Schlagwort-Archive: NABU

Kommentar: Sind Lüge und Heuchelei eigentlich gemeinnützig?

+++ Niedersachsen: Dramatische Rückgänge bei Fasanenbesätzen +++ Bayern: Streit um Pflicht-Hegeschau +++ ASP-Schutzzaun an Grenze von Luxemburg und Belgien +++ Neuseeland verbietet Sturmgewehre und Halbautomaten in militärischem Stil nach Anschlag +++

Vor kurzem hat der Bundesfinanzhof dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac die steuerrechtliche Gemeinnützigkeit aberkannt mit der Begründung, dass “allgemeinpolitische Tätigkeit” mit der Gemeinnützigkeit nicht vereinbar ist. Das sollte dem Nabu Thüringen zu denken geben.

Zu Recht kritisieren die Vertreter der Thüringer Jägerschaft die geplanten neuen Verbote im Entwurf zum Landesjagdgesetz: So wurde auf den Berliner Bleifrei-Symposien zur Bewertung der Risiken bleifreier Munition und der verfügbaren Alternativen mit aller wünschenswerten Klarheit festgestellt, dass der Eintrag von metallischem Blei aus jagdlicher Schrot- und Büchsenmunition außerhalb von Feuchtgebieten in toxikologischer Hinsicht vollkommen unbedenklich ist. Ein generelles Bleischrot-Verbot ist folglich sachlich nicht gerechtfertigt und damit unverhältnismäßig, zumal bleifreie Schrotmunition in Hinblick auf Tötungswirkung, Abprallverhalten und nicht zuletzt Toxizität hochgradig problematisch ist.

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Baden-Württemberg: Nabu verschweigt NS-Vergangenheit der “Vogelmutter”

In einer skandalösen Jubelmeldung feiert der Nabu Baden-Württemberg Lina Hähnle als Gründerin des Deutschen Bunds für Vogelschutz (BfV), aus dem der Nabu hervorging. “NABU vor 120 Jahren in Stuttgart von mutiger Frau gegründet”, frohlockt der Verband auf seiner Internetseite und preist Lina Hähnle als “Naturschutz-Visionärin gegen “Schmuckvogelausrottung”, der es wichtig war, “den Verein auf eine breite gesellschaftliche Basis zu stellen”. Und weiter: “Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 50 Pfennig im Jahr festgelegt, um jeder und jedem den Beitritt zu ermöglichen. Als wohlhabende Ehefrau des Reichstagsabgeordneten und Fabrikanten Hans Hähnle fuhr sie in der Eisenbahn oft in der sogenannten „Holzklasse“ (3. Klasse) mit, um mit den Menschen in Kontakt zu kommen.”

Kein Wort verliert der Nabu über die NS-Vergangenheit der Lina Hähnle, die (nachzulesen auf Wikipedia) nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten auf einer Mitgliederversammlung des Bundes im November 1933 „ein sieghaftes ‘Heil’ auf unseren Volkskanzler, der die Deutschen aus der Verbundenheit mit der Natur heraus gesunden lassen will”, ausbrachte. “Auch die Satzungsänderung des Verbandes 1934, nach der nur „deutsche Staatsbürger und Menschen artverwandten Blutes“ Mitglieder werden durften und Juden aus dem Verband ausgeschlossen wurden, fiel noch in ihre Amtszeit.”

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Schleswig-Holstein: Nabu hält Abschuss von Wolf GW924 für notwendig

FDP fordert Straffreiheit für Jäger und Schäfer, die sich oder ihre Tiere gegen Wölfe verteidigen

Der Nabu, einst lautester “Willkommen Wolf”-Rufer im ganzen Land, hat seine Position zum Wolf offenbar teilweise revidiert: Gegenüber den Kieler Nachrichten (KN) erklärte Fritz Heydemann, Mitglied des Nabu-Vorstands in Schleswig-Holstein, dass der Abschuss des Wolfs GW924, der mehrfach ordnungsgemäße Weideschutzzäune überwunden hat (JAWINA berichtete), notwendig und auch vom Bundesnaturschutzgesetz gedeckt sei.

Zur Begründung führte der Nabu-Vertreter an, dass ein “permanentes Wiederholen des Zaunüberwindens durch dieses Tier zu befürchten sei. Dadurch würden tatsächlich “erhebliche landwirtschaftliche Schäden” enstehen. Die Deichschäferei müsse jedoch schon aus Gründen der Deichsicherheit möglich bleiben, es bestehe folglich ein überwiegendes öffentliches Interesse.

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Sogar der Nabu befürwortet Nilgans-Jagd

+++ Österreich: Gestürzt und an Wurzel hängen geblieben – Bergwacht rettet 79-jährigen Jäger +++ Bayern: Wildernder Hund tötet Rehkitz +++ Hessen: Wildschwein-Alarm im Gewerbegebiet Heppenheim +++

In den Siebzigerjahren sind vor allem in den Niederlanden einige als Ziervögel gehaltene Nilgänse aus der Gefangenschaft entkommen. Seitdem breitet sich die invasive Art in Mitteleuropa aus. Der DJV meldet aktuell eine Vergrößerung des Verbreitungsgebiets um 71 Prozent in den vergangenen acht Jahren. In allen deutschen Bundesländern mit Ausnahme von Berlin ist die Nilgans als Brutvogel nachgewiesen. Problematisch an den Vögeln ist, dass sie während der Brut zum Beispiel Weißstorchennester, Wanderfalkenhorste und Schleiereulennistplätze übernehmen und diese Arten so beim Brutgeschäft stören. Außerdem sin Nilgänse während der Brut territorial und vertreiben andere Entenarten aggressiv aus ihrem Revier. “Attacken auf Junge führende Stockenten enden manchmal mit dem Tod von Stockentenküken”, heißt es auf Wikipedia.

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NRW: Nabu distanziert sich von Problemschäfer-Äußerungen

In einer aktuellen Pressemitteilung distanziert sich der NABU NRW von den Äußerungen des Nabu-Kreisgruppenvorsitzenden Peter Malzbender, der einen durch Wolfsrisse geschädigten Schäfer massiv angegriffen hatte (JAWINA berichtete). In einer Pressemitteilung anlässlich der Ausweisung des zweiten  nordrhein-westfälischen Wolfsgebiets in der Senne erklärt der Verband: “Der NABU bedauert es sehr, dass es hier zu verbalen Übergriffen auch aus den eigenen Reihen gekommen ist, die nicht notwendig gewesen wären und ruft alle Beteiligten auf, zu einer sachlichen Diskussion zurückzukehren und verbal abzurüsten. Es sei fatal, dass es gerade bei einem sehr engagierten Berufsschäfer zu Übergriffen auf seine Schafe gekommen ist, obwohl er einen ausreichenden Herdenschutz betreibt, zusätzlich mit Herdenschutzhunden arbeitet und weitere Maßnahmen ergreift, um abermalige Übergriffe auszuschließen.” red.

Beitragsbild: Pressemitteilung des Nabu zur Ausweisung des 2. Wolfsgebiets in der Senne

NRW: Nabu diffamiert “Problemschäfer”

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Wolf bei Malchin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gesichtet +++ Niedersachsen: Trichinenuntersuchung im Landkreis Hameln-Pyrmont auch 2019 gebührenfrei +++ Schleswig-Holstein: Wolf reißt Schaf in Molfsee +++

Die  Nabu-Kreisgruppe Wesel  hat eine üble Hetzkampagne gegen einen Schäfer gestartet, der durch Wolfsangriffe inzwischen ca. 50 Schafe verloren hat. Die Nabu-Kreisgruppe sieht einem Bericht des Weseler Lokalkompass zufolge eine “verbal-ketzerische Hatz auf den Wolf in unserer Region” im Gange, der die Gruppe “ab sofort, massiv entgegentreten” werde. “Wir scheuen uns auch nicht, Stimmungsmacher und Lügner beim Namen zu nennen”, droht Kreisgruppenvorsitzender Peter Malzbender – eine öffentliche Diffamierung, die vor dem Hintergrund der massiven Anfeindungen und Drohungen, denen sich Wolfsgeschädigte regelmäßig ausgesetzt sehen (siehe Kommentare zu diesem JAWINA-Beitrag), schlicht nicht hinnehmbar ist. Dass ausgerechnet Malzbender sich nach den von ihm abgesonderten Pöbeleien noch berufen fühlt, das “unsachliche Auftreten des Schäfers und Vorsitzenden des Kreisschafzuchtvereins Maik Dünow” zu kritisieren, ist höchstens noch als Beleg für die hoffnungslose Verblendung dieser Ideologen ernst zu nehmen.

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Auch der Nabu kann seine Schafe nicht schützen

Wiederholte Wolfsangriffa auf Nabu-Herde trotz Zwei-Meter-Zäunen und Stacheldraht

Bei jeder Gelegenheit behauptet der Nabu, dass es nur auf korrekten Herdenschutz ankomme, und schon sei die friedliche Koexistenz von Wolf und Weidetierhaltung überhaupt kein Problem. So einfach scheint es dann wohl doch nicht zu sein: Jedenfalls gelingt es dem Nabu nicht, seine eigenen Schafe zuverlässig vor Wolfsattacken zu schützen – und das trotz Einzäunung à la Hochsicherheitstrakt. In einem Moorgebiet bei Aschen (Niedersachsen, Landkreis Diepholz) bewirtschaftet der Nabu eine ca. vier Hektar große Streuobstwiese. Vor zwei Jahren fielen hier bereits einige Schafe einem Wolfsangriff zum Opfer. Daraufhin wurde die Fläche komplett neu eingezäunt. Bis zu zwei Meter hoch ist der Zaun, die Zaunspitze ist zusätzlich mit Stacheldraht gesichert, wie die Oldenburgische Volkszeitung berichtet. Nun wurden bei einem neuerlichen Wolfsangriff wieder mindestens sieben Schafe getötet. Weitere drei Schafe werden vermisst.

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Sachsen-Anhalt: BVerwG weist Nabu-Klage gegen Kormoranverordnung ab

Am 22. November 2017 hat das Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt das Gericht dem Nabu beschieden, dass die Kormoranverordnung des Landes rechtmäßig ist (JAWINA berichtete). Gegen die Nichtzulassung der Revision hat der Nabu Beschwerde eingelegt, die nun per Beschluss vom 31.7. vom Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) zurückgewiesen wurde. Damit ist der Rechtsweg weitgehend ausgeschöpft, die Kormoranverordnung Sachsen-Anhalt ist damit rechtskräftig. Dem Nabu bliebe noch die Möglichkeit einer Verfassungsbeschwerde, der Juristen nach der Niederlage vor dem BVerwG jedoch keine großen Aussichten auf Erfolg beimessen. red.

Beitragsbild: Kormoran. Author: Sławek Staszczuk (photoss [AT] hotmail.co.uk), Quelle: Wikipedia, veröffentlicht unter der  Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz.

Brandenburg: Zwischen Schäfer, Bauernbund und Nabu fliegen die Fetzen

Bauernbund: Rufmord an Schäfer durch den NABU, Mithilfe des Landes Brandenburg

Ausgangspunkt des Streits ist ein vermutlicher bzw. je nach Sichtweise angeblicher Wolfsriss bei dem Schäfer Marc Mennle, der bei Lenzen in der Prignitz 350 Mutterschafe hält. Drei seiner Schafe sind trotz Herdenschutzhunden und Stromzäunen bei zwei Rissvorfällen getötet worden – von einem Wolf, wie Mennle meint. Kehlbisse und aufgerissene Bauchdecken seien unverkennbar, erklärt der Schäfer gegenüber den Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN). Mennle verständigte den offiziellen Rissgutachter Wolfgang Schanz. Dieser will jedoch nur in einem Fall Wölfe “als Verursacher nicht ausschließen”, wie die offizielle Formulierung lautet. In dem anderen Fall erhebt er laut PNN schwer wiegende Vorwürfe gegen den Schäfer: Es seien keine Schleifspuren am Boden zu erkennen, “der Übergriff sei spät gemeldet worden und vom Kadaver seien trotz der Anwesenheit vieler Herdenhunde große Teile genutzt worden.” Der Verdacht liege nahe, dass Mennle den Wolfsriss nur vorgetäuscht habe. “Rufmord an einem Schäfer durch den Nabu” sei das, empört sich der Bauernbund Brandenburg. Doch es geht um mehr als um den Ruf des Schäfers und die Entschädigung für gerissene Schafe – hätte ein Wolf zweimal Schafe gerissen, so könnte er nach der Brandenburger Wolfsverordnung “entnommen”, also abgeschossen werden. Ein Präzedenzfall, den es zu verhindern gilt? Dies dürfte durchaus im Interesse des Nabu liegen, der dem Schäfer unzureichenden Herdenschutz vorwirft – und Rissgutachter Wolfgang Schanz ist zugleich “Nabu-Wolfsbotschafter”.

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DJV an Nabu-NRW-Vorsitzenden: “Dürfen wir Ihnen mal einen Vogel zeigen?”

Josef Tumbrinck, Vorsitzender des Naturschutzbundes in Nordrhein-Westfalen, behauptet in einem Zeitungsinterview, er habe noch nie einen Jäger gesehen, der etwa für Wanderfalken einen Schornstein hochsteigt, um dort nach dem Rechten zu sehen. Greifvögel im Jagdrecht seien gefährdet durch illegale Abschüsse und Vergiftung. DJV, LJV NRW und DFO meinen: Fakenews oder schlechte Erinnerungsgabe. Schließlich hat Tumbrinck schon Falken gemeinsam mit Jägern beringt.

Unverständnis herrscht bei Deutschlands Jägern und Falknern über das Interview des Nabu-Funktionärs Josef Tumbrinck von Mitte Juni in der Westdeutschen Zeitung. Dort versteift sich Tumbrinck auf die Aussage, er habe noch nie einen Jäger erlebt, der etwa für den Schutz eines Wanderfalkens einen Schornstein hochsteigt. Zudem stelle das Jagdrecht ein Einfallstor für illegale Abschüsse und Vergiftungen von streng geschützten Tieren dar. Der Deutsche Falkenorden (DFO), der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen (LJV NRW) protestieren gegen diese Stimmungsmache: Entweder sind es Fakenews oder Tumbrinck hat eine schlechte Erinnerungsgabe wie ein Foto aus dem Jahr 2015 zeigt. Damals hatte der Nabu-Vorsitzende gemeinsam mit Falknern einen Wanderfalken auf einem Kirchturm beringt. Überdies haben geschützte Arten im Jagdrecht einen noch höheren Schutzstatus als unter dem Naturschutzrecht. „Mit solchen Behauptungen stellt die Führungsspitze des Nabu ihre Glaubwürdigkeit in Frage und gefährdet gute gemeinsame Artenschutzprojekte auf Arbeitsebene“, sagten die Präsidenten Hartwig Fischer (DJV) und Ralph Müller-Schallenberg (LJV NRW).

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Mecklenburg-Vorpommern: Erfolg für Nabu im Streit um Windrad in Ribnitz-Damgarten

Nach jahrelangem Rechtsstreit hat das Oberverwaltungsgericht Greifswald im Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes nun festgestellt, dass die 2015 erteilte Genehmigung für den Betrieb einer neuen Windkraftanlage am Standort Körkwitz voraussichtlich als rechtswidrig anzusehen ist. Das teilt der Nabu Mecklenburg-Vorpommern mit. Damit folgt es dem Antrag des Nabu, der im August 2015 Widerspruch gegen die vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) Vorpommern erteilte Genehmigung eingelegt hatte. Der Nabu hat die Genehmigungsbehörde inzwischen aufgefordert, umgehend für die Einstellung des Betriebs der Anlage zu sorgen. Die umstrittene Windkraftanlage befindet sich keine hundert Meter entfernt vom Vogelschutzgebiet „Vorpommersche Boddenlandschaft und nördlicher Strelasund“ sowie dem FFH-Gebiet „Recknitz-Ästuar und Halbinsel Zingst“. „Es steht zu befürchten, dass diese europäischen Schutzgebiete durch die Anlage erheblich beeinträchtigt werden können“, so Nabu-Landesvorsitzender Stefan Schwill.

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Nabu: “Vatertag bis Muttertag mit Vögeln verbringen”

Nein, wie witzig! Mit plump-anzüglichem Humor auf Stammtischniveau wirbt der Nabu für seine Vogelzählaktion “Stunde der Gartenvögel”: “Vatertag bis Muttertag mit Vögeln verbringen” lautet die Devise, mit der der Nabu “zur diesjährigen deutschlandweiten Vogelzählung in Gärten und Parks aufruft. “Wir wünschen uns, dass möglichst viele Menschen mitmachen, denn umso aussagekräftiger werden die Ergebnisse”, behauptet Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller und Nabu-Vogelschutzexperte Lars Lachmann ergänzt:: “Die umfangreichen seit 2005 gesammelten Daten ermöglichen uns solide Aussagen über Zu- und Abnahmen.” Ob die üblicherweise mit großem medialen Tamtam ausgeschlachteten Nabu-Vogelzählaktionen “Stunde der Gartenvögel” und “Stunde der Wintervögel” aber tatsächlich “aussagekräftige Ergebnisse” und “solide Aussagen” ermöglichen, ist indes mehr als fraglich.

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Polen will ASP-Schutzzaun bauen

Polen plant, an seiner Ostgrenze einen 1200 Kilometer langen Schutzzaun zu errichten, der Grenzübertritt und Einwanderung ASP-infizierter Wildschweine aus der Ukraine, Russland und Weißrussland unterbinden sollen. Das berichtet das Netzwerk Euractiv unter Berufung auf die englische Tageszeitung Telegraph. Demnach soll der Zaunbau noch 2018 begonnen und 2020 fertiggestellt sein. Der Zaun soll zwei Meter hoch sein und über fest im Boden verankerte Fundamente verfügen, um ein Überspringen und Unterwühlen des Zauns zu verhindern. Dennoch bestreiten Experten die Wirksamkeit des geplanten Zauns: Zum einen, weil Wildschweine ihn vermutlich dennoch überwinden könnten, zum anderen, weil die ASP bereits in Polen grassiere. Auf die ökologischen Auswirkungen eines solchen Zauns, der Wildbewegungen zahlreicher anderer Tierarten drastisch einschränken würde, wird in den Berichten nicht eingegangen.

Übrigens ist es sehr aufschlussreich, das Impressum von Euractiv aufzurufen und sich vor Augen zu führen, welche Akteure sich da zu diesem “unabhängigen und pan-europäischen Mediennetzwerk spezialisiert auf EU-Politik” [Selbstdarstellung auf Euractiv.com] zusammengefunden haben: Die Partei “Die Linke” im Europaparlament, einige NGOs, die Parteistiftung der Grünen, also die Heinrich Böll Stiftung, der Nabu Deutschland und die Party of the European Left. So stellt man sich doch ein “unabhängiges Mediennetzwerk” vor, nicht wahr? Neben solchen Playern, die in der erodierenden Medienlandschaft sehr wahrscheinlich an Bedeutung gewinnen werden, braucht es dann nur noch das Netz-DG und zwangsgebührenfinanzierten Regierungsfunk – da muss man sich um einheitliche Meinungsbildung keine Sorgen mehr machen. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags auf Euractiv. (Screenshot)

Nabu-Mitglied wird Bundesumweltministerin

Heute hat Svenja Schulze (SPD) ihr Amt als Bundesumweltministerin angetreten. Nach ihrer Ernennung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gestern übernahm sie heute in einer Übergabezeremonie am Berliner Dienstsitz des Ministeriums das Amt von ihrer Vorgängerin Barbara Hendricks. Morgen wird es auch am Bonner Dienstsitz des BMU eine Amtsübergabe geben. Zu Parlamentarischen Staatssekretären ernannt wurden erneut Rita Schwarzelühr-Sutter und Florian Pronold. Nach dem Organisationserlass, mit dem sich das Kabinett gestern Abend befasst hat, heißt das Ministerium offiziell “Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit”, kurz: BMU. Svenja Schulze ist lt. Wikipedia Nabu-Mitglied – angesichts der millionenschweren Zuwendungen die der Verein von staatlichen Stellen erfährt und der bereits bestehenden personellen Verflechtungen zwischen Nabu und diversen staatlichen Stellen, kann man dies als durchaus problematisch ansehen. Ob Schulze einen Austritt aus dem Nabu in Erwägung zieht, um ihr Amt mit der zu fordernden politischen Neutralität auszuüben, ist nicht bekannt.

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Sachsen-Anhalt: Kormoranverordnung des Landes ist rechtmäßig

Schlappe für den Nabu: Der 2. Senat des Oberverwaltungsgerichts des Landes Sachsen-Anhalt hat mit Urteil vom 22. November 2017 im Rahmen eines Normenkontrollverfahrens die Rechtmäßigkeit der am 1. Januar 2015 in Kraft getretenen Kormoranverordnung des Landes Sachsen-Anhalt vom 15. September 2014 bestätigt. Geklagt hatte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu).

Der Kormoran (Phalacrocorax carbo) ist als europäische Vogelart nach der EG-Vogelschutzrichtlinie und dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt. Es ist grundsätzlich verboten, Kormorane zu töten. Mit der Kormoranverordnung des Landes Sachsen-Anhalt wird hiervon eine Ausnahme zugelassen. Mit ihr wird die Tötung von Kormoranen durch Abschuss unter bestimmten örtlichen und zeitlichen Beschränkungen gestattet. Hierdurch sollen die Kormorane bei drohenden Schäden von schutzwürdigen Gewässern vergrämt werden. Zusätzlich ist die Verhinderung der Entstehung neuer Brutkolonien möglich.

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NRW: Nabu fordert Beschränkung der Jagdzeit auf September bis Dezember

+++ “Zahlenpfusch” beim Hamburger Nabu +++ Österreich: Vorarlberg behält Rotwildfütterung bei +++ Mecklenburg-Vorpommern: “Überall Gliedmaßen” – Jagdreste unsachgemäß entsorgt +++ Saarland: Brutplatz von Rotmilan zerstört +++ Bayern: “Blut und Eingeweide” – Aufregung um Aufbruch +++

Gäbe es noch Zweifel an der ideologischen Verbohrtheit und prinzipiellen Jagdfeindlichkeit des Nabu – mit den Statements des Nabu NRW zur geplanten Überarbeitung des nordrhein-westfälischen Landesjagdgesetzes wären sie ausgeräumt. Die angekündigte Novellierung des umstrittenen und in Teilen verfassungswidrigen Gesetzes dürfe “ökologische Standards nicht aufweichen”, fordert der Nabu. “Die aktuelle Jagdstrecke belege eindrücklich, dass trotz gestiegener Jagdstrecken bei Schalenwild und Wildschweinen die Überpopulationen mit den herkömmlichen Jagdmethoden nicht in den Griff zu bekommen seien”, so der Nabu. Der Nabu plädiere schon seit langem dafür die Jagdzeiten auf die Wintermonate September bis Dezember zu beschränken und in diesem Zeitraum auf die effektivere Drückjagd umzusteigen, so der Nabu-NRW-Vorsitzende Josef Tumbrinck.

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Proteste gegen Job-Kahlschlag bei Zeiss

Carl Zeiss Sport Optics startet Kooperation mit Nabu

Das traditionsreiche Optikunternehmen Carl Zeiss Sport Optics hat angekündigt, am Standort Wetzlar knapp 140 von 330 Arbeitsplätzen streichen zu wollen. Weitere 80 Stellen sollen an den Standort Oberkochen in Baden-Württemberg verlagert werden. In Wetzlar werden Zielfernrohre, Ferngläser und Spektive produziert. Rund 400 Zeiss-Mitarbeiter protestierten heute gegen den Arbeitsplatzabbau in der Wetzlarer Innenstadt. Ein Sprecher des Betriebsrates kritisierte gegenüber hessenschau.de die Kommunikationsstrategie des Unternehmens: Es habe nur eine kurze Informationsveranstaltung gegeben, niemand wisse, wie es weitergehe. Am Standort Wetzlar möchte sich Zeiss künftig auf Systemintegration und Services konzentrieren, teilte das Unternehmen mit. Der Betriebsrat kündigte an, um jede Stelle kämpfen zu wollen. Nach einer Schätzung der IG Metall haben über 600 Personen an der Demonstration teilgenommen, wie die Stimme.de berichtet. Demnach fürchtet die IG Metall, dass die Produktion nach Ungarn verlagert werden soll.

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“Sehr dünne Datenlage” – DJV weist NABU-Vorwürfe über illegal getötete Vögel zurück

Nach Angaben des Naturschutzbundes (NABU) werden in Deutschland “bis zu 146.000 Vögel” illegal getötet. Diese Zahl entbehrt jedoch, wie JAWINA bereits berichtete, jeglicher nachvollziehbarer und belastbarer Grundlage. Dies hat der Deutsche Jagdverband bereits im Vorfeld der Veröffentlichung kritisiert.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Vogelschutzorganisation BirdLife International geht von 146.000 illegal getöteten Vögeln in Deutschland pro Jahr aus. Als nationaler Partner von BirdlLife hatte der NABU den Datensatz für Deutschland erarbeitet. Hauptgrund der Tötung: illegale Jagd. Daraus abgeleitet fordert der NABU ein verbessertes staatliches Monitoring illegaler Verfolgung und die Einrichtung von auf Artenschutzkriminalität spezialisierten Anlaufstellen für Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte.

Zu der Entwurffassung hatte der DJV bereits im Frühjahr des Jahres über seine europäische Organisation FACE kritisch Stellung bezogen und insbesondere die spärliche Datengrundlage aus Deutschland bemängelt: sie sei einerseits nur schwer nachvollziehbar, andererseits beruhe sie im Wesentlichen auf Einschätzungen bzw. Hochrechnungen von Einzelfällen. Damit seien die Angaben höchst spekulativ und unseriös.

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Bis zu 146.000 illegal getötete Vögel pro Jahr in Deutschland?

Nabu erhebt Vorwürfe aufgrund äußerst dürftiger Datengrundlage

Bis zu 146.000 Vögel würden in Deutschland jährlich illegal getötet, behauptet der Nabu unter Berufung auf eine Studie der Vogelschutzorganisation BirdLife International. Angesichts der nun vorliegenden Zahlen fordert der NABU “ein verbessertes staatliches Monitoring illegaler Verfolgung und die Einrichtung von auf Artenschutzkriminalität spezialisierten Anlaufstellen für Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte, wie sie bereits in Nordrhein-Westfalen existieren”, so der Nabu in einer Pressemitteilung zum Thema. Um die Fehlabschussrate bei der Wasservogeljagd zu verringern, sei überdies eine “artgenaue Berichtspflicht für geschossene Enten und Gänse und ein stichprobenhaftes Kontrollsystem der vorgenommenen Artbestimmungen unabdingbar.” Problem dabei: Der Nabu erhebt diese schwerwiegenden Vorwürfe insbesondere gegen die Jägerschaft aufgrund einer äußerst dürftigen Datengrundlage: Weiterlesen

Bauernbund: “Nabu erfindet Insektensterben und schuld ist die Landwirtschaft”

Der Bauernbund Brandenburg hat die vom NABU “aufgrund einer dubiosen Studie” erhobenen Vorwürfe in einer Presseerklärung zurückgewiesen, die Menge der Fluginsekten sei durch eine angebliche Intensivierung der Landwirtschaft in den vergangenen 25 Jahren um 75 Prozent zurückgegangen. “Die einzigen landwirtschaftlichen Kulturen, auf denen aus gutem Grund in nennenswertem Umfang Insektenbekämpfungsmittel ausgebracht werden, sind Raps und Kartoffeln, diese machen nichtmal fünf Prozent der Fläche in Deutschland aus”, argumentiert Bauernbund-Vorstand Thomas Kiesel, Ackerbauer aus Barsikow im Ruppiner Land: “Und in den vergangenen 25 Jahren hat hier weder in der Düngung noch beim Pflanzenschutz eine Steigerung der Intensität stattgefunden. “Selbst wenn es einen dramatischen Rückgang der Insektenpopulation gäbe, was der Bauernbund bezweifelt, könne die Landwirtschaft deshalb kaum dafür verantwortlich sein.

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Baden-Württemberg: Nabu will Belohnung für Ergreifung des Schluchsee-Wolf-Killers aussetzen

Nachdem sich herausgestellt hat, dass der tot aus dem Schluchsee geborgene Wolf erschossen wurde, plant der Naturschutzverein Nabu, eine Belohnung für Hinweise auszusetzen , die zur Ergreifung des Täters führen. Die Belohnung soll sich auf 2000 bis 5000 Euro belaufen, berichtet der SWR. Damit wolle man ein Zeichen setzen, dass es so nicht gehe, erklärte der Nabu-Landesvorsitzende Johannes Enssle gegenüber dem SWR. Das Erschießen des Tieres sei eine schwere Straftat. Der Nabu will noch klären, ob sich der Landesjagdverband an der Belohnung beteiligt.

Schleswig-Holstein: Wolf spaziert durch die Straßen

In Dithmarschen (Schleswig-Holstein) fotografierte ein Rentnerpaar einen Wolf, der am hellichten Tag seelenruhig über eine Straße spazierte. Nach Einschätzung des Wolfsexperten Dr. Norman Stier von der TU Dresden handelt es sich eindeutig um einen Wolf, so der NDR.

Sachsen: Wolf überwindet E-Zaun mit Flatterband

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Verbände veröffentlichen Eckpunktepapier zu Wolf und Weidetierhaltung

+++ Neue Osnabrücker Zeitung: Wölfe haben seit ihrer Rückkehr nach Deutschland mehr als 3500 Nutztiere gerissen +++

Am Donnerstag haben acht Verbände in Berlin ein gemeinsames Eckpunktepapier zum Wolf veröffentlicht: Bundesverband Berufsschäfer, der Deutsche Tierschutzbund, die Umweltverbände NABU, IFAW, WWF und BUND sowie der Deutsche Grünlandverband und der sog. Ökologische Jagdverband. „Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland und der Erhalt von artenreichen, extensiv bewirtschafteten Grünland-Biotopen sind zwei Seiten derselben Medaille. Es ist an der Zeit zusammen zu arbeiten, im gemeinsamen Interesse von Weidetierhaltern, Tierschützern, Jägern und Naturschützern. Unser Papier ist der Beginn dieser Zusammenarbeit“, erklärten die Verbandsspitzen auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin.

Im Interesse des Artenschutzes und der Weidetierhaltung sehen die unterzeichnenden Verbände die Prävention und Kompensation von Wolfsübergriffen auf Weidetiere als eine zentrale Aufgabe des Wolfsmanagements. Sie erkennen den Schutzstatus des Wolfes im geltenden Recht an. Außerdem unterstreichen sie, dass die Akzeptanz des Wolfes durch die Bevölkerung der ländlichen Regionen unabdingbar für seine erfolgreiche Rückkehr ist. Aus Sicht der Verbände kann daher die begründete Entnahme von Einzelwölfen durch Experten notwendig werden, insbesondere zum Erhalt der Weidetierhaltung und ihrer ökologischen Leistungen, sofern sämtliche zumutbaren Alternativen ausgeschöpft sind.

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Euthanasieverschleppung: Naturschützer quälen Storch zu Tode

Für “Fee” ist ein jahrelanges Martyrium endlich zu Ende gegangen: Das Storchenweibchen hat vor gut einem Jahr sein linkes Bein bei einem Unfall mit einer Stromleitung verloren. Seitdem haben “Tierfreunde” vom Nabu an dem dem armen Tier herumgedoktert. Ein Orthopädie-Fachbetrieb hatte eine Prothese gebastelt, die der Storch nie wirklich nutzen konnte, weil sich der Beinstumpf immer wieder entzündete. Zwei weitere Prothesen wurden angefertigt, aber nach ewigem Rumexperimentieren musste die Storchendame nun eingeschläfert werden: “Das rechte Bein hat die einseitige Belastung nicht dauerhaft vertragen und sich extrem entzündet”, erklärte Friedrich-Karl Schöttelndreier, Betreiber der NABU-Vogelstation Rüdershausen im Landkreis Göttingen gegenüber dem NDR. Der Storch hatte “an der Sohle ihrer Kralle eine 5-Cent-Stück-große, stark eiternde Entzündung gehabt. Innerhalb von acht Tagen hätte sich der Zustand des Tieres verschlechtert. Eine Tierärztin sei zu dem Schluss gekommen, dass die Schmerzen für die Störchin zu groß geworden seien. Es habe keine Aussicht auf Heilung mehr bestanden.”

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“Grüne unterstellen Schießwütigkeit”

Der baden-württembergische FDP-Landtagsabgeordnete Hans-Ulrich Rülke kritisiert im Focus den illegalen Abschuss der Schluchsee-Wolfs (JAWINA berichtete). Er stellt aber auch die überfällige “Frage nach der politischen Verantwortung für ein Klima, in dem ein Täter oder eine Täterin meinte, die Frage nach dem Umgang mit der Rückkehr des Wolfes im Alleingang klären zu müssen.”

Rülke kritisiert den Umgang mit dem Thema in der von Grünen und Wolfsfreunden dominierten Auseinandersetzung mit dem Wolf, bei der abweichende Meinungen mit demagogischen Methoden abgewertet würden: “Ein Blick nach Ostdeutschland oder ins benachbarte Frankreich zeigt, diese Bedenken sind keineswegs aus der Luft gegriffen. Allein im Jahr 2015 wurden in Frankreich 8935 Nutztiere vom Wolf gerissen. […] Vor diesem Hintergrund gilt es, eine ehrliche und offene Diskussion darüber zu führen, welchen Raum wir dem Wolf in einer dicht besiedelten Kulturlandschaft bieten können. […] Doch was tut die grün-geführte Landesregierung? Sie schickt einen Hinterbänkler aus ihren eigenen Parlamentarierreihen als „NABU-Wolfsbotschafter“ durch das Land,  um die Leute mit warmen Worten über das „faszinierende Raubtier“ abzuspeisen, und verweist auf einen „Handlungsleitfaden Wolf“. Wer mit konkreten Vorschlägen für ein praktikables Wolfsmanagement aufwartet, wird von den Grünen umgehend in die Ecke der Naturfeinde gestellt.” Leseempfehlung! SE

Beitragsbild: Der aus dem Schluchsee geborgene Wolf bei Überlingen. Quelle: FVA/privat

 

 

Hessen: Nabu-Vertreter für “starke Bekämpfung” von Waschbären

Der Vorsitzende des Nabu Waldeck-Frankenberg, Heinz-Günther Schneider, hat sich für eine “starke Bekämpfung” von Waschbären ausgesprochen. Die Tiere seien “ein riesiges Problem” und hätten sich stark vermehrt, sagte Schneider in der Waldeckischen Landeszeitung. Im Hessischen Landtag wird derzeit über eine Aufhebung der Schonzeit für Waschbären diskutiert (JAWINA berichtete). Die Schonzeit für die Waschbären müsse man jedoch akzeptieren, meint Schneider. Eine intensivere Bejagung des Kormorans lehnte der Nabu-Vertreter ab.

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Schäferin fordert: “Wölfe wie jedes andere Wild jagen!”

Verbände wollen Entnahme von Problemwölfen erschweren

Immer wieder interessant, wie schnell und gründlich sich Standpunkte ändern können, wenn man selbst betroffen ist: “Meine Einstellung zum Wolf hat sich grundlegend geändert”, bekannte die niedersächsische Schäferin Gabriele Lebermann gegenüber der Kreiszeitung Wochenblatt. Grund für den plötzlichen Sinneswandel ist ein Wolfsangriff auf ihre Schafherde im Landkreis Harburg, dem innerhalb von zwei Tagen zwei ihrer Schafe zum Opfer fielen. Wölfe kämen den Ortschaften immer näher, hätten keine natürlichen Feinde und vermehrten sich jedes Jahr um 30 Prozent, lauten die neuen Erkenntnisse der Schäferin. Fazit: Sie sollten “wie jedes andere Wild” bejagt werden.

Die Verbände Nabu und International Fund for Animal Welfare (IFAW) wollen derweil die Entnahme von Problemwölfen erschweren. Die Bundesländer müssten mehr für Vorbeugung und Monitoring tun, in einem offenen Schreiben fordern sie einen “einheitlichen Umgang mit auffälligen Wölfen.” Vor der Abschussfreigabe verhaltensauffälliger Wölfe solle in jedem Fall die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes für den Wolf (DBBW) konsultiert werden. Ein zentraler Baustein des DBBW, so Nabu und IFAW, sei ein Expertengremium, das die Bundesländer im Umgang mit auffälligen Wölfen berät.

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Brandenburg: Nabu erhält 300.000 Euro Steuergelder für Volkserziehung

Der brandenburgische Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) hat dem Nabu einen Scheck über 300.000 Euro überreicht. Mit dem Geld soll ein Projekt zur Umweltbildung namens “Lebenswerte Natura-2000-Gebiete-Umwelt­sensibi­lisierung für ein gutes Miteinander von Mensch und Natur” gestartet werden. Ob sich die Verantwortlichen bei der Namensgebung von tradierten Losungen wie “Frauen und Mütter! Der Sozialismus dient dem Glück Eurer Familien! Legt in die Herzen Eurer Kinder die Liebe zur sozialistischen Heimat!” inspirieren ließen, ist nicht bekannt, die Ähnlichkeit jedoch frappierend. Ziel des Projekts ist einer Pressemitteilung des Landwirtschaftsministeriums zufolge, “bei Bürgern, Landeigentümern und -nutzern die Akzeptanz für den Schutz von Natura 2000-Gebieten zu steigern”, so Minister Vogelsänger: “Die FFH-Gebiete sollen in den Regionen als wertvoller Teil unserer Heimat noch besser wahrgenommen und die Umsetzung der Managementpläne unterstützt werden.” (“Werktätige der Industrie und Landwirtschaft! Vorwärts zu neuen Erfolgen im sozialistischen Wettbewerb! Dem Volke zum Nutzen und der Republik zu Ehren!”)

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“Öko-Pegida” – Landrat ärgert Naturfreunde

Nabu & Co. sind sauer auf Gernot Schmidt (SPD), den Landrat des Brandenburger Landkreises Märkisch-Oderland: Der hat anlässlich der landesweiten Wolfswachen (JAWINA berichtete) gesagt: “Ländliche Räume dürfen nicht die Spielwiese von Öko-Pegida sein.” Und weiter: “Ich benutze dieses Wort auch bewusst. Ich sage mal, Medien, Politik, Presse – wir werden alle von extremen Gruppen in die Zange genommen, die uns erklären wollen, wie wir zu leben haben.” In einer gemeinsamen Presseerklärung machten die Landesvorsitzenden von Nabu und BUND ihrer Empörung Luft: Eine “bewusste Provokation” und “eine unfassbare Diffamierung” stelle der Ausspruch Schmidts dar. Dem rbb zufolge machen sich die Landesverbände der Naturschutzorganisationen “für eine Versachlichung in der Wolfsdebatte stark.” Ach wirklich? Davon ist in der genannten Presseerklärung wenig zu verspüren, in der eher nach der Devise Auge um Auge, Zahn um Zahn zurückgeschossen wird, wenn es heißt, “Landrat Schmidt hat selbst Pegida-Niveau”, oder “Leute wie der Landrat”, versuchten, “den Volkszorn gegen den Wolf zu organisieren, was “populistisches und hetzerisches Niveau”, sei. Mag sein, dass Schmidts Pegida-Vergleich nicht besonders glücklich gewählt war – mit ihrer Entgegnung haben Nabu und Bund jedes Maß und jeglichen politischen Anstand weit hinter sich gelassen.

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Freie Bahn für Wildtiere

Gemeinsame Pressemeldung von Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e. V. (ADAC), Deutscher Jagdverband e. V. (DJV), Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) und WWF Deutschland (WWF)

Hunderttausende Rehe, Hirsche, Füchse und viele andere Tiere sterben jedes Jahr auf unseren Straßen. Wildunfälle stellen zudem für Autofahrer ein erhebliches Risiko dar. Zum anderen gefährden die Zerschneidung und Verinselung von Lebensräumen die biologische Vielfalt in Deutschland.

ADAC, Deutscher Jagdverband, Naturschutzbund (NABU) und der WWF Deutschland begrüßen deshalb das heute vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Berlin vorgestellte „Bundeskonzept Grüne Infrastruktur“ als eine dringend notwendige Grundlage. Gleichzeitig kritisieren sie die schleppende Umsetzung des 2012 beschlossenen Bundesprogramms Wiedervernetzung sowie eines bundesweiten Biotopverbunds. Grund dafür ist neben der unzureichenden Finanzierung auch der bestehende Mangel von bundesweiten Planungsgrundlagen und Umsetzungsstrategien.

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Jens-Werner Dettmann: Offener Brief an den Nabu

Der “ehrenamtliche Beringer, engagierte Natuschutzwart und begeisterte Naturfotograf” Jens-Werner Dettmann (ehemaliges Nabu-Mitglied ist er nach eigenem Bekunden auch) hat einen Offenen Brief an Nabu-Geschäftsführer Leif Miller geschrieben und auf Facebook veröffentlicht, in dem er die Verlogenheit und ideologische Verbohrtheit des Verbands anprangert. Es geht um wohlfeiles Jäger-Bashing, die Leugnung der Probleme, die Waschbär, Füchse und streunende Hauskatzen für Natur- und Artenschutz bedeuten und den ideologischen und spendenfreundlichen Umgang mit dem Thema Wolf. Lesenswert! Im folgenden der Brief im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Miller,

darf ich Ihnen, als Geschäftsführer des NABU-Bundesverbandes, heute mal einen Vogel zeigen?

Als ehrenamtlicher Beringer, engagierter Naturschutzwart und begeisterter Naturfotograf, hatte und habe ich natürlich auch viel mit den Jägerinnen und Jägern zu tun. Bei vielen Arbeitseinsätzen in Wald, Feld und Flur stehen die Jägerinnen und Jäger längst mit dem Spaten bei Fuß, packen mit an und gestalten neue Lebensräume auch für geschützte Arten. Sie alle leisten mit der intensiven Raubwildbejagung in Küstenvogelschutzgebieten und bei anderen Artenschutzprojekten einen sehr wichtigen Beitrag für das Erreichen der Schutzziele und opfern dafür gern einen Großteil ihrer Freizeit.

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Uneinigkeit über Waldschutz am Tag des Waldes

Zum heutigen Tag des Waldes melden sich verschiedene Akteure zu Wort, deren Verlautbarungen die Uneinigkeit in der Naturschutzpolitik im Allgemeinen und zum Thema Waldschutz im Besonderen illustrieren. Während der Nabu beklagt, dass nur zwei Prozent der Waldfläche Deutschlands aus der Nutzung genommen seien und – Stichwort Käseglocken-Naturschutz – weitere Nationalparks und Umwandlung von Nutzwäldern in “Urwälder” fordert, wendet sich der landeseigene Forstbetrieb ThüringenForst gegen noch mehr “Naturmuseen”: “Die Thüringer Landesforstanstalt sieht sich von einer breiten Bevölkerungsschicht in ihrem Anliegen kraftvoll unterstützt, die Wälder des Freistaats weiter naturnah zu bewirtschaften” heißt es in einer Pressemitteilung zum Tag des Waldes: Die Forderung nach zusätzlicher Stilllegung von Waldflächen am Possen wurde zuletzt anlässlich einer Tagung an der Fachhochschule Erfurt, der fast ein Dutzend Landtagsabgeordneten beiwohnten, von Biologen wie auch Forstwissenschaftlern mehrfach in Frage gestellt. Erstmals wurde der volkswirtschaftliche Schaden beziffert, der sich für die Forstunternehmen der Region, aber auch für den Freistaat Thüringen durch jährliche Steuerausfälle ergäbe. Zusätzlich wird durch die geplante Flächenstilllegungen die Klimaschutzleistung der heimischen Wälder spürbar reduziert, wie ein Klimaforscher darlegte.

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Nabu fordert ganzjährige Waschbär-Bejagung

Die Naturschutzorganisation Nabu Niedersachsen hat nach übereinstimmenden Berichten der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) und des Hamburger Abendblatts (HAB) eine ganzjährige Bejagung des Waschbären gefordert. In der NOZ hieß es dazu, dass Waschbären immer mehr Kleintiere fräßen und teilweise gar an Nabu-Krötenschutzzäunen auf Beutezüge gingen und massenweise Kröten töteten. Für adulte Waschbären gilt in Niedersachsen eine Schonzeit vom 1. April bis 15. Juli. Jungwaschbären dürfen bereits ganzjährig bejagt werden. Die Nabu-Forderung erstaunt indes, denn die Schonzeit für adulte Waschbären fällt in die Brut- und Setz-Zeit und dient dem Schutz der Elterntiere, die in dieser Zeit für ihren Nachwuchs sorgen. Diese Schonzeit dürfte daher allein schon aus tierschutzrechtlichen Gründen kaum zur Disposition stehen. NOZ und HAB berichten übereinstimmend, dass im vergangenen Jagdjahr “die Rekordzahl von mehr als 10.000 Waschbären” erlegt worden sei. Vor zehn Jahren seien es nur etwa 2400 gewesen. Der Nabu war für eine Stellungnahme bislang nicht zu erreichen. SE

Beitragsbild: Waschbär-Porträt. Autor: Quartl, Quelle: Wikipedia. Veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz.

Immer rauf auf die grüne Wiese: Nabu kritisiert geplante Änderungen im Baurecht

Erleichterung für Wohnbebauung an den Siedlungsrändern widerspricht dem 30-Hektar-Ziel

Der Nabu kritisiert die geplanten Gesetzesänderungen der Bundesregierung im Bau- und Planungsrecht. Für Wohnungsbau auf landwirtschaftlichen und unbebauten Flächen am Ortsrand sieht der Gesetzentwurf zur Novellierung des Baugesetzbuchs und der Baunutzungsverordnung erhebliche Ausnahmeregelungen und Erleichterungen vor. Durch die “Einbeziehung von Außenbereichsflächen in das beschleunigte Verfahren” könnte künftig generell auf eine Prüfung der Umweltauswirkungen der geplanten Bebauung sowie auf Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft verzichtet werden. Der Gesetzentwurf ist Gegenstand der öffentlichen Anhörung des Umweltausschusses im Bundestag am heutigen Mittwoch.

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Geflügelpest: Jäger “irritiert” über Nabu-Vorwürfe

Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft (KJS) Wesel, Alfred Nimphius, zeigte sich gegenüber RP online “irritiert” über die Schuldzuweisung des Nabu, nach denen Luderplätze für die Ausbreitung der Vogelgrippe am Niederrhein (wir berichteten) verantwortlich sein sollen. Den behaupteten Zusammenhang zwischen Luderplätzen und Vogelgrippe halte er für abwegig, so Nimphius. Vom Vorsitzenden des Nabu habe er mehr Sachverstand erwartet. Nimphius sagte, es sei eindeutig so, dass die als Zugvögel eingereisten Wintergänse den Erreger mitgebracht hätten. Er verwies auf die “eindeutigen” Aussagen des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) und des Amtsveterinärs zum Thema Geflügelpest. Der Jagdfunktionär betonte, dass die Unterhaltung der Luderplätze legal sei. Ein Verbot von Luderplätzen lehne er ab. SE

Beitragsbild: Gänse – die Zugvögel haben den Geflügelpest-Erreger nach Ansicht von Experten mitgebracht. Foto: SE

Nabu: Jäger schuld an Vogelgrippe

Der Nabu hat einem Bericht von RP online zufolge Anzeige gegen unbekannt bei den Kreisen Kleve und Wesel gestellt. Demnach äußerte der Verein den Verdacht, dass “illegale Jagdpraktiken” für die Ausbreitung der Vogelgrippe am Niederrhein verantwortlich seien. Konkret geht es um sogenannte Luderplätze, an denen “in der Vergangenheit” auch die Ablage von Kadavern von Wassergeflügel oder Haushühnern beobachtet worden sein soll. Luderplätze sind jagdliche Einrichtungen, an Fleischfresser wie zum Beispiel Füchse durch Aas, Unfallwild oder Schlachtabfälle angelockt werden. Im Bereich eines Luderplatzes seien bereits “in den vergangenen sechs Wochen drei tote Greifvögel aufgefunden worden, die mit dem Vogelgrippevirus H5N8 infiziert waren”, berichtete ein Nabu-Vertreter gegenüber RP online. Der Nabu unterstellt, dass infiziertes Hausgeflügel an dem Luderplatz entsorgt und von den Greifvögeln aufgenommen wurde und fordert ein sofortiges Verbot von Luderplätzen. Wildvögel sind nach Ansicht des Nabu nicht für die Ausbreitung der Vogelgrippe verantwortlich. Wo und wie sich das Hausgeflügel infiziert haben soll, darüber schweigt der Bericht sich jedoch aus. SE

Beitragsbild: Stockente. Foto: SE