Schlagwort-Archive: Nachtsichtgeräte

Dürfen Jäger Infrarotaufheller benutzen?

Infolge der jüngsten Änderungen des Waffenrechts dürfen Jäger Nachsichtvorsatzgeräte für die Nachtjagd auf Schwarzwild einsetzen. Umstritten ist, ob Jäger auch Infrarotaufheller einsetzen  dürfen, oder ob diese unter das weiterhin bestehende Verbot des Einsatzes künstlicher Lichtquellen fallen. Die Bayerischen Staatsministerien des Innern, für Sport und Integration sowie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten haben nun in einem Schreiben an die Jagd- und Waffenbehörden des Landes ihre Rechtsauffassung dargelegt: Demnach ermöglicht es der neu eingefügte § 40 Abs. 3 Satz 4 “Inhabern eines gültigen Jagdscheins, Nachtsichtvorsätze und Nachtsichtaufsätze für Zielfernrohre (darunter fällt Restlicht- und Wärmebildtechnik) zu erwerben, zu besitzen und einzusetzen. Die bislang notwendige Verwaltungspraxis einer Beauftragung nach § 40 Abs. 2 WaffG (LMS vom 26.04.2016, Gz. F8-7940-1/440) entfällt.”

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Schweiz: “Neue technische Hilfsmittel verstossen nicht zwingend gegen die Weidgerechtigkeit”

Der Glarner Regierungsrat hat sich in seiner Sitzung am 22. Oktober 2019 mit der Interpellation “Technische Hilfsmittel bei der Ausübung der Jagd” beschäftigt, die von Landrat Karl Stadler aus der Gemeinde Schwändi eingereicht wurde. Dabei geht es um den Einsatz von technischen Hilfsmitteln wie Drohnen, Fotofallen sowie Nachtsicht- und Wärmebildgeräte bei der Jagd und die Frage, inwieweit sich diese mit dem Anspruch auf ein weidgerechtes Verhalten vertragen.

In seiner Antwort stellt der Regierungsrat des Kantons Glarus fest:

“Neue technische Hilfsmittel müssen nicht zwingend gegen die Weidgerechtigkeit verstoßen. Fotofallen geben außerhalb der Jagdzeit wertvolle Hinweise auf das Vorkommen von Wildtieren. So wurden der Jagdverwaltung mehrmals Wolfsbilder von Privaten zugestellt.

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IWA 2019: Kompakte Wärmebild- und Nachtsichtgeräte von Flir

Die Wärmebild- bzw. Infrarot-Nachtsichtgeräte Flir Breach (WB) und Armasight (Flir MNCD 51 / IR) können ihre Herkunft aus dem Behördenbereich kaum verhehlen. Die sehr kompakte Bauweise und das geringe Gewicht (etwas über 200 Gramm) machen sie jedoch auch für Anwender aus dem Jagd- oder Outdoorbereich interessant, zumal es laut Hersteller diverse Vorsatz- und Adapterlösungen gibt. Die Preise liegen bei ca. 2500 Euro. red.

Armasight/Flir IR-Nachtsichtgerät mit integriertem IR-Aufheller und Montagemöglichkeit. Foto: SE

Beitragsbild: Kompakte Wärmebildkamera Flir Breach (PTQ 136). Foto: SE