Schlagwort-Archive: Morddrohungen

Tierrechtler hetzen gegen Artenschützerin, weil sie nachhaltige Jagd befürwortet

Tierrechtsorganisationen machen in sozialen Medien mit prominenter Unterstützung Stimmung gegen nachhaltige Jagd in Afrika. CIC und DJV verurteilen die mediale Hetzjagd gegen die Jägerin Brittany Longoria: Als Wissenschaftlerin entwickelt sie ökologische Tourismuskonzepte in Afrika, die Jagd einschließen.

Das Bild zeigt eine junge Jägerin, die einen toten Leoparden hält: „Wut über Jagdtrophäe: Frau erlegt riesigen Leoparden und grinst in die Kamera – Tierschützer laufen Sturm“, titelt der Stern dazu. Das Bild hat die Jägerin nicht selbst auf Instagram eingestellt, es wurde von einem amerikanischen Tierrechtler gepostet. Mediale Aufmerksamkeit erzielt der Beitrag, seit Prominente wie das Modell Naomi Campbell das Bild in ihren persönlichen Netzwerken teilen. Zwischenzeitlich bedrohen Tierrechtler die Jägerin mit Hassmails, die zu Mord und Vergewaltigung aufrufen. Der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) und der Deutsche Jagdverband betrachten diese Hetzjagd mit Sorge. „Ich finde es befremdlich, dass sich Teile unserer Gesellschaft aufgrund eines Fotos anmaßen, eine ausgewiesene Artenschützerin derart zu diskreditieren. Sie echauffieren sich über die regulierte Bejagung eines Wildtieres, dessen Management international gültigen Quoten und Kriterien folgt. Wir fordern eine faktenbasierte Berichterstattung“, so Dr. Wilhelm von Trott zu Solz, Leiter der deutschen Delegation des CIC.

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Nürnberg: Morddrohungen gegen Bürgermeister nach Gänseabschuss

+++ Baden-Württemberg: Schluchsee-Wolf-Ermittlungsverfahren eingestellt +++ China: Zweiter ASP-Fall in Großschlachthof – infizierte Schweine über 2300 km transportiert +++ Bayern: Ansprechpartnerin für Wolfsmanagement im Oberallgäu vorgestellt +++ Niederösterreich: Mehr Jäger als je zuvor +++

Am 18. August sind in einer Nürnberger Grünanlage sechs (in Ziffern: -6-) Gänse als Vergrämungsmaßnahme abgeschossen worden (JAWINA berichtete). Wegen der Bejagung und weil eine krank geschossene Gans angeblich nicht nachgesucht wurde, hatten das Tierheim Nürnberg und weitere Organisationen und Privatpersonen schwere Anschuldigungen gegen den Nürnberger Bürgermeister Christian Vogel und die beteiligten Jäger erhoben. In den sozialen Netzen wurde der übliche Empörungssturm entfacht und der stets lynchbereite Mob angestachelt. Mit Erfolg: Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, hat Bürgermeister Vogel über 1000 Briefe, Mails und Anrufe erhalten, die ihm “teilweise auch nach dem Leben trachteten”, wie es auf BR24 heißt. Auch im Briefkasten seines Privathauses fand er Drohbriefe vor, was seine Familie belaste. Man wisse, wo er wohne, wann er aus dem Haus gehe und habe “den richtigen auf ihn angesetzt”, dräuen die anonymen Verfasser.

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Niedersachsen: Grüne verteidigen Gemeinnützigkeit für militante Tierschützer

Die niedersächsische Landtagsabgeordnete und tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen Miriam Staudte hat den Vorstoß der Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) zurückgewiesen, militanten Tierschutzorganisationen die Gemeinnützigkeit abzuerkennen, wenn diese illegale Aktionen begehen (JAWINA berichtete). Als Beispiel wurden Stalleinbrüche zwecks Dokumentation angeblicher Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen genannt oder Mordaufrufe nach der Einschläferung eines aggressiven Kampfhunds. Staudte wirft Ministerin Otte-Kinast vor, die “die Debatten um die Proteste gegen das Einschläfern des Staffordshire-Terriers Chico zu instrumentalisieren, um gegen Tierschutzorganisationen generell Stimmung zu machen.”

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Thüringer Wolfs-Hybriden: Morddrohungen gegen Jäger

Petitionen gegen Entnahme der Hybriden

Nachdem das Thüringer Umweltministerium beschlossen hat, die sechs Wolfshybriden auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf aus Artenschutzgründen zu entnehmen, sind die ersten Morddrohungen gegen Thüringer Jäger eingegangen. Dies bestätigte der Präsident des Landesjagdverbands Thüringen (LJV), Steffen Liebig, gegenüber dem MDR. “Selbsternannte Tierschützer” wollten so Druck aufbauen, erklärte Liebig. Der LJV befürwortet den Abschuss der Hybriden und fordert die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht. Angesichts der Drohungen gegen Jäger lehnte Liebig eine aktive Beteiligung der Jägerschaft an der Entnahme der Hybriden jedoch ab. Der LJV-Präsident wies auch auf die ungelösten rechtlichen Probleme hin: Die Wölfin und ihre Welpen unterlägen nicht dem Jagdrecht, auch die Wolfshybriden sind nach geltendem Recht in Deutschland streng geschützt.

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Wegen Abschussfreigabe für “Problemwolf”: Morddrohung gegen Landrat

Anlässlich eines Wolfs-Forums, das am Wochenende im Rahmen der Forstmesse Agra in Leipzig stattfand, berichtete der Landrat des Kreises Bautzen, Michael Harig, von Morddrohungen gegen den Landrat eines “Nachbarkreises”. Dies berichtet die Freie Presse. Anlass für die Bedrohung sei die Abschussbewilligung für den “Problemwolf” Pumpak gewesen, der sich wiederholt Menschen genähert hatte. Auf Nachfrage von JAWINA im Landratsamt Görlitz, bestätigte die Pressestelle den Vorfall: “Als bekannt wurde, dass der Landkreis Görlitz einen Antrag zum Abschuss des Wolfes aus Polen gestellt hat, löste das eine ungeahnte Welle von Meinungsäußerungen per Telefon, Brief, Mail und über facebook aus – pro und contra”, heißt es in der Mail an die JAWINA-Redaktion. Landrat Bernd Lange (CDU) sei auch persönlich massiv angegriffen worden.

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Limburger Glockenspiel: Alles nur ein Scherz?

Angeblich Morddrohungen gegen Veganerin – abstruse Vorwürfe gegen Jagdverbände

Die Veganerin, die den Limburger Bürgermeister dazu gebracht hat, das blutrünstige Kinderlied “Fuchs, Du hast die Gans gestohlen” vorübergehend aus dem Repertoire des Rathaus-Glockenspiels streichen zu lassen, soll diese Bitte nur scherzhaft vorgetragen haben. Das berichtet die Internetseite mimikama.at. Demnach sei die Frau von der Melodie, die sie jeden Tag in der Mittagspause hören musste, “genervt” gewesen und habe den Bürgermeister daher “scherzhaft” gefragt, ob die Melodie entfernt werden könne. Die Anfrage sei “nicht so ernst gemeint gewesen.” Bürgermeister Hahn habe daraufhin gefragt, ob der Fuchs nun auch vegan werden solle, worauf die Veganerin sagte, er solle nur nicht erschossen werden, das sei es auch schon gewesen, so mimikama.at.

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Rheinland-Pfalz: Morddrohungen gegen Jagdveranstalter

Die zwei Geschäftsführer eines Jagdveranstalters haben anonyme Morddrohungen erhalten. Das berichtet der SWR.  Zuvor waren von der Firma organisierte Drückjagden bei Windsberg, einem Stadtteil von Pirmasens, in die Schlagzeilen geraten. Auf den zwei Drückjagden waren 134 Rehe erlegt worden, 52 Stück allein auf der letzten Jagd am 12. Januar. Anwohner hatten gegenüber der Lokalpresse (etwa in der Pirmasenser Zeitung) beklagt, dass die Rehe an einem viel besuchten Wanderweg aufgebrochen worden waren, Spaziergänger hätten durch Blutlachen waten müssen, so das Onlineportal Die Rheinpfalz. Einer der beteiligten Jäger räumte gegenüber dem SWR ein, dass der Anblick, der sich auf dem Parkplatz, wo aufgebrochen wurde, bot, infolge des Schnees “heftig” gewesen sei. Die Verantwortlichen der Firma Pro Jagdkonzept, die die Drückjagden organisiert hatte, waren nicht nur von Tierschützern, sondern auch aus von einzelnen Jägern für die angeblich zu hohen Abschusszahlen kritisiert worden. Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt. SE

Beitragsbild: Erlegtes Wild – für Nichtjäger ein gewöhnungsbedürftiger Anblick. Foto: SE