Schlagwort-Archive: Müritz-Nationalpark

Wolfsfähe im Müritz-Nationalpark – Rüde aus Ueckermünder Heide besendert

Aktuelle genetische Untersuchungen weisen einen weiblichen Wolf im Müritz-Nationalpark nach. Wie Norman Stier, Koordinator des Wolfsmonitorings in Mecklenburg-Vorpommern, mitteilte, handelt es sich um eine Fähe aus dem Nieskyer Rudel bei Görlitz in Sachsen.
„Seit 2012 gibt es immer wieder eindeutige Nachweise von einzelnen Wölfen im Müritz-Nationalpark. Bisher wurde keines der Tiere im 32.200 Hektar großen Schutzgebiet sesshaft. Die Tiere, zumeist junge Rüden, waren nur auf der Durchreise. Es ist aber davon auszugehen, dass sich auf kurz oder lang Wölfe auch dort ansiedeln. Der Müritz-Nationalpark bietet mit seinen großen zusammenhängenden Lebensräumen östlich der Müritz gute Voraussetzungen für Wölfe. Bislang gibt es aber keine Anhaltspunkte dafür, dass das Weibchen aus Sachsen hier geblieben ist“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus.

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Müritz-Nationalpark: Ehemaliger Jagdleiter zu Geldbuße verurteilt

Der ehemalige Jagdleiter des Müritz-Nationalparks, Falk Jagszent, ist gestern in einem Zivilprozess vor dem Amtsgericht Neubrandenburg zu einer Geldbuße in Höhe von 1450 Euro verurteilt worden. Jagszent hatte gegen eine gegen ihn verhängte Geldbuße der Unteren Jagdbehörde in Höhe von 5000 Euro geklagt. Ihm wird vorgeworfen, auf Großjagden Ende 2012 im Müritz-Nationalpark das Überschießen des Abschussplans für Damwild in Kauf genommen zu haben. So wurden auf Drückjagden noch 74 Stücke Damwild erlegt, obwohl der Abschuss mit 160 Stück bereits erfüllt war. Es kamen über 230 Stück zur Strecke. Außerdem sollen Stöberhunde eingesetzt worden sein, deren Brauchbarkeit in Mecklenburg-Vorpommern nicht anerkannt war, in einigen Fällen soll krank geschossenes Wild nicht ordnungsgemäß nachgesucht worden sein. Der Jagdleiter, der Mitglied im ÖJV ist, wurde aufgrund der Vorwürfe seines Amtes enthoben.

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Vom Jagdrevier zum UNESCO-Weltnaturerbe

Das Buch „Serrahn – Weltnaturerbe im Müritz-Nationalpark“ gewinnt Literaturpreis

160 Moore, 350 Jahre alte Buchen und an die 10.000 Tierarten vom Juchtenkäfer bis zur Großen Rohrdommel oder dem Fischotter – das UNESCO-Weltnaturerbe „Wildpark Serrahn“ im Norden Deutschlands wurde dieses Jahr im übertragenen Sinne zum zweiten Mal ausgezeichnet. Die Autoren Hans-Jürgen Spieß, ehemaliger Leiter der Biologischen Station Serrahn, und der Naturfotograf Dr. Peter Wernicke, erhielten für ihr Buch „Serrahn – Weltnaturerbe im Müritz-Nationalpark“ den Annalise-Wagner-Literaturpreis.

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Presserat rügt Berichterstattung der uJ über Jagden im Müritz-Nationalpark mit Hinweis

Der Presserat hat die Berichterstattung der Jagdzeitschrift “unsere Jagd” über die Drückjagden im Müritz-Nationalpark (“Wenn Ökos hassen”, Heft 2/2013) mit einem “Hinweis” gerügt. Der Presserat kritisiert dabei genau das, was auch JAWINA bemängelt hatte: Dass gegen den verantwortlichen Jagdleiter Falk Jagszent schwere, möglicherweise strafrechtlich relevante Vorwürfe erhoben und veröffentlicht wurden, ohne dass dieser Gelegenheit erhielt, sich dazu zu äußern.

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Müritz-Nationalpark: Anleitung zum Rufmord

Zum Fall Jagszent ist alles gesagt, könnte man meinen: Die Jagd- und Lokalpresse hat das Thema durchgehechelt, in den einschlägigen Foren gibt es tausende von Wortmeldungen zum Thema, und sogar das Fernsehen war schon da. Ist damit alles gesagt? Wohl kaum: Niemanden scheint zu stören, dass der auf üble Weise öffentlich Angefeindete selbst bisher kaum zu Wort kam. Und wie die unappetitliche Hetzkampagne gegen Jagszent eingefädelt wurde, hat auch noch keiner enthüllt. Holen wir es nach.

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