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Italien: Wolf verfolgt Mountainbiker

Bei Torcegno in Südtirol ist ein Mountainbiker “mehrere hundert Meter weit” von einem Wolf verfolgt worden, wie italienische Medien berichten. Demnach kam es bei einer eingezäunten Wiese, auf der Schafe weideten, zur einer Begegnung mit “vier hundeähnlichen Tieren”. Eines der Tiere nahm die Verfolgung des Radfahrers auf. Aller Wahrscheinlichkeit nach habe es sich um Wölfe, vermutlich um eine Wölfin mit drei Jungtieren gehandelt, vermutet SüdtirolNEWS. Der schon eine Woche zurückliegende Vorfall stecke dem Mann noch immer in den Knochen, so das Nachrichtenportal. Erst vor wenigen Tagen hatte in der Region ein Bär einen Wanderer zehn Minuten lang verfolgt. Die Vorfälle zeigten, welche Gefahren von Großraubtieren ausgehen, kommentiert die Zeitung Dolomiten. red.

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Schweiz: Region will Herdenschutzhunde verbieten

Gemeindepräsident: “Wir haben jetzt zwei Probleme: den Wolf und die Hunde.”

In der Region Andermatt im Schweizer Kanton Uri ist eine Initiative gestartet worden, die ein Totalverbot von Herdenschutzhunden in der Gemeinde anstrebt. Anlass sind Konflikte mit Wanderern und Mountainbikern, die nach Angaben des Talammanns (Gemeindepräsidenten) Hans Regli von den Hunden verängstigt, zur Umkehr gezwungen und mitunter auch gebissen worden seien. Gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) erklärte Regli: “Solange hier Touristen nicht sicher wandern können, sondern von Herdenschutzhunden angegriffen werden, können wir nicht ruhig schlafen.”

Die Interessengemeinschaft “Keine Herdenschutzhunde” fordert ein Verbot der Herdenschutzhunde im Urserental, laut NZZ eine Fläche von 175 Quadratkilometern. Der Präsident der IG, Columban Russi, beklagte in der NZZ, dass die Hunde die Touristen von den Wegen vertreiben, die mit viel Geld unterhalten werden. Sie richteten mehr Schaden an, als sie nützten. Ein Herdenschutzexperte bestritt laut NZZ, dass es die Probleme im geschilderten Ausmaß gebe, räumte jedoch ein, dass in anderen Kantonen wegen der Herdenschutzhunde bereits Wanderwege gesperrt oder verlegt werden mussten. In Andermatt wird jetzt über Alternativen zu einem Totalverbot beraten. SE

Beitragsbild: Herdenschutzhunde. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser JE für den Hinweis!