Schlagwort-Archive: Montana

USA: Rekordstrecke bei Wolfsjagd in Montana

Drei Tage vor dem Ende der offiziellen Wolfsjagdsaison am heutigen Freitag (15.03.), vermeldet die Lokalzeitung Flathead Beacon eine Rekordstrecke: 315 Wölfe wurden im US-Bundesstaat Montana zur Strecke gebracht, die meisten davon, bevor Frost und Schnee für erschwerte Bedingungen bei Jagd und Fallenstellerei sorgten. 165 Wölfe wurden von Jägern erlegt, 130 von Fallenstellern, drei weitere fielen Zügen oder Automobilen zum Opfer, so die vorläufige Statistik der Jagd- und Wildtierbehörde Montanas (Montana Fish, Wildlife and Parks (FWP)). Acht Wölfe wurden vom Wildtier-Service der Landwirtschaftsbehörde infolge von Meldungen über Nutztierrisse und andere Konflikte getötet. Zwei Wölfe wurden von privaten Landbesitzern im Rahmen ihres Selbstverteidigungsrechts erschossen. Die Wolfspopulation Montanas wird wissenschaftlichen Erhebungen zufolge auf 850 Individuen geschätzt.

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USA: “Rätselhafter Canide” ist ein Wolf

Der Ende Mai von einem Farmer bei Denton, Montana, geschossene “rätselhafte Canide” (JAWINA berichtete) ist ein Wolf. Das haben DNA-Untersuchungen des Kadavers ergeben. Für Verwirrung hatten Fotos gesorgt, auf denen das Tier auffallend kurze Beine und große Ohren zu haben schien. Untersuchungen durch Experten der Wildtierbehörde von Montana (Montana Fish, Wildlife and Parks, MFWP) in einem Labor in Bozeman ergaben, dass es sich um einen “relativ normal aussehenden, dunkelbraunen Wolf” handle, wie MFWP in einer Pressemitteilung feststellt. Physische Variationen seien nicht unüblich bei Wildtieren, erklärte MFWP-Genetikerin Mary Curtis in der Veröffentlichung. Innerhalb einer Art gebe es Variabilität, das sei alles andere als überraschend, so die Wissenschaftlerin. Bei dem Wolf handle es sich um ein zwei bis drei Jahre altes, nicht laktierendes Weibchen. Dies bedeute, dass durch den legalen Abschuss keine verwaisten Welpen zurückbleiben. Die Wölfin wog 84,5 US-Pfund, das entspricht 38,3 Kilogramm.

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USA: Farmer schießt rätselhaften Caniden

Am 16. Mai hat ein Farmer in der Nähe von Denton, Montana ein “großes wolfsähnliches Tier” geschossen, wie die Jagd-, Fischerei und Naturschutzbehörde des US-Bundesstaates (Montana Fish, Wildlife and Parks, MFWP) berichtet. Der Farmer glaubte demnach, einen Wolf geschossen zu haben, der sich seinen Viehherden zu sehr genähert habe. Der Viehhalter meldete den Abschuss, wie es das Gesetz vorschreibt. Bis dahin nicht ungewöhnliches in der von Ackerbau und Viehzucht geprägten Gegend Montanas, stellt MFWP fest. Mehrere Spezialisten der Behörde begutachteten jedoch die Fotos des erlegten Tiers und bezweifelten, dass es sich um einen reinrassigen Wolf handele: Die Zähne seien zu kurz, die Vorderpfoten zu klein und die Krallen an den Vorderpfoten zu lang. Sicher sei lediglich, dass es sich um ein junges, weibliches, nicht-laktierendes Tier aus der Familie der Caniden handele, zu der Hunde, Füchse, Wölfe und Kojoten gehörten.

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Grizzly attackiert Bogenjäger

In der Gravelly Range im US-Bundesstaat Montana ist am Montag ein Bogenjäger von einem Grizzly attackiert und schwer verletzt worden. Der 57jährige Tom Sommer war mit einem Jagdfreund in dem abgelegenen Gebirgszug auf Wapitijagd, als sie den Bär entdeckten, der an einem Wapiti-Kadaver fraß. Der Bär griff sofort an, biss Sommer in den Oberschenkel, zerfetzte mit einem Prankenhieb sein Handgelenk und brachte ihm schließlich eine 41 Zentimeter lange klaffende Wunde am Kopf bei, die mit 90 Stichen (!) genäht werden musste. Sommers Jagdkumpan schaffte es, eine Dose mit Bärenspray zu leeren, was den Angriff etwas verlangsamte. Sommer selbst, so ist in der New York Times zu lesen, griff nach seiner Bärenspraydose so schnell, dass er es nicht schaffte, die Sicherung zu entriegeln. Während des Angriffs habe er es sich nicht erlauben können, nach unten auf die Dose zu gucken. Er rannte zweimal um einen Baum herum, wobei der die Dose verlor.

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Montana: Mann überlebt zwei Grizzly-Angriffe

Todd Orr aus Bozeman im US-Bundesstaat Montana ist innerhalb weniger Minuten zweimal von einer Grizzly-Bärin angefallen worden – und hat, übel zugerichtet, überlebt, wie diverse US-Medien, z.B. CBS und CBC News (mit prächtigen Bildern – Orr hat offenbar noch Zeit und Nerven gehabt, ein paar Selfies zu schießen…) berichten. Das (sein Überleben) setzte ihn in die Lage, auf seiner Facebook-Seite von dem Vorfall zu berichten: Demnach war der 50jährige zu einer frühmorgendlichen Erkundungstour aufgebrochen, um Elche zu fährten. Orr wusste, dass er sich in Bärenterritorium befand, und gab alle dreißig Sekunden Warnrufe (“Hello, Bear!”) von sich. Das half aber nichts. Nach etwa drei Meilen auf einem Wildnispfad, kam er auf eine Wiesenfläche, wo er eine Grizzly-Bärin mit zwei Jungen einige Meter vor sich auf dem Pfad sah. Sie floh erst von ihm weg, drehte dann plötzlich um und griff unvermittelt an. Orr verpasste der Bärin eine volle Ladung Bärenspray aus etwa acht Metern Entfernung. Der Schwung, schreibt Orr, “trug sie durch den orangefarbenen Nebel und genau auf mich drauf.” Orr schmiss sich auf den Bauch, Nacken und Kopf mit verschränkten Armen schützend. Die Bären bearbeitete seine Arme, Schultern und den Rucksack mit Bissen – jeder einzelne wie “ein Vorschlaghammer mit Zähnen.”

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