehn Prozent der untersuchten Wildschweinproben in Bayern nachweisbar. Die Untersuchung des Wildschweins erfolgte im Rahmen des Schweinepest- und Aujeszkysche Krankheit-Monitorings. Die Aujeszkysche Krankheit ist für den Menschen ungefährlich. Für Hausschweine, Hunde und Katzen ist sie jedoch ansteckend. Das Veterinäramt Traunstein rät deshalb zu einigen Vorsichtsmaßnahmen. Das Aujeszky-Virus kann durch Kontakt mit infizierten Wildschweinen, Lebensmitteln von diesen Wildschweinen oder mit kontaminierten Gegenständen in Hausschweinebestände gelangen. Dies kann zu erhöhter Sterblichkeit bei Ferkeln bzw. einer erhöhten Aborthäufigkeit bei Sauen führen. Schweinehalter, die auch Jäger sind, müssen deshalb die geltenden Hygienevorschriften strikt beachten und vor Betreten der Stallungen Kleidung und Schuhe wechseln.

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Thüringen: Goldschakal im Nationalpark Hainich nachgewiesen

+++ Bundesumweltministerium: Grundsatz “Wald vor Wild” durch Änderung des Bundesjagdgesetzes konsequent umsetzen +++ Niedersachsen: Behördenmitarbeiter bedroht, Waffen beschlagnahmt +++ Thüringen: Jäger kritisieren Windkraftausbau im Wald +++ Schweiz: Wolf reißt zwei Schafe im Kanton Uri +++

Goldschakal im März erstmals auch in Sachsen beobachtet

Der erste Nachweis eines Goldschakals in Thüringen gelang am 1. August 2019 im Nationalpark Hainich, wie die Nationalparkleitung mitteilt: Um 17.33 Uhr tappte er in eine Fotofalle. Zunächst war es lediglich eine Vermutung, doch nun bestätigten auch Experten anhand der Fotos eindeutig, dass es sich bei diesem Tier um einen Goldschakal handelt. Ausgehend vom Balkan breitet er sich seit einigen Jahrzehnten gen Westeuropa auf natürliche Weise aus. Der erste dokumentierte Nachweis in Deutschland stammt aus der Brandenburgischen Niederlausitz im Juli 1997. Seitdem gelangen immer wieder Nachweise von Einzeltieren, die vermutlich über Österreich, Tschechien oder Polen nach Deutschland einwandern. Europaweit wird der Bestand auf mittlerweile ca. 100.000 Tiere geschätzt. Damit übertrifft die europäische Population an Goldschakalen diejenige der Wölfe um das Siebenfache.

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Niedersachsen: Erstmalig Aujeszky-Antikörper bei Wildschwein nachgewiesen

Im Rahmen des sogenannten Wildschwein-Monitorings wurden bei einer routinemäßigen Untersuchung einer Wildschweinblutprobe aus dem Raum Soltau erstmals Antikörper gegen das Virus der Aujeszkyschen Krankheit (AK) durch das Veterinärinstitut des LAVES in Hannover am 11. Januar 2019 amtlich nachgewiesen. Das teilt das Kreisveterinäramt mit. Das Vorkommen der Erkrankung stellt eine potenzielle Bedrohung für die Hausschweinebestände und Haustiere, besonders Hunde, dar. Das Veterinäramt des Heidekreises fordert daher alle Schweinehalter und -halterinnen verstärkt auf, die bekannten Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten. Jägern wird dringend empfohlen, keinen Aufbruch von Wildschweinen an Hunde zu verfüttern.

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Österreich: Gefährliche, subtropische Zeckenart Hyalomma marginatum erstmals nachgewiesen

Die subtropische Zeckenart Hyalomma marginatum kann das lebensbedrohliche Krim-Kongo-Fieber-Virus übertragen. Bislang stand den mit Zugvögeln mitreisenden Larven und Nymphen unser Klima im Weg. Der überdurchschnittlich warme Sommer führte jedoch bereits zu ersten Meldungen von adulten Stadien in Deutschland. Nun wurde erstmals ein geschlechtsreifer Parasit in Österreich gefunden und von ExpertInnen der Vetmeduni Vienna bestätigt. Der suptropische Blutsauger hatte kein Krim-Kongo-Fieber im Reisegepäck dafür, laut einer gemeinsamen Analyse der Vetmeduni Vienna, der AGES und der Meduni Wien, aber die für Menschen ebenso relevante Bakterienart Rickettsia aeschlimannii.

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Baden-Württemberg: Weiteres Luchsmännchen nachgewiesen

Das Donautal auf der Schwäbischen Alb hat sich in den vergangenen Jahren als geeigneter Luchslebensraum für einzelne Luchse herausgestellt: Nachdem der besenderte Luchs „Friedl“ bis April 2017 hier nachgewiesen wurde, hielt sich ein anderer Luchskuder, der „Immendinger Luchs“ von Juni bis November 2017 in dieser Gegend auf. Nun zeigen Fotofallen in der Gegend seit Januar 2018 erneut ein Tier, das dem Monitoringteam der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) bis dahin unbekannt war. In Zusammenarbeit mit KORA, der Institution, die in der Schweiz für das Monitoring der großen Beutegreifer zuständig ist, konnte die Identität dieses neuen Luchses geklärt werden: Das Luchsmännchen B600 wurde erstmals im Dezember 2016 nahe des Genfer Sees über Fotofallen nachgewiesen. Über den Vergleich der Fleckenmuster ließ sich nun eindeutig klären, dass es sich bei dem Tier im Donautal um denselben Luchs handelt.

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Erstmals seit 200 Jahren: Luchs im Thüringer Wald nachgewiesen

Wissenschaftler des Forschungszentrums iDiv und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) haben mit Unterstützung eines ortsansässigen Naturschützers im Thüringer Wald den Luchs nachgewiesen. Nördlich von Oberschönau wurde ein erwachsenes Tier mit Hilfe einer Kamerafalle fotografiert. Damit ist die Rückkehr des scheuen Beutegreifers in den Thüringer Wald 200 Jahre nach seinem Verschwinden erneut nachgewiesen. Die Forschungseinrichtungen stellten zwanzig Fotofallen – Kameras mit Bewegungsauslösern – zur Verfügung, die in wenigen Monaten über 9.000 Fotos aufnahmen. Auf einem war ein Tier zu erkennen, das ein Luchs hätte sein können. Aber das Foto war unscharf, als Beweis reichte es nicht.

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Sachsen-Anhalt: Wolf bei Wippra fotografiert

Bei der Auswertung der Fotos von Wildkameras, die Luchse im Harz überwachen sollen, haben die Mitarbeiter des Wolfskompetenzzentrums Sachsen-Anhalt einen Wolf in einem Revier bei Wippra (Landkreis Mansfeld-Südharz) entdeckt.

Damit gibt es einen weiteren gesicherten Nachweis dafür, dass die Wölfe auf ihrer Reviersuche auch in den Harz wandern. Ob sich die Tiere dort auch ansiedeln und Rudel bilden, bleibe abzuwarten, so eine Sprecherin des Landesumweltamtes.

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Wolf in Luxemburg

Der Wolf dehnt seinen Lebensraum weiter aus: Am vergangenen Mittwoch hat es im Raum Leudelingen-Bettemburg im Süden Luxemburgs einen konkreten Hinweis auf die Anwesenheit eines Wolfs gegeben. Das teilt das luxemburgische Umweltministerium mit. Ein Landwirt hatte gegen 23.45 Uhr von seinem Traktor aus ein wolfsähnliches Tier gesehen und im Scheinwerferlicht auch fotografiert. Nach eingehender Überprüfung aller wichtigen Kriterien bestätigten die Experten der Naturverwaltung, dass auf Basis des Fotos der Wolf nicht ausgeschlossen werden kann.

Als 100%er Nachweis kann die Beobachtung jedoch nicht eingestuft werden, weil auf dem Foto auf Grund der großen Entfernung nicht alle Kriterien eindeutig erkennbar sind, die für einen „eindeutigen Nachweis“ benötigt werden. Die Naturverwaltung geht aber momentan mit großer Wahrscheinlicht von der Präsenz eines Wolfes aus. Da Wölfe viel wandern, kann das beobachtete Tier mittlerweile in einer ganz anderen Gegend unterwegs sein. Alle Hinweise auf die Anwesenheit von Wölfen sollten umgehend der Naturverwaltung gemeldet werden (email: wolf@anf.etat.lu).

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Waffenrechtsverschärfung: Was Waffenbesitzer jetzt beachten müssen

Alte A- und B-Schränke rechtssicher weiter nutzen – so geht es

Erwartungsgemäß hat der Bundesrat heute der am 18. Mai vom Bundestag beschlossenen (JAWINA berichtete) Verschärfung des Waffenrechts zugestimmt. Kernpunkt sind die erhöhten Anforderungen an die Aufbewahrung von Schusswaffen, die künftig in Waffenschränken mit dem Widerstandsgrad 0 gelagert werden müssen. Das treibt nicht nur die Kosten für die Neuanschaffung von Waffenschränken massiv in die Höhe: Das hohe Gewicht entsprechender Tresore sorgt für entsprechende Transportkosten und könnte baustatische Probleme aufwerfen.

Zwar gilt ein weitreichender Bestandsschutz für bestehende Waffenschränke, doch wer seine alten A- und B-Schränke rechtssicher weiternutzen möchte, muss einiges beachten: “Grundsätzlich ist es die Aufgabe des Waffenbesitzers, der Waffenbehörde die ordnungsgemäße Aufbewahrung der Waffen nachzuweisen”, erklärt der Berliner Rechtsanwalt Jens Ole Sendke. Viele Legalwaffenbesitzer wie zum Beispiel Jungjäger, die sich zum ersten Mal eine Schusswaffe erwerben, werden von der zuständigen Waffenbehörde aufgefordert genau dies zu tun, also die ordnungsgemäße Aufbewahrung nachzuweisen. Es gibt aber keine Garantie dafür, dass die möglicherweise vor vielen Jahren übersandten Kaufbelege oder Fotografien gebraucht gekaufter Waffenschränke der Waffenbehörde noch vorliegen. Man muss da gar keine Böswilligkeit unterstellen: Wenn neue Mitarbeiter die alten Aktenbestände übernehmen oder es zum Beispiel durch Umzug des Legalwaffenbesitzers zu einem Wechsel der Behördenzuständigkeit kommt, können Akten schon mal verloren gehen.

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